Legal Highs. Harmloser Spaß oder doch gefährlich?


Hausarbeit, 2015

11 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung

3.Entwicklung des Phänomens

4. Einteilung der Legal Highs
4.1 Synthetische Cannabinoide
4.2 Andere Legal Highs
4.3 Research Chemicals

5.Besonderheiten des Phänomens

6.Rechtslage in Deutschland

7. Fazit

8. Literaturverzeichnis

9. Quellenverzeichnis

10. Rechtsquellenverzeichnis

1. Einleitung

Legal Highs, die alternative zu den bekannten illegalen Drogen beschäftigen seit mehreren Jahren die Politik und die Strafverfolgungsbehörden. Sie locken mit fantasievollen Namen wie ,,Monkees go Banana", ,,Bonzai Citrus" oder ,,Ibiza More". Mithilfe von geschickten Marketingstrategien, werden die Legal High - Produkte in bunten Tütchen über das Internet vertrieben. Dabei sind sie als Räuchermischungen, Lufterfrischer oder Badesalze deklariert.1 Diese Ausarbeitung wird sich der Fragen widmen, ob Legal Highs nur harmloser Spaß sind oder ob von Ihnen doch eine Gefahr ausgeht.

2. Begriffsbestimmung

Der Begriff Legal Highs wurde hauptsächlich von den Händlern dieser Produkte geprägt. Jedoch wird dieser Begriff in dieser Ausarbeitung verwendet, da dieser in den Internetshops, Foren und in den Medien vertreten ist.2 Weitere Bezeichnungen für Legal Highs sind Designer Drugs oder Neue psychoaktive Substanzen (NPS). Unter dem Begriff Legal Highs fallen neue pflanzliche oder synthetische Substanzen mit psychoaktiver Wirkung, die in Bezug auf Struktur und Wirkungsweise oftmals viel Ähnlichkeit mit bekannten illegalen Drogen haben.3 Legal High - Produkte enthalten so genannte Research Chemicals, das sind Substanzen aus der Pharmaforschung, die in illegalen Labors zusammengemischt werden. Die meistens legalen Substanzen, werden mittlerweile ebenfalls in illegal gehandelten Drogen beigemischt.

3. Entwicklung des Phänomens

Legal Highs tauchten erstmals im Jahr 2004 als Räuchermischungen unter dem Namen ,,Spice" auf. Öffentliche Aufmerksamkeit erregte das Phänomen allerdings erst im Jahr 2008. Durch die Medienerstattung erregte das Produkt ,,Spice" in Ländern wie Deutschland, Polen und Großbritannien eine hohe Popularität.4 Die Internetforen füllten sich mit Erfahrungs- und Erlebnisberichten über die Räuchermischungen, sodass die Onlineshops schnell leer gekauft waren. Internetforen sind heute immer noch die beste Informationsquelle für Konsumenten um sich über Produkte zu informieren. Laut Produktbeschreibung enthielt das Produkt Spice lediglich wirksame Kräuter sowie exotische Aromen die zum Räuchern bestimmt seien. Aufgrund der Cannabis - ähnlichen Wirkung erfreute sich Spice in der Drogenszene großer Beliebtheit.

Im Dezember 2008 fanden deutsche Untersuchungslabore heraus, dass die Cannabis - ähnliche Wirkung auf zwei synthetische Cannabinoide zurückzuführen war. Nämlich CP 47,797 und das Aminoalkylindol JWH-018. Diese beiden Substanzen wurden durch die 22. BtMÄndV5 vom 22.01.2009 zunächst für 1 Jahr der Anlage 2 zum BtMG hinzugefügt. Daraufhin gab es zahlreiche BtMÄndV und viele weitere Produkte wie ,,Bombay-Blue" kamen auf den Markt.6

4. Einteilung der Legal Highs

Diese Ausarbeitung unterscheidet Legal High - Produkte in drei Gruppen. Den synthetischen Cannabinoiden, anderen Legal Highs und Research Chemicals.7 Entnommen ist diese Unterscheidung aus der Online- Befragung zum Thema ,,Legal Highs" der Goethe-Universität Frankfurt am Main, da diese Online-Befragung im späteren Verlauf dieser Ausarbeitung noch analysiert wird. Es ist festzuhalten, dass es sehr viel feinere Unterscheidungen vor allem hinsichtlich der einzelnen synthetischen Stoffe gibt. Diese sind für den Polizeiberuf jedoch nicht relevant.

4.1 Synthetische Cannabinoide

Synthetische Cannabinoide8 haben eine ähnliche Wirkung wie THC9, dem Wirkstoff in Cannabis. Die JWH's, also die Wirkstoffe von den synthetischen Cannabinoiden, hat der Chemiker John W. Huffman bereits in den achtziger Jahren entwickelt. Sie sollten ursprünglich in der Behandlung von Multipler Sklerose, AIDS oder nach einer Chemotherapie verwendet werden. Diese Substanzen wurden nie systematisch am Menschen getestet.10

Da diese Substanzen nie am Menschen getestet wurden gibt es derzeit noch keine Erkenntnisse über langfristige gesundheitliche Folgen. Synthetische Cannabinoide scheinen jedoch erheblich gesundheitsschädlicher als THC zu sein, obwohl die Wirkung sehr ähnlich ist. Das kann daran liegen, dass die synthetischen Substanzen Agonisten der Cannabinoidrezeptoren sind, während THC nur ein Teilagonist ist. Sie können zum Beispiel psychotische Episoden, Panikattacken, Herzklopfen, Übelkeit und Krämpfe hervorrufen. Möglicherweise schädigen sie auch die Organe. Des Weiteren weisen Erfahrungsberichte darauf hin, dass einige synthetische Cannabinoide ein sehr starkes Abhängigkeitspotential haben.11

Synthetische Cannabinoide werden hauptsächlich in Räuchermischungen oder Kräutermischungen verkauft. Die Research Chemicals werden dabei in flüssiger Form auf die legalen pflanzlichen Bestandteile aufgetragen. Bei den Tütchen handelt es sich meistens um ein oder drei Gramm Tütchen. Der Straßenpreis liegt bei einer 3g Räuchermischung im Jahr 2011 bei 12 bis 18 Euro in Online Shops. Mit 3g Tütchen lassen sich ungefähr acht Joints drehen.12 Diese Räuchermischungen werden also als Joint, in einer Pfeife oder in einer Bong geraucht. Die Wirkung tritt nach dem Rauchen meistens nach wenigen Minuten ein.

4.2 Andere Legal Highs

Bei anderen Legal Highs handelt es sich um einen Sammelbegriff. Hierunter fallen alle Produkte außer den Räuchermischungen und Kräutermischungen. Unter anderem Cathinonderivate und Piperazine.13 Deklariert werden diese Produkte als ,,Badesalze", ,, Raumlufterfrischer" oder ,,Düngerpillen". Wie bei den Räuchermischungen handelt es sich hierbei um falsch deklarierte Produkte, wobei die meisten Produktverpackungen keine Angaben zu den Wirkstoffen machen. Das Wirkspektrum dieser Produkte erstreckt sich hin zwischen Stimulanzien und Entaktogenen.

[...]


1 Vgl. polizei-dein-partner.de: ,,Legal Highs" - alles andere als legal.

2 Vgl. Abschlussbericht - Online-Befragung zum Thema ,,Legal Highs" S.7.

3 Vgl. Research Chemicals und deren Bedeutung für die soziale Arbeit S.6-7.

4 Vgl. legalhighinhaltsstoffe.de: Fachkräfte.

5 Betäubungsmittelrechts-Änderungsverordnung

6 Vgl. ,,Legal-High"-Produkte - wirklich legal? - Kräutermischungen, Badezusätze und Lufterfrischer aus betäubungs- und arzneimittelrechtlicher Sicht S.498.

7 Vgl. Abschlussbericht - Online-Befragung zum Thema ,,Legal Highs" S.19-20.

8 korrekte Bezeichnung: Cannabinoid-Rezeptor-Agonisten

9 9 -Tetrahydrocannabinol

10 Vgl. legalhighinhaltsstoffe.de: Substanzen.

11 Vgl. legalhighinhaltsstoffe.de: Fachkräfte.

12 Vgl. Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht: Synthetische Cannabinoide und Spice.

13 Vgl. ,,Legal-High"-Produkte - wirklich legal? - Kräutermischungen, Badezusätze und Lufterfrischer aus betäubungs- und arzneimittelrechtlicher Sicht S.499.

Ende der Leseprobe aus 11 Seiten

Details

Titel
Legal Highs. Harmloser Spaß oder doch gefährlich?
Hochschule
Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen; Bielefeld  (PVD)
Note
1,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
11
Katalognummer
V308748
ISBN (eBook)
9783668073715
ISBN (Buch)
9783668073722
Dateigröße
560 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
legal, highs, harmloser, spaß, hausarbeit, seminararbeit, ausarbeitung, fhöv, fachhochschule, öffentliche, verwaltung, nrw, bielefeld, pvd, polizeivollzugsdienst, nordrhein-westfalen, referat, cannabinoide, synthetische, drogen, cannabis, research, chemicals, neue, psychoaktive, substanzen, nps, spice, badesalz, raumlufterfrischer, düngerpillen
Arbeit zitieren
Philipp Pelka (Autor), 2015, Legal Highs. Harmloser Spaß oder doch gefährlich?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308748

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