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Wie grimmig ist Disney? Ein Vergleich zwischen Disney Filmen und ihren grimmschen Originalvorlagen

Titel: Wie grimmig ist Disney? Ein Vergleich zwischen Disney Filmen und ihren grimmschen Originalvorlagen

Bachelorarbeit , 2015 , 58 Seiten , Note: 1,85

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Medien / Kommunikation - Film und Fernsehen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Intention der Arbeit ist es, einen Vergleich zwischen den Grimm Märchen und Disneys Verfilmungen anzustellen. Im Fokus des Forschungsinteresses steht dabei die Frage, wie viel Disney von den grimmschen Märchen in seinen Verfilmungen aufgegriffen und verändert hat. Anhand der Analyse des „Classic Disney Modells“ soll erkennbar gemacht werden, auf welche Werte und Vorstellungen das Unternehmen Disney setzt.
Außerdem werden die stilistischen Merkmale eines Märchens nach Max Lüthi in den Grimm Märchen und Märchenadaptionen Disneys untersucht, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede aufzuzeigen Die Untersuchung wird anhand der Grimm Märchen „Schneewittchen“ und „Dornröschen“ und deren Disney Verfilmungen „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ und „Dornröschen“ durchgeführt. Die Arbeit zeigt, dass Disney enorme Veränderungen durchgeführt hat und von den Grimm Versionen nicht mehr viel übrig bleibt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Märchen

2.1 Zum Begriff Märchen

2.2 Volksmärchen

3 Die Brüder Grimm

4 Walt Disney und die Disney Company

5 Märchen und Film – Wort und Bild

6 Das „Classic Disney Modell“

6.1 Disneyfizierung von Schneewittchen

6.2 Disneyfizierung von Dornröschen

7 Stilmerkmale des Märchens nach Lüthi

7.1 Die Eindimensionalität

7.2 Die Flächenhaftigkeit

7.3 Der abstrakte Stil

7.4 Isolation und Allverbundenheit

7.5 Sublimation und Welthaltigkeit

8 Einhaltung der Stilmerkmale des Märchens nach Lüthi

8.1 Schneewittchen (und die sieben Zwerge)

8.1.1 Eindimensionalität

8.1.2 Flächenhaftigkeit

8.1.3 Abstrakter Stil

8.1.4 Isolation und Allverbundenheit

8.1.5 Sublimation und Welthaltigkeit

8.2 Dornröschen

8.2.1 Eindimensionalität

8.2.2 Flächenhaftigkeit

8.2.3 Abstrakter Stil

8.2.4 Isolation und Allverbundenheit

8.2.5 Sublimation und Welthaltigkeit

9 Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht den Grad der Übereinstimmung zwischen den literarischen Märchen der Brüder Grimm und deren Adaptionen durch den Disney-Konzern. Dabei wird analysiert, inwieweit Disney das ursprüngliche Erzählgut beibehalten oder durch unternehmensspezifische Werte („Disneyfizierung“) transformiert hat.

  • Vergleich zwischen den Grimm-Vorlagen und den Disney-Verfilmungen von „Schneewittchen“ und „Dornröschen“.
  • Analyse des „Classic Disney Modells“ und dessen Einfluss auf die inhaltliche Gestaltung.
  • Anwendung der stilistischen Märchenkriterien nach Max Lüthi als theoretische Vergleichsbasis.
  • Untersuchung der filmischen Transformation von Märchenmotiven und deren Abweichung vom literarischen Idealtypus.
  • Identifikation der Werte und Weltanschauungen, die Disney in seine Produktionen integriert.

Auszug aus dem Buch

Die Eindimensionalität

„Die Menschen des Märchens, Helden wie Unhelden, verkehren mit diesen Jenseitigen, als ob sie ihresgleichen wären. Ruhig und unerschüttet nehmen sie ihre Gaben in Empfang oder schieben sie beiseite, lassen sich von ihnen helfen oder kämpfen mit ihnen, und dann gehen sie ihren Weg weiter. Ihnen fehlt das Erlebnis des Abstandes zwischen sich und jenen andern Wesen.“90

Lüthis Aspekt der Eindimensionalität beinhaltet, dass dem Märchen sowohl die diesseitige, profane als auch die jenseitige, numinose Welt bekannt ist. Die wirkliche und unwirkliche Welt gehen jedoch nahtlos ineinander über. Der Märchenheld, meist ein Mensch, verkörpert das Diesseits. Im Laufe der Handlung begegnet er Feen, Hexen, Trollen, Riesen, Fabeltieren, bösen und guten Zauberern, weisen Frauen, Zwergen und Drachen. Diese verkörpern die jenseitige Welt. Das Natürliche agiert ganz selbstverständlich mit dem Übernatürlichen. Ohne jegliche Verwunderung tritt der Märchenheld den Zauberwesen gegenüber. Sie sind für ihn ganz selbstverständlich und fungieren als Helfer, Wegweiser oder Gegner. Der Held fürchtet sich nicht vor ihnen oder vor dem Unheimlichen, sehr wohl aber vor weltlichen Gefahren.

Über Gaben von Jenseitigen wundert sich der Märchenheld nicht. In Notsituationen weiß er wie sie richtig anzuwenden sind. Vorher ausprobieren muss er sie nicht.

Das Verhalten der Figuren hebt die strikte Trennung zwischen den beiden Dimensionen auf: „Das Wunderbare ist dem Märchen nicht fragwürdiger als das Alltägliche.“91 Genau dieser Aspekt macht für Lüthi die Eindimensionalität des Märchens aus. Mit seiner emotionalen Unberührtheit der Märchenfiguren in wunderbaren Situationen schafft sie eine direkte Verbindung zu der Flächenhaftigkeit.92

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Märchenadaptionen durch Disney und Darlegung der Forschungsfrage sowie methodischen Vorgehensweise.

2 Märchen: Definition des Begriffs „Märchen“ und Abgrenzung der Gattung sowie Erläuterung der Charakteristika des Volksmärchens.

3 Die Brüder Grimm: Historischer Abriss über das Leben und Wirken von Jacob und Wilhelm Grimm und die Entstehung ihrer Märchensammlung.

4 Walt Disney und die Disney Company: Biografische Darstellung von Walt Disney und die Unternehmensgeschichte mit Fokus auf die Entwicklung zur Märchenverfilmung.

5 Märchen und Film – Wort und Bild: Diskussion der Problematik der filmischen Visualisierung eines literarischen Stoffes, der sich durch eine hohe Bildhaftigkeit bei gleichzeitigem Fehlen expliziter Details auszeichnet.

6 Das „Classic Disney Modell“: Beschreibung der wiederkehrenden Formeln, Motive und Werte, die das Disney-Unternehmen in seinen Produktionen verwendet.

7 Stilmerkmale des Märchens nach Lüthi: Theoretische Einführung in die fünf Kategorien von Max Lüthi zur Bestimmung des Idealtyps eines Volksmärchens.

8 Einhaltung der Stilmerkmale des Märchens nach Lüthi: Detaillierte analytische Untersuchung der Stilmerkmale in den Werken „Schneewittchen“ und „Dornröschen“ im Vergleich zwischen der Grimm-Vorlage und den Disney-Adaptionen.

9 Resümee: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Fazit über die Veränderungen, die Disney an den Vorlagen vorgenommen hat.

Schlüsselwörter

Disney, Gebrüder Grimm, Märchen, Film, Adaption, Max Lüthi, Eindimensionalität, Flächenhaftigkeit, Zeichentrickfilm, Schneewittchen, Dornröschen, Disneyfizierung, Märchenstil, Medienanalyse, Symbolik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit analysiert die Unterschiede zwischen den originalen Grimmschen Märchen und den filmischen Adaptionen der Walt Disney Company am Beispiel der Klassiker „Schneewittchen“ und „Dornröschen“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Spannung zwischen literarischer Vorlage und filmischer Interpretation sowie die Frage, wie ein Unterhaltungskonzern Märcheninhalte für ein breites Publikum transformiert.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, auf Basis der Stilmerkmale nach Max Lüthi zu bestimmen, wie viel des ursprünglichen Grimmschen Märchencharakters in den Disney-Filmen erhalten geblieben ist und welche Aspekte verändert wurden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt die literaturwissenschaftliche Stilanalyse nach Max Lüthi („Das europäische Volksmärchen“), um diese Kriterien auf die konkreten Disney-Verfilmungen anzuwenden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung in die Märchenkunde und das „Classic Disney Modell“ sowie eine detaillierte Gegenüberstellung der Stilmerkmale in Bezug auf Schneewittchen und Dornröschen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte umfassen neben den Werken der Brüder Grimm und Disney vor allem Begriffe wie Märchenstilanalyse, Disneyfizierung und die spezifischen Lüthi-Kriterien wie Eindimensionalität und Flächenhaftigkeit.

Inwiefern unterscheidet sich die Darstellung von Charakteren bei Disney von der Grimm-Vorlage?

Während die Märchenfiguren bei Grimm laut Lüthi flächenhaft sind und keine psychologische Tiefe besitzen, verleiht Disney seinen Figuren individuelle Züge, Emotionen und eine psychologische Tiefendimension.

Welche Rolle spielt die „Disneyfizierung“ in der Argumentation der Autorin?

Die Autorin nutzt den Begriff, um die Amerikanisierung und Verharmlosung der grausamen Grimm-Stoffe zu beschreiben, bei der Themen wie Ordnung, Fleiß und das „Happy End“ das Ziel einer unterhaltsamen Traumwelt verfolgen.

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Details

Titel
Wie grimmig ist Disney? Ein Vergleich zwischen Disney Filmen und ihren grimmschen Originalvorlagen
Hochschule
Hochschule Mittweida (FH)
Veranstaltung
Angewandte Medien
Note
1,85
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
58
Katalognummer
V304437
ISBN (eBook)
9783668026124
ISBN (Buch)
9783668026131
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Disney Grimm Brüder Grimm Märchen Märchenadaptionen Disney Filme Schneewittchen Dornröschen Walt Disney Max Lüthi Stilmerkmale Eindimensionalität Flächenhaftigkeit Abstrakter Stil Isolation und Allverbundenheit Sublimation und Welthaltigkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2015, Wie grimmig ist Disney? Ein Vergleich zwischen Disney Filmen und ihren grimmschen Originalvorlagen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304437
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Leseprobe aus  58  Seiten
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