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Deutsche Portfolioinvestitionen im Ausland. Zielsetzungen und internationale Finanzierungswirkungen

Titel: Deutsche Portfolioinvestitionen im Ausland. Zielsetzungen und internationale Finanzierungswirkungen

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 20 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Michael Port (Autor:in)

BWL - Wirtschaftspolitik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In den vergangenen Jahrzehnten entwickelte sich ein komplexes Finanzsystem, dessen Bedeutung für die offenen Volkswirtschaften enorm an Bedeutung zunahm. Dabei wurden diverse Finanzinstrumente konstruiert, um Staaten, Unternehmen, als auch Privatkunden am globalisierten Handel teilnehmen zu lassen. Durch den Handel der teilnehmenden Akteure ist es in der Vergangenheit zu verschiedenen Effekten gekommen.

Auf Grund des Scheiterns der Dollar- und Goldparität des 1944 geschlossenen Bretton-Woods-Abkommens 1973, war der Weg für den internationalen Devisenhandel und damit einer umfassenden Liberalisierung der Finanzmärkte geebnet. Zuvor waren die Finanzmärkte hauptsächlich national organisiert und die meisten Währungen weltweit an den Dollar gebunden. Durch den wirtschaftlichen Aufschwung einiger westlicher Staaten in den 1980er und 1990er Jahren nahm deren Handel auf internationalen Terrain stark zu. Die Güter- und Kapitalströme globalisierten und liberalisierten den weltweiten Handel und die Finanzsysteme.

Der enorme Anstieg des Kapitals als auch des Handels zwischen den Industriestaaten in den darauffolgenden Jahrzehnten wurde mit den neuen Technologien der Computer und des Internet erst möglich, da nun Informationen direkt und jeder Zeit eingeholt und Geschäfte rund um den Globus abgeschlossen werden konnten. Das resultierende Wirtschaftswachstum brachte vor allem private Akteure wie Banken, Unternehmen, etc. mit ins Spiel. Angesichts des steigenden Kapitals wird es für alle internationalen Akteure, ob Schuldner oder Gläubiger, interessanter Kapitalströme zu ihren Gunsten umzuleiten. Eine Perspektive für beide Seiten bieten in der Regel die stark spekulativen und kurzfristigen Portfolioinvestitionen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung

2.1. Portfolio-Theorie nach Markowitz

2.2. Portfolioinvestitionen

2.2.1. Aktien

2.2.2. Schuldverschreibungen

2.2.3. Investmentfonds

3. Abgrenzung zu Direktinvestitionen

3.1. Direktinvestitionen

3.2. Portfolioinvestitionen

3.3. Rating der Emittenten

4. Aktuelle Beschreibung deutscher Portfolioinvestitionen im Ausland

4.1. Die stärksten Partner Deutschlands

4.2. Krisenbedingte Veränderungen

5. Emerging Markets

5.1. Schwellenländer als Investitionsziel

5.2. Die Asienkrise

5.2.1. Portfolioinvestitionen als Beschleuniger

5.2.2. Komplexität des internationalen Finanzsystems

5.3. Chancen und Risiken für Emerging Markets

Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Zielsetzungen und internationalen Finanzierungswirkungen deutscher Portfolioinvestitionen im Ausland, wobei insbesondere die Unterscheidung zu Direktinvestitionen und die Rolle dieser Kapitalströme in Schwellenländern beleuchtet werden.

  • Grundlagen und theoretische Fundierung (Portfolio-Theorie nach Markowitz)
  • Abgrenzung zwischen Portfolio- und Direktinvestitionen
  • Analyse deutscher Portfolioinvestitionen und deren Partnerstrukturen
  • Auswirkungen der Finanzmarktkrisen auf das Investitionsverhalten
  • Risiken und Chancen von Portfolioinvestitionen in Emerging Markets

Auszug aus dem Buch

2.1. Portfolio-Theorie nach Markowitz

1952 veröffentlicht Harry Markowitz die Portfolio-Theorie, für welche er 1990 den Nobelpreis für Ökonomie erhält und damit die Finanzwirtschaft der Moderne begründet. Größtenteils erwarten Anleger hohe Renditen, wollen aber im Gegenzug kein Risiko eingehen. Daraus „[…] ergibt sich ein traditioneller Zielkonflikt. Um einerseits die Renditen zu maximieren und andererseits das Risiko zu minimieren, müssen die Investments gegeneinander ausbalanciert werden, damit für Anleger die optimale Anlagestrategie nach Rendite-Risiko-Gesichtspunkten ermittelt werden kann“ . Markowitz plädiert daher für die ökonomisch beste Zusammensetzung der Investitionen zwischen Risiko und Renditenaussicht. „Zwar sind Rendite und Risiko eines Wertpapierinvestments untrennbar miteinander gekoppelt – mittels Diversifikation lässt sich jedoch unter bestimmten Rahmenbedingungen ein Teil des Risikos eliminieren, ohne gleichzeitig einen Renditeverlust zu verzeichnen. Diversifikation bedeutet, dass sich die Risiken der Einzeltitel nicht einfach addieren, sondern sich zum Teil gegenseitig aufheben“ . So stehen beispielsweise der Ölpreis und die Kursentwicklung von Aktien der Mineralölgesellschaften in Wechselwirkung und es ist davon auszugehen das sich beide Werte in dieselbe Richtung entwickeln. Werden zusätzlich Staatsanleihen von Öl abhängigen Länder mit in das Portfolio aufgenommen, ist die Diversifikation gleich Null, da alle Investitionen auf eine Karte setzen. In diesem Beispiel ist es nicht möglich dass sich eventuelle Verluste gegenseitig abfedern, daher legt Markowitz den potenziellen Anlegern nahe, in nicht korrelierende Papiere zu investieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Entwicklung des globalen Finanzsystems und die zunehmende Bedeutung von Portfolioinvestitionen durch die Liberalisierung der Kapitalmärkte.

2. Begriffserklärung: Dieses Kapitel definiert den Begriff Portfolio und erläutert die theoretische Basis nach Markowitz sowie die verschiedenen Formen von Portfolioinvestitionen.

3. Abgrenzung zu Direktinvestitionen: Es wird die Unterscheidung zwischen direktem Engagement mit Kontrollmotiv und rein renditeorientierten Portfolioinvestitionen vorgenommen.

4. Aktuelle Beschreibung deutscher Portfolioinvestitionen im Ausland: Das Kapitel analysiert die geografische Verteilung deutscher Investitionen und die Auswirkungen von Krisen auf die Volatilität der Kapitalströme.

5. Emerging Markets: Hier werden die Chancen und Risiken für Schwellenländer sowie die Rolle von Portfolioinvestitionen in Krisensituationen wie der Asienkrise diskutiert.

Fazit: Das Fazit fasst die Rolle von Portfolioinvestitionen als Renditequelle und Krisenbeschleuniger zusammen und reflektiert die Komplexität internationaler Finanzverflechtungen.

Schlüsselwörter

Portfolioinvestitionen, Direktinvestitionen, Markowitz, Diversifikation, Rendite, Risiko, Emerging Markets, Asienkrise, Finanzstabilität, Kapitalfluss, Volatilität, internationale Finanzbeziehungen, Aktien, Schuldverschreibungen, Investmentfonds

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Seminararbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert das Phänomen deutscher Portfolioinvestitionen im Ausland, insbesondere deren Zielsetzungen, Finanzierungseffekte und deren Rolle in internationalen Krisensituationen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen (Markowitz), die Abgrenzung zu Direktinvestitionen, die Analyse aktueller Daten deutscher Investitionen sowie die Auswirkungen auf Schwellenländer (Emerging Markets) ab.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage konzentriert sich darauf, wie Portfolioinvestitionen als Renditeinstrument dienen und welche Auswirkungen ihre hohe Volatilität auf die Stabilität von Volkswirtschaften haben kann.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung von Daten internationaler Institutionen wie dem Internationalen Währungsfonds, um aktuelle Investitionsströme darzustellen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, eine differenzierte Abgrenzung zu Direktinvestitionen, eine deskriptive Darstellung deutscher Investitionsströme und eine Analyse der Krisenanfälligkeit von Schwellenländern.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen zählen Portfolioinvestitionen, Rendite-Risiko-Optimierung, Diversifikation, Kapitalvolatilität, Schwellenländer und internationale Finanzverflechtungen.

Warum wird die Portfolio-Theorie nach Markowitz als Grundlage verwendet?

Markowitz' Theorie ist essenziell, um zu verstehen, warum Anleger durch Diversifikation versuchen, das Risiko bei gleichbleibender Rendite zu minimieren und wie dies die heutige Anlagestrategie beeinflusst.

Welche Rolle spielten die Schwellenländer in der Analyse?

Schwellenländer dienen als Fallbeispiele, um die "Beschleunigerfunktion" von Portfolioinvestitionen zu verdeutlichen, die sowohl Wachstum fördern als auch bei Kapitalabzug tiefgreifende Finanzkrisen auslösen können.

Wie unterscheidet sich die Arbeit zu früheren Krisenbetrachtungen?

Die Arbeit setzt aktuelle Krisenereignisse in Bezug zu den theoretischen Modellen und zeigt auf, dass auch bei vermeintlich stabilen Volkswirtschaften durch internationale Vernetzung neue Risikoprofile entstehen.

Was ist das Fazit des Autors hinsichtlich der Investitionen?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Portfolioinvestitionen zwar eine notwendige Renditequelle für Anleger darstellen, aber für die betroffenen Volkswirtschaften aufgrund ihrer hohen Volatilität und der Abhängigkeit von externem Kapital ein ständiges Stabilitätsrisiko bergen.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Deutsche Portfolioinvestitionen im Ausland. Zielsetzungen und internationale Finanzierungswirkungen
Hochschule
Hochschule für Politik München
Veranstaltung
Hauptseminar: Ausgewählte Fragen der internationalen Finanzbeziehungen
Note
1,7
Autor
Michael Port (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
20
Katalognummer
V308272
ISBN (eBook)
9783668071483
ISBN (Buch)
9783668071490
Sprache
Deutsch
Schlagworte
deutsche portfolioinvestitionen ausland zielsetzungen finanzierungswirkungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Michael Port (Autor:in), 2014, Deutsche Portfolioinvestitionen im Ausland. Zielsetzungen und internationale Finanzierungswirkungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308272
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