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Die herausfordernde Aufgabe der Festlegung des EU-Haushalts

Eine institutionenökonomische Betrachtung

Title: Die herausfordernde Aufgabe der Festlegung des EU-Haushalts

Bachelor Thesis , 2013 , 50 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Tobias Bollmann (Author)

Business economics - Economic Policy
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Während die derzeitige mediale Berichterstattung über die Europäische Union von der anhalten Staatsschuldenkrise und dem schwindenden Vertrauen der Bevölkerung in das Gesamtkonstrukt der EU geprägt wird, befinden sich die verantwortlichen Institutionen in den Verhandlungen über die mittelfristigen finanziellen Planungen der EU.
Die wesentliche Aufgabe des europäischen Haushalts wird im Rahmen dieser Ausarbeitung in der optimalen Allokation öffentlicher Güter gesehen. Bei öffentlichen Gütern handelt es sich um Güter deren Konsum ohne Ausschluss Einzelner und ohne Rivalität zwischen den Nutzern stattfindet. Die EU sichert die entsprechende Versorgung für die gesamteuropäische Bevölkerung, und strebt dahingehend ein Wohlfahrtmaximum der EU-Bürger an.
Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, inwieweit die Festlegung des EU-Haushaltes dem Nutzen der gesamteuropäischen Bevölkerung dient. Dabei wird von einem möglichen Wohlfahrtsmaximum ausgegangen, welches aufgrund bestehender Informationsasymmetrien und Eigeninteressen der beteiligten Entscheidungsträger nicht erreicht werden kann.
Vor diesem Hintergrund erfolgen eine Darstellung der Zusammensetzung des EU-Haushalts, sowie eine Betrachtung des vorliegenden Entscheidungsprozesses (vgl. Abschnitt 2). Zudem werden im analytischen Teil dieser Ausarbeitung bestehende Delegationsbeziehungen (vgl. Abschnitt 3.1) und die Einflussfaktoren auf die Entscheidungsfindung der Politik und der Bürokratie (vgl. Abschnitt 3.2) näher untersucht. Nachfolgend werden die Stärken und Schwächen der Festlegung des EU-Haushalts aus institutionenökonomischer Sicht herausgestellt, und Handlungsoptionen gegeben, welche eine effizientere Allokation der öffentlichen Güter ermöglichen sollen (vgl. Abschnitt 4). Die Arbeit schließt mit einem Fazit (vgl. Abschnitt 5).

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Haushalt der Europäischen Union

2.1 Die Ausgestaltung der europäischen Finanzen

2.1.1 Entwicklung der europäischen Finanzordnung

2.1.2 Zusammensetzung des aktuellen EU-Haushaltes

2.2 Der Prozess der Haushaltsfestlegung in der Europäischen Union

2.2.1 Am Haushaltsprozess beteiligte Institutionen

2.2.2 Der Prozessablauf der Haushaltsbestimmung

3 Herausforderungen bei der Festlegung des EU-Haushalts

3.1 Analyse bestehender Delegationsbeziehungen vor dem Hintergrund der Prinzipal-Agenten Theorie

3.1.1 Thematische Einordnung der Prinzipal-Agenten Theorie und Ausarbeitung vorhandener Delegationsbeziehungen

3.1.2 Analyse der Delegationsbeziehung von Souverän zur EU-Politik

3.1.3 Analyse der Delegationsbeziehungen im institutionellen Geflecht der EU

3.2 Analyse der Effizienz in der Ressourcenverwendung anhand der Public Choice Theorie

3.2.1 Die Ökonomische Theorie der Bürokratie

3.2.2 Die Ökonomische Theorie der Politik

4 Beurteilung der Festlegung des EU-Haushalts aus institutionenökonomischer Sicht

4.1 Stärken und Schwächen des aktuellen Prozesses

4.2 Handlungsoptionen

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht aus einer institutionenökonomischen Perspektive, inwieweit die Festlegung des EU-Haushalts den Interessen der europäischen Bevölkerung dient und ob eine effiziente Allokation öffentlicher Güter unter den gegebenen institutionellen Bedingungen erreicht werden kann.

  • Prinzipale-Agenten-Problematik im europäischen Mehrebenensystem
  • Analyse von Informationsasymmetrien und Agency-Kosten
  • Einfluss der Public Choice Theorie auf Entscheidungsprozesse
  • Mechanismen des Haushaltsfestlegungsverfahrens
  • Bewertung von Effizienz und Wohlfahrtswirkungen

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Analyse der Delegationsbeziehung von Souverän zur EU-Politik

Die Delegationsbeziehung zwischen Wähler und Politikern besteht aufgrund der gesellschaftlichen Notwendigkeit komplexer politischer Entscheidungen, welche von demokratisch legitimiertem und spezialisiertem Personal getroffen werden.

Einer der vielseitigen Informationsvorteile der Politik besteht vor dem Hintergrund der PAT in Form der sogenannten hidden characteristics. Diese stellen Informationsasymmetrien dar, welche bereits vor Beginn der Vertragsbeziehung (ex-ante) bestehen. Dem Prinzipal fehlen in diesem Fall Informationen über entscheidungsrelevante Eigenschaften des Agenten und er sieht sich auch nicht in der Lage, diese noch vor Vertragsabschluss erhalten zu können.

So hat der Wähler vor Abgabe seiner Stimme kaum Informationen über die Arbeitsweise, Qualifikation oder Absichten des ihn zukünftig im EP vertretenden Abgeordneten. In Bezug auf die indirekte Legitimierung der Mitglieder des Rates, im Rahmen von nationalen Parlamentswahlen, besteht zudem Unsicherheit bezüglich deren Einstellung zum schreitenden Prozess der Europäischen Integration im Spannungsfeld mit nationalstaatlichen, evtl. gegenläufigen Interessen. Besonders die Aufstellung des mehrjährigen Finanzrahmens mit entsprechenden Konsequenzen für die nationalen Haushalte stellt die widersprüchliche Interessenslage der Mitglieder des Ministerrates vor die Herausforderung eines Zielkonfliktes.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik des EU-Haushalts ein und definiert die Forschungsfrage bezüglich der optimalen Allokation öffentlicher Güter.

2 Der Haushalt der Europäischen Union: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung der Finanzordnung sowie die aktuelle Zusammensetzung und den formalen Prozess der Haushaltsfestlegung.

3 Herausforderungen bei der Festlegung des EU-Haushalts: Hier werden mittels Prinzipal-Agenten-Theorie und Public Choice Theorie die strukturellen Defizite und Anreizprobleme innerhalb der EU-Institutionen analysiert.

4 Beurteilung der Festlegung des EU-Haushalts aus institutionenökonomischer Sicht: In diesem Teil werden die Stärken und Schwächen des bestehenden Prozesses bewertet und mögliche Reformwege aufgezeigt.

5 Fazit: Das Fazit fasst die institutionenökonomische Analyse zusammen und schlussfolgert, dass nationale Interessen oft die effiziente EU-weite Wohlfahrtsmaximierung behindern.

Schlüsselwörter

EU-Haushalt, Institutionenökonomik, Prinzipal-Agenten-Theorie, Public Choice Theorie, Informationsasymmetrie, Agency-Kosten, Wohlfahrtsmaximum, Ressourcenallokation, Haushaltsfestlegung, Interessenskonflikte, Politische Ökonomie, Mehrebenensystem, Delegation, Budgetmaximierung, Reformoptionen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Prozesse zur Festlegung des EU-Haushalts aus der Sicht der Institutionenökonomik, um zu verstehen, wie Entscheidungen getroffen werden und ob diese effizient sind.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Fokus stehen die Delegationsbeziehungen zwischen Wählern, Politikern und der Bürokratie sowie die Effizienz der Ressourcenverwendung innerhalb der Europäischen Union.

Was ist die zentrale Forschungsfrage?

Die Untersuchung fragt danach, inwieweit die Festlegung des EU-Haushalts tatsächlich dem Wohl der gesamten europäischen Bevölkerung dient und welche institutionellen Hürden dabei bestehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Der Autor nutzt vorrangig die Prinzipal-Agenten-Theorie sowie den Public-Choice-Ansatz, um politisches Handeln und institutionelle Anreizstrukturen ökonomisch zu deuten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit thematisiert?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse von Informationsasymmetrien (wie adverse selection und moral hazard) und der Rolle nationalstaatlicher Interessen bei der Budgetplanung.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Agency-Kosten, hidden characteristics, rent-seeking, pork-barrel-Projekte und das Ziel der effizienten Allokation öffentlicher Güter.

Warum wird die EU-Bürokratie im Kontext der Budgetmaximierung kritisch betrachtet?

Die Arbeit argumentiert, dass EU-Behörden Anreize haben könnten, ihr Budget zu maximieren, um eigenen Einfluss und Ressourcen zu vergrößern, anstatt rein dem Wohl der EU-Bürger zu folgen.

Welche Rolle spielen "pork barrel"-Projekte in der EU-Finanzpolitik?

Es wird erläutert, wie regional konzentrierte Ausgabenpakete genutzt werden, um nationale Wähler zu gewinnen, was jedoch zu Lasten einer gesamt-europäisch optimalen Mittelverwendung gehen kann.

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Details

Title
Die herausfordernde Aufgabe der Festlegung des EU-Haushalts
Subtitle
Eine institutionenökonomische Betrachtung
College
University of Münster  (Institut für Genossenschaftswesen)
Grade
1,3
Author
Tobias Bollmann (Author)
Publication Year
2013
Pages
50
Catalog Number
V302448
ISBN (eBook)
9783668011571
ISBN (Book)
9783668011588
Language
German
Tags
Europäische Union Haushalt Public Choice Prinzipal Agenten Finanzordnung Bürokratie Neue Institutionenökonomie Delegationsbeziehungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Tobias Bollmann (Author), 2013, Die herausfordernde Aufgabe der Festlegung des EU-Haushalts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302448
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