Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Pedagogy - Pedagogic Sociology

Geschlechtsbewusste Soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Title: Geschlechtsbewusste Soziale Arbeit  mit Kindern und Jugendlichen

Term Paper , 2014 , 13 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Anne Marie Sonnenberg-Hahn (Author)

Pedagogy - Pedagogic Sociology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

In der vorliegenden Hausarbeit geht es um die geschlechtsbewusste Soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Hierbei gilt es herauszuarbeiten, wie der geschlechtsbewusste Ansatz die Soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen beeinflusst und wie es dazu kam.

Dazu werden zunächst die Dimensionen von „Geschlecht“ herausgearbeitet und die Entwicklung der geschlechtsspezifischen Betrachtungsweise erläutert. Anschließend wird der Gender-Mainstreaming-Aspekt thematisiert, der auch die Träger von Sozialer Arbeit vor eine neue Aufgabenumsetzung stellt sowie gesellschaftliche Entwicklungshintergründe zum Gegenstand Sozialer Arbeit macht. Der Entwicklungsverlauf der Kinder- und Jugendarbeit unter Berücksichtigung geschlechtsbewusster Aspekte wird kurz chronologisch dargestellt. Die sich daraus ergebenden notwendigen Genderkompetenzen in allen Bereichen der Sozialen Arbeit werden anhand eines Beispiels aus der Jugendberufshilfe veranschaulicht.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Entwicklungsverlauf der Frauen- und Geschlechterforschung

3 Dimensionen der Kategorie Geschlecht

3.1 Begriffserklärungen von Sex und Gender

3.2 Doing Gender und Geschlechtsstereotype

3.3 Geschlechtsbezogene Entwicklung

4 Gender Mainstreaming

4.1 Gender Mainstreaming, was ist das?

4.2 Gesellschaftliche Hintergründe

5 Entwicklung der Kinder- und Jugendarbeit unter Berücksichtigung geschlechtsbewusster Aspekte

5.1 Ansatz feministischer Mädchenarbeit -1970iger Jahre

5.2 Ausdifferenzierung – Jungenarbeit-1980iger Jahre

5.3 Etablierung von Mädchen- und Jungenarbeit, seit Anfang der 1990iger Jahre

5.4 Seit dem 21. Jahrhundert

6 Genderkompetenzen in der Sozialen Arbeit - Fallbeispiel

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung geschlechtsbewusster Ansätze in der Sozialen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Dabei liegt der Fokus auf der theoretischen Fundierung der Geschlechterkategorie, der Implementierung von Gender Mainstreaming und der historischen sowie praktischen Entwicklung der Mädchen- und Jungenarbeit, um notwendige Genderkompetenzen für das Fachpersonal abzuleiten.

  • Theoretische Abgrenzung von Sex und Gender
  • Soziale Konstruktion von Geschlecht (Doing Gender)
  • Entwicklung geschlechtsbewusster Ansätze seit den 1970er Jahren
  • Gesetzliche Rahmenbedingungen und Gender Mainstreaming
  • Anwendung von Genderkompetenzen in der Jugendberufshilfe

Auszug aus dem Buch

3.2 Doing Gender und Geschlechtsstereotype

Die Gesellschaftliche Einteilung in zwei Geschlechter, also die Zuordnung zum männlichen oder weiblichen Geschlecht, ist weltweit verbreitet und wird als eine natürliche soziale Ordnung angesehen. Das soziale Geschlecht bildet sich in einem interaktiven Herstellungsprozess aus. Das Geschlecht wird sozusagen „gemacht“. Dieser Prozess wird als doing Gender bezeichnet. Jedes Individuum festigt und reproduziert die eigne geschlechtliche Wahrnehmung, in einem interaktiven Prozess mit der Umwelt. Dabei werden automatische Gegensätze konstruiert (Mädchen oder Junge), oder typische Verhaltensweisen (Mädchen sind emotional / Jungen sind rational) werden den Geschlechtern zugewiesen, was den Eindruck der Naturgegebenheit vermittelt (Voigt-Kehlenbeck, 2008, S. 147-149).

Kinder orientieren sich bereits im frühen Kindesalter, an den Geschlechterrollen ihres Umfeldes. Das können Familienmitglieder, Freunde aber auch beispielsweise die Erzieher und Erzieherinnen im Kindergarten sein. Alle Menschen unterliegen dem ständigen Doing-Gender-Prozess, in dem es auch meist unbewusst dazu kommen kann, dass Geschlechtsstereotype weitergegeben werden. Das können zum Beispiel Erzieher oder Erzieherinnen im Kindergarten oder Sozialpädagogen oder Sozialpädagoginnen sein, die in einer Gruppensituation ausschließlich die Jungs auffordern aufzuräumen „Auch die Jungs könnten mal beim Aufräumen helfen“. Bei diesem Beispiel wird die Generalisierung der Verhaltensweisen deutlich. Unterstellt wird, dass Jungs im Gegensatz zu Mädchen nicht aufräumen (Hubrig, 2010, S.26-27).

Geschlechterstereotype entstehen durch geschlechtstypische Erwartungen im Verhalten oder auch Eigenschaften, die der männlichen oder weiblichen Geschlechterrolle zugeschrieben werden und ergeben sich aus bereits bestehend Vorurteilen, die sich aus gesellschaftlichen Klischees heraus ausbilden. Dabei handelt es sich um einen typischen Vorgang innerhalb der Sozialisation und dient der Orientierung. Diese Vorurteile verfestigen sich und beeinflussen somit die eigene Wahrnehmung. Dabei sollte das pädagogische, wie auch sozialarbeiterische Fachpersonal darauf achten, dass es dadurch zu geschlechtstypischen Reaktionen gegenüber den Kindern kommen kann, was die Kinder in ihrem geschlechtstypischen Verhalten nur noch bestärkt (Hubrig, 2010, S.32-33).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung umreißt die Relevanz einer geschlechtsbewussten Sozialen Arbeit und legt den strukturellen Aufbau der Hausarbeit dar.

2 Der Entwicklungsverlauf der Frauen- und Geschlechterforschung: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung der Frauenbewegungen nach und erläutert deren Einfluss auf die wissenschaftliche Diskussion über das Geschlecht.

3 Dimensionen der Kategorie Geschlecht: Hier werden theoretische Grundlagen wie „Sex“ und „Gender“, der Prozess des „Doing Gender“ sowie geschlechtsbezogene Entwicklungsaspekte erläutert.

4 Gender Mainstreaming: Das Kapitel erklärt das Konzept des Gender Mainstreamings sowie dessen politisch-gesellschaftliche Hintergründe und gesetzliche Verankerung.

5 Entwicklung der Kinder- und Jugendarbeit unter Berücksichtigung geschlechtsbewusster Aspekte: Der Text beschreibt chronologisch die Entwicklung von feministischer Mädchenarbeit hin zu einer ganzheitlichen, geschlechtsbezogenen Kinder- und Jugendarbeit.

6 Genderkompetenzen in der Sozialen Arbeit - Fallbeispiel: Es werden die Anforderungen an Fachkräfte definiert und die Anwendung von Genderkompetenzen anhand eines Fallbeispiels aus der Jugendberufshilfe illustriert.

7 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Genderkompetenz eine zentrale Herausforderung für professionelles Handeln in der Sozialen Arbeit darstellt.

Schlüsselwörter

Geschlechtsbewusste Soziale Arbeit, Gender Mainstreaming, Doing Gender, Geschlechtsstereotype, Mädchenarbeit, Jungenarbeit, Sozialisation, Geschlechterforschung, Geschlechtsidentität, Genderkompetenz, Jugendberufshilfe, Gleichstellung, Geschlechterrolle, Sozialpädagogik, Diversität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Implementierung und Bedeutung eines geschlechtsbewussten Ansatzes innerhalb der Sozialen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themenfelder umfassen die Theorie der Geschlechterkonstruktion, die historische Entwicklung der Mädchen- und Jungenarbeit sowie die Bedeutung von Genderkompetenzen für Fachkräfte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu untersuchen, wie geschlechtsbewusste Ansätze die Soziale Arbeit beeinflussen und welche Rolle dabei die historische sowie politische Entwicklung spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte Analyse sowie die Darstellung von Entwicklungsprozessen, ergänzt durch ein Praxisbeispiel aus der Jugendberufshilfe.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Dimensionen der Geschlechterkategorie, die Konzepte des Gender Mainstreamings und der chronologische Verlauf der geschlechtsspezifischen Kinder- und Jugendarbeit dargelegt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Gender Mainstreaming, Doing Gender, Geschlechtsstereotype, Genderkompetenz und geschlechtsbewusste Soziale Arbeit.

Welche Rolle spielt die „Doing Gender“-Theorie in der pädagogischen Arbeit?

Die Theorie verdeutlicht, dass Fachkräfte durch ihr eigenes Verhalten unbewusst Geschlechtsstereotype verstärken können, weshalb eine reflexive Grundhaltung essenziell ist.

Wie unterscheidet sich die Jungenarbeit von der Mädchenarbeit historisch?

Die Mädchenarbeit entstand bereits Ende der 1970er Jahre aus der Frauenbewegung, während die Jungenarbeit erst Mitte der 1980er Jahre als eigenständiges Feld folgte.

Excerpt out of 13 pages  - scroll top

Details

Title
Geschlechtsbewusste Soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen
College
University of Applied Sciences Düsseldorf  (Fachbereich Sozial- und Kulturwissenschaften)
Grade
2,3
Author
Anne Marie Sonnenberg-Hahn (Author)
Publication Year
2014
Pages
13
Catalog Number
V309960
ISBN (eBook)
9783668087392
ISBN (Book)
9783668087408
Language
German
Tags
Geschlecht Kinder- und Jugendarbeit Jugendberufshilfe Gendermainstreaming Soziale Arbeit Gender Doing-Gender
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne Marie Sonnenberg-Hahn (Author), 2014, Geschlechtsbewusste Soziale Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309960
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  13  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint