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Das psychische Trauma und und die Posttraumatische Belastungsstörung. Gibt es eine Prädisposition?

Title: Das psychische Trauma und und die Posttraumatische Belastungsstörung. Gibt es eine Prädisposition?

Elaboration , 2015 , 12 Pages , Grade: 1

Autor:in: Patricia Stopp (Author)

Psychology - Developmental Psychology
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Soldaten*innen kehren aus dem Krieg heim und manche bringen etwas mit. Ein Kind weint und schreit und klammert sich an Fremde fest – etwas begleitet es auf Schritt und Tritt. Da ist auch die Flüchtlingsfamilie, zwei Erwachsene, zwei Kinder. Alle haben Grausames erlebt, doch während die anderen scheinbar weitermachen können, ist der Sohn untypisch schreckhaft geworden. Er schläft kaum noch und gibt sich völlig gleichgültig. Sie alle haben ein Trauma erlebt, ein seelische Wunde, die sie nicht loslässt.
Aber nicht jeder Mensch, der solchen einmaligen oder andauernden Misshandlungen ausgesetzt war oder traumatische Erfahrungen gemacht hat, entwickelt eine Belastungsstörung im klinischen Sinne. Selbst bei ähnlicher oder gar derselben Form der Traumatisierung (man denke hierbei an Naturkatastrophen oder den Terroranschlag auf das World Trade Center) entwickeln manche eine Posttraumatische Belastungsstörung im klinischen Sinne und andere nicht.
Doch wie kommt es dazu? Das Umfeld und die eigene Persönlichkeit spielen eine große Rolle, die Ressourcen, auf die der/ die Betroffene zurückgreifen kann und das soziale Umfeld. Aber gibt es auch eine Prädisposition für diese Krankheit? Mit dieser Frage beschäftigt sich diese Ausarbeitung.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Psychotraumatologie

3. Verlauf eines Psychotraumas

4. Die Posttraumatische Belastungsstörung

5. Inheritance of the effects of early trauma in mice

6. Smaller hippocampal volume predicts pathologic vulnerability to psychological trauma

7. Fazit: Gibt es eine Prädisposition für PTBS?

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Entstehung und den Verlauf von Psychotrauma sowie die wissenschaftliche Fragestellung, ob eine physische oder genetische Prädisposition die Entwicklung einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) begünstigen kann.

  • Grundlagen der Psychotraumatologie und Traumadefinition
  • Prozesshafte Darstellung des Verlaufs von Traumatisierungen
  • Klinische Symptomatik und neurobiologische Hintergründe der PTBS
  • Analyse aktueller Studien zur transgenerationalen Vererbung von Traumafolgen bei Mäusen
  • Evaluierung von Zwillingsstudien bezüglich des Hippocampus-Volumens als Vulnerabilitätsfaktor

Auszug aus dem Buch

3. VERLAUF EINES PSYCHOTRAUMAS

Erlebt ein Mensch ein traumatisches Ereignis, durchläuft er meist mehrere Phasen, bis es zu einer möglichen Traumatisierung kommt. Nachfolgend werden diese Stufen vorgestellt und anschließend in einem Schaubild (Abbildung 2) zusammengefasst. Hierzu unterscheiden sich zunächst zwei verschiedene Typen der Traumatisierung Unterscheiden.

Typ I: Den Typus I kennzeichnet meist ein einmaliges, kurzfristiges Ereignis mit einem klaren Beginn und Ende. Die Einzelheiten des Ereignisses prägen sich oft stark ein. Beispiele für ein solches Ereignis sind Raubüberfälle, Verkehrsunfälle oder Katastrophen. Auch die überlebenden Opfer des Terroranschlags auf das World Trade Center fallen hier unten den Typ I der Traumatisierung.

Typ II: Der Typus II der Traumatisierung beschreibt andauernde und über einen längeren Zeitraum geschehene (mehrere) Traumata. Opfer versuchen meist, die Geschehnisse auf irgendeine Weise erträglicher zu machen. Diese emotionalen, gedanklichen oder handlungsorientierten Anpassungsprozesse geschehen oft Unbewusst und stellen sich nach und nach ein. Beispiele für Opfer der Traumatisierung des Typus II sind Soldat*innen oder Flüchtlinge, die andauernden Kriegshandlungen oder Folter ausgesetzt waren. Auch Kinder, die häufige Missbrauchssituationen durchlebt haben, zählen hierzu.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz des Themas Trauma in der Sozialen Arbeit und stellt die zentrale Fragestellung nach einer möglichen Prädisposition für PTBS vor.

2. Die Psychotraumatologie: Dieses Kapitel definiert den Begriff Psychotrauma in Abgrenzung zur chirurgischen Traumatologie und gibt einen Überblick über die Forschungs- und Interventionsbereiche des Fachgebiets.

3. Verlauf eines Psychotraumas: Es werden die Phasen einer Traumatisierung beschrieben und zwischen Typ I (einmalig) und Typ II (anhaltend) Traumata differenziert.

4. Die Posttraumatische Belastungsstörung: Dieses Kapitel beschreibt das klinische Krankheitsbild der PTBS, deren diagnostische Einordnung sowie die neurobiologischen Grundlagen des wiederkehrenden Traumas.

5. Inheritance of the effects of early trauma in mice: Die Untersuchung stellt eine Studie vor, die nachweist, dass traumatische Effekte und Stoffwechselveränderungen bei Mäusen über die RNA vererbt werden können.

6. Smaller hippocampal volume predicts pathologic vulnerability to psychological trauma: Dieses Kapitel analysiert eine Zwillingsstudie, die einen Zusammenhang zwischen einem geringeren Hippocampus-Volumen und einer erhöhten Vulnerabilität für PTBS aufzeigt.

7. Fazit: Gibt es eine Prädisposition für PTBS?: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Studien zusammen und schlussfolgert, dass neben sozialen Faktoren eine biologische Tendenz zur Prädisposition bei PTBS erkennbar ist.

Schlüsselwörter

Psychotrauma, Traumatisierung, PTBS, Posttraumatische Belastungsstörung, Prädisposition, Stressreaktion, Hippocampus, Vererbung, Mikro-RNA, Zwillingsstudie, Psychotraumatologie, Vulnerabilität, psychische Gesundheit, Traumaverarbeitung, Neurobiologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung von Psychotraumata und untersucht insbesondere, ob es neben sozialen und individuellen Ressourcen auch eine biologische oder genetische Veranlagung (Prädisposition) für die Entwicklung einer PTBS gibt.

Was sind die zentralen Themenfelder der Ausarbeitung?

Die zentralen Themen sind die Definition und der Verlauf von Traumata, die Symptomatik der PTBS sowie die wissenschaftliche Evidenz für biologische Faktoren bei der Entstehung dieser Störung.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das primäre Ziel ist es, anhand aktueller Studien zu klären, ob PTBS allein durch traumatische Erfahrungen entsteht oder ob eine physische Prädisposition das Erkrankungsrisiko maßgeblich beeinflusst.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Autorin verwendet eine Literaturanalyse, in der aktuelle medizinische und psychologische Studien (darunter Tierversuche an Mäusen und Zwillingsstudien am Menschen) kritisch ausgewertet und gegenübergestellt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst das Krankheitsbild der PTBS und deren Verlauf nach der Akutphase erläutert, gefolgt von einer detaillierten Vorstellung zweier Schlüsselstudien zu epigenetischen und anatomischen Einflüssen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Psychotrauma, PTBS, Prädisposition, Hippocampus, transgenerationale Vererbung, Stressreaktion und Vulnerabilität.

Was besagt die erwähnte Studie über das Hippocampus-Volumen?

Die Studie zeigt, dass ein geringeres Hippocampus-Volumen mit einer höheren Anfälligkeit für PTBS korreliert und dass dies möglicherweise bereits vor dem traumatischen Ereignis als biologisches Merkmal besteht.

Kann man nach der Lektüre davon ausgehen, dass Traumata zwangsläufig vererbt werden?

Nein, die Arbeit stellt klar, dass zwar eine Tendenz zur biologischen Prädisposition erkennbar ist, diese aber nicht als alleinige Ursache für eine PTBS fungiert; soziale Faktoren und persönliche Ressourcen bleiben entscheidend.

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Details

Title
Das psychische Trauma und und die Posttraumatische Belastungsstörung. Gibt es eine Prädisposition?
College
Protestant University of Applied Sciences Ludwigsburg
Grade
1
Author
Patricia Stopp (Author)
Publication Year
2015
Pages
12
Catalog Number
V302997
ISBN (eBook)
9783668074040
ISBN (Book)
9783668074057
Language
German
Tags
Psychologie Entwicklungspsychologie Trauma Prädisposition Traumatisierung Traumata Genetische Veranlagung psychisches Trauma PTBS Posttraumatische Belastungströrung Psychotraumatologie Psychotrauma
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patricia Stopp (Author), 2015, Das psychische Trauma und und die Posttraumatische Belastungsstörung. Gibt es eine Prädisposition?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302997
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