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Die RAF. Reaktionen auf die Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer

Titel: Die RAF. Reaktionen auf die Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer

Seminararbeit , 2011 , 11 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Daniel Konhäuser (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Neuere Geschichte
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer durch die Rote Armee Fraktion (RAF) im Jahre 1977 stellte den deutschen Rechtsstaat auf den Prüfstand. Diese Seminararbeit beschäftigt sich mit den Reaktionen der Bundesregierung auf die Geiselnahme und Schleyer-Ermordung sowie deren Folgen. Sie soll der Frage nachgehen, inwieweit die Grenzen des Rechtsstaates ausgeschöpft oder womöglich überschritten wurden.

Um die Reaktionen der Bundesregierung auf die Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer zu verdeutlichen, wird zu Anfang dieser Arbeit auf die Bildung des Krisenstabs, das Kontaktsperregesetz, die Nachrichtensperre, die Verzögerungstaktik und die öffentliche Großfahndung eingegangen. Im Anschluss werden die Folgen der politischen Maßnahmen thematisiert. Die Seminararbeit schließt ab mit einem persönlichen Fazit.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Reaktionen auf die Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer

2.1 Bildung eines Krisenstabs

2.2 Kontaktsperregesetz

2.3 Nachrichtensperre

2.4 Verzögerungstaktik der Bundesregierung

2.5 Öffentliche Großfahndung

3. Folgen der Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer

4. Fazit

5. Quellen- und Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das staatliche Krisenmanagement der Bundesregierung während der Entführung von Hanns Martin Schleyer im Jahr 1977. Dabei wird analysiert, inwieweit die getroffenen Maßnahmen den Rechtsstaat belasteten und ob die Grenzen demokratischer Prinzipien durch die Regierung überschritten wurden.

  • Analyse der behördlichen Krisenreaktionsmechanismen (Krisenstab, Kontaktsperre)
  • Bewertung der staatlichen Kommunikationspolitik (Nachrichtensperre)
  • Untersuchung der Verzögerungstaktik gegenüber der RAF
  • Reflektion über die Stabilität des Rechtsstaates in Ausnahmesituationen
  • Diskussion der langfristigen gesellschaftlichen Folgen

Auszug aus dem Buch

2.4 Verzögerungstaktik der Bundesregierung

Die Bundesregierung setzte während der Entführung von Hanns Martin Schleyer auf eine Verzögerungstaktik, um zusätzliche Fahndungszeit zu gewinnen. Die Regierung unterband verschiedene Kommunikationssysteme. Einerseits verhinderte das Kontaktsperregesetz die Kommunikation der RAF-Inhaftierten zur Außenwelt, andererseits blockierte die Nachrichtensperre den Dialog zwischen Presse und Öffentlichkeit.

Immer wieder gab die Regierung vor, Nachrichten der Schleyer-Entführer verspätet erhalten zu haben und deshalb geforderte Fristen nicht einhalten zu können. Aufgrund dessen offerierte sie den Entführern den Genfer Rechtsanwalt Denis Payot als Kontaktperson. Wie bereits erwartet, erklärte sich das RAF-Kommando einverstanden. Dies brachte der Regierung einen entscheidenden Vorteil. BKA-Präsident Horst Herold ließ die Telefongespräche aufzeichnen und versuchte somit die Entführer zu identifizieren und die Telefonzellen, aus denen die Entführer anriefen, zu lokalisieren. Durch Identifikationen verlangte der Staat immer wieder Lebenszeichen von Hanns Martin Schleyer. Dadurch wurde eine kontinuierliche Kommunikation zwischen beiden Parteien gewährleistet. Zudem gewann die Regierung Zeit, da sie sich oftmals weigerte ohne einen Beweis des lebendigen Schleyers die Verhandlungen fortzuführen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung nach der Belastbarkeit des Rechtsstaates während der Entführung Schleyers 1977 vor und erläutert die verwendete Quellenbasis.

2. Reaktionen auf die Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer: Dieses Kapitel behandelt detailliert die verschiedenen staatlichen Gegenmaßnahmen wie die Bildung von Krisenstäben, das Kontaktsperregesetz, die Nachrichtensperre sowie die Verzögerungs- und Fahndungsstrategien der Regierung.

3. Folgen der Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer: Hier werden die gesellschaftlichen Auswirkungen und die Kritik an den staatlichen Maßnahmen thematisiert, insbesondere die wachsende Sorge vor einem Überwachungsstaat.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass die Regierung zwar die demokratischen Standards durch enge Kooperationen strapazierte, den Rechtsstaat jedoch in der Krise erfolgreich gegen den Terrorismus verteidigte.

5. Quellen- und Literaturverzeichnis: Auflistung der herangezogenen Primärdokumente, Fachliteratur und Internetressourcen zur wissenschaftlichen Fundierung.

Schlüsselwörter

Deutscher Herbst, RAF, Hanns Martin Schleyer, Krisenmanagement, Rechtsstaat, Bundesregierung, Kontaktsperregesetz, Nachrichtensperre, Terrorismus, Staatsräson, Gewaltenteilung, Geiselnahme, Fahndung, Politische Geschichte, Demokratie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit den Reaktionen der deutschen Bundesregierung auf die Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer durch die Rote Armee Fraktion im Jahr 1977.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen das staatliche Krisenmanagement, die verfassungsrechtliche Einordnung der Maßnahmen sowie die Auswirkungen dieser Ereignisse auf die deutsche Demokratie.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Klärung der Frage, ob die Bundesregierung bei ihren Versuchen, den Rechtsstaat zu schützen, dessen rechtliche Grenzen überschritten hat.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse von Regierungsdokumenten, historischen Quellen sowie einer Auswertung zeitgenössischer Medienberichterstattung und Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Krisenmaßnahmen (Krisenstab, Kontaktsperre, Nachrichtensperre, Verzögerungstaktik) und deren Folgen für die Bevölkerung und das Vertrauen in den Rechtsstaat.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind RAF, Schleyer-Entführung, Rechtsstaat, Krisenmanagement, Nachrichtensperre und Staatsräson.

Welchen Zweck hatte die Verzögerungstaktik der Regierung?

Die Regierung nutzte die Taktik, um Zeit für Fahndungsmaßnahmen zu gewinnen und durch die Verhandlungen über Scheinkontaktpersonen wie Denis Payot wichtige Informationen zur Identifizierung der Täter zu erhalten.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Rechtsstaates in der Kausa Schleyer?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass der Rechtsstaat trotz der starken Einschränkungen der Freiheitsrechte und des Ausschlusses der parlamentarischen Kontrolle seine Integrität bewahrte und nicht zusammenbrach.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die RAF. Reaktionen auf die Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer
Hochschule
Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Note
1,7
Autor
Daniel Konhäuser (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2011
Seiten
11
Katalognummer
V307879
ISBN (eBook)
9783668059764
ISBN (Buch)
9783668059771
Sprache
Deutsch
Schlagworte
RAF entführung ermordung hanns martin schleyer reaktionen bunderegierung ablauf fahndung folgen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Konhäuser (Autor:in), 2011, Die RAF. Reaktionen auf die Entführung und Ermordung von Hanns Martin Schleyer, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307879
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Leseprobe aus  11  Seiten
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