Im Fokus der vorliegenden Masterthesis steht die Darstellung der Bioenergetischen Meditation (Biomeditation) nach Viktor Philippi sowie deren gesundheitliche Wirksamkeit im Vergleich zum Stressmanagement-Programm der IFT-Gesundheitsförderung. Die Begriffe Meditation und Stress sowie grundlegende Wirkungen von Meditation werden erläutert. Im Zusammenhang mit der Biomeditation wird auf das Gesunde Denken und dessen Parallelen zur Psychologie eingegangen. Auch werden bisher vorhandene Studienergebnisse zur Biomeditation sowie wesentliche Inhalte des IFT-Stressmanagement-Programmes vorgestellt. Nach der ausführlichen Darstellung der Interventionen werden Methoden und Ergebnisse der vorliegenden Untersuchung dargestellt. Es handelt sich um eine nichtrandomisierte, kontrollierte, vierarmige Pilotstudie (N=92) mit drei Messzeitpunkten. Sie wurde ambulant von März 2013 bis Dezember 2013 in 04924 Bad Liebenwerda und 04157 Leipzig durchgeführt. Verglichen wurden eine Stressmanagement-Gruppe, zwei Biomeditationsgruppen (mit und ohne Massage) sowie eine Wartekontrollgruppe. Die Datenerhebung erfolgte mit selbstkonzipiertem Fragebogen (Ordinalskalenniveau) vor der Intervention, direkt im Anschluss sowie postalisch drei Monate später. Es ließen sich signifikante Vorteile für alle Interventionsgruppen gegenüber der Kontrollgruppe nachweisen, v. a. in den Bereichen Vitalität, stressassoziierte Beschwerden und stressbezogenes Verhalten. Auch zeigten sich (sowohl zum 2. als auch zum 3. Messzeitpunkt) Verbesserungen hinsichtlich des subjektiv eingeschätzten Gesundheitszustandes und der allg. Lebenszufriedenheit. Trotz methodischer Einschränkungen weisen diese Ergebnisse darauf hin, dass die Bioenergetische Meditation nach Viktor Philippi eine wirksame Alternative zum Stressmanagement-Programm der IFT-Gesundheitsförderung darstellt. Diese Untersuchung kann die Grundlage für höherwertige (RCT-)Studien mit größerer Fallzahl bilden.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Meditation und ihre Wirkung
2.1 Der Meditationsbegriff
2.2 Grundlegende Wirkungen von Meditation
3 Die Bioenergetische Meditation nach Viktor Philippi
3.1 Gesundheit und Krankheit aus bioenergetischer Sicht
3.2 Das Gesunde Denken
3.2.1 Dankbarkeit
3.2.2 Vergebung
3.2.3 Annahme
3.2.4 Parallelen zur (Positiven) Psychologie und Psychotherapie
3.3 Ablauf der Biomeditation
3.4 Studienergebnisse zur Wirksamkeit der Biomeditation
4 Das Stressmanagement-Programm der IFT-Gesundheitsförderung
4.1 Stress und seine Wirkung
4.2 Inhalt und Struktur des IFT-Programmes
5 Pilotstudie: Wirksamkeitsvergleich der Bioenergetischen Meditation und des IFT-Stressmanagement-Programmes
5.1 Methoden
5.1.1 Datengewinnung
5.1.2 Interventionen
5.1.3 Messinstrument und abhängige Variablen
5.1.4 Hypothesen
5.1.5 Statistische Analysen
5.2 Ergebnisse
5.2.1 Stichprobe und Baseline-Daten
5.2.2 Deskriptive Statistiken und Hypothesen-Testung
5.2.3 Explorative Analysen
5.3 Diskussion und Ausblick
6 Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Masterthesis besteht darin, die gesundheitliche Wirksamkeit der Bioenergetischen Meditation (Biomeditation) nach Viktor Philippi empirisch zu untersuchen und deren Effektivität im Vergleich zu einem von Krankenkassen anerkannten Stressmanagement-Programm der IFT-Gesundheitsförderung zu bewerten.
- Wirksamkeitsvergleich zweier unterschiedlicher Entspannungsmethoden
- Einfluss von "Gesundem Denken" auf psychische und physische Gesundheit
- Analyse stressassoziierter Befindlichkeiten und Lebenszufriedenheit
- Methodische Validierung durch eine kontrollierte Pilotstudie
Auszug aus dem Buch
3.1 Gesundheit und Krankheit aus bioenergetischer Sicht
Die Bioenergetische Meditation wird von einem ausgebildeten Biosens durchgeführt, der in der Lage ist, die dazu benötigte Bioenergie weiterzuleiten und mit positiver Bioinformation zu verstärken (FLBB, 2013a, 2013d). Bioinformationen seien vereinfacht dargestellt, „Nachrichten“, die der Mensch im Alltag durch seine Sinnesorgane empfangen und im Gehirn entschlüsseln kann. Laut Philippi (2012) besteht der Mensch aus Seele, Geist und Körper, die über ein Bioinformationsnetz miteinander verbunden sind. Durch dieses Netz fließen Bioenergie und Bioinformation. In der Bioenergie seien sämtliche „Informationen zur Schaffung, Regeneration und zum Schutz allen Lebens enthalten“ (FLBB, 2012, S. IV). Wenn sie frei fließen kann, werden die Zellen des Körpers optimal energetisch und informatorisch versorgt. Alle Körperprozesse werden durch ein hochintelligentes Informationssystem gesteuert. Obwohl diese Vorgänge sehr komplex seien, gebe es drei Hauptbereiche, denen die unterschiedlichen Körperfunktionen zugeordnet werden können (FLBB, 2013a): (a) Immunsystem: Abwehr aller Angriffe (Bakterien, Viren etc.), (b) Nervensystem: Steuerung aller Vorgänge, (c) Stoffwechsel: Versorgung und Entsorgung des Körpers.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung des Themas und der Relevanz von Meditationsforschung in der Gesundheitsförderung sowie Zielsetzung der vorliegenden Masterthesis.
2 Meditation und ihre Wirkung: Definition des Meditationsbegriffs und Darstellung grundlegender Wirkungsweisen auf das Nervensystem und die allgemeine Stressresistenz.
3 Die Bioenergetische Meditation nach Viktor Philippi: Detaillierte Einführung in die Methode, das Konzept des "Gesunden Denkens" sowie Darstellung bisheriger Studienergebnisse.
4 Das Stressmanagement-Programm der IFT-Gesundheitsförderung: Beschreibung des standardisierten Programms zur Stressbewältigung, welches als Vergleichsbasis für die Pilotstudie dient.
5 Pilotstudie: Wirksamkeitsvergleich der Bioenergetischen Meditation und des IFT-Stressmanagement-Programmes: Empirischer Hauptteil mit methodischem Aufbau, Darstellung der Ergebnisse sowie Diskussion der Wirksamkeit beider Ansätze.
6 Literaturverzeichnis: Umfassendes Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen.
Schlüsselwörter
Bioenergetische Meditation, Biomeditation, Stressmanagement, IFT-Gesundheitsförderung, Gesundes Denken, Stressresistenz, psychische Gesundheit, Lebenszufriedenheit, Pilotstudie, Wirksamkeitsvergleich, Achtsamkeit, Entspannungsverfahren, Dankbarkeit, Vergebung, Annahme.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Masterthesis untersucht die gesundheitliche Wirksamkeit der Bioenergetischen Meditation nach Viktor Philippi im Vergleich zu einem etablierten Stressmanagement-Programm der IFT-Gesundheitsförderung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der Wirkung von Meditation, dem Konzept des "Gesunden Denkens" (Dankbarkeit, Vergebung, Annahme) sowie Methoden der Stressbewältigung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist ein empirischer Vergleich, um zu prüfen, ob die Bioenergetische Meditation eine wirksame Alternative zu einem von Krankenkassen anerkannten Präventionsprogramm darstellt.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es wurde eine nicht-randomisierte, kontrollierte, vierarmige Pilotstudie mit 92 Probanden und drei Messzeitpunkten durchgeführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung der beiden Interventionsformen sowie die umfangreiche statistische Auswertung der Pilotstudie.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Biomeditation, Stressbewältigung, Gesundheitsförderung, Gesundes Denken, Wirksamkeitsvergleich und empirische Pilotstudie.
Warum wird die Bioenergetische Meditation nicht als klassische medizinische Heilbehandlung eingestuft?
Die Autorin verdeutlicht, dass es sich um eine persönliche Maßnahme zur Gesundheitsstärkung handelt, die keine ärztliche Behandlung ersetzt, sondern unterstützend zur Aktivierung der Selbstheilungskräfte eingesetzt wird.
Welche Rolle spielt das "Gesunde Denken" in der Studie?
Das "Gesunde Denken" bildet einen zentralen Wirkfaktor der Biomeditation und umfasst kognitive Haltungen wie Dankbarkeit, Vergebung und Annahme, die zur psychischen Entlastung beitragen.
- Quote paper
- Stefanie Gmerek (Author), 2014, Wirksamkeitsvergleich der Bioenergetischen Meditation nach Viktor Philippi und des Stressmanagement-Programmes der IFT-Gesundheitsförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302103