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Herausforderungen für die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik, Bundeswehr und Reserve

Humanitäre Auslandseinsätze der Bundeswehr 2004-2014

Title: Herausforderungen für die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik, Bundeswehr und Reserve

Bachelor Thesis , 2015 , 47 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Politics - Topic: Peace and Conflict, Security
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Gerade für die Bundesrepublik Deutschland und die Bundeswehr bedeutet ein Wandel der Geopolitik und -strategie auch einen Wandel der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik der EU und NATO. Bedingt durch den Mauerfall und vor allem durch die Erfahrung von Einsätzen in den 90ern, zieht die Bundeswehr Lehren, derer sie mit einem noch andauernden Reformationsprozess von einer konventionellen Streitkraft zu einer Einsatz und Interventionsarmee gerecht zu werden versucht. Da sich auch durch die Federführung der EU im Zuge gemeinsamer und vernetzter Sicherheits- und Außenpolitik eine Änderung der Einsatzspektren ergibt, soll dieser erläutert werden.

Im Folgenden soll der theoretische Ansatz der Arbeit dargestellt werden:

Hier setzt Henry Kissingers Werk „Diplomacy“ an, welches der realistischen Schule der internationalen Beziehungen zuzuordnen ist, an. Insbesondere der Part des Buches, der nach dem Kalten Krieg den Begriff der New World Order besetzt, drückt aus, wie Menschenrechte, ökonomische Stabilität und Sicherheitsbewusstsein an Bedeutung für das militärische und geostrategische Denken gewinnen. Supranationale Zusammenarbeit und Kooperation von Staaten auf humanitärer Ebene waren ebenfalls Ziele, die das genannte Werk als wichtig erachtete, dabei jedoch aufgrund der Anlehnung an die realistische Schule die Notwendigkeit von Militärkräften gegeben sieht, da es Fraktionen gibt, die ihre Interessen mit Waffengewalt durchsetzen wollen.

Es zeigen sich auch innerhalb Deutschlands verschiedene Ansätze in der akademischen Forschung. Während die Bundeswehr eher dem realistischen Ansatz folgt und das Thema Sicherheitspolitik erfolgt, zeigt die andere Strömung in Richtung Friedens- und Konfliktforschung. Diese beiden Strömungen, des ansonsten vernachlässigten Themas akademischer Leitfragen, zeigen die unterschiedlichen Denkansätze der politikwissenschaftlichen Debatte um die Ausrichtung der Bundeswehr und deren Auslandseinsätze.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Einführung in die Thematik

1.2 Methodik, Fragestellung und Forschungsstand

2. Diplomacy und das Ende der Bipolarität in den internationalen Beziehungen

2.1 Kissinger’s Diplomacy und die New World Order

2.2 Das Ende der Bipolarität

2.3 Das akademische Dilemma: Sicherheitspolitik vs. Friedens- und Konfliktforschung

3. Humanitäre Einsätze als außenpolitisches Instrument

3.1 Definition: Humanitäre Einsätze, Außenpolitik

3.1.1 Humanitäre Einsätze seit Gründung der Bundeswehr

3.1.2 Neue Humanitäre Engagements: Beobachtereinsätze

3.2 Abgrenzung zur militärischen Intervention

3.3 Mandatierung und rechtliche Grundlagen

3.4 Entwicklungszusammenarbeit als Konfliktprävention bei humanitären Einsätzen

4. Die humanitären Einsätze 2004- 2014 der Bundeswehr im Detail

4.1 Laufende und abgeschlossene Humanitäre Einsätze 2004- 2014

4.2 Strategiewechsel der Außenpolitik und neue Herausforderungen für die Bundeswehr

5. Die Bedeutung von Fachkräften: CIMIC und Reserve bei Auslandseinsätzen

5.1 Reserve

5.2. CIMIC/ZMZ

5.3 Konzeption der Einbindung dieser Konzepte auf dem Prüfstand

5.4 Perspektiven CIMIC und Reserve für Humanitäre Einsätze

6. Ausblick und Risiken humanitärer Einsätze im Rahmen der Transformation der BW

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den strategischen Wandel der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik im Kontext humanitärer Auslandseinsätze der Bundeswehr zwischen 2004 und 2014 sowie die damit verbundenen Herausforderungen für die Zivil-militärische Zusammenarbeit (ZMZ) und die Rolle der Reserve.

  • Wandel der geostrategischen Rolle der Bundeswehr nach dem Ende der Bipolarität.
  • Analyse der Einbindung von Reservisten und Fachkräften (CIMIC) in humanitäre Missionen.
  • Bewertung der Vernetzung von Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik.
  • Identifikation von Risiken und Defiziten bei der Transformation der Streitkräfte.
  • Diskussion von Lösungsansätzen für eine effektivere Konzeption humanitärer Einsätze.

Auszug aus dem Buch

1.1 EINFÜHRUNG IN DIE THEMATIK

Die Militärsoziologie, -geschichte und auch die internationalen Beziehungen verzeichnen mit dem Fall des Eisernen Vorhanges 1990 einen Umbruch in der Konfliktdynamik. Gab es früher zwei Blöcke, Ost und West respektive NATO und Warschauer Pakt, zerfielen diese bipolaren Strukturen und viele regionale, lokale und territoriale Konflikte entstanden. Die Bundeswehr sieht sich vor allem auch seit 9/11 der Herausforderung gegenüber eine Transformation von konventioneller Streitkraft zu einer Einsatz- und Interventionsarmee zu werden. Dieser Wandel zeigt sich in der inneren Führung, der Häufigkeit von Einsätzen und nicht zuletzt in Struktur und Equipment, um diesem Wandel der Geostrategie und Dynamik gerecht zu werden.

Die Risiken humanitärer Interventionen müssen insbesondere im Hinblick auf Spoiler und durch aufgelöste Verträge free agents überdacht werden, so dass dich in puncto force protection auch eine klare Trennlinie bei vielen humanitären Einsätzen zu militärischen Interventionen schwer erkennen lässt. Darüber hinaus gewinnt die Zusammenarbeit mit Nicht-Regierungsorganisationen und Humanitären Hilfsorganisationen an Gewicht, da diese darauf abzielen durch nachhaltige Entwicklung und Hilfeleistung ihren Beitrag zu Frieden und Entwicklung zu gewährleisten. Diese Genese der Außen- und Entwicklungspolitik ist jedoch ein relatives Novum, da es doch Humanitäre Einsätze im Rahmen der Katastrophenhilfe seit Anfang der 60er Jahre gibt. Diese reine Katastrophenhilfe hat sich jedoch seit dem Fall des Eisernen Vorhangs zu einem breiteren Aufgabenspektrum gewandelt. Denn, wenn man sich umblickt, muss man feststellen, dass unsere Nachbarschaft zu einem Krisenbogen gewachsen ist, vom Norden Afrikas bis in den Nahen Osten. Die Bundeswehr wird, zur Prävention eingesetzt, Wahlen zu beobachten, Naturkatastrophen zu bekämpfen, Infrastruktur aufzubauen, Kriegsparteien zu trennen, Pufferzonen zu überwachen, einheimische Streitkräfte zu unterstützen oder aufzubauen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den historischen Umbruch in der Konfliktdynamik seit 1990 und erläutert die daraus resultierende notwendige Transformation der Bundeswehr sowie das Erkenntnisinteresse der Arbeit.

2. Diplomacy und das Ende der Bipolarität in den internationalen Beziehungen: Dieses Kapitel analysiert Henry Kissingers Werk „Diplomacy“ als theoretischen Rahmen und thematisiert das Ende der bipolaren Weltordnung sowie das akademische Dilemma zwischen Sicherheits- und Friedensforschung.

3. Humanitäre Einsätze als außenpolitisches Instrument: Hier werden Definitionen für humanitäre Einsätze dargelegt, eine historische Einordnung vorgenommen sowie rechtliche Grundlagen und die Rolle der Entwicklungszusammenarbeit als Konfliktprävention diskutiert.

4. Die humanitären Einsätze 2004- 2014 der Bundeswehr im Detail: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Übersicht und Analyse ausgewählter humanitärer Einsätze der Bundeswehr im genannten Zeitraum und bewertet den Strategiewechsel der Außenpolitik.

5. Die Bedeutung von Fachkräften: CIMIC und Reserve bei Auslandseinsätzen: Der Fokus liegt auf der Rolle von Reservisten und CIMIC-Fachkräften, deren unzureichende Einbindung kritisch hinterfragt und Perspektiven für eine verbesserte Personalentwicklung aufgezeigt werden.

6. Ausblick und Risiken humanitärer Einsätze im Rahmen der Transformation der BW: Das Kapitel bietet einen Ausblick auf künftige Herausforderungen und Risiken für die Bundeswehr im Rahmen einer vernetzten Sicherheitsarchitektur.

7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zur strategischen Neuausrichtung zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit einer konzeptionellen Weiterentwicklung der Spezialisierung und des Personaleinsatzes.

Schlüsselwörter

Bundeswehr, Humanitäre Einsätze, Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Krisenbewältigung, Konfliktprävention, Transformation, ZMZ, CIMIC, Reserve, Internationale Beziehungen, Strategiewechsel, Multilateralität,Failed States, Friedenssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert den Wandel der deutschen Außen- und Sicherheitspolitik und die sich daraus ergebende veränderte Rolle der Bundeswehr bei humanitären Auslandseinsätzen im Zeitraum von 2004 bis 2014.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit behandelt die Transformation der Streitkräfte, die Bedeutung von Zivil-militärischer Zusammenarbeit (CIMIC/ZMZ), die Rolle der Reserve sowie die Verknüpfung von militärischen und entwicklungspolitischen Maßnahmen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie sich der strategische Wechsel der Außen- und Sicherheitspolitik in humanitären Auslandseinsätzen der Bundeswehr äußert und welchen Einfluss dies auf die Konzepte der Reserve und Zivil-militärischen Zusammenarbeit hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch klassische Literatur (insb. Kissinger) sowie einer strukturierten Analyse von Dokumenten, politischen Richtlinien und einer Fallstudien-basierten Auswertung humanitärer Einsätze.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden theoretische Rahmenbedingungen, die historische Entwicklung humanitärer Einsätze der Bundeswehr, rechtliche Grundlagen sowie eine detaillierte Analyse konkreter Einsätze und die Rolle von CIMIC/Reserve detailliert erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Bundeswehr, Humanitäre Einsätze, Außenpolitik, Sicherheitspolitik, Transformation, ZMZ, CIMIC und Reserve.

Welche Rolle spielen die Beobachtereinsätze laut der Arbeit?

Beobachtereinsätze werden als neue Form des humanitären Engagements identifiziert, die über traditionelles Peacekeeping hinausgehen und deren Tätigkeiten (z.B. Waffenstillstandsüberwachung) sich teilweise mit klassischen militärischen Aufklärungsaufgaben überschneiden.

Welche Kritik äußert der Autor am aktuellen CIMIC-Konzept?

Der Autor kritisiert eine hohe Diskrepanz zwischen top-down vorgegebenen Richtlinien und der praktischen Umsetzung, insbesondere bei der Einbindung und Förderung von Reservisten mit zivilen Spezialqualifikationen.

Wie bewertet die Arbeit die Rolle der Entwicklungszusammenarbeit?

Entwicklungszusammenarbeit wird als effektive Form der langfristigen Konfliktprävention hervorgehoben, die zunehmend als Teil eines vernetzten Sicherheitsansatzes betrachtet wird, um dem Terrorismus den Nährboden zu entziehen.

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Details

Title
Herausforderungen für die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik, Bundeswehr und Reserve
Subtitle
Humanitäre Auslandseinsätze der Bundeswehr 2004-2014
College
University of Duisburg-Essen
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2015
Pages
47
Catalog Number
V309148
ISBN (eBook)
9783668073944
ISBN (Book)
9783668073951
Language
German
Tags
Bundeswehr GSVP GSAP Sicherheitspolitik Auslandseinsätze Humanitäre Missionen Europäische Union Reserve Cimic Verteidigungspoltik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2015, Herausforderungen für die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik, Bundeswehr und Reserve, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309148
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