Wir befinden uns in einem Zeitalter wo Globalisierung, Umweltverschmutzung und Wettbewerb uns vor schier unlösbare Herausforderungen stellen. Bereits seit 2008 leben mehr Menschen in Städten als auf dem Land. Bis zum Jahr 2030 werden es aller Voraussicht nach sogar über 70 Prozent der Weltbevölkerung sein. Um diesen rasanten Migrationswellen und
geopolitischen Trends standzuhalten, müssen die Metropolen neue Lösungen finden. Im Rahmen dieser strategischen Städteplanungen entstand circa 2008 der Begriff intelligente
Stadt, auch unter dem anglistischen Term Smart City bekannt.
Die vorliegende Arbeit hat die Intention dieses neuartige Phänomen eingehend zu definieren, analysieren und anhand der Weltmetropole Paris in der Praxis zu beschreiben
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Definitionen
a. Intelligente Stadt (Smart City)
b. Big Data
c. Wissenschaftliche Kurzumfrage zu Smart Cities und Big Data
3. "Grand Paris", Projekt 2020
a. Stadtmarketing als Wettbewerbsmotor
b. COP21, die Umweltverschmutzung als Innovationstreiber
c. Paris, Stadt der Liebe - Stadt der Spiele ? Olympia 2024 als Wirtschaftsfaktor
4. Smart cities doch nicht so smart ?
a. Chancen und Risiken der Städte von morgen
b. EU Digital Agenda : Digitalisierung fördert urbane Wirtschaftlichkeit
c. Frage der Sicherheit und Kontrolle
5. Zusammenfassung und Fazit
a. Smarter smart cities als nächster Schritt
b. Französische Zusammenfassung (résumé français)
6. Literatur- und Quellenverzeichnis
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Risiken des Smart-City-Konzepts im Kontext der fortschreitenden Digitalisierung, wobei die französische Hauptstadt Paris als primäres Fallbeispiel dient. Dabei wird insbesondere analysiert, wie moderne Technologien sowie die Nutzung von Big Data die städtische Planung, Verwaltung und Lebensqualität beeinflussen können, und inwieweit die Bürger aktiv in diese Transformationsprozesse eingebunden werden.
- Grundlagen und Definitionen von Smart Cities und Big Data.
- Analyse des städtischen Großprojekts "Grand Paris 2020".
- Bewertung von Chancen und Risiken der städtischen Digitalisierung.
- Die Rolle der Bürgerbeteiligung und des Datenschutzes.
- Erkenntnisse aus einer wissenschaftlichen Kurzumfrage zur öffentlichen Wahrnehmung.
Auszug aus dem Buch
b. Big Data
Big Data soll das Städtemanagement revolutionieren. Doch was genau ist eigentlich dieser sagenumwobene Begriff?
Tatsächlich versteckt sich hinter diesem englischen Terminus eine Vielzahl an schwammigen Definitionen.
Der Österreicher Viktor Mayer-Schönberger, Professor für Internet Governance and Regulation an der Oxford University und Co-Autor von Big Data, beschreibt es wie folgt :
Big Data ist das, was man in großem, aber nicht in kleinem Maßstab tun kann, um neue Erkenntnisse zu gewinnen oder neue Werte zu schaffen, sodass sich Märkte, Organisationen, die Beziehungen zwischen Bürger und Staat und vieles mehr verändern. Es ist darüber hinaus die Fähigkeit, Informationen so nutzen, dass neue Erkenntnisse, Güter oder Dienstleistungen von bedeutendem Wert gewonnen werden (Mayer-Schönberger 2013: 13).
Die enormen technischen Entwicklungen der vergangenen Jahre haben ganz neue Möglichkeiten der digitalen Datensammlung, -speicherung und -auswertung eröffnet. Die Produktion digitaler Daten ist exorbitant angestiegen – jeder Klick, jeder Schritt, jeder Pulsschlag lässt sich heute dokumentieren und durch Verknüpfung mit anderen Daten zu neuer Information verarbeiten. Die schiere Menge der Daten und der damit verbundenen Optionen, diese für verschiedenste Zwecke zu nutzen, beschreibt das Schlagwort Big Data. Mit ihm verbinden sich gleichermaßen Hoffnungen und Befürchtungen. Zum einen lassen sich Datensammlungen nutzen, um in der „Industrie 4.0“ Maschinen, Prozesse, Produkte und vieles andere optimal zu steuern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die globalen Herausforderungen der Urbanisierung und führt in das Konzept der Smart City sowie die Bedeutung von Big Data ein.
2. Definitionen: Dieses Kapitel erläutert die zentralen Begriffe Smart City und Big Data und analysiert deren theoretische sowie praktische Relevanz für moderne Metropolen.
3. "Grand Paris", Projekt 2020: Hier wird das spezifische Fallbeispiel Paris untersucht, wobei der Fokus auf strategischen Stadtmarketing-Initiativen und dem Großprojekt Grand Paris 2020 liegt.
4. Smart cities doch nicht so smart ?: Dieser Teil kritisiert das Smart-City-Modell, beleuchtet soziale sowie datenschutzrechtliche Risiken und diskutiert die EU-Strategien zur Digitalisierung.
5. Zusammenfassung und Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftsperspektiven einer vernetzten Stadtgestaltung unter Einbeziehung der Bürger.
6. Literatur- und Quellenverzeichnis: Ein abschließendes Verzeichnis der genutzten wissenschaftlichen Literatur sowie Internetquellen.
Schlüsselwörter
Smart City, Big Data, Stadtplanung, Digitalisierung, Paris, Grand Paris 2020, Urbanisierung, Bürgerbeteiligung, Infrastruktur, Nachhaltigkeit, Datenschutz, Internet der Dinge, Informationstechnologie, Stadtentwicklung, Smart Mobility.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Konzept der Smart City und die Rolle von Big Data bei der Modernisierung städtischer Infrastrukturen und Verwaltungsprozesse.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen zählen die Definition der Smart City, das Großprojekt "Grand Paris 2020", die Chancen und Risiken der Digitalisierung sowie die Bedeutung von Datenschutz und Bürgerbeteiligung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es zu hinterfragen, ob Paris als Smart City qualifiziert werden kann und in welchem Maße dabei die Potenziale und Gefahren von Big Data berücksichtigt werden.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Neben einer umfassenden Literatur- und Internetrecherche wurde eine wissenschaftliche Kurzumfrage unter Bürgern durchgeführt, um die öffentliche Wahrnehmung der städtischen Digitalisierung zu analysieren.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert das Projekt Grand Paris 2020, diskutiert die EU-Strategie "Digital Agenda" und setzt sich kritisch mit Sicherheitsaspekten sowie den Risiken der Datensammlung auseinander.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Smart City, Big Data, Stadtentwicklung, Nachhaltigkeit und soziale Inklusion bei der Digitalisierung.
Warum wurde Paris als Fallbeispiel gewählt?
Paris wurde gewählt, da es als globale Metropole einerseits enorme Besucherzahlen aufweist und andererseits mit dem Projekt Grand Paris 2020 eine spezifische Strategie verfolgt, um sich im internationalen Wettbewerb als moderne Stadt zu positionieren.
Welche Rolle spielt die Bürgerbeteiligung bei der Smart-City-Entwicklung?
Die Autorin betont, dass die aktive Einbindung der Bürger sowie der Schutz ihrer Privatsphäre entscheidend sind, um das Smart-City-Konzept gesellschaftlich akzeptiert und zukunftsfähig zu gestalten.
Welche Risiken werden mit Big Data in der Stadtplanung verbunden?
Zu den Risiken gehören die Überwachung der Bürger, eine mögliche Segregation durch digitale Ungleichheit und die Abhängigkeit von globalen Technologiekonzernen.
Wie lautet das Fazit der Arbeit bezüglich der "Smartness" von Paris?
Paris befindet sich in einem komplexen Transformationsprozess; die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Erfolg einer Smart City nicht nur von technologischen Lösungen, sondern maßgeblich von einer strategischen, nachhaltigen und bürgernahen Umsetzung abhängt.
- Arbeit zitieren
- Sébastien Durand (Autor:in), 2015, Smart City und Big Data. Ist Paris eine Smart City?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307168