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Telemedizin im modernen Gesundheitsmarkt

Title: Telemedizin im modernen Gesundheitsmarkt

Diploma Thesis , 2014 , 44 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Anonym (Author)

Health - Miscellaneous
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Das Gesundheitswesen in Deutschland steht aufgrund des demografischen Wandels einer Entwicklung gegenüber, welche in Zukunft einen steigenden Kostendruck, hohe Qualitätsansprüche und damit einhergehend große Herausforderungen mit sich bringt. Als besonders dringlich wird hier das Problem der hausärztlichen Versorgung gesehen. Bis zum Jahr 2020 sollen etwa 24.000 Hausärzte, größtenteils aus den neuen Bundesländern, das System verlassen. Auch die unzureichende Koordination der Versorgungsstrukturen stellt ein großes Problem dar. Um die wachsenden Belastungen des Gesundheitssystems zu minimieren und die Qualität und Effizienz der gesundheitlichen Versorgung in Deutschland in Hinblick auf Multimorbidität und Komplexität von Krankheitsverläufen zu sichern, ist es notwendig, Versorgungsstrukturen weiterzuentwickeln und auszubauen. Eine mögliche Lösung für diese Problematik könnte der Einsatz von Telemedizin sein. Die Entwicklung in der Medizin- und Informationstechnik ermöglicht eine verbesserte Versorgung auch über räumliche Distanzen hinweg und kann unterstützend beim Austausch zwischen zwei verschiedenen medizinischen Leistungsbringern genutzt werden. Telemedizin kann sektorübergreifenden Daten- und Informationsaustausch ermöglichen und insbesondere in ländlichen Regionen dazu beitragen, Lücken in der ambulanten häuslichen Versorgung zu schließen. Alles in allem bietet Telemedizin großes Potenzial, Qualität und Effizienz im modernen Gesundheitsmarkt zu steigern.
Die vorliegende Arbeit untersucht die Frage, ob es möglich ist, Telemonitoring als Teilbereich der Telemedizin am modernen Gesundheitsmarkt zu etablieren und damit in Zukunft Kosten für die Versorgung von chronisch kranken Patienten zu senken.
 

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Vorgehensweise

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Telemedizin

2.2 Telemonitoring

2.3 Geschichte und Entwicklung von Telemedizin und Telemonitoring

3. Der Markt für Telemonitoring

3.1 Anwendungsbereiche der Telemedizin

3.2 Telemonitoring und der demografische Wandel

3.3 Der Markt für Telemonitoring in Deutschland

3.4 Finanzierung von Telemonitoring in Deutschland

4. Telemonitoring und seine Zielgruppen

4.1 Telemonitoring für chronisch Kranke

4.1.1 Telemonitoring bei COPD

4.1.2 Telemonitoring bei Diabetes mellitus

4.1.3 Telemonitoring bei Herzinsuffizienz

4.2 Weitere Telemonitoring-Anwendungen

5. Praktische Anwendungsbeispiele für Telemonitoring

5.1 CorBene: Telemonitoring als Bestandteil der Therapie bei Herzinsuffizienz

5.1.1 Epidemiologie der Herzinsuffizienz

5.1.2 Ergebnisse der SHAPE-Studie

5.1.3 Integrierte Versorgung: CorBene

5.2 Ergometrie-Telemonitoring bei COPD-Patienten an der Helios-Klinik Hagen-Ambrok

5.2.1 Das Projekt

5.2.2 Die Projektziele

6. Einsatz und Nutzen von Telemonitoring

6.1 Ökonomischer Nutzen

6.2 Medizinischer Nutzen

6.2.1 Zeitersparnis

6.2.2 Vereinfachte Diagnosestellung

6.2.3 Optimiertes Therapiemanagement

7. Akzeptanz von Telemonitoring

7.1 Akzeptanz beim Patienten

7.2 Akzeptanz beim medizinischen Leistungserbringer

7.3 Akzeptanz beim Kostenträger

8. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, ob Telemonitoring als Teilbereich der Telemedizin erfolgreich im deutschen Gesundheitsmarkt etabliert werden kann, um langfristig Kosten in der Versorgung chronisch kranker Patienten zu senken und die Qualität der medizinischen Behandlung zu sichern.

  • Demografischer Wandel und die Herausforderungen für das Gesundheitssystem.
  • Finanzierungshürden und regulatorische Rahmenbedingungen von Telemedizin in Deutschland.
  • Einsatzmöglichkeiten bei Volkskrankheiten wie COPD, Diabetes und Herzinsuffizienz.
  • Praktische Anwendungsbeispiele und deren Auswirkungen auf Behandlungskosten und Patientenversorgung.
  • Akzeptanzfaktoren bei Patienten, Ärzten und Kostenträgern.

Auszug aus dem Buch

4.1.3 Telemonitoring bei Herzinsuffizienz

Die Herzinsuffizienz ist eine der häufigsten Todesursachen und Gründe für eine Wiedereinweisung in ein Krankenhaus in der westlichen Hemisphäre. In Europa wird die Zahl der Patienten mit Herzinsuffizienz auf etwa 10 Millionen geschätzt. Als Herzinsuffizienz wird eine Herzschwäche und damit die Unfähigkeit des Organs bezeichnet, den gesamten Körper ausreichend mit Blut und Sauerstoff zu versorgen. Typische Symptome der Herzinsuffizienz sind Atemnot, Wassereinlagerungen in den Beinen und damit einhergehend Gewichtszunahme. Zusätzlich leiden Patienten an Krankheiten, die den Herzmuskel schädigen können, wie Bluthochdruck, koronare Herzkrankheit oder Krankheiten, die den Herzmuskel oder die Herzklappe direkt angreifen, wie zum Beispiel eine Myokarditis.

Ist das Herz aufgrund eines erhöhten Blutdruckes gezwungen, gegen einen großen Widerstand im Herzkreislaufsystem anzukämpfen, hat dies eine Veränderung des Herzmuskels zur Folge. Es kommt zu einer Größen- und Massenzunahme des Herzmuskels, welche langfristig zu einer Verschlechterung der Funktion, einem erhöhten Sauerstoffbedarf und zur Überbelastung des Herzens führt. Leidet der Patient an verengten Arterien, einer sogenannten koronaren Herzkrankheit, wird der Herzmuskel nicht ausreichend mit Blut versorgt und der daraus resultierende Sauerstoffmangel macht den Patienten besonders bei Anstrengung weniger leistungsfähig. Die New Yorker Heart Association hat die Herzinsuffizienz in Schweregrad I–IV klassifiziert, wobei bei Grad I unter normaler Belastung Beschwerdefreiheit, bei Grad IV dagegen bereits in Ruhe eine erhebliche körperliche Einschränkung besteht. In Abbildung 1 werden die einzelnen Stadien der Herzinsuffizienz dargestellt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die durch den demografischen Wandel bedingten Herausforderungen des Gesundheitswesens und definiert das Ziel der Arbeit, den Einsatz von Telemonitoring zur Kostensenkung bei chronisch Kranken zu prüfen.

2. Theoretische Grundlagen: Hier werden die zentralen Begrifflichkeiten Telemedizin und Telemonitoring erklärt sowie ein historischer Überblick über die Entwicklung dieser Technologien gegeben.

3. Der Markt für Telemonitoring: Dieses Kapitel beleuchtet das Marktpotenzial, die Einflüsse der Demografie sowie die komplexen Finanzierungsstrukturen im deutschen Gesundheitsmarkt.

4. Telemonitoring und seine Zielgruppen: Der Fokus liegt hier auf chronisch Kranken, wobei spezifisch die Einsatzgebiete bei COPD, Diabetes mellitus und Herzinsuffizienz betrachtet werden.

5. Praktische Anwendungsbeispiele für Telemonitoring: Anhand des Projekts CorBene und eines Ergometrie-Telemonitorings bei COPD-Patienten werden konkrete Anwendungsszenarien und deren Nutzen illustriert.

6. Einsatz und Nutzen von Telemonitoring: Dieses Kapitel analysiert sowohl den ökonomischen Nutzen durch Einsparungen als auch den medizinischen Nutzen hinsichtlich Therapieoptimierung und Diagnosesicherheit.

7. Akzeptanz von Telemonitoring: Hier werden die Vorbehalte und Einstellungsmuster der drei Hauptakteure – Patienten, Leistungserbringer und Kostenträger – untersucht.

8. Fazit und Ausblick: Abschließend fasst die Autorin die Ergebnisse zusammen und gibt eine Einschätzung zur zukünftigen Entwicklung von Telemonitoring im deutschen Gesundheitssystem.

Schlüsselwörter

Telemedizin, Telemonitoring, Gesundheitsmarkt, Herzinsuffizienz, COPD, Diabetes mellitus, demografischer Wandel, Kostenreduktion, E-Health, Patientenversorgung, Leistungserbringer, Kostenträger, Prävention, Rehabilitation, Versorgungsqualität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Einsatzmöglichkeiten von Telemonitoring als Teilbereich der Telemedizin im modernen deutschen Gesundheitswesen, insbesondere im Hinblick auf chronisch kranke Patienten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Themen sind die Auswirkungen des demografischen Wandels, die Finanzierung telemedizinischer Leistungen, die medizinischen Einsatzgebiete sowie die Akzeptanz bei Patienten, Ärzten und Krankenkassen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist herauszufinden, ob Telemonitoring dabei helfen kann, die Gesundheitsversorgung zu verbessern und gleichzeitig die steigenden Kosten für die Versorgung chronisch Kranker langfristig zu senken.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine fachliche Analyse auf Basis von Literaturstudien, klinischen Studien und der Untersuchung bereits existierender Praxismodelle wie dem CorBene-Vertrag.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen, einer Marktanalyse, der Anwendung bei spezifischen Krankheitsbildern, der Darstellung praktischer Beispiele sowie einer kritischen Bewertung von Nutzen und Akzeptanz.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Telemedizin, Telemonitoring, Herzinsuffizienz, COPD, Diabetes, Kostenreduktion, demografischer Wandel und Versorgungsqualität.

Warum ist die Finanzierung von Telemonitoring laut der Autorin ein Problem?

Derzeit fehlen im EBM-System weitgehend standardisierte Abrechnungsziffern, weshalb Telemonitoring-Leistungen oft auf Pilotprojekte, integrierte Verträge oder Selbstzahlerlösungen begrenzt bleiben.

Welche Rolle spielen die Leistungserbringer (Ärzte) bei der Akzeptanz?

Ärzte stehen der Telemedizin häufig skeptisch gegenüber, da sie einen erhöhten administrativen Mehraufwand befürchten und ihre bestehende Arzt-Patienten-Beziehung durch die neuen Technologien negativ beeinflusst sehen.

Welches Fazit zieht die Autorin bezüglich der Zukunft?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass Telemonitoring unverzichtbar wird, der Erfolg aber maßgeblich von einer verbesserten Akzeptanz durch alle Akteure und angepassten gesetzlichen Rahmenbedingungen abhängt.

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Details

Title
Telemedizin im modernen Gesundheitsmarkt
College
Hanseatische Verwaltungs- und Wirtschafts- Akademie VWA gemeinnützige GmbH, Studienzentrum Hamburg
Course
Sozial- und Gesundheitsmanagement
Grade
2,7
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2014
Pages
44
Catalog Number
V308804
ISBN (eBook)
9783668073142
ISBN (Book)
9783668073159
Language
German
Tags
telemedizin gesundheitsmarkt
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2014, Telemedizin im modernen Gesundheitsmarkt, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308804
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