Entwicklungszusammenarbeit in Burkina Faso

Chance zur nachhaltigen Bekämpfung von Armut durch Entwicklungsprojekte der Organisation Helvetas


Bachelorarbeit, 2015
84 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einführung in die Thematik
1.1. Problemstellung
1.2. Vorgehensweise

2. Theoretische Fundierung und Hintergründe zur Entwicklungszusammenarbeit
2.1. Das Begriffstrio der Entwicklungspolitik
2.2. Institutionen und Aufgaben der Entwicklungszusammenarbeit

3. Armut – Definition, Ursachen, Ausprägungen und Lösungsansätze
3.1. Armut – eine von kulturellen Wertvorstellungen abhängige Thematik
3.2. Wirtschaftliche Armut als Armutsdefinition der westlichen Welt
3.2.1. Das Armutsverständnis der Institutionen der EZ
3.2.2. Kritik am wirtschaftlichen Armutsverständnis
3.3. Ursachen und Ausprägungen von Armut
3.3.1. Ursachen der Armut für Länder bzw. Ländergruppen
3.3.2. Auswirkungen der Armut
3.4. Lösungsansätze zur nachhaltigen Bekämpfung von Armut
3.4.1. Der Aspekt der Nachhaltigkeit in der Armutsbekämpfung
3.4.2. Entwicklungspolitik
3.4.3. Unternehmerische Ansätze

4. Praxisbeispiel – Entwicklungsprojekte von HELVETAS
4.1. Historie, Struktur, Leitbild und Zielsetzung von HELVETAS
4.2. Projekte in Burkina Faso
4.2.1. Bio-Landbau und Fairer Handel in Zusammenarbeit mit hessnatur
4.2.2. Erschließungsstraßen und Infrastruktur
4.2.3. Grundausbildung und berufliche Bildung
4.3. Bewertung der Projekte

5. Fazit

Literaturverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 - Entwicklungshilfe: Deutschland verpasst sein Ziel

Abbildung 2 - Entwicklungsdekaden im Überblick

Abbildung 3 - Aufbau der Weltbankengruppe – Institutionen und Aufgaben

Abbildung 4 - Der Haushalt des BMZ im Jahr

Abbildung 5 - Wechselbeziehungen zwischen den Dimensionen von Armut und Wohlergehen

Abbildung 6 - Die Lage der Sahelzone in Afrika

Abbildung 7 - Welthungerkarte des World Food Programme

Abbildung 8 - Idee der Unternehmensethik

Abbildung 9 - Base of the Pyramid

Abbildung 10 - Social Business

Abbildung 11 - Die Strategie von HELVETAS Swiss Intercooperation

Abbildung 12 - Hessnatur Leitbild

Abbildung 13 - Bogodo Mariam, Mutter, Straßenbaupionierin und Gemeinderätin

Abbildung 14 - CIA, World Factbook, Bevölkerungspyramide Burkina Faso im Vergleich zu Deutschland

Abbildung 15 - Die Millennium Development Goals (MDGs) der UN

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einführung in die Thematik

1.1. Problemstellung

Im Oktober 2014 kam es im westafrikanischen Burkina Faso zu der militärischen Entmachtung des bis zu diesem Zeitpunkt amtierenden Präsidenten Blaise Compaoré. Dem Umsturz ging eine geplante Verfassungsänderung voraus, welche Compaoré, bereits seit 1987 an der Macht, eine weitere fünfte Amtszeit ermöglicht hätte. Auf die geplante Verfassungsänderung folgten Großdemonstrationen in Ouagadougou, der Hauptstadt Burkina Fasos - die Medien berichteten davon.1 Ende Oktober war es dann soweit: Compaoré wurde nach jahrzehntelanger Amtszeit durch das Militär entmachtet. Im Anschluss daran wurden in Opposition und Bevölkerung Stimmen nach einem „schwarzen Frühling“, angelehnt an den Regierungsumsturz in Ägypten im Dezember 2010 und dem daraus entstandenen „arabischen Frühling“ laut.2 Der nach dem Regierungsumsturz entbrannte Machtkampf um die Führung des Landes ist nun mittlerweile entschieden: Medienberichten zufolge, stellt sich die Armee des Landes hinter den Offizier Isaac Zida, welcher nun die Führung der Übergangsregierung bis zu den Neuwahlen übernehmen soll.3 Zwar wurde durch die Armee der Bevölkerung bereits eine schnelle Ansetzung von Neuwahlen angekündigt4, dennoch bleibt abzuwarten, ob der zugesicherte „friedliche, demokratische Übergang“ tatsächlich stattfindet und in welche Richtung sich Burkina Faso v.a. im Hinblick auf wirtschaftliche, politische und gesellschaftliche Faktoren entwickeln wird. Die aktuellsten Informationen stammen ungefähr aus der Zeit Oktober/November 2014. Selbst das Auswärtige Amt hat derzeit keine näheren Informationen über die weitere Entwicklung in Burkina Faso.5

Burkina Faso gilt als eines der ärmsten Länder der Welt. Im Human Development Index 2014 war der Staat, welcher seit seiner Unabhängigkeitserklärung von der französischen Kolonialmacht im August 1960 u. a. verschwenderische Staatspräsidenten, Militärregimes und Grenzkriege mit benachbarten Staaten zu verkraften hatte, auf Position 181 von insgesamt 187 Ländern mit einem Wert von 0,388 gelistet. Zum Vergleich: Die Bundesrepublik Deutschland wurde im gleichen Index auf Position 6 mit einem Wert von 0,911 gelistet6. Die Aussagekraft dieser Werte soll im späteren Verlauf noch erörtert werden, aber schon jetzt sollte auffallen, dass im Entwicklungsstand der beiden Länder wohl ein signifikanter Unterschied bestehen muss. Über die Hälfte der Bevölkerung Burkina Fasos lebt unterhalb der Armutsgrenze von 1,25 US-Dollar pro Tag.7 Diese Grenze wird von der Weltbank festgelegt und hat sich als „Messung von Armut“ durchgesetzt. Nach dieser Definition gelten Menschen als extrem arm, wenn sie weniger als 1,25 US-Dollar pro Tag zur Verfügung haben bzw. ihre Kaufkraft nicht ausreicht, um einen Warenkorb zu erwerben, der in den USA 1,25 Dollar kosten würde.8 Unabhängig von etwaigen Definitions- bzw. Berechnungsproblemen der Armut ist die Problemstellung klar: Weltweit gibt es trotz fortschreitender Globalisierung und der damit verbundenen Wohlfahrtssteigerung für alle beteiligten Nationen (nach dem Verständnis der neoliberalen Marktsicht) signifikante Wohlstandsunterschiede zwischen den westlichen Industrienationen und z. B. den westafrikanischen Staaten, zu denen auch Burkina Faso zählt. „Die Kluft zwischen Arm und Reich wird immer breiter“ – ein Satz den man in diesem Zusammenhang immer wieder hört, drückt dieses Gefühl aus, dass mit der gerechten weltweiten Verteilung der entstehenden Wohlfahrtsgewinne etwas nicht stimmen kann.

1.2. Vorgehensweise

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob und wie Armut heutzutage konkret nachhaltig bekämpft werden kann. Der Begriff der Entwicklungszusammenarbeit spielt hierbei eine zentrale Rolle. Zum besseren Verständnis soll daher im ersten Abschnitt des theoretischen Teils näher auf diesen Begriff sowie in diesem Zusammenhang weitere häufig genutzte Begriffe (das sog. Begriffstrio der Entwicklungspolitik) eingegangen werden. Weiter sollen in diesem Abschnitt diejenigen Institutionen bzw. Organisationen mit ihren Aufgaben vorgestellt werden, die derzeit in der weltweiten Entwicklungszusammenarbeit maßgeblich beteiligt sind bzw. Verantwortung in hohem Maße tragen. Das Armutsverständnis dieser Institutionen dient als Bindeglied zum zweiten Abschnitt des theoretischen Teils, welcher sich mit der Frage beschäftigt, wie Armut überhaupt definiert werden soll, welche Ursachen dieser zugrunde liegen und welche Ausprägungen sie konkret annimmt. Zudem sollen bestehende Lösungsansätze bzw. Ideen zur Bekämpfung von Armut vorgestellt und der Aspekt der Nachhaltigkeit im Zusammenhang mit dieser Thematik beleuchtet werden. Im analytischen Hauptteil der Arbeit sollen anhand der Entwicklungshilfeprojekte der schweizerischen Organisation HELVETAS konkrete Konzepte präsentiert werden, wie die Armutsbekämpfung in Burkina Faso in der Realität Gestalt annimmt. Diese Projekte sollen abschließend anhand der herausgearbeiteten Kriterien für eine möglichst nachhaltige Bekämpfung von Armut bewertet werden.

2. Theoretische Fundierung und Hintergründe zur Entwicklungszusammenarbeit

2.1. Das Begriffstrio der Entwicklungspolitik

Wenn man sich im Internet auf die Suche nach dem Begriff „Entwicklungszusammenarbeit“ macht, stößt man durchaus auf einige Ergebnisse. Interessanterweise ist in diesem Zusammenhang auch oft die Rede von „Entwicklungspolitik“ und viel mehr noch von „Entwicklungshilfe“. Die Frage liegt also nahe, ob es sich hierbei um identische Begriffe handelt, oder ob sich diese denn nicht doch inhaltlich voneinander unterscheiden. Bei einem Definitionsversuch ist man also gut beraten, dreigleisig zu fahren und alle drei Begriffe, beginnend mit der Entwicklungspolitik, näher zu untersuchen.

Alle drei Begriffe beinhalten das Wort „Entwicklung“. Nach Ihne/Wilhelm ist dies ein hochkomplexer Begriff, der auf verschiedene Weise genutzt wird und sprachlich den Vorgang des Freilegens von Etwas, eines Kerns oder einer innewohnenden Eigenschaft bezeichnet. Im Horizont der Entwicklungspolitik kann diese Entwicklung dabei verschiedene Dimensionen, z. B. im Bereich der Kultur, Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft oder bei einzelnen Individuen annehmen. Zwischen diesen Dimensionen bestehen Zusammenhänge, sie können sich also wechselseitig fördern aber auch behindern. Auch entscheidend für die Herangehensweise in der Entwicklungspolitik ist die präskriptive und deskriptive Verwendung des Entwicklungsbegriffs.9 Präskriptiv meint vorschreibend, z. B. den Sollzustand einer möglichen Entwicklung, deskriptiv ist beschreibend, also den Ist-Zustand, z. B. eines aktuellen Projekts.10 So sind in der Entwicklungspolitik z. B. die Ausrichtungen, Projekte und Arbeiten von Weltbank, UN, OECD, Kirchen und vielen anderen Institutionen geprägt von präskriptiven, also vorschreibenden Auffassungen des Entwicklungsbegriffs, welche sich aus Werthaltungen und ethisch-politischen Überzeugungen bezieht. Maßgebend für die heutige Entwicklungspolitik und deren Wertekonsens sind die gültigen Menschenrechtsdokumente. So bezeichnet z. B. das Strategiepapier des BMZ aus April 2011 die Menschenrechte als Leitprinzip der deutschen Entwicklungspolitik11. Auch die OECD-Leitsätze, als Teil der Erklärung der OECD über internationale Investitionen und multinationale Unternehmen, basieren unter anderem auf der Menschenrechtscharta der Vereinten Nationen.12

Die Entwicklungspolitik ist nach Ihne/Wilhelm im Vergleich zu den klassischen Politikfeldern wie Außen- und Verteidigungspolitik, Innenpolitik und Haushaltspolitik noch eine junge Disziplin und kam erst Anfang der 50er Jahre des 20. Jahrhunderts zu ihrer ersten Entfaltung.13 Der Begriff der Entwicklungspolitik wird zumeist in zwei verschiedene Richtungen genutzt. Zum einen ist damit ein bestimmter Politikbereich gemeint, der sich mit Entwicklungsländern befasst, zum anderen dient Entwicklungspolitik auch als Sammelbegriff für alles, was irgendwie mit Entwicklungsfragen sowie Zusammenarbeiten und Hilfen mit Entwicklungsländern zusammenhängt. Eine Vermischung mit den beiden anderen genannten Begriffen aus dem Begriffstrio ist daher naheliegend und kommt in der Praxis auch häufig vor.14

Zur Beschreibung der Inhalte und Ziele der Entwicklungspolitik in den vergangenen Jahrzehnten hat sich das sogenannte Dekadenmodell der Vereinten Nationen bewährt, nachdem dieses bislang vier Entwicklungsdekaden durchlaufen hat und sich derzeit in der fünften befindet. Die erste Entwicklungsdekade (1961 – 1970), proklamiert durch John F. Kennedy im Dezember 1961, hatte als wichtigstes Ziel die Modernisierung der alten Strukturen in den Entwicklungsländern, um so das wirtschaftliche Wachstum zu fördern und diese Länder in den Weltmarkt einzugliedern. Der starke industriepolitische Ansatz mit dem Fokus auf verstärktem Handel („Trade not Aid“) und der daraus resultierenden Vernachlässigung der lokalen traditionellen Landwirtschaften führte zu einem starken Ungleichgewicht in den Regionen der Entwicklungsländer. Zwar erfuhren einige Länder ein Wohlstandswachstum. Dieses wurde aber ausschließlich den jeweiligen Oberschichten zuteil, weswegen sich die Armut in der breiten Bevölkerung sogar noch vergrößerte.15 Zugleich bildete dies aber einen Boden für die Neuausrichtung der Entwicklungspolitik in der kommenden Entwicklungsdekade in den 70er Jahren. Beginnend mit der Forderung der Entwicklungsländer nach einer neuen Weltwirtschaftsordnung mit fairen Rahmenbedingungen, wurde die zweite Entwicklungsdekade (1971 – 1980) als sog. „Dekade der Grundbedürfnisse“ eingeläutet. Im Mittelpunkt stand hier nicht nur die Überwindung von Unterentwicklung, sondern die Bekämpfung der Armut in den entsprechenden Ländern. Hierfür wurde das sog. 0,7%-Ziel formuliert, in dem sich die Geberländer verpflichteten, sieben Prozent ihres Bruttonationaleinkommens (BNE) für die öffentliche Entwicklungszusammenarbeit (ODA) aufzuwenden. Dieser Wert galt zugleich als bekanntestes Ziel der Entwicklungspolitik und wurde am 24. Oktober 1970 durch die UN-Resolution 2626 ursprünglich als Minimalziel ausgegeben.16

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Entwicklungshilfe, Deutschland verpasst das Ziel, ZEIT online, 17. April 2014 Quelle: http://www.zeit.de/wirtschaft/2014-04/ausgaben-entwicklungshilfe (abgerufen am 17. März 2015)

35 Jahre später hat kaum einer der Geberstaaten, auch Deutschland nicht, dieses Ziel erreicht Dies zeigt vorstehende Grafik, erschienen Mitte April 2014 in der ZEIT, sehr eindrücklich. Von dem ursprünglichen Zielwert von 0,70 Prozent erreichte Deutschland zu diesem Zeitpunkt gerade einmal 0,38 Prozent. Lediglich Norwegen und Schweden gaben dem „Minimalziel“ seine eigentliche Bedeutung und erreichten höhere Werte. Wie bereits beschrieben, war dieser Wert Teil der Inhalte der zweiten Entwicklungsdekade, in dem zwar die wachsende Armut sowie die unwürdigen Lebensbedingungen in den Entwicklungsländern kritisiert und eine größerer Fokus der Entwicklungspolitik auf die konkreten Lebensbedingungen der Hilfeempfänger gefordert wurde, man den wachstumsorientierten Ansatz aus der vorherigen Entwicklungsdekade jedoch nicht aufgeben, sondern nur um den Aspekt der gerechten Verteilung der Wachstumschancen ergänzen wollte. Auf Papier schlug sich diese Ausrichtung dann u. a. in der „Erklärung über die Errichtung einer neuen Weltwirtschaftsordnung“ vom 02. Juni 1974, der „UN-Charta über die wirtschaftlichen Rechte und Pflichten von Staaten“ aus dem Dezember 1974 sowie im 1975 geschlossenen Abkommen von Lomé, welches den EG-Ländern im afrikanischen, karibischen und pazifischen Raum bessere Konditionen der Zusammenarbeit und Unterstützung anbot, nieder.17

Durch die, aufgrund der zweiten Ölkrise 1979, weltweit verschlechterten Rahmenbedingungen, verschlechterte sich auch die Lage für die Entwicklungsländer. In diesem Zusammenhang wird bei der dritten Entwicklungsdekade (1981 – 1990) auch oft vom „verlorenen Jahrzehnt“ gesprochen: Falsche Kreditpolitik und die daraus resultierende Verschuldung sowie der Rohstoffpreisverfall ließen die Wirtschaft, der bis dato vorbildlichen „Muster-Entwicklungsländer“ in Mexiko, Brasilien und Argentinien zusammenbrechen, da diese nicht mehr in der Lage waren, die vergleichsweise günstig gewährten Kredite zurückzuzahlen. Die Sparpolitik mit dem Ziel der Wiederherstellung der Zahlungsfähigkeit der Länder ließ eine Reihe von Kriterien entstehen, darunter Weltmarktorientierung, Entstaatlichung, Deregulierung, Liberalisierung und Privatisierung, welche dem Fokus auf Wirtschaftswachstum und absoluter Marktorientierung zu einer Renaissance verhalfen und diese Begriffe wieder zum Sinnbild für Entwicklungspolitik wurden.18 Konkret schlug sich dies in einem Strukturanpassungsprogramm der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds (IWF) nieder, dessen Wirkung mit seinen ausschließlich auf Ökonomie ausgerichteten Programmen aber heftig umstritten ist. So verschlechterte das harte und radikale Durchgreifen aufgrund des Programms nur stärker die Lebensbedingungen der Menschen in den betroffenen Ländern. Als Reaktion hierauf und zur Abfederung der negativen sozialen Folgen, wurde 1987 wiederum zusammen mit dem Entwicklungsprogramm der UN und der African Development Bank das „Social Dimensions of Adjustment Programm“ (SDA) entwickelt.19

Aufgrund des Zusammenbruchs der Sowjetunion, stand die vierte Entwicklungsdekade (1991-2000) ganz im Zeichen der Neuorientierung der internationalen Ordnung. Dementsprechend keimte auch die Hoffnung auf einen Neubeginn bzw. eine Neuausrichtung in der Entwicklungspolitik. Der Ost-West-Konflikt im kalten Krieg hatte jede Menge Entwicklungskosten verursacht. Die neu verfügbaren Mittel sollten nun in Form einer „Friedensdividende“ einer verbesserten Entwicklung zukommen. Diese Dividende ergibt sich aus der Überlegung, dass eine Situation ohne Krieg materiellen und immateriellen Nutzen für alle Beteiligten stiften kann.20 Dieser Zeitraum führte zu einer Stärkung der politischen Dimension der Entwicklung. Die Chancen auf eine Beseitigung der Armut konnte vor allem durch das wiedererstarkte Ziel der Verbesserung der Rahmenbedingungen in den Entwicklungsländern, Reformen bei den Vereinten Nationen sowie durch Beseitigung von Defiziten in globalen Strukturen erhöht werden. Die Thematik der Armutsbekämpfung wurde auch auf einer Vielzahl von globalen Konferenzen, darunter die Rio-Konferenz 1992 mit ihrer Agenda 21 oder die Konferenz der G8-Staaten im Jahr 2000 mit ihren Millennium-Entwicklungszielen, umfassend diskutiert. In diesen Agenden wurde zum Teil ursprüngliche Vorschläge des in 1987 veröffentlichten Brundtland-Bericht weiterentwickelt. Leitbegriff in den 90er-Jahren war die sogenannte „nachhaltige Entwicklung“, bei der Entwicklung sich nicht nur auf den ökologischen Bereich, sondern auch auf politische, ökonomische, soziale, kulturelle und sicherheitspolitische Aspekte bezieht.21

Die Herausforderungen der fünften, derzeitigen Entwicklungsdekade (ab 2000) liegen nach Güldner vor allem im stark wachsenden Weltmarkt der Informations- und Kommunikationstechnologie. Diese stellt derzeit und wohl auch für die nächsten Jahrzehnte die entscheidende Schlüsseltechnologie für Industrieländer und deren Produktion dar. Die Frage wird sein, was dies für die Entwicklungsländer bedeute, da diese mit der Zeit ebenfalls an diesen Technologien beteiligt werden wollen bzw. sogar müssen und es Aufgabe, vor allem der technischen Entwicklungszusammenarbeit sein wird, die Technologien in den Entwicklungsländern zu integrieren.22 Nach Lachmann prägen sicherheitspolitische Komponenten seit den Terroranschlägen vom 11. September 2001 die fünfte Entwicklungsdekade, wenn gleich keine direkte Verbindung zwischen Armut und Terrorismus nachgewiesen werden kann. Außerdem steht diese Dekade nach Lachmann auch im Zeichen der immer stärker werdenden Globalisierung, vor allem sichtbar durch die stark wachsenden Volkswirtschaften Chinas und Indiens, die zu einer Kräfteverschiebung der sog. „alten Triade“ (USA, Europa, Japan) in Richtung Asien führen wird. Die im September 2000 auf dem Millenniumsgipfel verabschiedeten „Millennium Development Goals“ (MDG) wurden 2002 auf der „International Conference on Financing for Development“ in Monterrey, Mexiko und auf dem „World Summit on Sustainable Development“ in Johannesburg 2002 erneut bestätigt, wobei diesen Zielen noch zwei Unterziele zur nachhaltigen Entwicklung hinzugefügt wurden. Unter den ursprünglichen Zielen bis 2015 waren z. B.: die Halbierung der Anzahl der Menschen, die mit weniger als 1 US-Dollar pro Tag leben müssen, die Sicherstellung, dass alle Kinder weltweit vollständig die Primarschule abschließen können, die Beseitigung des Geschlechtergefälles im Primar- und Sekundarschulbereich bis 2005 und auf allen Bildungsebenen bis 2015, die Senkung der Sterblichkeitsrate von Kindern unter 5 Jahren um zwei Drittel, ebenso die Halbierung des Anteils der Menschen, die keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser haben sowie der Aufbau einer globalen Entwicklungspartnerschaft. Auf der Millennium+5-Konferenz im September 2005 in New York wurden die MDGs wiederum bestätigt und zudem, aufgrund des Irak-Kriegs und der darauffolgenden unterschiedlichen Zielvorstellungen der Entwicklungsländer und der USA, Fragen bezüglich des Friedens, der kollektiven Sicherheit sowie der Menschenrechte und der Demokratie diskutiert. Über die praktische Umsetzung der Millenniumsziele wurde jedoch kaum gesprochen.23

Zusammengefasst lässt sich zur Entwicklungspolitik sagen, dass es von den unterschiedlichen Strategien der jeweiligen Dekaden, welche in der nachstehenden Grafik nochmals zum Überblick kurz verdeutlicht sind, hin zu den ehrgeizigen Zielen und Visionen, welche in den vielen Konferenzen und Treffen entwickelt wurden, eine Reihe von Erfolgen aber auch eine große Anzahl von Misserfolgen und nicht erreichten Zielengibt. Die häufige Änderung der Strategien lässt auch auf ein geändertes Menschenbild bzw. Bild der Umwelt von den Industrieländern schließen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb 2: Entwicklungsdekaden im Überblick, Quelle: eigene Anfertigung nach Ihne/Wilhelm, S. 17

Diesen Veränderungsprozess durchlebte auch der Begriff der Entwicklungshilfe hin zu dem jetzigen Begriff der Entwicklungszusammenarbeit. Lachmann versteht unter Entwicklungshilfe zum einen alle direkten finanziellen Transfers, auch Finanzhilfe bezeichnet, die bei der Vergabe öffentlicher Mittel durch staatliche und internationale Institutionen zustande kommen, zum anderen Hilfeleistungen durch nicht-staatliche Organisationen und private Direktinvestitionen, auch private Entwicklungshilfe genannt. Wenn durch indirekte Maßnahmen der Außenhandelspolitik die Exporterlöse der Entwicklungsländer gesteigert werden können, kann dies nach Lachmann auch als Entwicklungshilfe bezeichnet werden.24 Jedoch weißt Lachmann auch auf einige Schwierigkeiten hin, die im Zusammenhang mit Entwicklungshilfe bestehen. Zum einen kann die ökonomische Wirksamkeit der Hilfeleistungen oft gar nicht richtig beurteilt werden, da diese davon abhängt, inwiefern die Regierung eines Landes diese tatsächlich zur Entwicklung des Landes verwendet. So können z. B. Mittel der Entwicklungshilfe indirekt als auch direkt für Militärausgaben verwendet werden, obwohl diese eigentlich an Entwicklungshilfeprojekte gebunden sind. Eine weitere Schwierigkeit besteht nach Lachmann in der historischen Wertung des Begriffs Entwicklungshilfe. Wer Hilfe empfängt ist „hilfsbedürftig“ und daher unmittelbar abhängig vom jeweiligen Geber der Hilfe, sodass dieser auch dem Helfenden gegenüber als überlegen angesehen werden kann.25 Diese Sicht entspricht noch dem alten Weltbild des Kolonialzeitalters, insbesondere dem der ursprünglichen Kolonialmächte. Die Dekolonisation im asiatischen und afrikanischen Raum, auf dem afrikanischen Kontinent insbesondere im Jahr 1960, hatte zahlreiche, auf dem Papier unabhängige Staaten hervorgebracht. Durch den Rückzug der ehemaligen Kolonialmächten brachen in vielen Kolonien heftige, oft kriegerische Auseinandersetzungen aus, auch verursacht durch die meist willkürlich gezogenen Grenzen in Afrika ohne Rücksicht auf ethnische Siedlungsräume. Diese Zersplitterung von ethnischen Gruppen führte zu den angesprochenen, teils bis heute andauernden, Konflikten. Aufgrund dieser Vorgänge blieben die nun unabhängigen Staaten in einer gewissen Abhängigkeit zu den alten Kolonialmächten und diese wiederum nutzten die Entwicklungshilfe als ein Instrument, um ökonomische, politische und sozio-kulturelle Bindungen zu ihren ehemaligen Kolonien aufrecht zu erhalten.26 Auch nach Ihne/Wilhelm bringt Entwicklungshilfe mit einem paternalistischen und somit hierarchischen Unterton damit genau diese Abhängigkeit zwischen alter Kolonialmacht und neuer unabhängiger „Ex-Kolonie“, zum Ausdruck.27

Zur Koordination des in den 50er-Jahren neu entstandenen Politikfeldes der Entwicklungshilfe wurde in Deutschland 1961 das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit gegründet. 1998 erhielt das Ministerium den Zusatz „und Entwicklung“.28 Schon bei der Namensgebung in den 1960er-Jahren wurde deutlich, dass von Anfang an auf eine Zusammenarbeit mit den jeweiligen Empfängerländern gesetzt wurde. Das Ministerium betrachtet nach eigener Aussage die Länder nicht als bloße „Empfänger von Hilfeleistungen“ sondern als gleichwertige und gleichberechtigte Partner. Projekte sollen gemeinsam geplant und durchgeführt werden, positive und negative Ergebnisse sollen gemeinsam getragen werden.29 Trotz der Wandlung von der Entwicklungshilfe hin zur Entwicklungszusammenarbeit, hat sich erstgenannter Begriff bis heute im allgemeinen Sprachgebrauch durchgesetzt. Auch Klingebiel verweist darauf, dass die Entwicklungszusammenarbeit ein vergleichsweise neues Konzept in den internationalen Beziehungen ist und dass sich die Ziele und Motive für EZ in der langen Frist immer wieder geändert haben, was ja bereits an der ausführlichen Beschreibung der Entwicklungsdekaden deutlich geworden ist. Nach Klingebiel kann EZ aus kurz- und längerfristigem Eigeninteresse der Geber (z. B. wirtschaftliche, außenpolitische und weitere Interessen), meist aber auch aus einem genuinen Interesse (Unterstützung der Länder in ihren Entwicklungsprozessen) erfolgen und verweist hier wiederum auf die Millennium-Entwicklungsziele, die diese Intention zwar verdeutlichen sollen, aber wie bereits beschrieben, längst nicht von allen Geberländern erreicht bzw. mit vollem Einsatz verfolgt werden.30

2.2. Institutionen und Aufgaben der Entwicklungszusammenarbeit

Weltweit gibt es eine Vielzahl von Institutionen, Organisationen und staatlichen Einrichtungen, die direkt oder indirekt mit den Aufgaben und Zielen der Entwicklungszusammenarbeit betraut sind bzw. ein Interesse daran haben, dass diese mehr oder weniger Erfolg hat und Wirkung zeigt. Da in dieser Arbeit die nachhaltige Armutsbekämpfung durch die schweizerische NGO „HELVETAS“ untersucht werden soll, wird vor allem neben dem OECD-Entwicklungshilfeausschuss (DAC), der Weltbank, dem Internationalen Währungsfond (IWF) und dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (alle drei haben eine Beobachterfunktion im DAC) die schweizerische Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) sowie die Alliance Sud als entwicklungspolitische Arbeitsgemeinschaft von sechs wichtigen schweizerischen Hilfswerken (darunter auch HELVETAS) für die Schweiz und das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) näher vorgestellt.

Das Development Assistance Committee (DAC) ist ein Fachausschuss für Entwicklungszusammenarbeit der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Ihr Ziel ist es, die Entwicklungszusammenarbeit in ihrer Qualität und Quantität zu verbessern. Die DAC besitzt dabei eine Reihe von Kernfunktionen, darunter die Festlegung von Qualitätsstandards der EZ, die Erarbeitung von Grundsätzen und Leitlinien für verschiedenste Bereiche der Entwicklungspolitik sowie deren Abstimmung, die regelmäßige Überprüfung der Entwicklungspolitik der jeweiligen DAC-Mitglieder auf der Grundlage der zusammen festgelegten Standards und Leitlinien sowie die Festlegung, Überprüfung und Weiterentwicklung der Kriterien für die Anrechenbarkeit der öffentlichen Entwicklungszusammenarbeit (ODA) sowie deren Veröffentlichung in der offiziellen ODA-Statistik. Dem DAC gehören mittlerweile 24 der 34 OECD-Mitgliedsländer an.31

Da der DAC nur einen Teil der OECD darstellt, sollte kurz generell auf diese Organisation eingegangen werden. Die OECD wurde als Nachfolger der Organisation für Europäische Wirtschaftliche Zusammenarbeit (OEEC) in Paris gegründet.32 Aufgabe der ursprünglichen OEEC war es, nach ihrer Gründung am 16. April 1948, den Wiederaufbau Europas nach Kriegsende zu koordinieren und die ordnungsgemäße Umsetzung des Marshallplans zu überwachen.33

Die OEEC bestand zunächst aus achtzehn europäischen Nationen, darunter die Siegermächte Frankreich und das Vereinigte Königreich. Die Arbeitsebene der OEEC bildeten diverse technische Ausschüsse für unterschiedlichste Themenbereiche, beispielsweise Ernährung und Landwirtschaft, Transporte, Zahlungsbilanzen, Arbeitskräfte sowie innereuropäischer Zahlungsverkehr, immer mit dem Ziel eines koordinierten Wiederaufbaus Europas, Stärkung des Handels sowie optimale Nutzung der vorhandenen Arbeitskraftressourcen. Mit dem geplanten Auslaufen des Marshallplans ab 1952 verlor die OEEC zunehmend an Bedeutung. Aufgrund des kalten Kriegs und der daraus resultierenden militärischen Bedrohung bestand zeitweise sogar die Überlegung, die OEEC mit all ihren Organen in den Dienst der NATO zu stellen, um eine Wiederbewaffnung Europas voranzutreiben. Die Idee, die OEEC durch einen Wirtschaftsausschuss im Rahmen der NATO zu ersetzen, stieß jedoch auf Ablehnung bei den übrigen OEEC-Mitgliedern.

Aufgrund eines steigenden Bedarfs an einem Austausch über wirtschaftliche Fragen kam es schließlich im September 1961 zur Gründung der OECD. Eine Analyse des damals abgeschlossenen und noch heute gültigen Übereinkommens (engl.: „convention“) macht deutlich, wie offensichtlich es bereits bei der Unterzeichnung im Dezember 1960 war, wohin die Reise der OECD gehen soll. Als Ziele wurden unter anderem eine „starke und blühende Wirtschaft zur Verwirklichung der Ziele der vereinten Nationen“, die „Erhöhung des allgemeinen Wohlstands“34, sowie die Förderung des wirtschaftlichen und sozialen Wohls der beteiligten Völker benannt. Weiter kamen die Unterzeichner dieser Konvention damals schon zur Einsicht, dass die Zusammenarbeit der Nationen gestärkt werden muss, friedliche und harmonische Beziehungen zu fördern sind und die Volkswirtschaften zunehmend voneinander abhängig sind. Nur so könnten die wirtschaftlich weiter fortgeschrittenen Nationen („Industrieländer“) die Entwicklungsländer angemessen unterstützen.

Strukturell besteht die OECD aus drei Organen: Den Rat als oberstes Entscheidungsorgan, die über 200 Ausschüsse (Arbeits- und Expertengruppen), in denen sich Vertreter der Mitgliedsländer und eingeladener Nicht-Mitglieder z. B. zur Ausarbeitung von Konzepten oder der Überprüfung von Fortschritten in diversen Bereichen treffen sowie das Sekretariat. Aufgabe des Sekretariats ist die Unterstützung der Ausschüsse sowie die Umsetzung der im Rat beschlossenen Prioritäten. Der Generalsekretär führt den Vorsitz im Rat und stellt das Bindeglied zwischen den Ländervertretungen und dem Sekretariat dar. Eben einer dieser Ausschüsse ist der DAC, im Deutschen „Ausschuss für Entwicklungshilfe“. Lachmann beschreibt den Ausschuss als ein Organ, welches die Qualitätsstandards für die Entwicklungszusammenarbeit festlegt und Grundsätze und Leitlinien zu bedeutenden entwicklungspolitischen Themen, z. B. die Erhöhung der Wirksamkeit der Entwicklungsleistungen, Reduzierung der Armut, Sicherheit sowie Entwicklung und Kapazitätsaufbau in Entwicklungsländern erörtert.35

Auch die Weltbank sowie der Internationale Währungsfond (IWF) sind wichtige Akteure im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit. Eine gemeinsame Betrachtung ist naheliegend, da die Weltbank gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfond im Juli 1944 auf der Währungs- und Finanzkonferenz der Gründungsmitglieder der Vereinten Nationen in den USA gegründet wurde. Beide stellen also Sonderorganisationen der Vereinten Nationen dar. Das ursprüngliche Ziel der Weltbankgruppe war der Wiederaufbau nach dem zweiten Weltkrieg und die Schaffung von stabilen Währungen in Zusammenarbeit mit dem IWF. Seit den 60er-Jahren liegt ihre Hauptaufgabe in der weltweiten Bekämpfung der Armut, einen Beitrag zum wirtschaftlichen Aufbau in Entwicklungs- und Schwellenländern zu leisten und Unternehmen zu fördern, welche in diesen Ländern aktiv sind. Durch diese Aktivitäten trägt sie als größtes Finanzier- und Entwicklungsvorhaben maßgeblich zum Erreichen der internationalen Entwicklungsziele bei. Die Weltbankgruppe ist strukturell in fünf Organisationen aufgeteilt. Deren jeweilige Ausrichtung und Aufgaben sind sehr schön in nachfolgender Grafik präsentiert:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Mit ihrem Hauptsitz in Washington und den über 100 Länderbüros mit mehr als 10.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen, von denen ungefähr ein Drittel in den Kooperationsländern arbeiten, fungiert die Weltbank als wichtigster Geldgeber für Projekte der Entwicklungszusammenarbeit. Bei der Gewährleistung von Krediten müssen vonseiten der Empfängerländer bestimmte Auflagen erfüllt werden. Das Engagement der Weltbank kann z. B. die Vergabe von Mikrokrediten in Bosnien-Herzegowina, die Bildungsförderung von jungen Mädchen in Bangladesch oder Gesundheitsprojekte in Mexiko umfassen.

Außerdem engagiert sich die Weltbank für die sog. HIPC-Entschuldungsinitiative. „HIPC“ steht für „heavily indebted poor countries“, also hoch verschuldete arme Länder. Auf Anregung der G7-Staaten, Weltbank und IWF wurde 1996 eine Entschuldungsinitiative für diese Länder beschlossen (Erweiterung 1999 in Köln zu HIPC II) mit dem Ziel, die Verschuldung auf ein tragfähiges Niveau zu reduzieren. Dabei soll die Armutsbekämpfung mit dem Ziel verknüpft werden, zusätzlichen Spielraum für armutsrelevante Ausgaben und Investitionen zu schaffen. Die Länder, die also von der Entschuldung profitieren, sollen die frei werdenden Mittel wiederum für die Umsetzung wirtschaftlicher und sozialer Reformen einsetzen. Möchten Länder an dieser Initiative teilnehmen, müssen diese eine nationale Armutsbekämpfungsstrategie vorlegen und ein makroökonomisches Programm mit dem IWF vereinbaren. Möchte man Bilanz zu dieser Initiative ziehen, waren, nach eigenen Angaben, bis Januar 2012 32 Länder (darunter z. B. Afghanistan, Ghana, Haiti, Liberia, Niger, Ruanda, Tansania und auch Burkina Faso) am sog. Vollendungspunkt angekommen und wurden umfassend entschuldet. Durch diese Entlastung wird ein wichtiger Beitrag zur Armutsbekämpfung geleistet. Zumindest lautet so ein schlagkräftiges Argument des BMZ, da sich die Sozialausgaben von den Ländern, welche den sogenannten Entscheidungszeitpunkt (bei diesem steht der Vollendungspunkt noch aus, es werden jedoch erste Teilerlässe gewährt) deutlich vergrößert haben. Weiter stieg in den bereits entschuldeten Ländern dieser Sozialausgaben von 6,2 Prozent des BIPs im Jahr 2001 auf über neun Prozent im Jahr 2009. Beispielsweise stieg in Tansania die Einschulungsrate von 57 Prozent im Jahr 2000 auf 95 Prozent im Jahr 2005. Weiter verdoppelte sich in Uganda die Nachfrage nach Gesundheitsdienstleistungen, da dort die freigewordenen Mittel für Ausgaben im Gesundheitsbereich verwendet wurden und so Gebühren für die medizinische Grundversorgung abgeschafft werden konnten. Auch die Anzahl der Impfungen stieg deutlich an. Bei allen Erfolgen durch die HIPC-Initiative weißt das BMZ darauf hin, dass eine endgültige Lösung des Verschuldungsproblems nur dadurch erreicht werden kann, wenn die für die Entwicklung nötigen externen Kredite durch das Land selbst dauerhaft aus eigener Kraft finanziert werden können, z. B. durch eine Verbesserung der Handelsbedingungen für die betroffenen Ländern, welche deren Exportprodukte auf dem Weltmarkt attraktiver macht und so höhere Einnahmen bescheren.36

Dem IWF gehören gegenwärtig 188 Länder an, deren Stimmrecht sich an ihrem Kapitalanteil orientiert. Die USA (16,75 %), Japan (6,23 %), Deutschland (5,81 %), Frankreich (4,29%) und das Vereinigte Königreich (4,29 %) besitzen dabei den größten Stimmanteil. Die Verteilung der Stimmrechte ist insofern mitentscheidend, da Beschlüsse im IWF mit einer Mehrheit von 85 % getroffen werden müssen und die USA allein bzw. die EU-Staaten gemeinsam somit über eine Sperrminorität verfügen.37 Die Ziele und Aufgaben des IWF haben sich seit dem Gründungsabkommen im Juli 1944 nicht wesentlich geändert: Die internationale Zusammenarbeit in der Währungspolitik und stabile Wechselkurse sollen gefördert, das Wachstum des Welthandels erleichtert, das Ungleichgewicht in den Zahlungsbilanzen der Mitglieder reduziert und Mitgliedern, welche sich in bestimmten finanziellen Schwierigkeiten befinden, durch Kredite geholfen werden. Je nach Problem des Mitglieds, können durch den IWF verschiedene Kredite mit jeweils individuellen Konditionen bereitgestellt werden. Um einen Kredit zu erhalten, müssen die jeweiligen Empfängerländer bestimmte Auflagen im finanz- und wirtschaftspolitischen Bereich erfüllen, z. B. die Sanierung des eigenen Staatshaushalts.38 So berichtete beispielsweise die Süddeutsche Zeitung erst vor kurzem, dass für die Ukraine ein neues, milliardenschweres Hilfspaket (der Kredit soll über mehr als 15 Milliarden Euro betragen) durch den IWF vergeben wurde. Im Gegenzug sollen durch die ukrainische Regierung ehrgeizige und harte Reformen zugesagt werden.39

Eine weitere Sonderorganisation der UN ist das „ Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen“, kurz UNDP (engl. United Nations Development Programme). Dieses wurde 1965 gegründet, ist die zentrale Organisation der UN-Entwicklungsfonds bzw. der UN-Entwicklungsprogramme und besitzt damit eine Schlüsselfunktion bei der Umsetzung der bereits beschriebenen Millenniumsentwicklungsziele. Das UNDP bietet für seine Partnerländer durch Politikberatung und dem Auf- bzw. Ausbau von Fähigkeiten und Kapazitäten Unterstützung in den Bereichen demokratische Regierungsführung, Armutsbekämpfung, Krisenvorsorge und Konfliktbewältigung, Energie und Umwelt sowie HIV/Aids an. Weiter hat es den Vorsitz der Entwicklungsgruppe der Vereinten Nationen (UNDG) inne und spielt damit auch bei der Umsetzung von Reformen im System der Vereinten Nationen eine tragende Rolle.40 Zudem wird jährlich der Weltentwicklungsbericht (Human Development Report) durch das UNDP vergeben, in dem die Schwerpunktthemen wie Lebenserwartung, Alphabetisierungsrate, Ernährung, Wasserversorgung, Armut, Gesundheit, soziale Gleichheit sowie Energie und Umwelt nochmals deutlich werden. Auch wird in diesem Bericht der, in der Einführung erwähnte, Human Development Index veröffentlicht.41

Das in dieser Arbeit bereits mehrfach als Quelle genutzte Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) entwickelt die Leitlinien und Konzepte der deutschen Entwicklungspolitik, bestimmt dabei die langfristigen Strategien in der Zusammenarbeit mit verschiedensten Akteuren und definiert hierfür Regeln für die entsprechende Durchführung. Dementsprechend werden mit den Partnerländern der deutschen EZ und den international tätigen Organisationen gemeinsame Vorhaben entwickelt und umgesetzt. Dabei orientiert sich das BMZ an den Millenniumentwicklungszielen der Vereinten Nationen. Der Fokus liegt auf der direkten Zusammenarbeit mit einem Partnerland (bilaterale staatliche Zusammenarbeit). Dabei dienen sog. Länderkonzepte als zentrale Managementinstrumente und als Basis für eine mittelfristige Zusammenarbeit. Diese Konzepte werden vom BMZ zusammen mit den Partnern und in Abstimmung mit anderen Geberländern ausgearbeitet und in Verträgen ausgestaltet, deren Zielsetzung und Zeitpläne sowie Art und Höhe der Förderungen konkret ausformuliert sind. Dies können z. B. günstige Kredite, Beratungs- und Ausbildungsleistungen, Förderung privatwirtschaftlicher Investitionen, Stipendien und auch Nothilfeleistungen sein. Im Anschluss daran beauftragt das BMZ zur Umsetzung der Verträge verschiedene Durchführungsorganisationen (z. B. die KfW Entwicklungsbank, die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft oder die Deutsche Gesellschaft für internationale Entwicklungszusammenarbeit). Zudem arbeitet das BMZ auch mit internationalen Institutionen im Rahmen der europäischen und multilateralen EZ zusammen und bringt dabei die Positionen der deutschen EZ mit ein. Auch mit den zahlreichen Nichtregierungsorganisationen besteht häufig eine enge Zusammenarbeit, welche von der finanziellen Unterstützung, Meinungs- und Erfahrungsaustausch hin gemeinsamen zur Erarbeitung von Länder- und Regionalkonzepten reichen können. NROs sind hier kirchliche Organisationen, politische Stiftungen und auch private Träger.42

Für das Haushaltsjahr 2014 standen dem BMZ insgesamt 6,443 Milliarden Euro zur Verfügung. Diese Summe ist im Gesamtetat des Bundeshaushalts veranschlagt. Davon entfielen beispielsweise ca. 3,041 Milliarden Euro (also 47,2%) auf die bilaterale staatliche Zusammenarbeit und ca. 0,775 Milliarden Euro (12,0%) auf die Finanzierung und Unterstützung zivilgesellschaftlicher und wirtschaftlicher Gruppen und Institutionen. Die genaue Verteilung des Haushaltbudgets ist in der nachfolgenden Grafik nochmals schön präsentiert:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Das BMZ ist mit einer Vielzahl von Themen betraut. Darunter finden sich Bereiche wie die Bildungsförderung, Ausbau erneuerbarer Energien mit internationalen Energiepartnerschaften, die Entwicklungsfinanzierung und Entschuldung diverser Länder, Schaffen guter Rahmenbedingungen für Entwicklung durch Good Governance und auch die Armutsbekämpfung. Letztgenannte sieht das BMZ als eines der größten Probleme unserer Zeit und benennt diese daher als eine der wichtigsten Aufgaben der internationalen als auch der deutschen Entwicklungspolitik.43 Das BMZ hat hierzu eine Reihe von Beispielen veröffentlicht, wie sich die Bundesrepublik Deutschland für die Reduzierung der Armut einsetzt. Diese Lösungsansätze sollen in einem späteren Kapitel noch vorgestellt werden.

Zum Ende des zweiten Teils sollen nun mit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) und der Alliance Sud zwei schweizerische Einrichtungen vorgestellt werden. Ein Blick in die Schweiz lohnt sich vor allem deshalb, da in dieser Arbeit im späteren Verlauf die Organisation HELVETAS mit ihren Projekten präsentiert werden soll und dort eine Zusammenarbeit bzw. ein Zusammenhang mit der DEZA und der Alliance Sud besteht.

Die schweizerische DEZA stellt praktisch das Pendant zum deutschen BMZ dar und ist zuständig für die gesamte Koordination der Entwicklungszusammenarbeit mit anderen Bundesämtern sowie für die praktische humanitäre Hilfe der Schweiz. Auch die DEZA hat sich die Armutsreduktion als oberstes Ziel der Entwicklungszusammenarbeit auf die Fahnen geschrieben. So fördert diese wirtschaftliche Eigenständigkeit und trägt zur Verbesserung der Produktionsbedingungen bei. Außerdem hilft sie bei der Bewältigung von Umweltproblemen und sorgt für einen besseren Zugang zu Bildung und zu gesundheitlicher Grundversorgung. Sucht man nach kurzen, stichhaltigen Argumenten, weshalb die Reduktion von Armut sinnvoll erscheint, findet man in dieser Aufzählung alle wesentlichen Aspekte. Die DEZA unterteilt ihre Arbeit dabei in sieben Aktivitätsfelder, die mehr oder weniger stark miteinander zusammenhängen und sich wechselseitig beeinflussen:

Entwicklungszusammenarbeit im Süden (Armutsbekämpfung in zwanzig Ländern in den Regionen Afrikas, Asiens und Lateinamerikas, Unterstützung bei Entwicklungsthemen), Humanitäre Hilfe (Konzentration auf Nothilfe, Wiederaufbau und Rehabilitierung betroffener Gebiete mit Menschen in Not), Ostzusammenarbeit (Unterstützung des westlichen Balkans und Länder der ehemaligen Sowjetunion auf ihrem Weg zu sozialer Marktwirtschaft und Demokratie), Multilaterale Zusammenarbeit (37 Prozent der Mittel der schweizerischen EZ fließen als generelle finanzielle Unterstützung an internationale Finanzierungsinstitutionen, UNO-Agenturen und Entwicklungsbanken), Globale Herausforderungen (entwicklungsfördernde Gestaltung der Globalisierung, globale Projekte und Politikdialog), Entwicklungspolitik (Förderung der Auseinandersetzung mit Entwicklungsthemen und Mitgestaltung von Debatten und Entscheidungsprozessen in der Entwicklungspolitik, Beobachten und Verfolgen neuer Themen und Trends) und zuletzt das Feld Forschung und Kultur (Unterstützung der Kulturbereiche div. Partnerländer, Förderung von technologischen, sozialen und politischen Innovationen im Bereich der Forschung/Wissenschaft).44 Die Themen ähneln dabei sehr denen des BMZ. Auch hier werden Entwicklungen z. B. in der Schulbildung, der Gesundheitsförderung, Förderung diverser Sektoren durch finanzielle Dienstleistungen sowie Förderung von Demokratisierung und fairer Wirtschafts- und Steuerpolitiken.

Die Alliance Sud ist eine schweizerische Arbeitsgemeinschaft und setzt sich für gerechte Beziehungen zwischen den Industriestaaten und den armen Ländern des Südens ein. Dabei verfolgt sie im Wesentlichen sechs große Ziele: Die Forderung an die Regierung der Schweiz, ihre Solidarität zu erhöhen, bei der die UNO-Vorgabe von 0,7 Prozent des BIPs tatsächlich für Entwicklungshilfe aufgewendet werden soll. Derzeit sind es in der Schweiz nur knapp 0,41 Prozent. Das zweite Ziel umfasst das Streben nach fairen Handelsbeziehungen. Die Welthandelsorganisation (WTO) und die Industriestaaten drängen eine Vielzahl der Empfängerländer in Asien/Afrika/Lateinamerika zu einer Öffnung ihrer Märkte hin und zu Durchführungen von Handelsliberalisierungen. Der dadurch entstehende eingeschränkte wirtschaftspolitische Spielraum der Entwicklungsländer wird durch die Alliance Sud kritisiert. Ein weiteres Ziel ist die Klimagerechtigkeit. Die Alliance Sud macht hierbei deutlich, dass die Entwicklungsländer nicht für die Klimaerwärmung verantwortlich, aber am meisten von dieser und ihren Folgen betroffen seien. Konkret sollen daher die bedeutenden CO2-Emmitenten (hierzu zählt auch die Schweiz) ihren CO2-Ausstoß durch Maßnahmen im Inland bis 2020 um mindestens 40 Prozent senken und Unterstützung für die Entwicklungsländer zu einem raschen und kostengünstigen Zugang zu klimafreundlichen Technologien zusagen. Das vierte Ziel beschäftigt sich mit dem Grundrecht auf Zugang zu sauberem Trinkwasser. Nach Angaben der Alliance Sud haben ca. eine Milliarde Menschen diesen Zugang nicht und ca. 2,5 Milliarden Menschen verfügen über keine sanitären Anlagen. Dieser Zugang zu Trinkwasser soll als Menschenrecht anerkannt werden und darf nicht zum Gegenstand diverser Profitinteressen werden. Eine Privatisierung der Wasserversorgung wird daher abgelehnt. Das fünfte Ziel, welches speziell die Schweiz betrifft, ist das Streben nach einer weltweiten Steuergerechtigkeit. Entwicklungsländer verlieren durch Steuerflucht und unfairen Steuerwettbewerb Milliarden von Dollar an Einnahmen. Diese Flucht wird durch die schweizerische Politik zum Teil begünstigt, da diese nur in Ausnahmefällen Rechtshilfe bei Steuerhinterziehung leisten will. Die Alliance Sud fordert den schweizerischen Bundesrat auf, die Entwicklungsländer aktiv im Kampf gegen Steuerflucht und -hinterziehung zu unterstützen und hat daher 2002 das internationale Tax Justice Network mitgegründet. Das sechste und letzte Ziel betrifft die Großkonzerne, welche noch verbindlicher auf die Einhaltung der Menschenrechte und Umweltstandards verpflichtet werden sollen. Gerade in der Schweiz, als Sitz zahlreicher Konzerne müssen daher klare gesetzliche Regelungen verabschiedet werden, die sicherstellen, dass Unternehmen mit Sitz in der Schweiz weltweit die Menschenrechte und Umweltstandards einhalten.

Neben den nun vorgestellten Institutionen und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit gäbe es noch eine weitere große Anzahl solcher Einrichtungen, die aber für diese Arbeit außen vor gelassen werden. Im nun folgenden dritten Abschnitt wird das nun schon mehrmals erwähnte Problem der Armut genauer betrachtet. Hierbei werden wir zu Beginn auf unterschiedliche kulturelle Wertvorstellungen in dieser Thematik eingehen, die wirtschaftliche Armut als hauptsächliche Armutsdefinition der westlichen Welt vorstellen und in diesem Zusammenhang auch das Armutsverständnis der eben beschriebenen Institutionen und Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit sowie Stimmen der Kritik an diesem Verständnis präsentieren.

[...]


1 Vgl. (Deutsche Welle, 2014)

2 Vgl. (Grill, 2014)

3 Vgl. (ZEIT Online, 2014)

4 Vgl. (Deutschlandfunk, 2014)

5 Vgl. (Auswärtiges Amt, 2015)

6 Vgl. (United Nations Development Programme, 2014)

7 Vgl. (Lange, 2015)

8 Vgl. (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, o.J.)

9 Vgl. (Ihne/Wilhelm, 2006, S. 3)

10 Vgl. (o.V., Duden Online, o.J.)

11 Vgl. (BMZ, Entwicklungspolitische Informations- und Bildungsarbeit, Mai 2011, S. 3)

12 Vgl. (OECD, 2011, S. 3 ff.)

13 Vgl. (Ihne/Wilhelm, 2006, S. 6)

14 Vgl. (Ihne/Wilhelm, 2006, S. 4)

15 Vgl. (Ihne/Wilhelm, 2006, S. 10)

16 Vgl. (World Vision, o.J., S. 1)

17 Vgl. (Ihne/Wilhelm, 2006, S. 11)

18 Vgl. (Deutsches Institut für Menschenrechte, o.J.)

19 Vgl. (Ihne/Wilhelm, 2006, S. 11)

20 Vgl. (Kirchoff, G., 1986, S. 287ff.)

21 Vgl. (Ihne/Wilhelm, 2006, S. 12)

22 Vgl. (Güldner, 2002, S. 6)

23 Vgl. (Lachmann, 2010, S. 62)

24 Vgl. (Lachmann, 2010, S. 2)

25 Vgl. (Lachmann, 2010, S. 6)

26 Vgl. (Klingebiel, 2013, S.15)

27 Vgl. (Ihne/Wilhelm, 2006, S. 8)

28 Vgl. (BMZ, o.J.)

29 Vgl. (BMZ, o.J.)

30 Vgl. (Klingebiel, 2013, S.1)

31 Vgl. (BMZ, o.J.)

32 Vgl. (OECD.org, o.J.)

33 Vgl. (Europäisches Hochschulinstitut, o.J.)

34 Vgl. (Europäisches Hochschulinstitut, o.J.)

35 Vgl. (Lachmann Werner, 2010, S. 173)

36 Vgl. (BMZ, o.J.)

37 Vgl. (International Monetary Fund, 2015)

38 Vgl. (BMZ, o.J.)

39 Vgl. (Süddeutsche Zeitung, 2015)

40 Vgl. (BMZ, 2013, S. 2ff.)

41 Vgl. (Statistisches Bundesamt, o.J.)

42 Vgl. (BMZ, o.J.)

43 Vgl. (BMZ, 2012, S. 3ff.)

44 Vgl. (Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit, 2015)

Ende der Leseprobe aus 84 Seiten

Details

Titel
Entwicklungszusammenarbeit in Burkina Faso
Untertitel
Chance zur nachhaltigen Bekämpfung von Armut durch Entwicklungsprojekte der Organisation Helvetas
Hochschule
Georg-Simon-Ohm-Hochschule Nürnberg
Note
1,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
84
Katalognummer
V301897
ISBN (eBook)
9783668008960
ISBN (Buch)
9783668008977
Dateigröße
2572 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Umweltmanagement, Nachhaltigkeit, CSR, Corporate Social Responsiblity, Afrika, Burkina Faso, Helvetas, Entwicklungszusammenarbeit, Betriebswirtschaft, BWL, Armut, Armutsbekämpfung, Entwicklung, Entwicklugnsprojekte, Entwicklungspolitik, BMZ, UN, Vereinte Nationen, United Nations, WTO, Zukunft, Ethik, Natur, Ökosystem, Controlling, Fairness
Arbeit zitieren
Matthias Müller (Autor), 2015, Entwicklungszusammenarbeit in Burkina Faso, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/301897

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