Studenten und Studentinnen in München. Existiert ein Zusammenhang zwischen Zufriedenheit und Wohnsituation?


Forschungsarbeit, 2014
47 Seiten, Note: 2,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Abbildungsverzeichnis

Tabellenverzeichnis

Abkürzungsverzeichnis

Zusammenfassung

1 Forschungsstand und Theorie
1.1 Theoretischer und empirischer Forschungsstand zum Thema
1.1.1 Theorie des Wohlbefindens
1.1.2 Bedürfnispyramide von Abraham Maslow.
1.1.3 Wohlbefindensparadox
1.2 Fragestellungen und Hypothesen
1.2.1 Fragestellung
1.2.2 Hypothese

2 Methode
2.1 Untersuchungsdesign
2.2 Messinstrumente
2.2.1 Bestimmung der Variablen
2.2.2 Hauptvariablen
2.2.3 Störvariablen
2.3 Stichprobe
2.4 Untersuchungsdurchführung
2.4.1 Themenfindung
2.4.2 Exposé
2.4.3 Fragebogen
2.4.4 Auswertungsphase
2.4.5 Posterpräsentation
2.4.6 Gruppentreffen
2.5 Statistische Verfahren / Datenanalyse

3 Ergebnisse
3.1 Stichprobenbeschreibung
3.2 Ergebnisse zu den einzelnen Fragestellungen und Hypothesen
3.2.1 Die „Perfekte Wohnsituation“
3.2.2 Korrelationen
3.2.3 Mittelwerte
3.2.4 Häufigkeiten

4 Diskussion
4.1 Stärken und Schwächen der Untersuchung
4.1.1 Stärken
4.1.2 Paper-Pencil-Verfahren und Schwächen
4.2 Interpretation und Diskussion der Ergebnisse
4.3 Fazit für die Praxis

Literaturverzeichnis.

Abbildungsverzeichnis

Abb. 1: http://de.statista.com/statistik/daten/studie/1440/umfrage/zufriedenheit-von-studenten/ (20.12.2013)

Abb. 2: Zufriedenheit der Studenten in Ihren Lebensbereichen, Mindmap,

(eigene Darstellung)

Abb. 3: http://www.dialogmarketing.anarcho-versand.de (05.02.2014)

Abb. 4: Häufigkeiten im Bezug auf das Geschlecht

Abb. 5: Häufigkeiten im Bezug auf die Wohnvarianten

Abb. 6: Häufigkeiten im Bezug auf die Wohnlage

Abb. 7: Häufigkeiten im Bezug auf die Quadratmeteranzahl

Abb. 8: Häufigkeiten im Bezug auf die Mietpreise

Abb. 9: Häufigkeiten im Bezug auf die Mitbewohneranzahl

Tabellenverzeichnis

Tab. 1: Häufigkeiten, Prozentanteile, gültige Prozente und kumulierte Prozente im Bezug auf das Geschlecht

Tab. 2: Korrelation zwischen den Gruppen “Wohnzufriedenheit” und “Lebenszufriedenheit” nach Spearman

Tab. 3: Korrelation zwischen den Gruppen “Wohnzufriedenheit” und “Lebenszufriedenheit” nach Pearson

Tab. 4: Korrelation zwischen der “allgemeinen Lebenszufriedenheit” und der Gruppe “Lebenszufriedenheit” nach Pearson

Tab. 5: Korrelation zwischen der “aktuellen Wohnsituation” und der Gruppe “Wohnzufriedenheit” nach Spearman

Tab. 6: Häufigkeiten, Prozente, gültige Prozente und kumulierte Prozente bezüglich “aktuelle Wohnzufriedenheit”

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zusammenfassung

Das folgende Projekt befasst sich mit dem Zusammenhang von Wohnsituation eines Münchner Studenten und dessen Lebenszufriedenheit. Um die Hypothese zu stützen wurden Theorien von verschiedenen Psychologen verwendet. Zum einen die Theorie des Wohlbefindens von Martin Seligman. Weiterführender theoretischer Hintergrund ist das Wohlbefindensparadox von Peter Herschbach in Anlehnung dazu der Artikel von Ursula Staudinger: „Viele Gründe sprechen dagegen und trotzdem geht es vielen Menschen gut“. Sowie die Bedürfnispyramide von Abraham Maslow die sich auf Defizit- und Wachstumsbedürfnisse bezieht (Stock-Homburg, 2010). Diese Theorien wurden verwendet um einen Zusammenhang zwischen der Wohnsituation von Studenten in München und Landkreis und deren Lebenszufriedenheit zu belegen. Methodisch wurde ein Fragebogen entworfen der drei Bereiche abfragt, die Lebenszufriedenheit, die Wohnsituation sowie die Wohnzufriedenheit des Münchner Studenten. Dieser basiert auf einer vier stufigen Ratingskala und wird durch eine spezifische Software online erhoben. Kriterien für die Stichprobe der Untersuchung sind Studenten mit Hauptwohnsitz in und um München sowie deren Altersgruppe zwischen 18-30 Jahren. Als Messinstrument gilt der Fragebogen. Die Auswertung erfolgt mit statistischen Methoden. Das Ergebnis ergibt keine Korrelation zwischen der Wohnsituation von Münchner Studenten und deren Zufriedenheit.

1 Forschungsstand und Theorie

Notunterkünfte in Turnhallen, „Speedflatmating“ in London (Brown, 2013), Bettenbörse Passau auf Facebook (Molte, 2013), „Wohnen für Hilfe“ oder das Pilotprojekt Wohnwürfel von 6,8 qm für Studenten in München-Freimann sind unabdingbare Wohnungssuchmaßnahmen, die ein hohes Stresspotenzial bei Studenten auslösen. In der chronisch unterversorgten Großstadt München ist die Situation besonders angespannt. Den rund 88 000 Studenten werden 10 000 Wohnheimplätze und 1,2 Prozent Mietobjekte für eine Kaltmiete von unter 300,00 Euro angeboten. Doppelter Abiturjahrgang, steigende Abiturientenzahlen und Aussetzung der Wehrpflicht liegen dem Problem zu Grunde. 2011 rechnete der Freistaat Bayern mit einem Anstieg von 74 000 zusätzlichen Einschreibungen an den Universitäten (Lohmann, 2011). Diese Zahlen wurden im Jahr 2012 bestätigt, so berichtet der Spiegel Online (o. A., 2012). DSW-Generalsekretär Achim Meyer prognostiziert, dass der Studentenanstieg weiter anhalten wird. 1999 studierten 1,7 Millionen junge Menschen in Deutschland. 2013 berichtet das „Deutsche Studentenwerk“ von 2,5 Millionen eingeschriebenen Personen (o. A., 2013).

Durch den demographischen Wandel hätten die Studentenzahlen sinken müssen, wie im Vergleich zu den Ausbildungsplätzen zu beobachten ist. Besonders schwierig gestaltet sich die Wohnungssuche für Studenten im ersten Semester. Dreiviertel bewerten die Apartmentsuche als schwierig bis sehr schwierig. Befragungen zur Folge, ist jeder zehnte Student in den ersten drei Monaten ohne ein festes Zuhause, schläft bei Freunden oder pendelt weite Distanzen vom Elternhaus zur Universität oder Hochschule. Angesichts steigender Studentenzahlen ist auch eine zunehmende Verschlechterung der Wohnsituation zu verzeichnen (Lohmann, 2011).

Experten stellen sich die Frage, ob Ausdrücke wie Speedflatmating die Zukunft für Münchner Studenten sein können. Das neue Modewort kommt aus London, für Studenten im Lebensunterhalt die teuerste Stadt Europas. Der schematische Aufbau von Speedflatmating ist an das Speeddating angelehnt, was schon die Ähnlichkeit der Namen vermuten lässt. Bei Großtreffen lernen sich die Wohnungsinhaber und Interessenten schnell kennen und vereinbaren im zweiten Schritt einen Termin für die Wohnungsbesichtigung. Somit hat der Eigentümer die Möglichkeit, in möglichst kurzer Zeit, mit dem geringsten Aufwand, interessante Mieter zu finden. (Brown, 2013).

Aufgrund der aktuellen Zustände stellt sich die Frage, inwieweit die Wohnsituation einen Einfluss auf die allgemeine Lebenszufriedenheit hat. Subjektiv müsste ein Student durch die oben genannten Daten, negative Empfindungen hinsichtlich der Lebensart wahrnehmen. Laut einer Statistik des ADAC Verlags sind jedoch Studenten zufrieden mit ihrer aktuellen Lebenssituation.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Zufriedenheit der Studenten in Ihren Lebensbereichen.

Zu dieser Studie hat der „ADAC“ 6 000 Deutsche Studenten befragt und in die oben genannten Sektionen unterteilt. Es wurde eine mittlere bis hohe Zufriedenheit erreicht, mit Ausnahme der finanziellen Situation, die befriedigende Ergebnisse lieferte (www.statista.de). In Hinblick auf die Stadt München, kann dies einen erheblichen Unterschied in den Auswertungsergebnissen bedeuten. Münchner und Kölner Studenten zahlen nach Aussage des deutschen Studentenwerkes im Durchschnitt ca. 358,00 Euro Kaltmiete. Bundesweit liegt der Durchschnitt bei 298,00 Euro. Somit haben Münchner Studenten eine Mehrbelastung von circa 60 Euro brutto im Monat (Deutsches Studentenwerk, 2013). Dadurch wird der finanzielle Aufwand beträchtlich erhöht und kann suggestiv Einfluss auf die restlichen erhobenen Sektionen des ADACs nehmen.

1.1Theoretischer und empirischer Forschungsstand zum Thema

Im Sommersemester 2013 und im Wintersemester 2013/2014 haben sich 8 719 Studienanfänger an der Ludwigs-Maximilians-Universität in München eingeschrieben (LMU, 2012). Der Studentenansturm in München wächst. Aufgrund dessen ist die Wohnsituation, wie bereits in der Einleitung erwähnt, in dieser Stadt zum Nachteil für Studenten. Aufgrund dessen wurde die Hypothese „Je besser die Wohnsituation eines Studenten in München Stadt oder Landkreis, desto zufriedener ist er“ aufgestellt.

Ziel ist es, die Zufriedenheit der Studenten in Abhängigkeit der Wohnsituation zu messen. Hierzu wird der Begriff der Zufriedenheit genauer definiert. Zufriedenheit bedeutet in der Psychologie, „die Übereinstimmung einer bestimmten Erwartung eines Menschen vor einer Handlung mit deren tatsächlichen Erleben danach“ (Stangl, 2012, o. S.). Um die Hypothese zu stützen werden bereits vorhandene empirisch belegte Theorien in Betracht gezogen. Diese sollen es ermöglichen einen ersten Eindruck des Themengebietes zu bekommen. Die Theorien werden im folgenden Teil ausführlich und erläutert.

1.1.1Theorie des Wohlbefindens

Als ursprüngliche Haupttheorie wird „Die Theorie des Wohlbefinden“ von Martin Seligman festgelegt. Seligman gilt als Begründer der positiven Psychologie und hat sich in seinem Buch „Flourish“ - wie Menschen aufblühen“ ausgiebig mit der Zufriedenheit von Menschen befasst. Der Autor nennt fünf Elemente, welche als Kerneigenschaften beschrieben werden, die für das Wohlbefinden entscheidend sind. Hierzu zählt „positives Gefühl“, „Sinn“, „positive Beziehung“, „Zielerreichung“ sowie „Engagement“.

Seligman beschreibt das Element „positives Gefühl“ beispielsweise mit Freude oder Ekstase. Des Weiteren führt er das Element „Engagement“ auf, welches als subjektiver Zustand nur im Rückblick besteht und bewertet werden kann. Dessen Nebeneigenschaften beinhalten unter anderem Optimismus und Vitalität.

Des Weiteren nennt Seligman das Element „Sinn“. Ähnlich wie das „Engagement“, handelt es sich nicht nur um eine subjektive Beurteilung die die Person selber hat, sondern ebenso um ein objektives Urteil von anderen Personen. Diese beiden können sich auch widersprechen. Beispielsweise Vincent van Gogh sah sein Leben am Ende subjektiv als sinnlos und begann Selbstmord. In der heutigen Zeit gilt er jedoch objektiv als Meilenstein der Kunstgeschichte(Schneede, 2003)

Zusätzlich führt Seligman ein weiteres Element auf, definiert als „positive Beziehungen“. Hierzu zählen Freunde, Familie und andere, als positiv empfundene Kontakte. Zuletzt beschreibt er das Element „Zielerreichung“. Hierzu nennt er unter anderem Erfolg und Leistung.

Den fünf Elementen des Wohlbefindens müssen laut Seligmans Theorie jeweils drei Eigenschaften unterliegen. Diese Eigenschaften müssen gleichzeitig auftreten. Die erste Eigenschaft weist darauf hin, dass ein Element generell zum Wohlbefinden beitragen muss. Des Weiteren wird bei der zweiten Eigenschaft vorausgesetzt, dass Menschen das Element selbst anstreben und nicht nur um eines der anderen Elemente zu erhalten. Der Inhalt der dritten Eigenschaft beschreibt, dass das Element unabhängig von den anderen Elementen definierbar und messbar sein muss (Seligman, 2012).

In einer Studie von Felicia Hubbert und Timothy So, Forscher an der Cambridge University wurde das Konstrukt „Flourishing“ in verschiedenen Europäischen Ländern gemessen. Die Studie geht davon aus, dass Menschen um aufzublühen die oben genannten Kerneigenschaften besitzen müssen. Außerdem sollen drei von sechs zusätzliche Eigenschaften der Seligman Theorie erfüllt sein. In der Studie wurden 2 000 Menschen bezüglich Flourishing befragt. Das Ergebnis belegt, dass Dänemark in Europa mit 33 Prozent die höchstliegende Flourishing-Rate repräsentiert. Die niedrigste Rate, mit sechs Prozent, hat Russland (Seligman, 2012).

1.1.2Bedürfnispyramide von Abraham Maslow

Weiter wird die Theorie der Bedürfnispyramide von Abraham Maslow angeführt. Die Bedürfnispyramide von Maslow hat sich hinsichtlich der Fragestellung auf die Wohnsituation und der Zufriedenheit von Münchener Studenten, als interessant erwiesen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Bedürfnispyramide

Maslow gilt als Begründer der humanistischen Psychologie. Die Hierarchie der Pyramide zeigt von unten nach oben gesehen verschiedene „grundlegende Bedürfnisse“. Die erste Hierarchieebene zeigt die Grundbedürfnisse, welche alle primären physiologischen Bedürfnisse beinhalten. So sind Bedürfnisse wie Essen, Trinken und Sexualität die Basis für das menschliche Überleben.

Die zweite Ebene zeigt die sogenannten „Sicherheitsbedürfnisse“. Diese beinhalten die materielle und berufliche Sicherheit. In Bezug auf die Hypothese bedeutet dies, dass die Lebenszufriedenheit von Studenten stark beeinflusst werden kann wenn bereits dass zweit größte Bedürfnis nach Maslow nicht befriedigt ist. Der dritten Ebene werden die sozialen Bedürfnisse, wie Freundschaft, Familie und Gruppenzugehörigkeit, zugeordnet. Die gerade genannten drei Hierarchien werden auch als Defizitbedürfnisse bezeichnet. Defizit meint generell einen Mangel der behoben werden soll. Die vierte Ebene beinhaltet die „Ich-Bedürfnisse“ wie Anerkennung und Geltung. Dies kann unter anderem auch soziale Bestätigung beinhalten. Die letzte Ebene und somit höchste die ein Mensch erreichen kann, stellt die Selbstverwirklichung dar. Die beiden letzten Hierarchieebenen werden auch als Wachstumsbedürfnisse bezeichnet. Hier entsteht kein Mangel mehr sondern ein Bedürfnis nach Entfaltung und Selbstverwirklichung.

Die Theorie geht davon aus, dass die jeweils untere Stufe eines Bedürfnisses erfüllt sein muss, um die nächst höhere Stufe zu erreichen (Kirchler et al, 2004). Maslows Bedürfnispyramide verdeutlicht, das Wohnen zu den Grundbedürfnissen eines Individuums gehört, da es ihm Sicherheit spendet. Dies stützt die Fragestellung bezüglich des Zusammenhangs von Wohnsituation und Lebenszufriedenheit von Münchner Studenten.

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Ende der Leseprobe aus 47 Seiten

Details

Titel
Studenten und Studentinnen in München. Existiert ein Zusammenhang zwischen Zufriedenheit und Wohnsituation?
Note
2,0
Autor
Jahr
2014
Seiten
47
Katalognummer
V307995
ISBN (eBook)
9783668063488
ISBN (Buch)
9783668063495
Dateigröße
711 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
studenten, studentinnen, münchen, existiert, zusammenhang, zufriedenheit, wohnsituation
Arbeit zitieren
Jana Harich (Autor), 2014, Studenten und Studentinnen in München. Existiert ein Zusammenhang zwischen Zufriedenheit und Wohnsituation?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307995

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