Die Gleichstellung der Geschlechter ist ein wichtiges gesellschaftliches und politisches Thema. Eine Ungleichheit ist in der Bezahlung zwischen Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Wenn nur das Geschlecht der Grund für die schlechtere Bezahlung ist, dann wird von einer Diskriminierung der Frau auf dem Arbeitsmarkt gesprochen.
Zunächst wird eine Definition für Diskriminierung erläutert. Danach suchen wir Erklärungen für Diskriminierung. Die Frage: ,,Warum gibt es aus ökonomischer Sicht überhaupt Diskriminierung und wie wirkt sich diese auf den Lohnunterschied aus?“, soll durch die Diskriminierungstheorien beantwortet werden. Zum Schluss betrachten wir die aktuelle Situation von Frauen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Dabei erkennen wir, wie hoch der Lohnunterschied tatsächlich ist und welchen Anteil wir auf Diskriminierung zurückführen könnten.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Diskriminierung
2.1 Definition
2.2 Arten von Diskriminierung
3. Erklärung von Diskriminierung
3.1 Neoklassische Arbeitsmarkttheorie
3.2 Diskriminierungstheorien
3.2.1 Präferenztheorie
3.2.2 Statistische Diskriminierung
3.2.3 Humankapitaltheorie
3.2.4 Ökonomische Theorie der Familie
3.2.5 Segmentationstheorie
4. Verdienstunterschied zwischen Männer und Frauen
4.1 Unbereinigter Gender Pay Gap
4.1.1 Beruf und Branche
4.1.2 Führung und Qualifikation
4.1.3 Bildungsbereich
4.2 Bereinigter Gender Pay Gap
4.2.1 Lohnunterschiede versus Lohndiskriminierung
4.2.2 Verdienstunterschied durch Erwerbsunterbrechungen
5. Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht ökonomische Erklärungsansätze für die Benachteiligung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, warum Diskriminierung aus ökonomischer Sicht existiert und in welchem Maße sie für die bestehenden Lohnunterschiede zwischen den Geschlechtern verantwortlich gemacht werden kann.
- Grundlegende Definition und ökonomische Kategorisierung von Diskriminierung
- Analyse verschiedener ökonomischer Diskriminierungstheorien (u.a. Präferenz- und Humankapitaltheorie)
- Untersuchung der strukturellen Ursachen des Gender Pay Gaps
- Differenzierung zwischen unbereinigtem und bereinigtem Verdienstunterschied
- Bewertung des Einflusses von Erwerbsunterbrechungen auf die Karrierechancen
Auszug aus dem Buch
3.1 Neoklassische Arbeitsmarkttheorie
Auf dem Arbeitsmarkt wird nach der neoklassischen Theorie von einem vollkommenen Wettbewerb aller Märkte ausgegangen. Das heißt gibt es viele vollständig informierte Nachfrager und Anbieter, der Zugang und Austritt aus dem Arbeitsmarkt ist uneingeschränkt, die Arbeitskräfte sind homogen und mobil, das heißt, sie sind vollkommen substituierbar. Absprachen irgendwelcher Art, die den Wettbewerb beschränken würden, existieren nicht. Der Lohnsatz wird aus dem Arbeitsangebot und der Arbeitsnachfrage bestimmt. Eine dauerhafte Diskriminierung ist im Rahmen des neoklassischen Gedankengebäudes nicht möglich. (Brunner, 1994, S. 11)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in das Thema der Geschlechtergleichstellung und Zielsetzung der ökonomischen Analyse von Lohnunterschieden.
2. Diskriminierung: Definition des Begriffs Diskriminierung im sozialen und ökonomischen Kontext sowie Darstellung der verschiedenen Arten von Arbeitsmarktdiskriminierung.
3. Erklärung von Diskriminierung: Detaillierte Betrachtung verschiedener ökonomischer Theorien, die Diskriminierung jenseits des neoklassischen Modells erklären.
4. Verdienstunterschied zwischen Männer und Frauen: Empirische Analyse des Gender Pay Gaps unter Berücksichtigung von Branchen, Qualifikationen und Erwerbsbiografien.
5. Zusammenfassung: Synthese der Ergebnisse und Bewertung der theoretischen Ansätze anhand der empirischen Erkenntnisse.
Schlüsselwörter
Diskriminierung, Arbeitsmarkt, Gender Pay Gap, Humankapitaltheorie, Lohndiskriminierung, Präferenztheorie, Segmentationstheorie, Erwerbsunterbrechung, Lohnunterschied, Neoklassische Arbeitsmarkttheorie, Berufswahl, ökonomische Analyse, Geschlechtergleichstellung, Produktivität, Entlohnung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert die ökonomischen Ursachen für die unterschiedliche Bezahlung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den Schwerpunkten zählen die theoretische Erklärung von Diskriminierung sowie die empirische Untersuchung von Lohnunterschieden und deren Einflussfaktoren wie Berufswahl und Erwerbsunterbrechungen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, zu klären, warum Diskriminierung aus ökonomischer Sicht überhaupt auftritt und wie sie quantitativ und qualitativ den Lohnabstand beeinflusst.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, die durch die Auswertung empirischer Statistiken, insbesondere des Statistischen Bundesamtes, ergänzt wird.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Diskriminierungsmodellen und eine anschließende empirische Analyse der Verdienstunterschiede in Deutschland.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind der Gender Pay Gap, Humankapital, Marktsegmentation und Lohndiskriminierung.
Wie unterscheidet die Autorin zwischen echter und unechter Diskriminierung?
Unechte Diskriminierung basiert auf rationalen unternehmerischen Entscheidungen (z. B. Erwartung von Erwerbsunterbrechungen), während echte Diskriminierung auf persönlichen Abneigungen gegenüber Arbeitnehmerinnen beruht.
Welche Rolle spielt die Humankapitaltheorie für die Lohnunterschiede?
Sie erklärt Lohnunterschiede durch unterschiedliche Investitionen in Wissen und Fähigkeiten, wobei Frauen häufiger aufgrund erwarteter Diskriminierung oder familiärer Planung in weniger entlohnte Bereiche investieren.
- Quote paper
- Christine Klett (Author), 2013, Diskriminierung von Frauen auf dem Arbeitsmarkt. Eine ökonomische Analyse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302675