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Demografische Entwicklung und Gesundheit aus dem Blickwinkel des Schichtansatzes

Title: Demografische Entwicklung und Gesundheit aus dem Blickwinkel des Schichtansatzes

Term Paper , 2014 , 18 Pages

Autor:in: Ina Hofmeister (Author)

Social Studies (General)
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit der demografischen Entwicklung der Gesundheit in der Bundesrepublik Deutschland aus dem Blickwinkel des Schichtansatzes. Aus dem Titel resultiert die Fragestellung, ob theoretische Schichtansätze die gesellschaftlichen Ungleichheiten mit Hilfe demografischer Tendenzen hinsichtlich der Gesundheit der Bevölkerung praxisrelevanter bestimmen können? Das Ziel der Ausführungen besteht darin, anhand der Methodik der Schichttheorien zu erfahren, wie sich Lebenslagen im Rahmen einer sozialwissenschaftlichen Sichtweise durch die Betrachtung der Ungleichheiten in Schichten differenzieren und inwiefern sich in Verbindung mit dem Instrument der Demografie die gesundheitliche Situation der sozialen Gruppen in Hinblick auf die Wirkungsweise einiger ausgewählter sozioökonomischen Faktoren bewerten lässt. Das Vorgehen unter Verwendung von demoskopisch ermittelten Daten verdeutlicht den tatsächlichen Stellenwert, den die Gesundheit für den sozialen Status einer Person einnimmt. (Vgl. Kap. 3) Der Schichtansatz beleuchtet die sozialen Aspekte des Lebens, auch unter dem Gesichtspunkt der Wertung materieller Einflüsse, und bestimmt die soziale Positionierung der Menschen durch die eher subjektiv erscheinende Einordnung in Schichten. (Vgl. Kap. 2) Die Verbesserungen und Ergänzungen der schichttheoretischen Ansätze durch bekannte Soziologen führen zwar zu einer Weiterentwicklung der Schichtkonzepte, zeigen aber auch die Grenzen der theoretischen Dimension im Bereich der ausschließlichen Differenzierung zwischen den jeweiligen Schichten, man spricht in diesem Zusammenhang von einer vertikalen Differenzierung. Diese Darstellung bedeutet keineswegs, dass der Schichtansatz defizitär ist, bestätigt aber, dass eine Forderung nach erweiterten Denkmodellen besteht, mit deren Unterstützung die sozialen Erfordernisse einer dynamischen, sich fortwährend wandelnden Gesellschaft in Deutschland umfassender dargestellt und abgebildet werden kann. (Vgl. Kap. 4) Auf die Wiedergabe von Tabellen und Grafiken wird zu Gunsten der Textressourcen verzichtet.

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Inhaltsverzeichnis

1. Schichtansatz, Demografie und Gesundheit

2. Theoretischer Ansatz der Schichtmodelle

2.1 Der Schichtmodellansatz von Geiger

2.2 Der Modellansatz nach Dahrendorf

2.3 Die Schichttheorie nach Geißler

3. Der Zusammenhang zwischen Demografie und Gesundheit

3.1 Gesundheit und Einkommen

3.2 Gesundheit und Bildung

3.3 Gesundheit und Arbeit

4. Demografische Unterschiede der Gesundheit aus schichttheoretischer Perspektive

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob theoretische Schichtansätze dazu beitragen können, gesellschaftliche gesundheitliche Ungleichheiten in der Bundesrepublik Deutschland unter Berücksichtigung demografischer Tendenzen präziser zu erfassen und zu erklären.

  • Analyse klassischer und moderner Schichtmodelle nach Geiger, Dahrendorf und Geißler
  • Untersuchung des Einflusses sozioökonomischer Faktoren auf die Gesundheit
  • Zusammenhang zwischen Einkommen und Gesundheitsrisiken
  • Bedeutung von Bildung und Qualifikation für den Gesundheitsstatus
  • Einfluss von Arbeitsbedingungen und beruflichem Status auf die Gesundheit

Auszug aus dem Buch

2.1 Der Schichtmodellansatz von Geiger

Geiger gilt zeitlich früher als Dahrendorf als Vertreter der klassischen Schichtmodelle. Er versteht den Terminus „Schicht“ im soziologischen Sinn als Begriff der Untersuchung vom Zusammenhang der sozialen Strukturen, wobei er von einer sozialen Ungleichheit ausgeht. (Vgl. Burzan, 2005, S. 26 ff.)

Die Bezeichnung „Schicht“ wird bei Geiger als Oberbegriff für die Beschreibung einer bestimmten sozialen Lage hinsichtlich der Kennzeichnung der Sozialstruktur einer Gesellschaft eingesetzt. Er differenziert zwischen dem objektiven und dem subjektiven Schichtbegriff. Der objektive Schichtbegriff bezieht sich auf die äußeren Kennzeichen der sozialen Situation wie die Einkünfte, Besitz und Qualifikation, Geiger nennt diese auch objektive Schichtdeterminanten, der subjektive Schichtbegriff beschreibt eine gemeinsame Geisteshaltung als psychische Verfassung aller an einer Schicht Beteiligten, die keine Bindung an Charakteristika oder Eigenschaften der sozialen Lage darstellt. (Vgl. Geißler, 2010, S. 37) Die in der Terminologie von Geiger genannten gemischten Begriffe stellen eine Bindung hinsichtlich der Lage und der Haltung her. Durch die getrennte Aufnahme von Lagen und Haltungen und dem nachträglichen Vergleich der Verteilung von Lagen und Haltungen erkennt er bestimmte Haltungen als allgemeingültig in bestimmten Lagen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Schichtansatz, Demografie und Gesundheit: Einleitung in die Fragestellung, ob Schichtansätze helfen können, gesundheitliche Ungleichheiten durch demografische Daten praxisrelevanter zu bestimmen.

2. Theoretischer Ansatz der Schichtmodelle: Darstellung und Analyse zentraler Schichtmodelle von Geiger, Dahrendorf und Geißler als theoretisches Fundament der Arbeit.

2.1 Der Schichtmodellansatz von Geiger: Vorstellung des klassischen Ansatzes mit Fokus auf objektiven Schichtdeterminanten und subjektiver Geisteshaltung.

2.2 Der Modellansatz nach Dahrendorf: Erläuterung des Hausmodells zur sozialen Schichtung in Deutschland unter Berücksichtigung von 7 sozialen Schichten.

2.3 Die Schichttheorie nach Geißler: Diskussion eines dynamischen und pluralen Schichtmodells, das vertikale Strukturen in einer modernen Gesellschaft neu bewertet.

3. Der Zusammenhang zwischen Demografie und Gesundheit: Definition grundlegender Begriffe und Analyse des Zusammenhangs von Lebenserwartung, medizinischer Versorgung und Gesundheit.

3.1 Gesundheit und Einkommen: Untersuchung, wie die Einkommensverteilung und materielle Deprivation den Gesundheitsstatus und das Sterberisiko beeinflussen.

3.2 Gesundheit und Bildung: Analyse der Bedeutung von Bildungsgraden für das Gesundheitsverhalten, Beschwerden und die subjektive Einschätzung des Gesundheitszustands.

3.3 Gesundheit und Arbeit: Erörterung der Auswirkungen beruflicher Stellung und Arbeitsbedingungen auf krankheitsbedingte Fehlzeiten und Gesundheitsrisiken.

4. Demografische Unterschiede der Gesundheit aus schichttheoretischer Perspektive: Fazit und kritische Reflexion, inwiefern Schichttheorien die Komplexität sozialer Ungleichheit im Hinblick auf Gesundheit abbilden können.

Schlüsselwörter

Soziale Ungleichheit, Schichtansatz, Demografie, Gesundheit, Gesundheitsverhalten, Einkommen, Bildung, Arbeit, soziale Lage, Schichtmodell, Lebenserwartung, Mortalitätsrate, Sozialstatus, soziale Schichtung, vertikale Differenzierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem Zusammenhang zwischen demografischen Entwicklungen und der Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland, betrachtet aus der theoretischen Perspektive der sozialen Schichtung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Felder sind die soziologischen Schichttheorien nach Geiger, Dahrendorf und Geißler sowie deren Übertragung auf gesundheitsrelevante Faktoren wie Einkommen, Bildung und Arbeit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, ob theoretische Schichtansätze dazu geeignet sind, gesellschaftliche gesundheitliche Ungleichheiten unter Einbeziehung demografischer Tendenzen präziser zu bestimmen als bisher.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Arbeit?

Es handelt sich um eine theoretisch-analytische Arbeit, die auf der Auswertung vorhandener schichttheoretischer Literatur sowie demoskopisch ermittelter Daten und Statistiken zu gesundheitlichen Aspekten basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Schichtmodelle sowie die detaillierte Analyse der Einflüsse von Einkommen, Bildung und Arbeit auf den Gesundheitszustand und das Gesundheitsverhalten verschiedener sozialer Gruppen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie soziale Ungleichheit, Schichtansatz, Gesundheit, Bildung und Arbeit sowie deren wechselseitige Abhängigkeit definieren.

Welche Rolle spielt der "Schichtansatz nach Geiger" in der Arbeit?

Der Ansatz von Geiger dient als eines der klassischen Fundamente, um soziale Ungleichheit durch die Unterscheidung von objektiven Lagen und subjektiven Haltungen modellhaft zu strukturieren.

Inwiefern beeinflusst der Bildungsstatus die Gesundheit laut der Arbeit?

Die Arbeit zeigt, dass ein niedrigerer Bildungsstatus mit ungünstigeren Gesundheitswerten, häufigeren Schmerzen und einem riskanteren Gesundheitsverhalten, wie etwa Rauchen oder mangelnder körperlicher Aktivität, korreliert.

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Details

Title
Demografische Entwicklung und Gesundheit aus dem Blickwinkel des Schichtansatzes
Author
Ina Hofmeister (Author)
Publication Year
2014
Pages
18
Catalog Number
V305964
ISBN (eBook)
9783668038332
ISBN (Book)
9783668038349
Language
German
Tags
demografische entwicklung gesundheit blickwinkel schichtansatzes
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Ina Hofmeister (Author), 2014, Demografische Entwicklung und Gesundheit aus dem Blickwinkel des Schichtansatzes, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305964
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