Teamentwicklung im Projektmanagement. Phasen und Persönlichkeits- und Kompetenzprofil


Hausarbeit, 2013

11 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Definitionen
2.1 Teamentwicklung
2.2 Projektmanagement

3 Phasen
3.1 Forming
3.2 Storming
3.3 Norming
3.4 Performing
3.5 Adjourning

4 Persönlichkeits- und Kompetenzprofil
4.1 Projektleiter
4.2 Teammitglieder

5 Methoden
5.1 Coaching
5.2 Supervision
5.3 Andere

6 Fazit

1 Einleitung

Der stetige technische Wandel, zunehmender Wettbewerb und steigender Kostendruck stellen Unternehmen ständig vor neue Herausforderungen. Um den wachsenden Anforderungen gerecht werden zu können, wird immer häufiger auch in wirtschaftlichen Einrichtungen auf die Durchführung von Projekten gesetzt. Zweifelsohne übersteigen die in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit der Teammitglieder hervorgebrachten Ergebnisse eindeutig die Summe der von jedem einzelnen Mitarbeiter erzielbaren Leistungen. Bis die Gruppe allerdings ein effizient arbeitendes, leistungsstarkes Team darstellt, müssen zumeist diverse Entwicklungsphasen durchlaufen werden und sowohl der Teamleiter als auch die Mitgliedern über zahlreiche Eigenschaften, Kenntnisse und Fähigkeiten verfügen. In der vorliegenden Arbeit werden die Phasen dieses Prozesses, die Anforderungsprofile wie auch mögliche Methoden dargestellt und in diesem Zusammenhang die Frage nach der eigentlichen Bedeutung der Teamentwicklung im Rahmen des Projektmanagements in Unternehmen geklärt.

2 Definitionen

Zur besseren Verständlichkeit werden die Begriffe „Teamentwicklung“ sowie „Projektmanagement“ im Folgenden kurz erläutert.

2.1 Teamentwicklung

Der Begriff Teamentwicklung beschreibt die in der Regel zu einem bestimmten Zweck organisierte Zusammenarbeit der über möglichst einander ergänze Fähigkeiten verfügenden Mitglieder einer Gruppe. Die durch gegenseitiges Vertrauen sowie gemeinsame Verantwortung gekennzeichnete Arbeitsgruppe engagiert sich hierarchieübergreifend für die Erreichung des gemeinsamen Zieles[1]. Zu den Zielen der Teamentwicklung im beruflichen Kontext zählt neben der auf der Sachebene angesiedelten Effizienz- und damit verbundenen Produktivitätssteigerung des Unternehmens insgesamt ebenso die Erweiterung der hierfür erforderlichen persönlichen Kompetenzen, wie Kommunikations- und Kooperationsfähigkeiten, der Kreativität, Problemlösekompetenz usw.[2]Die Unterstützung eines unternehmensinternen oder -externen Beraters kann zur Verbesserung der Erfolgsaussichten in diesem Prozess beitragen.

2.2 Projektmanagement

Der Begriff Projektmanagement wird definiert als die „Gesamtheit von Führungsaufgaben [… zur] Planung, Steuerung und […Beendigung] von Projekten“[3], wobei die Einhaltung der vom Auftraggeber vorgegebenen qualitativen Anforderungen sowie zeitlichen und finanziellen Beschränkungen im Vordergrund steht. Die Wahl der zur Erreichung des Projektzieles erforderlichen Methoden und Techniken, aber ebenso die Motivation der Beteiligten, das Informations- sowie Risikomanagement, Konfliktlösung und Verhandlungsführung fallen in den Aufgabenbereich des Projektmanagers. Dieser verfügt daher im Idealfall nicht nur über hohe methodische Kompetenz und umfassendes fachliches Wissen[4], sondern ebenfalls über ausgeprägte soziale Fähigkeiten.

3 Phasen

Die Entstehung eines Teams im Projektmanagement ist „ein Entwicklungsprozess“[5], welcher fünf Phasen durchläuft. Die im Jahre 1965 vom US-amerikanischen Psychologen Bruce Tuckman entwickelten Phasen Forming, Storming, Norming und Performing sowie die später vom diesem ergänzte fünfte Phase Adjourning stellen ein bis heute akzeptiertes Modell dar[6].

3.1 Forming

In der Einstiegs- und Findungsphase findet ein erstes Kennenlernen und höfliches Aufeinanderzugehen der Teammitglieder statt. Aufgrund der spürbaren Unsicherheit und daraus resultierenden Vorsicht im Umgang miteinander kommt dem Teamentwickler bzw. der mit der Aufgabe der Projektleitung betrauten Führungsperson als „Wegweiser“ in der Anfangsphase eine besonders große Bedeutung zu[7]. Noch unklare Rollenverteilungen veranlassen die Mitglieder, trotz hoher Erwartungen bis hin zu euphorischen Gefühlen, nach anfangs noch stärkerer Distanz zum behutsamen Testen verschiedener Verhaltensweisen wie auch zum Beobachten der eigenen Wirkung auf die anderen[8]. Nun beginnen allmählich die Annäherung an die gemeinsame Arbeitsaufgabe, die Festlegung von Regeln und Normen sowie die Zuweisung bzw. Übernahme unterschiedlicher Positionen in der Gruppe.

3.2 Storming

Diese Phase ist geprägt von Spannungen und Konflikten. Unterschiedliche Auffassungen in Bezug auf die Ziele sowie die Vorgehensweise zu deren Erreichung, voneinander abweichende Wertvorstellungen, Konkurrenzdenken und Machtkämpfe sind ursächlich für ein angespanntes, mitunter sogar destruktives Arbeitsklima[9]. Die Meinungsverschiedenheiten und persönlichen Differenzen zwischen den Teammitgliedern sowie die mögliche Ablehnung der Teamleitung verursachen in dieser Auseinandersetzungs- und Streitphase unter Umständen eine Spaltung der Gruppe bzw. deren Teilung in Untergruppen. Nachdem die Kämpfe um Anerkennung, Status, Macht und die Durchsetzung eigener Interessen jedoch ausgetragen wurden, sollten zur Gewährleistung eines weiteren erfolgreichen Verlaufes der Zusammenarbeit die Rollenverteilung geklärt und Einigkeit über die gemeinsame Arbeitsaufgabe erlangt werden[10].

3.3 Norming

Charakteristisch für diese auch als Regelungs- und Übereinkommensphase bezeichnete Entwicklungsstufe ist das Zusammenwachsen des Teams, die Entstehung gemeinschaftlichen Denkens. Die Mitglieder finden ihre Rolle in der Gruppe und entwickeln gemeinsam Regeln und Normen für eine kooperative Zusammenarbeit[11]. Negative Empfindungen der Missachtung und Enttäuschung, des Zornes und Neides können allmählich durch Vertrauen, Respekt, Offenheit und Verantwortungsbewusstsein für die eigene Person wie auch für das Gelingen der gemeinsamen Aufgabenerfüllung ersetzt werden. Dieser vertrauensvolle Umgang sowie die neu entstandene Feedbackkultur ermöglichen nun eine produktive Arbeitsweise mit der gewünschten Fixierung auf das eigentliche Projektziel[12].

[...]


[1]Vgl. Wikipedia. Teambildung. http://de.wikipedia.org/wiki/Teambildung

[2]ebenda

[3]Wikipedia. Projektmanagement. http://de.wikipedia.org/wiki/Projektmanagement

[4]Vgl. Projektmanagement: Definitionen, Einführungen und Vorlagen. Projektmanagement. http://projektmanagement-definitionen.de/glossar/projektmanagement/

[5]Ibim. Projektmanagement-Techniken: Teamführung. http://www.ibim.de/techniken/4-1.htm

[6]Vgl. Springer Verlag GmbH. Lehrbuch Psychologie. Phasenmodell der Teamentwicklung nach Tuckman (1965). https://lehrbuch3.s3.amazonaws.com/files/asset/4fc5d74d260cc3000100000f/Phasenmodell_der_Teamentwicklung_nach_Tuckman__1965_.pdf

[7]Vgl. Compass Business Coaching. Coachingletter: Phasen der Teamentwicklung. http://www.compass-bc.de/docs/ci_teamentwicklung.pdf

[8]Vgl. Ibim. Projektmanagement-Techniken: Teamführung. http://www.ibim.de/techniken/4-1.htm

[9]ebenda

[10]Vgl. Landesakademie für Fortbildung und Personalentwicklung an Schulen. Kompetenzen. Teamentwicklung und Teamphasen. http://lehrerfortbildung-bw.de/kompetenzen/projektkompetenz/durchfuehrung/organisation/teamentwicklung.htm

[11]Vgl. Compass Business Coaching. Coachingletter: Phasen der Teamentwicklung. http://www.compass-bc.de/docs/ci_teamentwicklung.pdf

[12]Vgl. Akademie für Manager. Führung. Die 5 Phasen der Teamentwicklung. http://www.akademie-fuer-manager.de/die-5-phasen-der-teamentwicklung/

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Teamentwicklung im Projektmanagement. Phasen und Persönlichkeits- und Kompetenzprofil
Hochschule
Hochschule für Musik und Theater Hamburg  (Kultur- und Medienmanagement)
Veranstaltung
Methoden des Projektmanagements
Note
1,7
Autor
Jahr
2013
Seiten
11
Katalognummer
V305494
ISBN (eBook)
9783668035508
ISBN (Buch)
9783668035515
Dateigröße
401 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
teamentwicklung, projektmanagement, phasen, persönlichkeits-, kompetenzprofil
Arbeit zitieren
Anna Petzold (Autor), 2013, Teamentwicklung im Projektmanagement. Phasen und Persönlichkeits- und Kompetenzprofil, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305494

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