Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Deutschland und Europa

Ein Überblick


Referat (Ausarbeitung), 2015
9 Seiten, Note: 1

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Definition

2. Widerstandsgruppen
2.1 Widerstand der Kirche
2.2 Widerstand des Bürgertums
2.2.2 Kreisauer Kreis
2.3 Widerstand aus der Jugend
2.3.1 Edelweißpiraten
2.3.2 Swing Jugend
2.3.3 Weiße Rose
2.4 Widerstand von Einzelpersonen
2.4.1 Attentat auf Hitler von Georg Elsner
2.5 Widerstand des Miliärs
2.6 Widerstand der Arbeiterbewegung sowie Gewerkschaften
2.6.1 Kommunistischer Widerstand
2.6.2 sozialdemokratischer Widerstand
2.7 Widerstand in Konzentrationslagern
2.8 Widerstände in den besetzten Ländern

3. Formen des Widerstandes

4. Möglichkeiten und Voraussetzungen eines Widerstandes in der NS-Diktatur

1. Definition

- politischer und historischer Begriff zur Bezeichnung der Abwehr gegen einen diktatorischen, die individuelle und demokratischen Grundrechte ausschaltenden Staat.
- Widerstand reicht von aktiven politischen Handeln bis hin zur passiven Verweigerung
- deswegen kann man Widerstand nicht genau definieren
- man unterscheidet in aktiven und passiven Widerstand
- aktiv = Gruppen, die versuchen das Regime mit Gewalt zu stürzen
- passiv = Gruppen, die ihr Ziel mit Demonstrationen, Streiks und zivilen Ungehorsam verfolgen

2. Widerstandsgruppen

- Widerstand kann in mehrere Gruppen unterteilt werden
- Unterschiedliche Herkunft, aber dasselbe Ziel: Zerstörung NS- Regime

2.1 Widerstand der Kirche

- Motive: Einschränkung christlicher Autonomie, Rechtsstaatverletzungen, Menschenverachtung und Einmischung in kirchliche Angelegenheit
- Ziele: Wahrung der Menschenrechte und kirchlichen Autonomie sowie Abschaffung der Euthanasie
- Vorgehensweise: nur von Einzelnen, es gab keinen Widerstand von der Kirchenleitung
- Einzelne Pastoren und Pfarrer predigten Unrecht (z.B. evang. Pastoren Schneider und Niemöller, katho. Pastor Lichtenberg): hat jemand diese Predigen gemeldet, wurde sie in KZ gesperrt
- Bischöfe van Galen und Wurm erreichten Einstellung der Tötung von Behinderten in Deutschland 1942, in umliegenden Ländern noch erlaubt
- Es wurden „Hirtenbriefe geschrieben“

2.2 Widerstand des Bürgertums

- Sorge um die Entwicklung in Deutschland, moralische Entrüstung über SS/Gestapo/KZ: konnten Holocaust nicht mit Gewissen vereinbaren, Angst vor sozialen Machtverlust
- Ziel: Herstellung eines Rechtsstaates, Erneuerung Deutschlands
- Man fand sich in Gesprächskreisen zusammen die den Gedankenaustausch dienten, sonst keine weiteren Aktionen

2.2.2 Kreisauer Kreis

- 20 Mitglieder aus unterschiedlichen Schichten
- Befasste sich mit der politisch-gesellschaftlichen Neuordnung nach dem angenommenen Zusammenbruch der Hitler-Diktatur
- Es arbeiteten Persönlichkeiten aus Adel, Arbeiterbewegung, Katholizismus und Protestantismus zusammen
- Das erste Treffen fand Anfang 1940 statt
- Nach dem die Führungsperson Helmut James Graf von Moltke verhaftet wurde löste sich der Kreis auf 1944
- Einige Mitglieder schlossen sich der Gruppe um Claus Schenk von Grafenberg an

2.3 Widerstand aus der Jugend

- Moralische Gründe, waren gegen Unfreiheit und Tyrannei
- Verübten Sabotageakte
- Flugblattaktionen, klärten Mitstudenten auf

2.3.1 Edelweißpiraten

- informelle Gruppe Jugendlicher mit oppositionellen Verhalten
- formelle Gruppen: Programm zur Freizeitgestaltung, man fand sich in Gruppen zusammen
- Konkurrenz zur HJ
- Edelweißpiraten unterteilten sich in mehrere Gruppen z.B. Kölner Edelweißpiraten um Gertrud Koch, Ehrenfelder Gruppe um den KZ-Flüchtling Hans Steinbrück
- man grenzte sich von Uniformierung der HJ ab: trug Skihemden, Wanderschuhe, kurze Lederhose und Halstuch
- viele Mitglieder kannten oft nur Vor- oder Spitznahmen: Schutz bei Folter-Verhören
- nach Beginn des 2. Weltkrieges aktiv verfolgt, man geht davon aus, dass nur wenige überlebten

2.3.2 Swing Jugend

- oppositionelle Jugendkultur in vielen deutschen Großstädten
- bestand aus Jugendlichen im Alter von 14-21, oft aus gehobenen Mittelstand
- suchte im amerikanisch-englischen Lebensstil Abgrenzung von der nationalsozialistischen Gesellschaft, besonders von HJ
- waren zunächst unpolitisch, aber durch forcierte gewalttätige Verfolgung politisierten sich viele Teile der Swing-Jugend18.08.1941, „Sofort-Aktion gegen die Swing-Jugend“, 300 Angehörige Verhaftet
- die Führer wurden in KZ deportiert
- Folge: die Jugendlichen begannen den Nationalsozialismus auch politisch abzulehnen, verteilten Flugblätter
- hatten Kontakt zur Weißen Rose

[...]

Ende der Leseprobe aus 9 Seiten

Details

Titel
Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Deutschland und Europa
Untertitel
Ein Überblick
Note
1
Autor
Jahr
2015
Seiten
9
Katalognummer
V309830
ISBN (eBook)
9783668083073
Dateigröße
536 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
widerstand, nationalsozialismus, deutschland, europa, überblick
Arbeit zitieren
Vanessa Scholz (Autor), 2015, Widerstand gegen den Nationalsozialismus in Deutschland und Europa, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309830

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