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Kommunikation über das Internet oder Face-to-Face? Ein Vergleich

Titel: Kommunikation über das Internet oder Face-to-Face? Ein Vergleich

Hausarbeit , 2015 , 18 Seiten , Note: 2,00

Autor:in: Daniel Krutsch (Autor:in)

Sozialwissenschaften allgemein
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Bei der Nutzung des Internets tut sich immer wieder die Frage auf, ob das Internet schädlich für unsere Gesellschaft ist, ob es die normale Face-to-Face-Kommunikation ersetzt oder ob es die Face-to-Face-Kommunikation substantiell verändert. Zu dieser Debatte leistet diese Arbeit einen Beitrag.

In dieser Hausarbeit soll zunächst gezeigt werden, wie Kommunikation über das Internet aussieht. Darauf sollen diese Formen der Kommunikation mit der Face-to-Face-Kommunikation, also der Kommunikation im „echten Leben“, in der man sich physikalisch gegenübersteht, anhand verschiedener Theorien verglichen werden. Daraufhin wird diskutiert, ob diese Unterschiede sich auf die Face-to-Face-Kommunikation auswirken und wie diese Effekte aussehen, falls es sie gibt.
Zum Ende werden die Ergebnisse noch einmal zusammengefasst, um dann ein abschließendes Fazit ziehen zu können.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Wie verläuft Kommunikation im Internet?

a. Signale

b. Synchronizität

c. Anonymität und Exklusivität

III. Vergleich zur Face-to-Face-Kommunikation

a. Zur Kommunikation selbst

b. Ebenen der Kommunikation

c. Frame

IV. Einfluss auf die Face-to-Face-Kommunikation

V. Zusammenfassung der Ergebnisse

VI. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die grundlegenden Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen internetbasierter Kommunikation und der Face-to-Face-Kommunikation, um zu klären, ob das Internet die persönliche Interaktion ersetzt, verändert oder lediglich ergänzt.

  • Analyse der Signale und Formen der Online-Kommunikation
  • Synchronizität, Anonymität und Exklusivität als Einflussfaktoren
  • Vergleichende Untersuchung anhand soziologischer Konzepte
  • Die Rolle von "Frames" (Rahmen) in der Wahrnehmung sozialer Situationen
  • Diskussion über den Einfluss digitaler Kommunikation auf zwischenmenschliche Beziehungen

Auszug aus dem Buch

c. Frame

Gespräche und jede andere Art von Kommunikation und soziales Handeln stehen nie komplett ohne Zusammenhang im sozialen Raum. Es gibt immer einen Kontext, ein davor, ein danach. Jeder Teilnehmer einer sozialen Handlung hat eigene Erfahrungen, eigene Vorstellungen, eigene Erwartungen und so weiter. Für diesen Kontext hat Erving Goffman das Konzept des Rahmens (im Original frame) entwickelt, dass genau die vorher genannten Gegebenheiten beschreibt.

Um zu verstehen, welche Unterschiede es bei den Wirkungen der frames in der Face-to-Face-Kommunikation im Vergleich zur Kommunikation über das Internet gibt, soll hier zunächst erläutert werden, was mit frame überhaupt gemeint ist.

Generell bezeichnet Goffman den Rahmen als ein unbewusstes Muster und Schemata, die Menschen im alltäglichem Leben nutzen, um Situationen, die man im im Verlaufe seines Lebens erfahren kann, zu verstehen und zu analysieren. Wichtig dabei ist, dass diese Rahmen unbewusst angewendet werden, da sie dazu dienen, schnell eine Situation zu erkennen und diese zu analysieren. Dies soll in erster Linie dazu dienen sich schnell und problemlos in der Gesellschaft bewegen zu können (vgl. Goffman, 1974: 5). Goffman geht in seiner Rahmenanalyse vor allem darum, wie Menschen Realität wahrnehmen (vgl. Goffman, 1973: 2) und das normale Leben von beispielsweise Theatervorstellungen oder anderen Ausnahmesituationen unterscheiden (vgl. Goffman, 1973: 10).

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in die Bedeutung des Internets als Kommunikationsmedium ein und formuliert die Forschungsfrage, ob das Internet die klassische Face-to-Face-Kommunikation ersetzt oder substantiell verändert.

II. Wie verläuft Kommunikation im Internet?: In diesem Kapitel werden die technischen und sozialen Aspekte der Online-Kommunikation beleuchtet, insbesondere die Bedeutung von Textnachrichten, Emoticons und der Struktur von sozialen Netzwerken.

a. Signale: Der Abschnitt fokussiert auf die Kompensation nonverbaler Signale durch Emoticons und Textkonventionen, um die Defizite gegenüber der physischen Anwesenheit auszugleichen.

b. Synchronizität: Hier wird der Unterschied zwischen synchronem Austausch, wie in Instant-Messengern, und asynchroner Kommunikation, etwa via E-Mail oder Websites, analysiert.

c. Anonymität und Exklusivität: Dieser Teil betrachtet, wie unterschiedliche Plattformen Anonymität ermöglichen und welche Auswirkungen die Reichweite von Online-Posts auf die Kommunikation hat.

III. Vergleich zur Face-to-Face-Kommunikation: Dieses Kapitel stellt die physische Kommunikation den digitalen Formen gegenüber und arbeitet strukturelle Unterschiede heraus.

a. Zur Kommunikation selbst: Hier werden die Hürden der technischen Barriere und das Fehlen des "turn-taking" im Vergleich zur direkten Interaktion diskutiert.

b. Ebenen der Kommunikation: Der Abschnitt erläutert die Mikro-, Meso- und Makro-Ebene und wie sich Kommunikation im Netz durch öffentliche Resonanz, wie bei "Shitstorms", anders verhält.

c. Frame: Basierend auf Goffmans Rahmenanalyse wird erörtert, wie schwer es fällt, in der Online-Kommunikation den korrekten Deutungsrahmen für eine soziale Situation zu identifizieren.

IV. Einfluss auf die Face-to-Face-Kommunikation: Das Kapitel diskutiert, inwiefern das Internet als Ergänzung zu existierenden sozialen Strukturen fungiert und warum es die reale Begegnung nicht vollständig ersetzen kann.

V. Zusammenfassung der Ergebnisse: Die zentralen Erkenntnisse über die Ergänzungsfunktion des Internets und die Erschwerung sozialer Deutungsprozesse durch Textmedien werden zusammengefasst.

VI. Fazit: Das Fazit schließt mit der Feststellung, dass die Angst vor einem Verfall sozialer Strukturen unbegründet ist und die Soziologie des Internets weiter an Bedeutung gewinnen wird.

Schlüsselwörter

Kommunikation, Internet, Face-to-Face, Erving Goffman, Rahmenanalyse, Frame, Soziologie, Online-Kommunikation, Soziale Interaktion, Signale, Synchronizität, Anonymität, Digitale Medien, Shitstorm, Mediensoziologie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit vergleicht die Kommunikation im Internet mit der Face-to-Face-Kommunikation und untersucht, wie sich die Bedingungen der Interaktion in beiden Welten unterscheiden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Themen umfassen die Art der Signalübertragung (Text vs. Mimik/Gestik), die Bedeutung von Synchronizität, Anonymität sowie die Anwendung soziologischer Konzepte wie der Rahmenanalyse auf Online-Plattformen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu klären, ob die digitale Kommunikation die klassische Face-to-Face-Kommunikation im "echten Leben" ersetzt, ergänzt oder grundlegend verändert.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretisch-analytische Herangehensweise, wobei insbesondere die soziologischen Theorien von Erving Goffman auf die Online-Kommunikation angewandt werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der Online-Kommunikation, einen direkten Vergleich der Interaktionsformen und eine Diskussion über den tatsächlichen Einfluss des Internets auf unser Sozialverhalten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Face-to-Face-Kommunikation, Rahmenanalyse (Frame), Interaktionsformen, Online-Soziologie und digitale Interaktion.

Was besagt die Rahmenanalyse von Goffman in Bezug auf das Internet?

Goffman beschreibt, dass Menschen unbewusste Schemata nutzen, um Situationen einzuordnen. Das Internet erschwert dieses Einordnen, da wichtige nonverbale Signale fehlen, die sonst den Kontext ("Frame") einer Situation klar erkennbar machen.

Warum wird die Kommunikation im Internet im Fazit als "Ergänzung" und nicht als "Ersatz" bezeichnet?

Da das Internet bei der Vermittlung von Erotik, Sexualität und komplexen zwischenmenschlichen Prozessen an Grenzen stößt und der Wunsch nach physischer Präsenz bestehen bleibt, fungiert es eher als unterstützendes Medium für bereits bestehende soziale Gefüge.

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Details

Titel
Kommunikation über das Internet oder Face-to-Face? Ein Vergleich
Hochschule
Universität Osnabrück
Veranstaltung
Mikrosoziologie
Note
2,00
Autor
Daniel Krutsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
18
Katalognummer
V308493
ISBN (eBook)
9783668066649
ISBN (Buch)
9783668066656
Sprache
Deutsch
Schlagworte
kommunikation internet face- vergleich
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Daniel Krutsch (Autor:in), 2015, Kommunikation über das Internet oder Face-to-Face? Ein Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308493
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  18  Seiten
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