Welchen Wert hat die Arbeit des Physiotherapeuten?

Eine kritische Untersuchung


Wissenschaftliche Studie, 2015
55 Seiten

Leseprobe

Inhalt

1. Vorwort zum Begriff Wert

2 Die Heilberufe in gesellschaftlicher und dienstleistender Wertstellung

3. Der Physiotherapeut als Heilberuf in Deutschland
3.1 Die Entwicklung der ärztlichen Hilfskraft zum Therapeuten
3.2 Das Entscheidungsniveau eines akademischen Physiotherapeuten
3.3 Die Qualitätssicherung therapeutischer Leistung
3.4 Der Physiotherapeut im Heilmittelmarkt
3.5 Die Chancen der Physiotherapeuten als Arbeitnehmer und als Karrierestart Das Versorgungszentrum
3.6 Der Arzt und der Physiotherapeut
3.7 Der Berufs Physiotherapeut und seine Vertretung
3.8 Ein Ansatz zur Prüfung des Direktzugangs einer Praxis (Modellvorhaben)

4. Die Qualitätsstufung der Physiotherapeuten in der Ausbildung und in der Praxis Der gespaltene Beruf: Fachberuf oder höherrangiger (akademisierter) Beruf

5. Die Voraussetzungen für die Ausübung des Berufes

6. Die Voraussetzungen für eine berufsgemäße Anerkennung

7. Das zu Überdenkende

A B S T R A C T

Eine Geschichte der Physiotherapeuten kann es erst geben, wenn es den Berufs als solchen gibt und das ist erst ein paar Jahrzehnte her und ein Produkt der Übertragung von auswärts in das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland. Demgemäß gab es dafur auch keine reguläre Organisation, Jeder Verband, der vorgibt, die Interessen von Physiotherapeuten zu vertreten, hat seine eigene Geschichte; der VDB z.B. führt seinen Ursprung auf Anfang des 20. Jahrhun-derts zurück und da waren es Bademeister. Vielfach heißt es deshalb, viele Verfahren der Physiotherapie hätten ihren Ursprung weit zurückliegend, jetzt seien sie zusammengefasst in einem Beruf.. Nicht klar ist es jedoch, welche Verfahren die tragenden in der Physiotherapie sind, so ist z.B. die Manuelle Therapie erst nach dem 2. Weltkrieg aufgekommen.[2] Dem Be-rufsverband ZVK, hervorgegangen aus Krankengymnasten, ist es zu verdanken, dass 1959 eine Klärung und Abgrenzung des Krankengymnasten gesetzlich verankert wurde, während in der DDR schon eine Anpassung an den internationalen Standard des Begriffes vorangetrieben worden war[3], so dass nach der Wiedervereinigung 1994 das Berufsgesetz novelliert werden musste.

Noch ist die Berufsentwicklung nicht abgeschlossen, demgemäß herrscht wegen der eingetre-tenen Veränderungen der Ausbildung und Berufsstellung eine Vielfalt an beruflichen Qualifi-kationen und auch eine breite Streuung der Anerkennung. Noch zählt der Physiotherapeut zu den fachschulisch Ausgebildeten und er ist Ausführender von ärztlichen Weisungen, aber man bemüht sich um ein Anpassen an den internationalen Standard im Rahmen der europäischen Angleichung; er soll in eine dem Arzt näher stehende Stellung gelangen. Manches ist jedoch nur proklamiert und Konturen aus der Zielsetzung der Ausbildung und Einbindung in die Ver-sorgungsstruktur sind nur grob zu erkennen. Der Verwirklichung so mancher Wünsche von Physiotherapeuten nach mehr Geltung und Vergütung stehen eine Reihe von Hürden entgegen und es bedarf sorgsamer und abgestimmter Vorgehensweise und Anstrengung, damit es ge-lingt. Bislang ist jedoch noch keine systematische Vereinigung aller Kräfte auszumachen, was wohl daran liegt, dass dieser Prozess keine definitive Lenkung hat.

In der vorliegenden Studie wurde versucht, einige Voraussetzungen herauszuarbeiten, die erfüllt sein müssen, um den physiotherapeutischen Beruf attraktiv zu machen, wobei die Not-wendigkeit der Existenz von Physiotherapeuten im Netzwerk der Heilkunde unbestritten ist. In diesem Gebiet scheint es jedoch noch daran zu fehlen, was man unter Wissenschaftlich-keit, Effizienz usw. versteht; weshalb gezielt geforscht werden muss, aber dafür gibt es keinen Generalplan. Und darüber hinaus hat das Qualitätsmanagement – auch in Bezug auf die wirt-schaftliche Gestaltung einer Praxis, allerdings aabhängig von ihrer Größe – noch nicht durch-gehend festen Fuß gefasst. Das Modell „Direct Access“ soll den Physiotherapeuten internatio-nal gleichwertigen Rang[4] verschaffen, aber die Problematik der Beurteilungsqualität des Be-handlungserfolges und der Vergleich- und Übertragbarkeit bleiben. Somit gibt es weiterhin Fragestellungen und einen Bedarf an „richtiger“ Antworten. Unabdingbar scheint dem Verfas-ser, dass ein Proposal[5] als Basis für die noch notwendigen Analysen und Vorgehensweisen er-stellt wird. Viele Entwicklungsprozesse leiden immer wieder daran, dass man Ziele vor Au-gen hat, aber die optimalen Wege dahin keineswegs kennt und auch nicht herauszufinden sucht.. Das führt dann zu Mängeln und Zeit- und Geldverlusten.

Vorbemerkung:

Ausarbeitung mit Einvernahme persönlicher Erfahrungen[6]

Die Begrenztheit des einzelnen Individuums[7]

Stichworte vgl. auch Inhaltsverzeichnis

Auswahl, Hinweise auf Erwähnungen, ohne die

Bedeutung damit zu unterstreichen.

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Eingabe von entsprechenden Suchworten weitere Stellen auffindbar.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Vorwort

Arbeit wird einer Tätigkeit zugeordnet, z.B. der eines Menschen, um seine Lebensbedürfnisse befriedigen zu können oder zum Erzielen eines definierten Ergebnisses (Produktes). So waren der größte Teil der Menschen in Deutschland bis zum Beginn der Neuzeit als Bauern tätig und ihr Sinnen und Trachten galt der Verbesserung der Arbeits- und Erntebedingungen, ihre Gei-steshaltung war bei der Wertebetrachtung weitgehend anders geprägt als in den gehobenen Schichten, denn dort spielten die ethischen und kulturellen Verhältnisse eine größere Rolle und damit auch der anzustrebenden „ Werte “. Ethische und moralische Werte haben also eine jeweils auf die soziale Schicht bezogene Bedeutung, das gilt beispielsweise auch für das, was unter „Gesundheit“ verstanden wird; für den Bauern war Krankheit zugleich eine Einschrän-kung der Arbeitsfähigkeit und hatte damit einen anderen ökonomischen Wert.[8]

Allgemein kann man sagen, dass Werte ein zentraler motivierender Bestandteil vieler Ver-haltensvorschriften, von sozialen Normen sind, nach denen sich (eigentlich) jedermann zu richten habe. Einst entsprang der Antrieb zu einer bestimmten Einstellung zu seinen Mitmen-schen auf der einen Seite der herrschenden religiösen Auffassung, z.B. im Fall eines Krank-seins oder einer Armut, und auf der anderen Seite dem kulturellen Niveau der Gesellschaft, insbesondere zu der eines „Arbeiters“ und dessen Arbeitsfähigkeit. Im Wirtschaftsleben und dem ökonomischen Denken der Industrialisierung war Arbeit der Vater und das aktive Prin-zip des Wohlstandes, so wie der Boden seine Mutter ist.[9] Man verband in der unteren Schicht den Rückstand der Bildung gegenüber der adligen und studierten Schicht als einen Mangel, dem sie die Unterwertigkeit ihrer Arbeit und damit ihrer Stellung in der Produktwirtschaft zu verdanken hatte und der deshalb auszugleichen war.[10] Aber darin drückte sich letzthin die Leh-re von den Produktenwerten, die durch den Handel, also im Markt durch einen Geldwert ihre Realität erhielten, aus.[11] Wenn man eine Dienstleistung als Produkt und damit als durch die Gesellschaft bestimmten Wert ansieht, was insbesondere für Werte in der staatliche beitragsfi-nanzierten Sozialversicherung gilt, dann besteht eine durchgreifende Wirkung des Wertes, den die Dienstleistung als Verhältnis wirtschaftlicher Vertretbarkeit oder Belastbarkeit der hier für Geld leistenden Menschen annehmen darf. Dem folgt auch die Sozialpolitik, die eine Ausuferung der Kosten zu bremsen versucht.[12]

Dabei wird aus dem Auge verloren, dass die Behebung einer Krankheit oder Gesundheitsstö-rung einen Arbeitsaufwand – z.B. in der Physiotherapie – notwendig macht, im anderen Fall wäre sie ohne einen entsprechenden Nutzungs-Wert! Die Verantwortung dafür obliegt dem Arzt, denn mit der Ausstellung einer ärztlichen Verantwortung stellt er auch die Notwendig-keit in Art und Dauer der Behandlung fest. Aus dieser Sicht hätte die Ergebnisfesttellung der ausgeführten Arbeit einen doppelten Aspekt: sie stellt ein Urteil über die Arbeit des Phy-siotherapeuten dar und eines über die Richtigkeit der ärztlichen Verordnung. Bislang besteht allerdings über die objektive Quantifizierung oder Messung der therapeutischen Wirkung, also auch der „Produktivität“ des einzelnen Therapeuten keine Klarheit[13], man begnügt sich mit einer qualitativen Aussage. Manches ist für den Kassenpatienten aus der allgemeinen Be-schreibung nicht eresichtlich z.B. wie die Kontrollen durchgeführt werden, da manches vor-weg zwischen Kasse und Arzt vereinbart ist.[14]

Für den Physiotherapeuten ist Arbeit als Gelderwerbsquelle lebensnotwendig, historisch im Sinne der Aufklärung gehört er zu denen, die zu den geistig höherwertig arbeitenden Menschen zu zählen sind.[15] Aus der Sicht des approbierten Arztes hat er jedoch im Gesund-heitswesen lediglich eine funktionell ausführende Hilfstätigkeit, die ärztliche Verordnung ist weisungsübergeordnet[16], seine Arbeit ist gesetzlich in Deutschland der ärztlichen Beurtei-lungs- und Entscheidungsfähigkeit untergeordnet, was der Arbeitsmoral des Aufklärungs-zeitalters entspricht, weil der Beruf Physiotherapeut erst noch mit seiner Wertigkeit im Gesundheitswesen eingeordnet und in der Anwendung mit wissenschaftlichen Grundlagen, einer systemrelevanten Behandlungsmethodik etc. geschaffen werden musste; ein Vorgang, der auch heute nicht abgeschlossen ist. Dabei ist der Begriff „Wert“ ambivalent: einmal als Glied und Element und in seiner Bedeutung innerhalb der therapeutischen Kette und weiter als Bemessungsgrundlage des Arbeitswertes und der Funktion eines Therapeuten.

Zunächst etablierten sich im (medizinischen) Heilungsfeld Krankengymnasten und Mas-seure. Dabei entwickelte sich der Beruf unterschiedlich in der DDR[17] und BRD[18]. In den Polikliniken und Versorgungszentren (der DDR) gab es Fachärzte für Physiotherapie als Vermittler von adäquaten Physiotherapiemaßnahmen zu den verordnenden Ärzten. Diese Ärzte fanden 1957 in der entsprechenden Gesellschaft für Physiotherapie der DDR ihr Organ. In den 70iger Jahren wurde die Physiotherapie Bestandteil der medizinischen Grundbetreu-ung. Neue Behandlungsverfahren wurden nur eingesetzt, wenn ihre wirkungsphysiologische Bezüge bekannt waren. Durch diesen Tatbestand ergab sich nach der Wiedervereinigung sich die Notwendigkeit, die Ausbildung zum Physiotherapeuten in Ost und West anzugleichen, was durch ein Berufsgesetz 1994 geschah[19], wodurch allerdings die Ärzteschaft das Risiko eines Qualitätsabfalles sah, weil im Anpassungsprozess Erleichterungen zur Nachqualifi-zierung vorgesehen waren.[20] Eine kontrollierte Analyse des derzeitigen Qualifikationsniveaus der unterschiedlichen Ausbildungswege und Behandlungserfahrungen der einzelnen Physio-therapeuten gibt es (noch) nicht, was auch die Beurteilung der Berechtigung einer Forde-rung nach höherem Einkommen erschwert. Nicht zu leugnen ist, dass es sowohl national wie auch international Unterschiede im Qualifikationsgrad, im Grad der Eigenständigkeit und in den Einsatzerfahrungen gibt.[21]

Aus dem Management für die Nutzung eines Physiotherapeuten folgt, dass die Stellung des Physiotherapeuten ins Blickfeld der Ökonomen hinsichtlich der Unternehmensziele wie Rentabilität und Gewinn gerät, insbesondere bei vielen neueren privaten Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen mit ihrem ökonomischen Nützlichkeitsdenken; hier wird zwar eine Philo-sophie hohen moralischen Anspruchs verkündet, ist aber zugleich mit einem Management der Rationalisierung verknüpft, was wiederum die Ursache in der politisch-sozialem Politik hat, zumal erkannt wird, dass das soziale Bedürfnis immer größer wird. Und in dieser Welt soll der Physiotherapeut seinen (gerechten) beruflichen Platz in betrieblicher und gesell-schaftlicher Hierarchie mit einem befriedigenden Einkommen (in Geld) finden. Die Erwei-terung mit Zusatzausbildungen oder die Akademisierung des Berufs durch eine adäquate Ausbildung scheint ein Ausweg zu sein, besagt aber nichts über die Steigerung der Effizienz physiotherapeutischer Arbeit und der Notwendigkeit einer solchen.[22]

Die Bewertung der Arbeit eines Menschen ist Teil der Soziologie[23] und damit eine Funk-tion einer Schätzung und diese ist wiederum abhängig von verschiedenen Faktoren wie einem herrschenden Meinungs- und Werte-Bild; so kann die gleiche Arbeit in unterschiedlichen Staats- und Gesundheitssystemen in ihrer Geldrang-Wertigkeit.auch unterschiedlich sein. Insbesondere können die Verfügbarkeit von qualifizierten Kräften im Gesundheitsmarkt [24] auch einen Einfluss auf die Einkommensentwicklung haben. Die Wertigkeit von Geld an sich ist nicht stabil, weil Geld z.B. in der Bankwirtschaft als Größe der Umlaufmenge von Geld und Zins bewertet wird oder bewertet werden kann.[25] Damit zeigt sich, dass die Arbeit eines Physiotherapeuten an sich zwar einen (wahren) Wert im Heilungsprozess hat, der aber nicht dem Geld-Einkommen eines Therapeuten überall in gleicher Höhe bewertet werden muss, was schon im Erwerbssystem sich festmachen lässt; der abhängig Beschäftigte kann nach einem vereinbarten Tarif „bezahlt“ werden[26], der selbständige hat eine Gestaltungsmöglich-keit seines Einkommens. Der als Physiotherapeut ausgebildete hat Möglichkeiten, in den ver-schiedenen Branchen der Gesundheitswirtschaft sich zu verdingen[27], aber oft scheitert die optimale und dauerhafte Anstellungswahl im Beruf schon in der Undurchsichtigkeit der Ver-gleichsmöglichkeiten; gehört der Fitnessmarkt als Wachstumsmarkt nun dazu oder nicht?[28]

Ein Studium in einem Wachstumsmarkt eröffnet eine Zukunft mit Erhöhung der Verantwor-tung und vom sinnstiftenden Selbstbewusstsein und auch zu einer Motivation weiterer For-schung[29] und Suche nach dem letzten Stand der Physiotherapie in Methodik und Technik, weit über das hinaus, was unter dem Spruch steht: höhere berufliche Qualifikation = höheres Einkommen. Alle an der ambulanten Heilmittelversorgung beteiligten Therapeuten haben sich nach § 124 Abs.3 SGTB V zielgerichtet fortzubilden, wofür der fachliche Leiter zu sorgen hat. Der zugelassene hat das nachzuweisen.[30]. Tut er das nicht, ist er dann sein Geld nicht wert? Diese Bestimmung soll für eine Angleichung an den Stand der Wissenschaft sorgen.

Wahrscheinlich wird auch das Gefühl einer erhöhten Sicherheit für einen Arbeitsplatz ver-stärkt, denn die Verfügbarkeit an hochwertigen Physiotherapeuten ist gegenwärtig gering, wodurch im gewöhnlichen Arbeitsmarkt über die Knappheit der Arbeitswert zunimmt. Umge-kehrt ist die Regel: erwirbt man nur ein geringes Einkommen, so schwindet die Zahl der in dieser Berufsrichtung Auszubildenden, denn ihre Perspektive ist nicht vielversprechend.

Um als Physiotherapeut arbeiten zu können, muss er die hierzu erforderliche Fachkompe-tenz en haben, also ein fachliches Wissen und Können, um die Aufgaben und Probleme ziel-orientiert, sachgerecht, methodengeleitet und selbständig zu lösen sowie das Ergebnis zu beurteilen.[31] Im Einzelnen heißt das z.B. Methoden- und Lernkompetenz, da sich ständig neue Situationen ergeben und er evidenzbasiert zu arbeiten hat. Darüber hinaus ist Kontakt- und Kommunikationsfähigkeit gefragt, die jedoch stark von individueller Anlage abhängt.

Nun besteht die Bedeutung der Arbeit auch in der einer persönlichen Ausschöpfung seiner Kompetenzen und in Anerkennung seiner (individuellen) Leistungen sowie Einordnung in das Team und seiner Befriedigung in stetig wechselnder Aufgaben- und Patientenstellung, mit seiner beruflichen Identifizierung. Gerecht ist, wenn der Arbeitende das bekommt, was seine Arbeit wert ist. Unabhängig davon beachtet er die Sicherheit des Arbeitsplatzes als etwas von grundlegender Bedeutung, zumal eine Eingruppierung in eine Tarifgruppe wie in Kran-kenhäusern schon gegenüber einer kleiner Praxis von Wert ist, wo allerdings der Vorteil eines größeren Handlungsspielraumes bestehen kann, wo die Kommunikation des Physiotherapeu-ten mit seinem Patienten einen nicht hoch genug zu bewertenden psychischen Effekt auf den Heilverlauf des Patienten haben kann und hat. Eine kommunikative Bewegungstherapie (in Gruppen) hat sogar Wirkung bei psychischen Erkrankungen.[32]

2. Die Heilberufe.

Schon in den Frühzeiten der Menschheit bedurfte der Mensch bei Verletzungen und bei Er-scheinungen am Körper, die durch Abweichungen von einem gesunden erkennbar wurden, des Beistandes durch andere und womöglich zur Heilung besser befähigte Zeitgenossen, wo-durch im Laufe der Geschichte eine differenzierte Welt an Heilkundigen entstand. Im frühen Mittelalter lag diese Aufgabe weitgehend in den Händen der Kirche bzw. von Klöstern, gegen Ende des 14. Jahrhunderts begann im Zusammenwirken von Zunft und Universität der Fa-kultätsstatus eines Mediziners. Man kann sagen, dass sich zunächst so etwas wie eine anwen-dungserprobte Kunst entwickelte, deren Wissen und Können auch weitergegeben wurde und aus der ein Berufsstand hervorging, der die unterschiedlichsten Bezeichnungen erhielt, wie sie aus den späteren Gewerbeordnungen zu ersehen sind. So werden Hebammen und Bader ge-nannt, die später der Arztaufsicht unterstanden, und 1685 wurde in Preußen eine Ausbildungs- und Prüfungsordnung für Heilberufe erlassen, 1725 mussten die Ärzte eine staatliche Zulas-sung erwerben. Schritt für Schritt wurde eine Reihe von Heilkundigen ausgegrenzt, illegale Heiler verfolgt usw. bis 1825 praktisch nur die Ärzte das Gewerbe ausüben durften. Die Wundärzte 2. Klasse galten als ärztliches Hilfspersonal und wurden dann in der Medizinal-ordnung 1852 offiziell endgültig zu Heildienern degradiert, sie gehörten nicht zum Einheits-stand „ Ärzte “. Von daher stammt das noch heute existierende Behandlungsmonopol. Da von den Ärzten jedoch nicht alle Arbeiten selbst ausführbar waren, blieb es bei der Beschäftigung von Gehilfen. 1869 wurde in der Gewerbeordnung des Norddeutschen Bundes die Heiltätig-keit wieder freigestellt[33], allerdings blieb für Titel und Zulassung das Approbationserforder-nis. 1887 wurde die Ärztekammer geschaffen, die auch für eine Verwirklichung von Ord-nungsrecht erhielt. Das Berufsgericht für Heilberufe enthält Physiotherapeuten nicht.[34] Am 17.02.1939 wurde durch das Heilpraktikergesetz der nichtärztliche[35] Heilpraktiker „gere-gelt“, es wurde die Kurierfreiheit abgeschafft und, weil der Heilpraktiker kein Ausbildungsbe-ruf ist, bedurfte er zur Berufsausübung der staatlichen Prüfung/Erlaubnis und er musste sich eine Aufsicht gefallen lassen.[36] Physiotherapeuten gehören – gewissermaßen nach wie vor - zu den nichtärztlichen Heilberufen.[37] Der Bundesrat meint 2009 jedoch, es sei Zeit, ein höheres Qualifikationsniveau zu schaffen.[38]

Die wechselvolle Geschichte des Berufsfeldes Medizin weist folgende Tendenzen auf:

- Es blieb bei einer Einteilung nach Qualifikationen und damit für eine bestimmte Zahl von Heilberufen die berufliche Stellung als „ Gehilfen “, für Physiotherapeuten gab es lange Zeit keine geregelte Ausbildung, es war kein ordentliches Lehrfach.
- Die nichtärztlichen Medizinalberufe stellen ein Arsenal hoher Komplexität an ge-lernten und geprüften Ausbildungsniveaus dar, erst im Zuge der Wiedervereinigung sah man sich gezwungen, hier eine Ordnung zu schaffen, z.B. für Ergo-, Physiothera-peuten und Logopäden und auch Pflegeberufe.

- Ärzte , die nunmehr[39] eine wissenschaftliche Spezialisierung aufzuweisen hatten, sicherten sich durch ihre Expertenstellung im zunehmenden Maße ein Monopol auf dem Markt für medizinische Dienstleistungen und erlangten einen hohen Sozialstatus – es erfolgte gewissermaßen die Professionalisierung des Arztberufes.[40]

Für einige nichtärztliche Medizinal- bzw. Gesundheitsfachberufe bot sich nach 1990 im Aus-bildungsmarkt die Gelegenheit, in die Studiengänge neue mit einem höheren Grad an Quali-fizierung aufzunehmen wie z.B. für nicht-ärztliche Gesundheitsberufe an der Fachhochschule Fulda in Verbindung mit der Universität Marburg. Dabei stellte man zu nächst fest, dass die neu entwickelten Studiengangskonzepte sich durch mehr oder weniger höchst unterschied-liche Zulassungsvoraussetzungen, Studiencurricula, Qualifikationsziele sowie Abschluss-bezeichnungen auszeichnen.[41] Die am Fachbereich Pflege & Gesundheit der Fachhochschu-le Fulda angebotenen Studiengänge können im Kontext der vor reichlich zehn Jahren deutschlandweit begonnenen Akademisierung nicht-ärztlicher Gesundheitsberufe angesehen werden. Sie sind ein Abbild der bundesdeutschen Hochschulentwicklung im nicht-ärztlichen Gesundheitsbereich. Dabei ist die Akademisierung hier mit berufspoltischen Interessen ver-flochten. So birgt der Umbau der Aus- und Weiterbildungswege eine Neuordnung von Zu-ständigkeiten und Verteilung von Ressourcen in sich. Ebenfalls bedeutsam ist die potentielle Einnahme der jeweils als zukunftsträchtig bewerteten Handlungsfelder und nicht zuletzt auch die Formel, dass einer Akademisierung sogleich die berufliche Statusaufwertung folgen würde. Einerseits sind jetzt Fachdisziplinen vorhanden, die kaum auf etablierte Tätigkeits-bereiche innerhalb der gesundheitlichen Versorgung zurückschauen können. Die größere Gruppe von Studiengängen orientiert sich jedoch an bereits erschlossenen Handlungsfeldern, allen voran in der Pflege sowie zunehmend auch in der Physio-, Ergotherapie, Logopädie und Optometrie.

Hochschulzugangsberechtigten Schulabgängern bleibt der Zugang zu einer Vielzahl von grundständiger Studiengänge im nicht-ärztlichen Sektor verwehrt, was z.B. beim Studiengang in Physiotherapie gilt. Hier können sich klassisch ausgebildete Berufstätige für Lehr- und Leitungspositionen weiterqualifizieren. Wer über einen erfolgreichen Bachelor-Abschluss in Physiotherapie verfügt, kann ein dreisemestriges Studium, das in Kooperation mit der Uni-versität Marburg organisiert wird, für einen Master-Studiengang Physiotherapie bewerben. Ausgebildete Physiotherapeutinnen sowie Krankengymnastinnen mit Hochschulzugangsbe-rechtigung und einer berufspraktischen Tätigkeit von mindestens zwei Jahren können sich in Fulda für Leitungs- und auch Lehrtätigkeiten im Berufsfeld Physiotherapie qualifizieren. In dem dreijährigen Studium werden darüber hinaus auch biomedizinische sowie gesundheits- und sozialwissenschaftliche Kenntnisse vermittelt.

Das grundständige Studium Physiotherapie kann in einer Regelstudienzeit von 3 bis 4 Jah-ren mit einem Abschluss Bachelor of Science (B.Sc.) mit Hochschulreife, an der Fachhoch-schule im dualen Studiengang mit einer Fachhochschulreife durchgeführt werden. Die Inhalte umfassen neben einer Reihe von Grundlagenwissen insbesondere die Kenkompetenzen der Physiotherapie und in diesem Rahmen interdisziplinäre Assessments und multimodale Thera-pie. Mit dem Bachelor kann man ins Berufsleben einsteigen. Für Führungspositionen wird ein Master-Abschluss erwartet.[42] Wer den Weg über eine Physiotherapie-Schule mit anschlie-ßenden Zusatz-Ausbildungen Lymphdrainage und Manueller Therapie aufsteigen will, muss schon dafür einige Tsd. € an Geldern aufbringen[43] und dann ist er doch nur Anfänger. Da er-hebt sich die Frage:

In welchem Verhältnis steht der Aufwand zum später erreichbaren Lebenseinkommen?[44]

3. Der Physiotherapeut als Heilberuf in Deutschland.

3.1 Die Entwicklung der ärztlichen Hilfskraft zum Therapeuten

Das Heilen als aktive menschliche Tätigkeit ist sicher schon in der Frühzeit der Mensch-heitsgeschichte üblich, denn es entspricht dem ethischen Grundgefühl einer menschlichen Gemeinschaft. Als Tätigkeitsbegriff wird es im Mittelhochdeutschen als Rückführen eines Verletzungs- oder Krankheitszustandes in einen gesundheitlich möglichen Zustand verstan-den. Anders ist es mit dem Heilberuf als solchem, im einstigen Ägypten konnte sich der Herrscher einen solchen „leisten“, im gewöhnlichen Volk half man sich gegenseitig. Man kann annehmen, dass schon in vorgeschichtlicher Zeit geistige „Heiler“ auftraten, deren berufliche Anerkennung nur intern gilt[45], sie heben sich deutlich vom Heilpraktiker ab, dessen Berufsursprung auf die Mitte des 16. Jahrhunderts zurückgeführt wird[46].und das heute seit 1939 gesetzlich geschützt wird; es ist ein Beruf, dessen volksgesundheitliches Wirken vom staatlichen Gesundheitsamt überprüft wird und anderen das Kurieren ohne entsprechende Ausbildung verbietet. 1869 wurde für Ärzte die Approbation eingeführt, er dürfte dem Titel „Doktor“ führen, aber anderen war infolge der Kurierfreiheit noch gestattet, zu behandeln. Mit der Einführung der (gesetzlichen) Krankenversicherung für Arbeiter 1883 entstand auch das Vertragsmonopol der (approbierten) Ärzte[47], was bei privaten Krankenversicherungen tariflich flexibler gestaltet ist. Die durch den Staat hervorgehobene Stellung des Arztes ist bis heute im Gesundheitswesen erhalten geblieben[48] und charakterisiert das Verhältnis zu den Heilhilfsberufen [49], zu denen geschichtlich bedingt die heute als Physiotherapeuten bezeich-neten[50] zählen[51], so schreibt das Sozialgesetzbuch V vor, dass die für die Behandlung erfor-derlichen Leistungen (ausschließlich) durch eine ärztliche Verordnung gedeckt sein müssen, um von der GKV vergütet zu werden.[52]

Die geschichtlich begründete berufliche und gesellschaftliche Stellung des Physiotherapeu-ten [53] in der Art einer ärztlichen Hilfskraft, die nur das ausführt, was zur deklarierten Behand-lung gehört, hat ihre Wurzeln in den Vorläufern therapeutischer Gymnastik aus dem 19. Jahr-hundert: alle relevanten an den politischen Entscheidungen beteiligten Akteure, insbesondere Ärzte sowie staatliche und kirchliche Gremien, wirkten zu Ungunsten des Krankenpflegebe-rufs und sinngemäß auch des Krankengymnasten zusammen.[54] Die deutsche Ärztegemein-schaft hielt sich für etwas besonderes, sie war gegen jede „Kurpfuscherei“, gegen jede Auf-wertung von Hilfskräften, die ja keine ordentliche qualifizierte Ausbildung hatten, sie hatten also den Status von Angelernten. Die geforderte „kleine Approbation“ (22) sollte die Ge-währ dafür bieten, dass jeder Heilkundige „eine moralisch einwandfreie Persönlichkeit“ und „kein Pfuscher“ sei. Hier deutet sich bereits die Lösungsmöglichkeit an, die schließlich unter geänderten politischen Bedingungen 1939 Eingang in das „Gesetz über die berufsmäßige Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung (Heilpraktikergesetz)“ fand.[55]

Es ist naheliegend, dass die Abwertung eines Berufszweiges im Gesundheitswesen schädlich ist und sie eine Neugestaltung und Optimierung hemmt, was ihren Ausdruck nicht nur in der gehobenen Ausbildung, sondern auch in Aufgabenverteilung und Durchführung finden sollte.

Viele Physiotherapeuten wollen aus dem jetzigen bloßen Delegationsverhältnis heraus[56], weil dies einer Abwertung gleichkomme und zu einem vergleichbaren Einkommensverlust führt, weil die Leistungen zum großen Teil durch die Abrechnung mit der gesetzlichen Kran-kenkasse „bezahlt“ werden und die Krankenkasse als Element im Sozialversicherungssystem „wirtschaftlich arbeiten“ soll, was nach SGB V § 12 bedeutet, dass die Leistungen ausrei-chend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein, das Maß des Notwendigen nicht überschrit-ten werden soll. Eine diesbezügliche Prüfung der Krankenkasse hält sich an die Arbeit des Arztes und nicht an die des die Therapie unmittelbar Heilmittelerbringers. Indirekt kann da-raus abgeleitet werden, dass der Arzt die spezifische Verordnung nach dem Stand der medi-zinischen Wissenschaft und der physiotherapeutischen Methodiken erstellt und das Können des ausübenden Therapeuten beurteilen kann und beurteilt. In einem Urteil des Bundessozial-gerichts[57] wird zur Rechtslage ausgeführt: Nach § 2 Abs.4 SGB V haben Leistungserbringer darauf zu achten, dass die Leistungen wirk-sam und wirtschaftlich erbracht und nur im not-wendigen Umfang in Anspruch genommen werden. Die Bestimmungen begründen eine eigen-ständige Verantwortung des Heilmittelerbringers, für die Wirksamkeit und Wirtschaftlichkeit der Heilmittelerbringung zu sorgen. Da seine Leistung durch die ärztliche Verordnung veran-lasst wird, hat er diese Verordnung auf aus seiner professionellen Sicht erkennbare Fehler und Vollständigkeit zu überprüfen. Ge-gebenenfalls hat der Heilmittelerbringer Rücksprache mit dem behandelnden Arzt zu nehmen. So sind in den Richtlinien und in den Rahmenempfeh-lungen insbesondere Inhalt und Umfang der Zusammenarbeit des verordnenden Vertragsarz-tes mit dem jeweiligen Heilmittelerbrin-ger zu regeln und geregelt. Logischerweise bedeutet aber diese Überprüfung zugleich ein Mehr an Wissen in diesem Berufsfeld.

Wenn man dem SGB V in seinen Forderungen nach Zweckmäßigkeit und Notwendigkeit folgt, dann muss der Heilmittelerbringer (Physiotherapeut) ausreichende Kenntnisse über die Wirkung seines Behandelns haben, also auf das systemrelevante Geschehen in Bewegung, Haltung und Kontrolle, insbesondere über die muskuloskelettalen und neuronalen Mechanis-men anhand von Beobachtungen und sensorischen Wahrnehmungen, also die Wirkungen auch real verfolgen können, wobei der Stand der empirisch gewonnenen Erkenntnisse noch nicht den Grad einer geschlossenen Wissenschaft erreicht hat.[58] In der DDR wurde die Physiothera-pie bereits 1985 als notwendiger Bestandteil ganzheitlicher Therapie verstanden und somit das Blickfeld über das engere Fachgebiet hinaus aufgeweitet, etwas, was überhaupt erst eine Optimierung und spezielle Relativierung erlauben konnte. Dabei muss jedoch angemerkt wer-den, dass der Stand von Wissenschaft und Therapie nicht allein aus Veröffentlichungen zu er-mitteln ist, sondern am tatsächlichen Stand in der Praxis, was notwendigerweise jeden Thera-peuten zwingt, sich über seinen eigenen Standort fortlaufend zu informieren und auch konkret weiter zu bilden. Man kann es auch so formulieren:

Die Physiotherapie ist aus den Anfängen der Behebung von gesundheitlichen Störungen durch Handeln mit Bewegungen, Haltungsübungen und Massagen heraus in die Phase wissenschaft-licher Analyse und von Feinarbeit geraten, es genügt nicht mehr die grobe Richtigkeit von anwendungsbezogener Wirkung festzustellen, sondern sie muss detailliert sich auch den Ein-zelphänomen wie angemessener Belastung, einer Risikobelastung und neuronaler Adäquatheit usw. widmen, woraus sich eine Vergleichbarkeit mit einem ärztlichen Niveau ergibt.

3.2 Das höhere Entscheidungsniveau eines (akademischen) Physiotherapeuten.

Das Sozialversicherungssystem (SGB V) verlangt, dass die Behandlung und damit die Ver-ordnung für ein Heilmittel[59] nach Kriterien der Effektivität und Wirtschaftlichkeit [60] ge-steuert wird. Es bleibt dabei aber unklar, was unter Wirksamkeit einer verordneten Leistung zu verstehen ist und in wieweit durch den Physiotherapeuten eine Wirtschaftlichkeit beein-flusst oder überhaupt hergestellt werden kann. Das aber kann eigentlich nicht der Fall sein, weil dieser Bereich weder zu seinen Aufgaben noch dem Können von seiner Ausbildung her gehört. Nach der Rechtslage soll der Therapeut die Verordnung nicht nur auf formale, son-dern auf therapeutische Richtigkeit und offensichtlich auch auf Anwendungsgemäßheit prü-fen.[61] Zweifellos geht das jedoch über die in einem Gesundheitsfachberuf durch die Aus-bildung vermittelten Fähigkeiten hinaus. Andererseits leuchtet ein, dass in diese Lücke durchaus hinreichend gebildete und fähige Physiotherapeuten springen könnten, wozu sich eine akademische[62] 8 bis 10semestrige aufgestockte Ausbildung anbieten würde, wodurch sich auch die Möglichkeit einer direkten Abrechnung mit der Krankenkasse eröffnen würde[63], was aber nicht ohne weiteres bedeutet, dass das auf höherem Niveau etwa in Richtung auf ein ärztliches Examen zu geschehen habe. Das System der Sozialversicherung baut auf dem Prin-zip einer Beitragsstabilität auf, mit einer höheren Vergütung würde das durchbrochen. Daher erscheint bislang in der Behandlungsbranche auch kein eindeutiger Einkommens und Einsatz-Vorteil eines Bachelor-Abschlusses (Physiotherapie), ein Absolvent müsste dafür schon eher eine andere Karriere in der Forschung etc. einschlagen, wo sein höheres Können auch honoriert wird.

Wenn man analog zum approbierten Mediziner zu einer selbständigen Entscheidung über die zweckmäßige Behandlung kommen möchte, wozu sich die 1999 in Bologna[64] beschlossene Aufwertung auf international verwirklichtes Ärzte-Niveau anbietet, dann müsste sich in Deutschland in der Struktur des gesetzlich geregelten Gesundheitswesens etwas grundsätzlich ändern. Allerdings schuf die Einführung einer Modellklausel durch den Gesetzgeber[65] 2009 die Möglichkeit für Hochschulen, die Studiengänge so zu konzipieren und zu sichern[66], dass mit dem erfolgreichen Studienabschluss eine Erlaubnis zur Führung des B.A.-Titels mit der Erlaubnis zur Führung einer akademischen Berufsbezeichnung Physiotherapeut verbunden war, gleichbedeutend für eine höhere Qualifikation als die eines nichtärztlichen Heilberufes (Leistungserbringer) schlechthin und damit eine neue gesonderte Stellung im Gesundheits-wesen. Die gegenwärtige Praxis versetzt die physiotherapeutischen Kräfte in weiten Teilen ihres beruflichen Einsatzes jedoch oft nicht in die Lage, ihr Experten-Wissen auf dem Lau-fenden zu halten, sich weiter zu professionalisieren und z.B. Literatur-Recherchen auf der Basis evidenzbasierter Medizin durchzuführen, weil das einerseits erheblich Zeit kostet und andererseits ökonomisch nicht vertretbar zu sein scheint; dafür ist kein Geld da...

Wenn man von einem Physiotherapeuten spricht, so meint man eine Person, die eine ent-sprechende Fach-Ausbildung absolviert hat und zur Ausübung bestimmter Tätigkeit eine behördliche Erlaubnis/Zulassung hat. Er gehört zu den Gesundheitsfachberufen, die ver-fahrensmäßig erst nach Feststellung der Beschwerden durch einen Arzt und dessen Verord-nung tätig werden dürfen[67], als Abweichung von dieser gesetzlichen Vorgabe gilt der (auf Physiotherapie beschränkte) Heilpraktiker [68], über eine Erlaubnis[69] (z.B. in NRW des Ge-sundheitsamtes, wenn er einen 60stündigen Kurs und eine Prüfung danach absolviert hat[70] ) als Physiotherapeut tätig werden, wobei die Überprüfung von Seiten des Amtes keine Prüfung im Sinne einer Leistungskontrolle zur Feststellung einer bestimmten Qualifikation ist.[71] Er darf die Indikation für die Durchführung jener Behandlungsmethoden stellen die nach MPhG nach ärztlicher Verordnung erbringen darf.[72] Allerdings steht er jedoch allgemein nicht mit einer Ersatzkasse der Sozialversicherung im Vertrag, um patientenbezogene entsprechende Ausga-ben erstattet zu bekommen.[73] Private Krankenkassen erstatten die Kosten einer Heilpraktiker-behandlung.[74] Als Leistungserbringer der (gesetzlichen) Krankenkassen unterliegen sie über den Vertrag den Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen der Krankenkassen[75]. Über die Meldung einer Selbständigkeit als Physiotherapeut an die Gesundheitsbehörde kann diese eine ihr adäquate Aufsicht wahrnehmen. Die Berufsaufsicht selbst ist nach Artikel 12 des GDVG vom 24.07. 2003 geregelt.[76] Über die genaue Abgrenzung gegenüber Chirothera-peuten, manuellen Therapeuten u.a. ist sich mancher in der Öffentlichkeit nicht klar.[77]

Die Charakterisierung der Leistungsfähigkeit eines Physio-Therapeuten ist über die Be-rufskennzeichnung unzureichend, denn sie stellt nur eine Minimalforderung der Vorausset-zungen für die Ausübung des Berufes dar. Das Können aus der tatsächlichen Tätigkeit ist abhängig von den Bedingungen, denen der einzelne Physiotherapeut unterliegt, und ist wegen der Vielfältigkeit des Einsatzes und der jeweiligen Tätigkeitszwecke sehr verschieden, abge-sehen von der Spannweite der jeweiligen persönlichen Leistungs- und Qualitätsmerkmale. Ein kritischer Kernpunkt ist hier das Vermögen des Physiotherapeuten, die erlernten Behand-lungsarten individuell und dies innerhalb durch den Arzt vorgeschriebenen Behandlungszeit (in Anzahl der Einheiten) wirksam anzuwenden, denn sie sind Maßstab für die von der GKV vereinbarten Vergütungssätze[78] bzw. Kostensätze der Praxis. Da die eigentliche vergütete

Behandlungszeit z.B. eines Physiotherapeuten für einen Patienten aus dem Bereich der Or-thopädie auch für ein ordnungsgemäßes Qualitätsmanagement, eine Dokumentation usw. ge-nutzt werden muss, kann es sein, dass die Praxis allein wegen der Zeit für die Abrechnung die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens gefährdet ist, diese aber ermöglicht werden muss.

Die Standardverordnung der gesetzlichen Krankenkassen für die Physiotherapie geht meist von 6x20 min aus, wobei pro 10 min Behandlungszeit etwa 10 € vergütet werden. In solch engem Zeitfenstern kann keine hochwertige Therapie und Dokumentation stattfinden. Vor allem die Integration von Assessments, Tests, Leitlinien und einer Zielüberprüfung stellen nicht nur eine neue Dokumentationsgrundlage[79] dar, sondern sind im Rahmen der Akademi-sierung des Berufes eine weitere diesbezügliche Folge in der Art eines zusätzlichen Zeitauf-wandes. Da die Zielüberprüfung und das Ermitteln der Ergebnisqualität heute lediglich „ge-schätzt“ wird, ist hier eine neue Ordnung der Praxisverwaltung und eine Automatisierung notwendig, wobei schon die Infrastruktur für die Einführung einer Softwarelösung meist ungeeignet und diese selbst ein kostenintensives Unterfangen ist. Die Frage des positiven betriebswirtschaftlichen Ergebnisses einer Praxis ist vom Management zusätzliche zu berücksichtigen.[80] Eine Praxis führen, bedeutet also nicht allein, physiotherapeutische An-wendungen zu vollziehen und ggf. Anreize durch Prämien etc. einzusetzen, sondern verlangt wie in jedem Betrieb sorgfältiges Kosten-Management, andernfalls kann das Ursache eines schwachen Ergebnisses bzw. einer miesen Rendite sein:

- Die spezifischen Kosten je Patient sind zu hoch; insbesondere für das Personal, möglicherweise auch für die Räumlichkeiten. Der Anteil „nicht wertschöpfender“ Tätigkeiten ist unangemessen.
- Die Umsätze je Behandlung bzw. je Fall sind zu niedrig, „unzureichende Verordnun-gen“ und „sparsame Kassen“ dominieren, der Privatanteil und der Anteil besser bezahlter Leistungen (die unter Umständen jedoch weitere Zusatzqualifikationen und -investitionen voraussetzen) ist zu gering

Der Wert der Arbeit des Physiotherapeuten steigt aber nicht oder nicht allein mit Professio-nalität, z.B. einer Akademisierung[81], sondern mit der Erhöhung der Treffsicherheit der Be-wertung der erkannten Funktionsstörung, der Richtigkeit und Effizienz einer ihr adäquaten Behandlung und allseits befriedigenden Ergebnisqualität, in gewissen Sinne einer Steige-rung von Professionalität [82] in Richtung auf ein besseres Image, einer Werbung aus sich her

Die Praxen haben unterschiedliche Erträge und demgemäß unterschiedliche Spielräume im Personalmanagement, woraus das Einkommen der angestellten Physiotherapeuten resultiert. . Deshalb bestimmen die Vergütungssätze auch das personelle Einkommen; es nützt nichts, nach mehr Gehalt zu rufen, wenn die allgemeinen Voraussetzungen nicht stimmen.[83] Auf-grund der gesetzlichen Rahemenbedingungen kann unsere Forderung noch keinen direkten Einfluss in die aktuellen Gebührenverhandlungen mit den Krankenkasse nehmen.[84]

Die Realisierung der Akademisierung hat aber nicht nur positive Seiten besseren beruflichen Ansehens, sondern verlangt auch eine Systemumstellung der Ausbildung in Richtung auf eine qualitative ärztliche Äquivalenz[85] und eine Änderung des Praxis-Managements, unge-achtet der Änderung der fachlichen Arbeit muss der einfache Physiotherapeut ein größeres Spektrum an Leistungen als bislang – über das Maß zusätzlicher Qualifikationen hinaus - beherrschen, der akademische Physiotherapeut muss noch deutlich darüber qualifiziert sein, was an dem Inhalt der Ausbildungen abzulesen ist, wenn auch Teil nur Hintergrundwi-sen ist und nicht in die unmittelbare Arbeit einfließt.[86] Allerdings kann man Schwerpunkte und Bedeutung der einzelnen Lehranteile aus dem Ausbildungsplan nicht ableiten. Wenn er solide und fachkompetent geprüft ist, dann sollte er aber auch entsprechend in der Gesund-heits-Dienstleistung eingesetzt werden und sich entfalten können. Das Konkurrenzdenken des Arztes zum akademisierten Bachelor hindert da gegenwärtig noch, real an den erreich-baren Verbesserungen zu arbeiten.[87]

Die Arbeitsmöglichkeiten eines Physiotherapeuten sind derzeit sehr breit gestreut, denn dieser Beruf gilt in umfassenden Sinne als gesundheitsbezogen, weshalb nicht nur solche in Krankenhäusern, spezifischen Behandlungspraxen, sondern auch darüber hinaus solche in Frage kommen, die sich mit Gesundheit ganz allgemein, also auch der Gesundheitsförderung usw. befassen, z.B. in Wellness-Einrichtungen, auf Kreuzfahrtschiffen, in Fittness-Studios. Hier gelten dann auch u.U. andere Qualitätssicherungs-Maßstäbe und Bewerbungseignun-gen.[88] Durch gezielte Weiterbildung scheinen sich die Arbeitsmöglichkeiten und Karrieren noch weiter öffnen zu lassen.[89] Das gilt in weitem Sinne auch für die des akademisierten Physiotherapeuten, insbesondere dann, wenn beiderseits (Arbeitnehmer und –geber) der Nutzen im Vordergrund steht.[90]

Dass eine positive Wirkung durch manuelle Therapie erreichbar ist, kann sowohl wegen der durchlaufenen empirischen Geschichte und der Aufstufung in den ärztlichen Bereich in den Fachärztebereich 1966 in der DDR und durch die Fortbildung von Ärzten 1990 mit der Zu-satzbezeichnung „ Manuelle Therapie[91] grundsätzlich als gegeben betrachtet werden. Als Fachlehrerin für Manuelle Therapie in der Weiterbildung von Ärzten ist beispielsweise Mechthild Dölken bei der Deutschen Gesellschaft für Muskuloskeletale Medizin (DGMSM) eingesetzt, die 1986 als Physiotherapeutin begann und seit 2008 Diplom-Physiotherapeutin war und bekannt ist als Autorin des Buches „Physiotherapie in der Orthopädie“[92].

[...]


[2] http://www.mt-omt.de/geschichte-der-manuellen-therapie/

[3] http://tinyurl.com/nk3nh74

[4] http://tinyurl.com/np7j36e S.8 http://tinyurl.com/ofjfquw http://tinyurl.com/pwm83rc

[5] http://tinyurl.com/p9nxwgo https://de.wikipedia.org/wiki/Expos%C3%A9_%28Wissenschaft%29

[6] BK 1307 (http://tinyurl.com/pe2zc5l und http://link.springer.com/article/10.1007/BF02149308#page-1 ) OTKP-Toxische Nervenlähmungen der unteren Extremitäten mit komplexem Bild von Nervenausfällen, einzel-ner sekundär atrophierter Muskeln. Spezifische Diagnostik erfolgte. Physiotherapeutische Behandlungen u.a.: http://www.orthopaedie-haltern.de/index.php/impressum http://www.christophorus-kliniken.de/index.php?id=ansprechpartner40 http://www.kisssalis.de/de/wellnesspavillon.html http://www.krankengymnastik-adler-duelmen.eintragxl.de/

[7] http://tinyurl.com/pwky9qg

[8] https://de.wikipedia.org/wiki/Wertvorstellung

[9] Zitiert nach William Petty/Karl Marx. https://de.wikipedia.org/wiki/Arbeitswerttheorie

[10] http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/285675.html

[11] http://tinyurl.com/p9azqjj

[12] http://www.wiwo.de/archiv/versicherung-mehr-als-20-krankenkassen-haben-finanzprobleme/5294554.html

[13] https://www. gkv -spitzenverband.de/...1/.../125_Anlage_1a_208.pdf zur Rahmenempfehlung vom 01.06.2006 http://vitagate.ch/de/therapien_a-z/physiotherapie Behauptung, man könne die Wirkung messen.

[14] http://tinyurl.com/qx6l7lg

[15] http://www.grin.com/de/e-book/95923/die-bedeutung-der-arbeit-fuer-die-persoenlichkeit-des-menschen

[16] Siehe Abschnitt 2 und 3.1.

[17] http://www.grin.com/de/e-book/174718/die-ausbildung-von-physiotherapeuten-und-die-bedeutung-des-fachgebietes 1961 wurde in der DDR der Universalberuf „Physiotherapeut“ aus dem des Krankengymnasten und Hydrotherapeuten (hier waren die Masseure als Behandler zugeordnet) gebildet. Siehe auch: Hüter-Becker, Antje. Geschichte der Physiotherapie, in: Beruf, Recht, wissenschaftliches Arbeiten. Stuttgart: G. Thieme. 2004 Abschnitte 2.12.3/4, S. 28 ISBN 13-136851-9

[18] http://tinyurl.com/puzkfvm insbesondere S. 38ff. Gespiegelt an Berufsordnungen von Verbänden.

[19] http://www.gesetze-im-internet.de/mphg/BJNR108400994.html

[20] http://tinyurl.com/pbc3kh9

[21] http://tinyurl.com/no44kou Abschnitt 3.2

[22] http://www.hausarbeiten.de/faecher/vorschau/99591.html http://www.buchweb.de/9783656970712.html

[23] https://de.wikipedia.org/wiki/Bewertung

[24] https://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheitsmarkt

[25] http://tinyurl.com/pywpnpu

[26] http://tinyurl.com/nh44d7t http://www.oeffentlichen-dienst.de/entgeltgruppen.html

[27] http://www.esb-bildung.de/index.php/physiotest/136-berufsbild-physiotherapie

[28] http://www.dssv.de/home/ausbildung-jobboerse/studium/

[29] http://www.grin.com/de/e-book/266228/die-problematik-offener-probleme-ein-symptom-unserer-zeit

[30] http://www.physio.de/zulassung/vdak-rv-a3.htm Nachweis der gesammelten Fortbildungspunkte

[31] http://tinyurl.com/q2pxs6a S. 108/109 und 111

[32] http://tinyurl.com/q7mg85d

[33] Gewerbefreiheit Preußen Edikt vom 02.11.1890

[34] https://vg-giessen-justiz.hessen.de/irj/VG_Giessen_Internet?cid=0b4c714ba4088c67e66a35f9449faa14

[35] D.h. ohne Approbation bzw. Bestallung.

[36] http://grundrechteforum.de/226611 weitgehend übernommenes Gesetz aus dem 3. Reich. http://www.gesetze-im-internet.de/heilprg/BJNR002510939.html

[37] http://www.gesundheit.de/medizin/gesundheitssystem/gesundheitssystem-und-gesetze/heilberufe-gesundheitsfachberufe Physiotherapeuten der Gruppe „Rehabilitation“ zugeordnet.

[38] http://tinyurl.com/o2cdufy Gesetzentwurf mit Erprobung über eine Modellklausel

[39] Aus der Sicht um die Jahrhundertwende.

[40] http://tinyurl.com/plvxyrl zitiert Zimmer, René. Der Wandel des Arztberufs. 1997, S.1

[41] http://tinyurl.com/otrsbw7 Lukas Slotala, S. 17 bis 20.

[42] http://berufenet.arbeitsagentur.de/berufe/start?dest=profession&prof-id=93950

[43] In einer Beispielrechnung etwa: PT-Schule 13 Tsd., Zusatz 2 + 10, Bachelor 11 Tsd.

[44] Vgl. http://www.gehalt.de/statistik/Lebensgehalt-Vergleich-nach-Abschluss-nach-Alter-Firmen-100-1000MA Gesundheitswesen: keine Statistik. http://www.zeit.de/2002/18/Das_Gestern_als_Gesetz/seite-2

[45] http://www.dgh-ev.de/anerkennung-heiler.html

[46] http://www.gesundheit.de/medizin/gesundheitssystem/gesundheitssystem-und-gesetze/heilberufe-eine-kurze-geschichte-der-heilberufe

[47] http://de.wikipedia.org/wiki/Kassen%C3%A4rztliche_Vereinigung Geschichte

[48] BVerfG 2 BvF 1/01 vom 24.10.2002, Abs.Nr. 176, zitiert in Fn. 1: http://tinyurl.com/puklofn

[49] https://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheitsfachberuf

[50] Semiprofession, siehe: http://tinyurl.com/okkldtv Priska Wikus, 2012 Heilpädagogik Forschungsstand

[51] http://tinyurl.com/nv4cdb3

[52] http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__73.html

[53] Seit 1994 Berufsbezeichnung nach ordnungsgemäßem Fachschul-Abschluss. http://tinyurl.com/px8d9dq

[54] http://www-brs.ub.ruhr-uni-bochum.de/netahtml/HSS/Diss/SchweikardtChristoph/ http://msc-pt.blogspot.de/p/geschichte-der-pt.html http://www.physiotherapie-in-velbert.de/Der-Unterschied-zwischen-Krankengymnastik-und-Physiotherapie_1088.aspx Abgrenzung 1959

[55] http://tinyurl.com/ocxgjov

[56] https://www.physio-deutschland.de/fachkreise/beruf-und-bildung/berufsbild.html http://tinyurl.com/ntj3qdg http://www.physiotherapie-lacher.de/html/aktuelles.html

[57] http://www.iww.de/pp/quellenmaterial/id/44719 BSG Urteil 27.10.2009 B 1 KR 4/09R

[58] https://de.wikipedia.org/w3iki/Neues_Denkmodell_in_der_Physiotherapie.

[59] http://www.kbv.de/html/heilmittel.php hierzu gehören Physik. Therapie/Physiotherpeutische Maßnahmen als persönlich zu erbringende Dienstleistungen https://de.wikipedia.org/wiki/Heilmittel

[60] http://tinyurl.com/p5nmc37 § 4 Kriterien einer wirtschaftlichen Leistungserbringung

[61] http://www.iww.de/pp/archiv/sozialrecht-wirtschaftlichkeitsgebot-was-bedeutet-das-konkret-f27206

[62] Gegenmeinung: Akademisierungswahn: http://www.physiotherapie-lacher.de/html/aktuelles.html

[63] http://www.fh-mittelstand.de/physiotherapie_dual/ http://www.physiotherapie-ausbildung.net/studium/ http://www.aok-gesundheitspartner.de/bund/heilberufe/empfehlung/ http://www.aok-gesundheitspartner.de/bund/heilberufe/zulassung/index.html Zulassung Physiotherapeuten http://physio.carditis.de/bachelor-master-in-physiotherapie-in-deutschland/

[64] http://www.bmbf.de/de/3336.php Erklärung zur Studienreform

[65] http://tinyurl.com/p7a8fo5 Bachelor of Science

[66] http://tinyurl.com/oe2lkd3 Kriterien zur Qualitätssicherung

[67] Deutsches Ärzteblatt 105(2008)41 S. A 2173-2180

[68] http://tinyurl.com/p56lkxk Sektoraler Heilpraktiker http://tinyurl.com/nan2jnt

[69] http://tinyurl.com/qgeh3mv

[70] http://www.eps-institut.de/kurs_detail.php?kennung=10000010 http://tinyurl.com/nlertsj

[71] http://tinyurl.com/psuthxx

[72] http://tinyurl.com/nfnttgq Abschnitt 3.2 und 4.2.2 und 4.5 (60stündige Nachqualifikation)

[73] https://de.wikipedia.org/wiki/Physiotherapie https://de.wikipedia.org/wiki/Gesundheitsfachberuf

[74] http://tinyurl.com/prk6unu

[75] Nicht ärztliche, siehe SGB V, Kapitel 4. Abrechnung nach SGB V § 302.

[76] http://tinyurl.com/cgqhngh

[77] http://tinyurl.com/ponyaqk

[78] http://www.vdek.com/vertragspartner/heilmittel.html

[79] https://opus4.kobv.de/opus4-fau/files/3605/PeerMedauDissertation.pdf S. 199/200

[80] http://tinyurl.com/q4rv7gz

[81] http://tinyurl.com/q5lld56 http://www.medizin.uni-halle.de/index.php?id=677 GesinE-.Projekt

[82] https://de.wikipedia.org/wiki/Professionalisierung

[83] http://tinyurl.com/ojbkwxn Bewertungsmethode/Verfahren

[84] http://tinyurl.com/pjaakwd drittletzter Absatz, dagegen Ost/West http://tinyurl.com/qje9glo Absatz unten.

[85] http://tinyurl.com/o5lzwj7 Erwartungen im Wandel Abschnitt 2.8 Verweis auf Arztpraxen vom ZVK.

[86] http://tinyurl.com/o7lmysq Hier ein Übersichtsplan der Ausbildungs-Module Bachelor ECTS-Punkte

[87] http://www.zeit.de/studium/hochschule/2014-12/gesundheitswesen-studium-hebamme http://www.augsburger-allgemeine.de/mindelheim/Aerzte-bremsen-die-Physiotherapeuten-aus-id9013721.html

[88] http://jobboerse.arbeitsagentur.de/vamJB/stellenangeboteFinden.html?execution=e1s1&d_6827794_p=2 Stellenangebote sind auch online recherchierbar, sie offenbaren ein vielfältiges und wechselndes Marktbild.

[89] http://www.wuu.de/weiterbildung/physiotherapeuten.html

[90] http://tinyurl.com/otkbq8b S.11

[91] http://de.wikipedia.org/wiki/Manuelle_Medizin

[92] http://www.dgmsm-ev.de/dgmsm/dozenten/mehr/mechthild-doelken-dipl-pt-fh/ Thieme-Verlag.

Ende der Leseprobe aus 55 Seiten

Details

Titel
Welchen Wert hat die Arbeit des Physiotherapeuten?
Untertitel
Eine kritische Untersuchung
Autor
Jahr
2015
Seiten
55
Katalognummer
V304725
ISBN (eBook)
9783668031999
ISBN (Buch)
9783668032002
Dateigröße
828 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
welchen, wert, arbeit, physiotherapeuten, eine, untersuchung
Arbeit zitieren
Dr.-Ing. Adalbert Rabich (Autor), 2015, Welchen Wert hat die Arbeit des Physiotherapeuten?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304725

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