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Die Entwicklung der Grundsätze zum Anlegerschutz in der Publikums-KG

Eine Betrachtung der bisherigen Entwicklung

Titel: Die Entwicklung der Grundsätze zum Anlegerschutz in der Publikums-KG

Hausarbeit , 2014 , 24 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Steffi Winkel (Autor:in)

Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Aus der Gründung einer Gesellschaft in der Rechtsform der Publikums-KG ergibt sich eine Reihe von Vorteilen, etwa steuerliche Vorteile durch die direkte Zurechnung des Verlustes beim Anleger oder die zivilrechtliche Freiheit bei der Ausgestaltung der Gesellschaft und der damit verbundenen Haftung. Insbesondere wird von mittelbaren Anlegern der Publikums-KG die Anonymität geschätzt, denn durch die Besonderheit des Treuhandvertrages treten sie nicht als unmittelbare Gesellschafter der Publikums-KG auf, sondern sind die „Hintermänner“ des Treuhänders. Des Weiteren waren mittelbare Beteiligungen lange Zeit lukrativ, weil sie keine Haftungsrisiken birgten, obwohl sie den Anleger in eine Gesellschafterposition stellen.

Diese Arbeit soll einen gesellschaftsrechtlichen Überblick über die von der Rechtsprechung entwickelten Grundsätze zum Anlegerschutz der mittelbar beteiligten Anleger in der Publikums-KG geben. Dies umfasst die Klärung von Haftungsfragen des unmittelbar sowie mittelbar beteiligten Anlegers in der Publikums-KG. Des Weiteren geben die kürzlich vom BGH ergangenen Urteile zu Auskunftsansprüchen von mittelbaren Anlegern einer Publikums-KG Anlass, die bisherige Entwicklung der Grundsätze noch einmal zu betrachten.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

A. Einführung

I. Problembeschreibung

II. Gang der Arbeit

III. Ziel der Arbeit

B. Gegenstand der Untersuchung

C. Haftungsfragen

I. Vertikale Innenbeziehungen

1. Die verdeckte Treuhand

2. Die offene Treuhand

a) „Als-ob“-Gesellschafter

b) Die von gesellschaftsrechtlichen Bindungen überlagerte Treuhandbeziehung oder „Quasi-Gesellschafter“

II. Horizontale Innenbeziehungen

1. Anforderungen an das Bestehen einer Innen-BGB-Gesellschaft

2. Sammeltreuhand

3. Interessengemeinschaft

III. Haftung

1. Außenhaftung des Treuhänders

a) Inanspruchnahme durch einen Gläubiger der Publikums-KG

aa) Abwehr durch Freistellungsanspruch

bb) Auslagenerstattungsanspruch

2. Innenhaftung des Treugebers

a) Wirtschaftliche Haftung von Treugebern in der offenen Treuhand gegenüber Gläubigern der Publikums-KG

aa) Abwehrmöglichkeiten des Treugebers in der offenen Treuhand

b) Nachschusspflicht der Treugeber in der offenen Treuhand

aa) Dauer der Beteiligung

3. Prospekthaftung von Gründungsgesellschaftern gegenüber Treugebern

a) Schadensersatzpflicht des Gründungsgesellschafters bzw. Treuhänders

b) Schadensersatzpflicht des Anlagevermittlers bzw. -beraters

c) Aufrechnungsverbot von Prospekthaftungsansprüchen gegen Freistellungsansprüche

4. Verjährung von Freistellungsansprüchen

D. Auskunftsansprüche der Treugeber

I. Grundsatzentscheidung des BGH vom 21.09.2009

II. Grundsatzentscheidung des BGH vom 01.11.2011

III. Reaktion der Literatur

1. Transparenz der Anleger anderer Gesellschaftsrechtsformen im Vergleich

a) OHG und KG

b) GmbH

c) Aktiengesellschaften

d) Zwischenergebnis

2. Generelle Auskunftspflicht und Behandlung der sensiblen Daten

a) Pro

b) Contra

3. Geheimhaltungsklauseln im Treuhandvertrag

a) Pro

b) Contra

IV. BGH-Urteile vom 05.02.2013

E. Zusammenfassung

I. Haftungsansprüche und -pflichten des mittelbaren Anlegers

II. Transparenz der mittelbaren Anleger untereinander

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die gesellschaftsrechtlichen Grundlagen des Anlegerschutzes für mittelbar beteiligte Anleger (Treugeber) in Publikums-Kommanditgesellschaften, insbesondere im Hinblick auf Haftungsrisiken sowie die Reichweite von Auskunftsansprüchen gegenüber Treuhändern.

  • Struktur des Treuhandmodells und Differenzierung der Innenbeziehungen
  • Haftungsfragen des Treugebers bei wirtschaftlicher und rechtlicher Inanspruchnahme
  • Prospekthaftung und Schadensersatz bei fehlerhaften Beitrittsinformationen
  • Rechtsprechung des BGH zu Auskunftsansprüchen gegenüber Mitgesellschaftern
  • Abwägung zwischen Anlegertransparenz und Geheimhaltungsinteressen

Auszug aus dem Buch

I. Problembeschreibung

Aus der Gründung einer Gesellschaft in der Rechtsform der Publikums-KG ergibt sich eine Reihe von Vorteilen, etwa steuerliche Vorteile durch die direkte Zurechnung des Verlustes beim Anleger oder die zivilrechtliche Freiheit bei der Ausgestaltung der Gesellschaft und der damit verbundenen Haftung.

Insbesondere wird von mittelbaren Anlegern der Publikums-KG die Anonymität geschätzt, denn durch die Besonderheit des Treuhandvertrages treten sie nicht als unmittelbare Gesellschafter der Publikums-KG auf, sondern sind die „Hintermänner“ des Treuhänders. Die mittelbaren Anleger werden also „mediatisiert“. Der Vorteil hierbei ist, dass eine weniger Handelsregistereintragungen notwendig sind, die Gesellschafterversammlung überschaubar bleibt und eventuelle Streitgespräche zwischen Treugebern nicht Bestandteil der Hauptversammlung werden. Vor allem aber wird die Anonymität der Treugeber gewahrt. Fraglich ist jedoch, ob die Anonymität der Anleger durch Auskunftsansprüche von Mitgesellschaftern angreifbar werden kann in Anbetracht einer notwendigen Transparenz der Publikums-KG.

Des Weiteren waren mittelbare Beteiligungen lange Zeit lukrativ, weil sie keine Haftungsrisiken birgten, obwohl sie den Anleger in eine Gesellschafterposition stellen. Ob dies noch immer der Fall ist, soll ein Thema in dieser Arbeit sein.

Zusammenfassung der Kapitel

A. Einführung: Die Einleitung umreißt die Vorteile der Publikums-KG sowie die Problemstellung hinsichtlich der Anonymität von Treugebern und der damit verbundenen Haftungsrisiken.

B. Gegenstand der Untersuchung: Dieses Kapitel erläutert die Struktur der Publikums-KG als kapitalistisch strukturierte Personengesellschaft und das Treuhandmodell.

C. Haftungsfragen: Hier werden die vertikalen und horizontalen Innenbeziehungen sowie die verschiedenen Haftungsszenarien, einschließlich Außenhaftung des Treuhänders und Prospekthaftung, detailliert analysiert.

D. Auskunftsansprüche der Treugeber: Dieser Abschnitt analysiert die BGH-Rechtsprechung, die den Treugebern einen unentziehbaren Anspruch auf Auskunft über ihre Mitgesellschafter zuspricht, um informierte Entscheidungen zu ermöglichen.

E. Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Haftungspositionen und der Feststellung, dass die Transparenz der Anleger untereinander in der aktuellen Rechtsprechung Priorität genießt.

Schlüsselwörter

Publikums-KG, Treuhandvertrag, Treugeber, Treuhänder, Innenhaftung, Außenhaftung, Prospekthaftung, Anlegerschutz, Auskunftsanspruch, Transparenz, Anonymität, Gesellschaftsrecht, Nachschusspflicht, Mitgesellschafter, BGH-Rechtsprechung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den gesellschaftsrechtlichen Rahmenbedingungen für Anleger, die über ein Treuhandmodell an einer Publikums-Kommanditgesellschaft beteiligt sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Haftungsrisiken für Treugeber, die Wirksamkeit von Geheimhaltungsklauseln und die Entwicklung von Auskunftsrechten für mittelbare Anleger.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, einen Überblick über die durch die Rechtsprechung entwickelten Grundsätze zum Anlegerschutz zu geben und zu klären, ob Transparenzinteressen oder Anonymitätsbedürfnisse überwiegen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung basiert auf der Analyse aktueller BGH-Rechtsprechung sowie der einschlägigen rechtswissenschaftlichen Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von Haftungsfragen bei verschiedenen Treuhandstrukturen und die Analyse der Auskunftsrechte von Treugebern gegenüber Mitgesellschaftern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Publikums-KG, Treuhandmodell, Anlegerschutz, Haftungsrisiken, Auskunftsanspruch und Transparenz sind die zentralen Begriffe.

Warum haben Treugeber laut BGH einen Auskunftsanspruch?

Der BGH begründet dies damit, dass Anleger ihre Stimmrechte nur dann informierte ausüben können, wenn sie einen Überblick über die Struktur der Gesellschaft haben und ihre Vertragspartner kennen.

Was ist die „offene Treuhand“ in diesem Kontext?

Bei der offenen Treuhand wird der Treugeber durch eine quasi-mitgliedschaftliche Integration in die Hauptgesellschaft wie ein unmittelbar Beteiligter behandelt, was weitreichende Haftungskonsequenzen haben kann.

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Details

Titel
Die Entwicklung der Grundsätze zum Anlegerschutz in der Publikums-KG
Untertitel
Eine Betrachtung der bisherigen Entwicklung
Hochschule
Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin
Veranstaltung
Gesellschafts- und Konzernrecht
Note
2,3
Autor
Steffi Winkel (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
24
Katalognummer
V301238
ISBN (eBook)
9783668001961
ISBN (Buch)
9783668001978
Sprache
Deutsch
Schlagworte
entwicklung grundsätze anlegerschutz publikums-kg eine betrachtung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Steffi Winkel (Autor:in), 2014, Die Entwicklung der Grundsätze zum Anlegerschutz in der Publikums-KG, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301238
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Leseprobe aus  24  Seiten
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