Obwohl die Einsatzmöglichkeiten des Computers in der Grundschule vielfältig sind, haben sie aus unterschiedlichen Gründen noch nicht den Weg in die alltäglichen Praxis jedes Klassenzimmers gefunden. Die Sorge wegen jugendgefährdender Inhalte im Internet, schlichte Unkenntnis gegenüber Technik und didaktischen Möglichkeiten, ebenso wie die Frage, ob es sinnvoll ist, die stetig anwachsende Mediennutzung der Kinder auch noch in der Grundschule zu fördern, sind nur einige der in diesem Zusammenhang bestehenden Konflikte. Mit welcher Begründung der Computer auch in den Grundschulen zum Einsatz kommen sollte, welche verschiedenartigen Möglichkeiten sich hier bieten und welche Anwendungsmöglichkeiten für Grundschüler kaum nutzbar sind, wird in dieser Arbeit aufgezeigt. Auch wie sich die Rolle der Lehrerinnen und Lehrer im computerunterstützten Unterricht ändern könnte, und welche Erfahrungen Lehrkräfte gerade mit dem Einsatzbereich Internet schon gemacht haben, wird thematisiert.
Aus dem Inhalt:
4. Zur Diskussion um den Computer in der Grundschule
5. Einsatzmöglichkeiten des Computers in der Grundschule
5.1 Der Computer offline
5.1.1 Der Computer als Informationsquelle
5.1.2 Der Computer als Werkzeug
5.1.3 Der Einsatz von Lernsoftware
5.1.3.1 Kriterien für Lern- und Edutainment-Programme
5.1.3.2 Lernsoftware im Mathematikunterricht
5.1.3.3 Ein Beispiel für Lernsoftware im Deutschunterricht
5.2 Das Internet
5.2.1 Jugendgefährdung durch das Internet
5.2.2 Selbstdarstellung und Kommunikation
5.2.3 Informationsgewinnung durch das Internet
5.3 Ziele des Computereinsatzes im Unterricht
6. Die Lehrerrolle im computerunterstützten Unterricht
7. Praktische Umsetzungsmöglichkeiten in der Grundschule
7.1 Computer als Werkzeug am Beispiel der Textverarbeitung
7.2 Die Arbeit mit Lernsoftware
7.3 Kommunikation über e-mail
7.4 Der Computer als Lerngegenstand
8. Erfahrungen von Lehrerinnen und Lehrern mit Grundschulkindern und dem Internet
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsklärungen
3. Begründungen für den Computereinsatz in der Grundschule
3.1 Anthropologische Begründung:
3.2 Pädagogisch- psychologische Begründung:
3.3 Soziologische Begründung
4. Zur Diskussion um den Computer in der Grundschule
5. Einsatzmöglichkeiten des Computers in der Grundschule
5.1 Der Computer offline
5.1.1 Der Computer als Informationsquelle
5.1.2 Der Computer als Werkzeug
5.1.3 Der Einsatz von Lernsoftware
5.1.3.1 Kriterien für Lern- und Edutainmentprogramme
5.1.3.2 Lernsoftware im Mathematikunterricht
5.1.3.3 Ein Beispiel für Lernsoftware im Deutschunterricht
5.2 Das Internet
5.1.1 Jugendgefährdung durch das Internet
5.2.2 Selbstdarstellung und Kommunikation im Internet
5.2.3 Informationsgewinnung durch das Internet
5.3 Ziele des Computereinsatzes im Unterricht
6. Die Lehrerrolle in einem computerunterstützten Unterricht
7. Praktische Umsetzungsmöglichkeiten in der Grundschule
7.1 Der Computer als Werkzeug am Beispiel der Textverarbeitung
7.2 Die Arbeit mit Lernsoftware
7.3 Kommunikation über e-mail
7.4 Der Computer als Lerngegenstand
8. Erfahrungen von Lehrerinnen und Lehrern mit Grundschulkindern und dem Computer, insbesondere mit dem Internet
8.1 Vorstellung des Fragebogens und Erklärungen zu Bedingungen und zur Vorgehensweise
8.2 Auswertung
9. Fazit
10. Literatur:
Anhang A: Antworten auf Anfragen zur Computernutzung in der Grundschule
Anhang B Antworten der Kultusministerien auf die Anfrage, ob der Einsatz des Computers in der Grundschule im jeweiligen Bundesland erlaubt ist
Zielsetzung und Themenfelder
Die vorliegende Arbeit untersucht den Stellenwert sowie die Einsatzmöglichkeiten von Computern im Grundschulunterricht, analysiert die pädagogischen Begründungen und setzt sich kritisch mit den bestehenden Vorbehalten auseinander, um aufzuzeigen, wie Medienkompetenz in der Primarstufe gezielt gefördert werden kann.
- Pädagogische und soziologische Begründung des Computereinsatzes
- Differenzierung zwischen offline-Nutzung und Internetanbindung
- Kriterien für den Einsatz didaktisch hochwertiger Lernsoftware
- Analyse der veränderten Lehrerrolle im computergestützten Unterricht
- Empirische Auswertung von Praxiserfahrungen in deutschen Schulen
Auszug aus dem Buch
Die Lehrerrolle in einem computerunterstützten Unterricht
Die Lehrerrolle verändert sich sowohl durch die inhaltlichen Anforderungen an den Lehrer als auch hinsichtlich seiner Funktion während des Unterrichts. Wie auch in einem Unterricht, der Freiarbeit einbindet, wandelt sich in einem computerunterstützten Unterricht die Rolle des Lehrers vom Informationsvermittler zum Berater, Lernbegleiter, Coach, Wegweiser, Zweifler, Moderator etc. Durch die verstärkte Möglichkeit des Schülers, selbständig recht problemlos Informationen einholen zu können, verliert das Wissens- und Informationsmonopol des Lehrers an Bedeutung.
Dabei wird der Lehrer durch das eigenaktive Arbeiten des Kindes selbstverständlich nicht überflüssig - er ist und bleibt in den genannten Funktionen „der Schlüssel zur erfolgreichen Nutzung des Computers“. Allerdings müssen sich die theoretischen Kompetenzen des Lehrers und damit auch die Ausbildung, insofern verändern, als dass der Lehrer selber mit dem Computer umgehen können und über medienpädagogische und- didaktische Kompetenzen verfügen muss. Lernprozesse können im Umgang mit den Medien auf vielfältige Weise angebahnt werden und dazu müssen diese Medien organisiert, präsentiert und integriert werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Verbreitung von Computern im Alltag und deren verzögerte Einbindung in den Grundschulalltag sowie die Zielsetzung dieser Arbeit.
2. Begriffsklärungen: Dieses Kapitel definiert zentrale Termini wie Neue Medien, Medienpädagogik und Medienkompetenz zur wissenschaftlichen Einordnung.
3. Begründungen für den Computereinsatz in der Grundschule: Es werden anthropologische, pädagogisch-psychologische und soziologische Argumente für die Integration digitaler Medien in die Grundschule dargelegt.
4. Zur Diskussion um den Computer in der Grundschule: Eine Auseinandersetzung mit technikskeptischen Stimmen und der notwendigen pädagogischen Abwägung beim Medieneinsatz.
5. Einsatzmöglichkeiten des Computers in der Grundschule: Detaillierte Betrachtung von Lernsoftware, dem Computer als Werkzeug sowie der Nutzung des Internets zur Recherche und Kommunikation.
6. Die Lehrerrolle in einem computerunterstützten Unterricht: Analyse des Rollenwandels der Lehrkraft hin zum Lernbegleiter und die Anforderungen an eine zeitgemäße Lehrerbildung.
7. Praktische Umsetzungsmöglichkeiten in der Grundschule: Vorstellung konkreter Unterrichtsbeispiele, wie der Erstellung einer Schülerzeitung oder Projekten zur Internet-Partnerklasse.
8. Erfahrungen von Lehrerinnen und Lehrern mit Grundschulkindern und dem Computer, insbesondere mit dem Internet: Präsentation der Ergebnisse einer Befragung von Lehrkräften zur praktischen Computernutzung und Internetanbindung.
9. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Chancen und Herausforderungen des Computereinsatzes in der Grundschule.
10. Literatur: Verzeichnis der herangezogenen wissenschaftlichen Quellen.
Schlüsselwörter
Computer, Grundschule, Neue Medien, Medienpädagogik, Medienkompetenz, Lernsoftware, Internet, Lehrerrolle, Konstruktivismus, Informatik, schülerorientierter Unterricht, Grundschuldidaktik, Computerbesitz, Didaktik, Medienforschung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen des Computereinsatzes in der Grundschule, unter Berücksichtigung pädagogischer, psychologischer und soziologischer Aspekte.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die Begründung des Medieneinsatzes, die didaktische Einordnung von Lernsoftware, die Nutzung des Internets sowie die Veränderung der Lehrerrolle.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?
Ziel ist es, die didaktische Legitimation für den Einsatz digitaler Medien in der Primarstufe zu prüfen und praktische Anwendungsformen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse sowie eine eigene empirische Erhebung mittels Fragebögen an 223 Schulen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert konkrete Nutzungsszenarien für offline-Medien und Internet, diskutiert Kriterien für gute Lernsoftware und reflektiert die notwendigen Qualifikationen für Lehrkräfte.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Medienkompetenz, Computereinsatz, Grundschule, schülerorientierter Unterricht und Medienpädagogik.
Wie wird das Internet in der Grundschule aus pädagogischer Sicht beurteilt?
Die Nutzung wird als Chance zur Informationsbeschaffung und interkulturellen Kommunikation gesehen, setzt aber eine sorgfältige Begleitung und den Erwerb von kritischer Medienkompetenz voraus.
Welchen Stellenwert nimmt die Lehrerbildung ein?
Die Autorin betont, dass die derzeitige universitäre Ausbildung den Anforderungen einer medienbasierten Didaktik oft nicht gerecht wird und plädiert für eine intensivere Qualifizierung.
- Arbeit zitieren
- Susanne Steffens (Autor:in), 2001, Möglichkeiten und Grenzen des Computereinsatzes in der Grundschule, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/3023