Volksdroge Internetauktionen am Beipsiel von Ebay, Azubo und Undertool


Hausarbeit (Hauptseminar), 2004

21 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition von Sucht und Abhängigkeit
2.1. Stoffgebundene Süchte
2.1.1 Physische und Psychische Abhängigkeit
2.2. Stoffungebundene Süchte
2.2.1. Spielsucht
2.2.2. Kaufsucht
2.2.3. Internetsucht

3.Auktionen
3.1 Auktionsformen
3.1.1 Englische Auktion
3.1.2 Holländische Auktion
3.1.3 Niedrigpreisauktion
3.2 Marktplätze des E-Commerce
3.2.1 Business to Consumer (B2C)
3.2.2 Consumer to Consumer (C2C)
3.2.3 Business to Business (B2B)
3.3 Auktionshäuser im Internet
3.3.1 Ebay
3.3.2 Azubo
3.3.3 Undertool

4. Suchtgefahr Internetauktionen

5. Fazit und Stellungnahme

6. Literaturverzeichnis

7. Eidesstattliche Erklärung

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 : Häufigkeit der Internetsucht in der BRD

Abbildung 2 : Nutzung verschiedener Internetinhalte

Abbildung 3 : Der Ebay-Firmensitz in Kalifornien, USA

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1. Einleitung

Auktionen können zurückverfolgt werden bis 500 Jahre vor Christus im alten Babylon.

Damals wurden Frauen auf dem jährlichen Heiratsmarkt versteigert. Je schöner die Frauen waren, desto höher war der Preis.

Im 17. und 18. Jahrhundert entwickelten sich Auktionen zu dem, was wir heute darunter verstehen. Allerdings beschränkten sich diese Versteigerungen eher auf Kunstgegenstände und Bücher.[1]

Seit Anfang des 20.Jahrhunderts, durch Einführung des E-Commerce , wurden Auktionen stetig beliebter, so das es heute unzählige Internetauktionshäuser gibt und immer neue Formen des Handels entstehen.

Doch Internetauktionen machen nicht nur Spaß und werden immer beliebter , sondern bürgen auch Gefahren in sich. Die Rede ist von Sucht und Abhängigkeit..

Aber gibt es so etwas wie Sucht und Abhängigkeit von Internetauktionen überhaupt?

Was bedeuten diese Begriffe?

Warum geben Menschen mehr Geld für Waren bei Online-Auktionen aus als beim Laden um die Ecke?

Die nachfolgende Arbeit beschäftigt sich unter anderem mit den oben genannten Fragen und soll aufzeigen ,welche Gefahren bei Onlineauktionen tatsächlich für den Benutzer bestehen.

Im 2.Kapitel werden zunächst die Begriffe Sucht und Abhängigkeit genauer angesehen und definiert.

Kapitel 3 erläutert Auktionen , die wichtigsten Marktplatzformen und Auktionsarten, sowie 3

unterschiedliche Typen von Auktionshäusern.

Kapitel 4 soll aufzeigen ,.welche Gefahren von den Auktionshäusern ausgehen und warum Menschen dazu verleitet werden zuviel zu bezahlen.

.

Die aufgeführten Ergebnisse und Betrachtungen werden im 5. Kapital im Rahmen einer abschließenden Zusammenfassung noch einmal dargestellt.

2. Definition von Sucht und Abhängigkeit

Sucht wird in der Literatur und auf verschiedenen Internetseiten beschrieben als ein bestimmtes Verhaltensmuster mit einem unwiderstehlichen, wachsendem Verlangen nach einem bestimmten Gefühls- und Erlebniszustand.

Da es sich bei Sucht um einen sehr allgemeiner Begriff handelt und daher nicht genau definiert ist, ob diese stoffgebunden bzw. stoffungebunden ist, wurde der Begriff daher in der Literatur in Bezug auf stoffgebundene Süchte ersetzt durch den Begriff Abhängigkeit.[2]

2.1 Stoffgebundene Süchte

Unter stoffgebundener Sucht versteht man die Abhängigkeit von einer Substanz.

Die häufigsten und wahrscheinlich auch bekanntesten stoffgebundenen Süchte sind

Drogensucht, Alkoholsucht, Nikotinsucht und Medikamentensucht.[3]

Die hier erwähnten Suchtformen können aus einem Zustand der psychischen als auch physischen Abhängigkeit bestehen.[4]

2.1.1 Physische und Psychische Abhängigkeit

Physische Abhängigkeit verursacht körperliche Beschwerden wie zum Beispiel Fieber Erbrechen oder sogar Schmerzen. Kokain ist z.B. eine Droge die physische Abhängigkeit verursacht.

Psychische Abhängigkeit ist im Gegensatz zur physischen Abhängigkeit eine Kopfsache. Es handelt sich um eine Abhängigkeit von Stoffen die normalerweise nicht abhängig machen. Beschwerden können auftreten wenn diese bestimmten Stoffe nicht eingenommen werden wie zum Beispiel Depressionen, Gereiztheit, Lustlosigkeit. Ein Beispiel für Stoffe die

psychische Abhängigkeit verursachen sind Amphetamine.[5]

2.2 Stoffungebundene Süchte

Stoffungebundene Sucht verursacht eine psychische Abhängigkeit. In diesem Fall liegt also keine substanzielle Abhängigkeit vor, jedoch können die Folgen ebenso gravierend sein wie bei Stoffgebundener Sucht.

Beispiele hierfür sind die Arbeitssucht, Spielsucht, Kaufsucht, Internetsucht.[6]

Gerade die Spiel-, Kauf- und Internetsucht werden im weiteren Verlauf eine wichtige Rolle spielen.

Da es sich bei Internetauktionen ja nicht um eine stoffgebundene Sucht handeln kann ,

werden also weiterhin nur die Stoffungebundenen Süchte behandelt.

2.2.1 Spielsucht

Die Spielsucht wurde nach langer Auseinandersetzung von Wissenschaftlern und Therapeuten als eine psychische Störung akzeptiert und wird in der Fachsprache auch Pathologisches Spielen genannt.

Häufige Symptome für Spielsucht sind folgende:

- Der Spieler ist meistens stark eingenommen vom Glücksspiel was zum Beispiel ein starkes Beschäftigsein mit verhindern oder planen der Spielunternehmungen zu tun haben kann.
- Die Beschaffung von neuem Geld zum Spielen führt nicht selten dazu, dass der Spieler seine Familienmitglieder oder Kollegen belügt oder betrügt, was meistens zu kriminellen Handlungen wie Unterschlagung, Fälschung und Diebstahl führen kann.
- Der Spieler muss mit erhöhtem Einsatz spielen um die gewünschte Befriedigung und Erregung zu erhalten.
- Bei Versuchen des Aufgebens oder der Einschränkung des Spielens reagiert der Spieler meist unruhig und gereizt
- Es wird gespielt um Problemen oder negativen Stimmungen wie zum Beispiel Gefühle von Schuld, Angst, oder Depressionen zu entkommen.
- Wiederholtes Glückspiel , meist schon am nächsten Tag ,
- um das verloren gegangene Geld wieder zurück zu gewinnen.[7]
Der Reiz des pathologischen Spielens besteht darin ,dass es zunächst die Möglichkeit gibt Geld zu gewinnen, und zwar in kurzer Zeit, und der hierdurch entstehende vermeintliche Wohlstand. Selbst bei Verlusten ist der Spieler gefangen durch seine einmal gewählte Strategie und verliert schnell die Kontrolle über sich selbst. Es liegen hierbei unrealistische Gewinnerwartungen vor.[8]

2.2.2 Kaufsucht

Das Meinungsforschungsinstitut Emnid hat herausgefunden ,dass 9 % aller Deutschen über 14 Jahren kaufsuchtgefährdet sind. Grund hierfür ist ,dass die Meisten den Verlockungen der Konsumgesellschaft nur schwer widerstehen können. Das Kaufen wird als eine Art Droge zur Bewältigung der eigenen Probleme genommen. Ein finanzieller Ruin ist hier nicht weit entfernt. Unbezahlte Rechnungen,hohe Kredite und überzogene Konten sind meist die Folge der Kaufsüchtigen. Im Vergleich zur Spielsucht , wo der oder die Süchtige das gesamte Geld in die Automaten steckt ,wird bei der Kaufsucht das Geld in die Geschäfte getragen.[9]

Gerade durch die neuen Medien ,wie das Internet ,wird die Gefahr der Kaufsucht noch erhöht. Denn über das Internet werden immer mehr Möglichkeiten des Geldausgebens geboten. Ob bei Online-Auktionen oder bei einem der vielen tausend Online-Shops werden dem Kaufsüchtigen im Vergleich zu früheren Zeiten viel mehr Möglichkeiten geboten ,das Geld umzusetzen.

Gerade das Electronic Banking wird hier zum großen Problem. Mit dem “Zauberstab“ der Kreditkarten lässt sich heute so gut wie jeder Wunsch erfüllen, denn das Geld erscheint nicht real. Erst wenn die Abrechnungen im Briefkasten landen ,kommt die Ernüchterung.[10]

Laut dem Universitätsprofessor Gerhard Scherhorn von der Uni Stuttgart-Hohenheim haben Kaufsüchtige ein sehr schwach ausgeprägtes Selbstwertgefühl. Dies begründet er damit ,dass

die Kaufsüchtigen aller Vorrausicht nach bereits in der Kindheit geprägt wurden durch mangelnde oder nur geringe Entscheidungsfreiheiten. Ihren Selbstwert konnten die Kaufsüchtigen so nicht bestärken und versuchen nun mit materiellen Dingen diesen Rückstand zu bewältigen.[11]

[...]


[1] Vgl. Daniel Amor, Dynamic Commerce, Bonn 2000, 1.Auflage, S. 18

[2] Vgl. http://www.blaues-kreuz.de/bkd/sucht/sucht.htm Abruf 15.04.04

[3] Vgl. http://www.breakout-info.de/sucht/stoffgebunden.html Abruf 15.04.04

[4] Vgl. http://www.aerztetabelle.de/sucht/sucht1.html Abruf 15.04.04

[5] Vgl. Ebenda Abruf 15.04.04

[6] Vgl. http://www.suchtprozesse.de/sucht.htm Abruf 15.04.04

[7] Vgl. http://www.ahg.de/berus_online/klinik/spiel_front.htm Abruf 16.04.04

[8] Vgl. Poppelreuther/Gross Nicht nur Drogen machen süchtig , 1.Auflage, Weinheim 2000 S.4

[9] Vgl. Werner Gross , Hinter jeder Sucht ist eine Sehnsucht, 5. Auflage, Freiburg 2002 S.201

[10] Vgl. Ebenda S.203

[11] Vgl. Ebenda S.204

Ende der Leseprobe aus 21 Seiten

Details

Titel
Volksdroge Internetauktionen am Beipsiel von Ebay, Azubo und Undertool
Hochschule
HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst - Fachhochschule Hildesheim, Holzminden, Göttingen
Note
1,3
Autor
Jahr
2004
Seiten
21
Katalognummer
V30246
ISBN (eBook)
9783638315470
Dateigröße
637 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Volksdroge, Internetauktionen, Beipsiel, Ebay, Azubo, Undertool
Arbeit zitieren
Sebastian Großmann (Autor), 2004, Volksdroge Internetauktionen am Beipsiel von Ebay, Azubo und Undertool, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/30246

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Volksdroge Internetauktionen am Beipsiel von Ebay, Azubo und Undertool



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden