Knowledge spillover als Wettbewerbsvorteil. Wissenstransfer an der Universität Potsdam


Hausarbeit, 2015

24 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wissenstransfer – theoretische Grundlagen
2.1 Definition Wissenstransfer
2.2 Art des Wissens und Transfer
2.3 Dimensionen des Wissenstransfers
2.4 Wissenstransfer und Transferkanäle
2.5 Determinanten des Wissenstransfers
2.6 Externe Effekte und Wissensspillover
2.7 Kritik an der Spillovertheorie

3. Empirisches Beispiel: Universität Potsdam – Fusion des Wissenstransfers
3.1 Einleitung
3.1 Forschung, Wissenschaft und Lehre
3.3 Wirtschaft und Transfer
3.4 Aus Sicht der externen Unternehmen
3.5 Fazit aus dem empirischen Beispiel

4. Schluss

Anhang

Literaturverzeichnis

Internetquellen

1. Einleitung

Wissen ist in der heutigen Zeit eine notwendige Voraussetzung zur Wettbewerbsfähigkeit für Unternehmen und Regionen. Wissen scheint seinen eigenen Markt zu bilden und wie ein Netz im globalen Wettbewerb die ganze Welt zu umspannen. Die Bedeutung des Wissenstransfers ist dabei eklatant groß, wenn man berücksichtigt, dass Wissen lokal entsteht, es aber schafft sich global auszubreiten.

Selbst das fehlerhafte Verhalten anderer kann Probleme lösen und den wirtschaftlichen Strukturwandel unterstützen.

Diese Arbeit soll die Wichtigkeit von Wissenstransfer in Zeiten zunehmenden internationalen Standortwettbewerbs herausstellen. Dazu nimmt sie sich zunächst der Erklärung des Begriffs und seiner Dimensionen an. Wie wird der Wissenstransfer gesteuert und wie beeinflusst die Aktivität des Wissensgebers die Transaktion? Was beeinflusst die Effektivität und die Kosten des Transfers? Zur Beantwortung der Fragen bietet es sich an die Absorptionstheorie hinzu zu ziehen und mit der Theorie der Wissensspillover die theoretischen Grundlagen abzuschließen.

Schließlich wird ein empirisches Fallbeispiel folgen, welches einen problemorientierten Ansatz zum Ausbau der Marktanteile im starken Wettbewerb darstellt: die Vernetzung der Akteure im Innovationsbereich.

Die Innovationsaktivitäten der Unternehmen haben zwar eine relevante Rolle, da sie Innovationen am Markt durchsetzen. Jedoch sind überhaupt die Universitäten die Ausgangspunkte des neuen Wissens. Dort sind im hohem Maße die Komponenten Wissen, Idee und Motivation vorhanden und bilden eine starke Innovationskultur. Die Universität Potsdam ist eine Art Fusion aus dem universitätsinternen Gründer- und Transferzentrum, aus der gemeinnützigen Tochtergesellschaft der Universität und mit rein marktwirtschaftlich agierenden Unternehmen eingegangen. Dieser Fall zeigt die verschiedenen Arten und Dimensionen von Wissenstransfer auf. In welchem Maße sind die Institutionen miteinander verbunden? Welche Strukturen dienen hier der Ausschöpfung dieses Innovationspotentials? Die Arbeit soll einen Ausblick auf die Effekte, Auswirkungen und Entwicklungstendenzen einer solchen Zusammenarbeit eröffnen.

2. Wissenstransfer – theoretische Grundlagen

2.1 Definition Wissenstransfer

Mit Wissenstransfer meinen Liefner und Schätzl „den grenzüberschreitenden Transfer zwischen Partnern mit unterschiedlichem Wissensstand.“1 Nach Backhaus ist „allen Definitionen [gemein], dass es sich um einen Übertragungsmechanismus zwischen einer oder mehreren gebenden und empfangenden Personen oder Organisationen handelt.“2

Wichtig ist dabei die Unterscheidung des Transfermechanismus, der in „personifizierte und nicht-personifizierte Übertragungsobjekte“3 separiert wird. Nicht-personengebundene Objekte können Dokumentationen, wie Berichte, technische Geräte und Vorrichtungen sein. Im Gegensatz dazu sind Wissen, Erfahrungen und Fähigkeiten abhängig von ihren Trägern und für die Innovationseffektivität außerdem sehr bedeutend.4 Deswegen ist „Eine besonders effiziente Form des Übertragens von Wissen […] der gezielte Personaltransfer.“5

Weiterhin lässt sich Wissenstransfer differenzieren je nach dem zu transferierenden Gegenstand in Forschungstransfer, Technologietransfer und Wissenstransfer.6 Forschungstransfer bedeutet, dass das transferierte Wissen erst nach vorangegangener Forschung entstanden ist oder weiterentwickelt wurde. Der Transfer von technischem Investitionsgut zählt ebenso als Transfer von Wissensgut, da es technisches Wissen enthält und dieses Einfluss auf den Wissensstand des Empfängers oder Käufers haben kann. Der Transfer von organisatorischem Wissen oder Erfahrungswissen wird hingegen unter dem allgemeineren Begriff Wissenstransfer eingeordnet. Er „beinhaltet den Transfer von impliziten Wissen und das Kommunizieren von Intuition.“7 In diesem Zusammenhang sind Face-to-Face-Kontakte ein entscheidender Faktor. Dieser Wissenstransferbegriff lässt sich wiederum in seine Funktionen unterteilen, sodass man Informationstransfer, Personaltransfer und Sachmitteltransfer erhält (siehe Tabelle 1).8

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1:Wissenstransfer aus funktionaler Sicht. Quelle: eigene Darstellung in Anlehnung an S. Kuttruff, 1994: Wissenstransfer zwischen Universität und Wirtschaft. Modellgestützte Analyse der Kooperation und regionale Strukturierung – dargestellt am Beispiel der Stadt Erlangen, S. 41.

Der Transfer von Wissen ist an bestimmte Motivationen geknüpft. Neben dem schlichten Publizieren und Erzeugen von Humankapital, stehen auch das Generieren von Innovationen und damit einhergehend ökonomische Interessen im Vordergrund, sowie Wissenschaftsdialoge, z.B. mittels Verflechtungen in Kooperationen und persönliche Kontakte.

[...]


1: I. Liefner / L. Schätzl, 2012: Theorien der Wirtschaftsgeographie, S. 154.

2: A. Backhaus, 2000: Öffentliche Forschungseinrichtungen im regionalen Innovationssystem: Verflechtungen und Wissenstransfer – Empirische Ergebnisse aus der Region Südostniedersachsen, S. 20.

3: ebd.

4: vgl. ebd.

5: ebd., S. 21.

6: vgl. M. Hagen, 2006: Wissenstransfer aus Universitäten als Impulsfaktor regionaler Entwicklung: ein institutionenökonomicher Ansatz am Beispiel der Universität Bayreuth, S. 83.

7: R. Li-Hua, 2004: Technology and Knowledge Transfer in China, S. 51-56, zit. n. Ingo Liefner, Ausländische Direktinvestitionen und internationaler Wissenstransfer nach China, 2006, S. 49.

8: vgl. M. Hagen, 2006: Wissenstransfer aus Universitäten als Impulsfaktor regionaler Entwicklung: ein institutionenökonomicher Ansatz am Beispiel der Universität Bayreuth, S. 93ff.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten

Details

Titel
Knowledge spillover als Wettbewerbsvorteil. Wissenstransfer an der Universität Potsdam
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena  (Institut für Geographie)
Veranstaltung
Wirtschaftsgeographie II
Note
1,7
Autor
Jahr
2015
Seiten
24
Katalognummer
V308150
ISBN (eBook)
9783668063129
ISBN (Buch)
9783668063136
Dateigröße
612 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Wissenstransfer, Standortwettbewerb, Wissensspillover, knowledge spillover
Arbeit zitieren
Hilke Räuschel (Autor), 2015, Knowledge spillover als Wettbewerbsvorteil. Wissenstransfer an der Universität Potsdam, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308150

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