Was ist Feindesliebe? Gelebte Feindesliebe bei Jesus, Martin Luther King, Wild Bild Cody und Johannes Paul II.


Seminararbeit, 2014

23 Seiten, Note: 1


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsklärungen
2. 1. Feind
2. 2. Liebe - lieben

3. Das Verhalten Israels anderen gegenüber
3. 1. Verhalten gegenüber dem eigenen Volk
3. 2. Verhalten gegenüber dem Fremden
3. 3. Verhalten gegenüber dem Feind
3. 4. Frage zurzeit Jesu

4. Feindesliebe in der Lehre Jesu
4. 1. Gott macht keine Unterschiede
4. 2. Goldene Regel
4. 3. Nächstenliebe
4. 4. Feindesliebe
4. 4. 1. Feindesliebe im Lukasevangelium
4. 4. 2. Feindesliebe im Matthäusevangelium

5. Beispiele konkreter Feindesliebe
5. 1. Jesus - Jünger
5. 2. Martin Luther King (1929 – 1968)
5. 3. Wild Bill Cody
5. 4. Johannes Paul II

6. Ausblick

Literaturverzeichnis

Primärliteratur:

Sekundärliteratur:

1. Einleitung

Die Liebe zu den Feinden war und ist immer wieder eine kontrovers diskutierte Forderung Jesu aus der Bergpredigt bzw. der Feldrede.

Die Frage, die sich hier natürlich stellt, ist, was den mit „Feindesliebe“ eigentlich gemeint ist. Dazu ist es sicher notwendig einerseits einen Blick in das AT zu werfen, um zu sehen, wie das Verhalten des Volkes Israel dem eigenen Volk gegenüber, aber auch anderen, sei es nun Fremden oder Feinden, gegenüber war bzw. sein hätte sollen.

Nach einem kurzen Blick auf die Frage, die zur Zeit Jesus die Menschen beschäftigte: Soll man, wenn Bruder und Feind in Not geraten sind, zuerst dem Bruder oder dem Feind helfen?, wird das NT auf seine Handlungsanweisungen hin betrachtet.

Daher ist es andererseits wichtig zu sehen, wie denn Jesus im Rahmen seiner Lehre die Liebe zum Nächsten, zu den Menschen, Freund wie Feind, verstanden haben wollte.

In einem eigenen Kapitel wird, nach dem festgestellt worden ist, dass Gott keine Unterschiede zwischen Gerechten und Ungerechten macht, die Lehre Jesu näher betrachtet: die Goldene Regel, die Nächstenliebe und speziell die Feindesliebe, die ein Kernstück der Lehre Jesu ist.

Das Beispiel des Barmherzigen Samariters zeigt sehr eindeutig, wie das Handeln der Jünger Jesu sein sollte. Ausgefaltet wird dies in der Textanalyse von Mt 5, 38 - 44, wo Jesus an Hand eines Privat-, Gerichts- und öffentlichen Falles das angestrebte Verhalten seiner Jünger aufzeigt. Die Jünger sollen andere – und somit auch die Feinde – lieben, damit sie diese dadurch bewegen können, ihre falsche Haltung einzusehen und sich letztlich bekehren.

Und natürlich sollte man sich auch fragen, wie den Feindesliebe gelebt worden ist bzw. heute gelebt werden kann. Somit werden als Abschluss einige Beispiele gelebter Feindesliebe gebracht. Als erstes natürlich Jesus selbst, danach Martin Luther King, Wild Bild Cody und Johannes Paul II.

Der Ausblick wird dann aufzeigen, dass Feindesliebe sehr wohl lebbar ist, aber dass es immer wieder mitunter großer Anstrengungen bedarf, den Feind zu lieben.

1. Mt 5, 43 – Teil der Bergpredigt

Das Gebot der Feindesliebe ist Teil der mattheischen Bergpredigt bzw. der lukanischen Feldrede.

Schnackenburg betont, dass die Bergpredigt an alle, also an das gesamte Volk Gottes gerichtet ist und nicht nur an die Jünger. Die radikalen Forderungen Jesu verleiten zwar, dass man sie nur für bestimmte Gruppen oder nur für besondere Menschen geltend sehen möchte, doch dies geht an der Botschaft Jesu vorbei. Somit dürfen die Radikalismen nicht abgeschwächt werden, sondern im Vertrauen auf die Hilfe und den Beistand Gottes sind sie erfüllbar und somit auch lebbar.[1] Diese extremen Forderungen sind der „unablässige Stachel“[2] und sie gelten für jedermann.

Dass die Worte Jesu für alle und nicht nur für eine spezielle Gruppe von Menschen Geltung haben sollte, ergibt sich auch aus den Schluss der Bergpredigt:

„Wer diese meine Worte hört und danach handelt, ist wie ein kluger Mann, der sein Haus auf Fels baute.“ (Mt 7,24)

„Als Jesus diese Rede beendet hatte, war die Menge sehr betroffen von seiner Lehre denn er lehrte sie wie einer, der (göttliche) Vollmacht hat, und nicht wie ihre Schriftgelehrten.“ (Mt 7,28f)

Schedl verweist ebenfalls darauf, dass die Forderungen der Bergpredigt sicherlich mitten in der Welt stehen, aber dass sie auch über die Welt hinaus weisen. Sie sind also eine Art Wegweisung für diejenigen, die Jesus folgen wollen.[3] „Jesus zeigt doch auf, wie ein Mensch handelt, der schon jetzt ganz unter der Herrschaft Gottes steht.“[4] Und somit zeigt die Bergpredigt den Weg, der „in das Land der Freiheit Gottes führt, das schon in dieser Welt beginnt und in der kommenden vollendet wird.“[5]

Das Thema der Feindesliebe klingt bereits bei Matthäus in den Seligpreisungen an, wo es heißt: „Selig, die Frieden stiften; denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.“ (Mt 5,9). Diejenigen, die sich also aktiv um den Frieden bemühen, die sich für den Frieden einsetzen, werden hier von Jesus seliggepriesen.

Ebenso wird in den folgenden Versen bereits auf das hingewiesen, was letztlich mit Feindesliebe gemeint ist und später auch ausgefaltet wird, wenn es da heißt, dass „die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden“ (Mt 5,10) und die „um seinetwillen beschimpft und verfolgt und auf alle mögliche Weise verleumdet werden“ (Mt 5,11), seliggepriesen werden.

„Das Gebot der Feindesliebe“, betont Schnackenburg, „ist die Spitze und zugleich die Verdichtung aller in den Antithesen erhobenen Forderungen.“[6]

2. Begriffsklärungen

2. 1. Feind

Im Hebräischen gibt es verschiedene Worte für einen Feind: „אוֹיֵב „Feind“, שֹׂנֵא „Hasser“ und צַר „Bedränger“, wie es im Onlinebibellexikon angeführt wird. Damit wird, wie Bauer schreibt, sowohl der nationale, wie auch der persönliche Feind, bezeichnet. Oftmals ist der Begriff des Feindes auch religiös gefärbt, da der persönliche, wie auch der nationale Feind als Feind Gottes betrachtet werden.[7] In der Regel wird אוֹיֵב mit ἐχθρός in der Septuaginta übersetzt.[8] Und dieser Begriff wird auch im Neuen Testament übernommen und gebraucht.

2. 2. Liebe - lieben

Das hebräische אהב , welches im Zusammenhang mit der Gottes- und Nächstenliebe verwendet wird, wird im Deutschen mit „lieben“ übersetzt. Außerdem wird im Onlinebibellexikon darauf hingewiesen, dass in der Septuaginta dafür das Verb ἀγαπάω verwendet wurde. Im Neuen Testament wurde dieses und auch das dazugehörige Substantiv aus dem Hebräischen אַהֲבָה mit ἀγάπη dann übernommen.[9] Wobei das nur eine von drei möglichen griechischen Wörtern (Eros, Philia, Agape) für Liebe ist. Das hebräische אהב umfasst alle diese drei und bedeutet sowohl die leidenschaftliche Liebe zwischen Frau und Mann, wie auch die selbstlose Liebe zum Freund, als auch das Festhalten an der Gerechtigkeit.[10] In der Septuaginta wurde diese Bedeutungsfülle allerdings eingegrenzt. ἀγάπη ist kein Gefühl, sondern zeigt sich darin, was jemand tut, wohlwollend dem anderen tut ohne dafür eine Belohnung oder andere Reaktion daraufhin zu erwarten.[11]

3. Das Verhalten Israels anderen gegenüber

3. 1. Verhalten gegenüber dem eigenen Volk

Wie man sich gegenüber dem eigenen Volk, seinen Verwandten, Freunden und Volksgenossen richtige verhält ist durch das Gebot der Nächstenliebe geregelt. Bereits im Buch Levitikus steht, dass man dem Bruder, bei erlittenem Unrecht dem Stammesgenossen, nicht hassen und ihm nichts nachtragen soll:

„Du sollst in deinem Herzen keinen Hass gegen deinen Bruder tragen. Weise deinen Stammesgenossen zurecht, so wirst du seinetwegen keine Schuld auf dich laden. An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen.“ (Lev 19,17- 18a).

Die Aussage gipfelt dann im Gebot der Nächstenliebe:

„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der Herr.“ (Lev 19,18b).

Dabei steht, wie Lapide ausführt, bei „וְאָֽהַבְתָּ֥ לְרֵעֲךָ֖ כָּמֹ֑וךָ“ nicht wie im Deutschen der Akkusativ, sondern es wird der Dativ verwendet. Dieser Dativus Ethicus kann allerdings so nicht im Deutschen so wiedergegeben werden. Die Liebe des Menschen zu anderen Menschen bedeutet demnach nicht, dass man sich dem Mitmenschen wie Gott gegenüber hingeben oder auf gefühlsmäßiger Basis lieben soll, sondern dass man ihm Liebestaten erweisen möge,[12] „Liebestaten, die dem Nächsten helfen, sein Menschsein voller zu entfalten: eine Liebe der Augen, die unverzüglich die Not des Bruders wahrnehmen, die schnurstracks zu ihm hineilen, um zu helfen; und eine Liebe der Hände, die flinken Beistand leisten, wo es des Dienstes bedarf.“[13]

Im Gebot der Nächstenliebe wird also eine Tatenliebe befohlen und nicht eine irgendwie geartete emotionelle Empfindung, die letztlich ja nicht befehlbar ist.

3. 2. Verhalten gegenüber dem Fremden

Diese Art der Liebe, die Nächstenliebe, gilt aber auch den Fremden, wie es ein paar Verse später im Buch Levitikus heißt:

„Wenn bei dir ein Fremder in eurem Land lebt, werdet ihr ihn nicht unterdrücken. Der Fremde, der sich bei euch aufhält, wird euch wie ein Einheimischer gelten und du wirst ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid selbst Fremde in Ägypten gewesen. Ich bin der Herr, euer Gott.“ (Lev 19,33f)

Eindringlich wird hier dazu aufgefordert, dass auch, im Gegensatz zu den Völkern rings um Israel, der Fremde, als Nächster zu gelten hat und zu lieben ist, genauso wie man sich selbst liebt. Und dieses Gebot, wie auch das Gebot der Fremdenliebe in Dtn 10,19, gründet im Verweis auf die Knechtschaft Israels in Ägypten und seine Befreiung durch Gott. Israel hat ja selbst erfahren, was es bedeutet fremd zu sein und ohne Rechte unterdrückt leben zu müssen. Die Fremden sollen daher in Israel nicht bedrängt und unterdrückt werden, sondern wie Angehörige des eigenen Volkes behandelt werden, denn Gott liebt die Fremden und sorgt für sie laut Dtn 10,18.

Auch hier geht es nicht, wie Lapide aufzeigt, darum, dass man Liebesgefühle für den Fremden haben soll, sondern dass man dem Fremden Liebestaten zu erweisen hat.[14]

3.3. Verhalten gegenüber dem Feind

Dem Feind, dem persönlichen wie auch dem öffentlichen, stand Israel immer sehr ambivalent gegenüber. Demgemäß war das Verhalten gegenüber dem Feind, den Feinden auch von Anbeginn an zwiespältig.

Zwar finden wir an einigen Stellen durchaus die Aufforderung dem Feind in Notsituationen zur Seite zu stehen und dessen Grundbedürfnisse zu erfüllen:

„Wenn Du dem Rind oder Esel Deines Feindes begegnest, die sich verirrt haben, so sollst Du sie ihm wiederbringen. Wenn Du den Esel Deines Widersachers unter seiner Last liegen siehst, so lass ihn ja nicht in Stich, sondern hilf mit ihm zusammen dem Tiere auf.“ (Ex 23,4f)

„Freu dich nicht über den Sturz deines Feindes, dein Herz juble nicht, wenn er strauchelt, damit nicht der Herr es sieht und missbilligt und seinen Zorn von ihm abwendet.“ (Spr 24, 17f).

„Hat dein Feind Hunger, gib ihm zu essen, hat er Durst, gib ihm zu trinken; so sammelst du glühende Kohlen auf sein Haupt und der Herr wird es dir vergelten.“ (Spr 25,21f)

Dabei finden wir aber nirgends mehr einen Verweis auf das Gebot der Nächstenliebe. Dies hängt sicher damit zusammen, dass wir auch andere Textstellen finden, die von helfenden Taten gegenüber den Feinden überhaupt nichts wissen. Vor allem mit denen, die Israel immer wieder hart bedrängt haben, will man unter gar keinen Umständen Gemeinschaft haben (Dtn 23,4-7). Ja es wird sogar zur Vernichtung der Feinde, ja sogar zu ihrer Tötung aufgefordert:

„wenn der Herr, dein Gott, sie dir ausliefert und du sie schlägst, dann wirst du sie der Vernichtung weihen. Du wirst keinen Vertrag mit ihnen schließen, sie nicht verschonen.“ (Dtn 7,2)

„So wirst du mit allen Städten verfahren, die sehr weit von dir entfernt liegen und nicht zu den Städten dieser Völker hier gehören. Aus den Städten dieser Völker jedoch, die der Herr, dein Gott, dir als Erbbesitz gibt, darfst du nichts, was Atem hat, am Leben lassen.“ (Dtn 20, 15f)

Offensichtlich hat es immer wieder Zeiten in Israel gegeben, wo praktisch der Hass auf die Feinde, die persönlichen wie auch die öffentlichen, fast geboten war - eine Reaktion wie auch in allen anderen Völkern ringsherum üblich. Und daher wird auch David von Joab gerügt, da sich David nicht so wie üblich verhält:

„Du zeigst ja denen deine Liebe, die dich hassen, und deinen Hass denen, die dich lieben; denn du gabst uns heute zu verstehen, dass dir die Anführer und die Krieger nichts bedeuten. Jetzt weiß ich, dass es in deinen Augen ganz richtig wäre, wenn Abschalom noch am Leben wäre, wir alle aber heute gestorben wären.“(2 Sam 19,7)

Und in den Gebeten wird immer wieder Gott gebeten die Feinde zu vernichten und Rache an ihnen zu nehmen, für das was sie Israel angetan haben:

„Gott ist ein Gott, der uns Rettung bringt, Gott, der Herr, führt uns heraus aus dem Tod. Denn Gott zerschmettert das Haupt seiner Feinde, den Kopf des Frevlers, der in Sünde dahinlebt.“ (Ps 68,21f)

„Mach es mit ihnen wie mit Midian und Sisera, wie mit Jabin am Bach Kischon, die du bei En-Dór vernichtet hast. Sie wurden zum Dung für die Äcker.“
(Ps 83,10f)

Ja, die Feinde Israels werden auch als Feinde Gottes, wie auch umgekehrt angesehen und man soll sie hassen:

Soll ich die nicht hassen, Herr, die dich hassen, / die nicht verabscheuen, die sich gegen dich erheben? (Ps 139,21f).

Gott wird aber auch Israel erretten und Rache an den Feinden nehmen und diese für deren Taten vernichten (Ps 137,7-9).

Aber auch persönliche Feinde werden als Feinde Gottes betrachtet und daher sollen auch diese von Gott vernichtet werden.

„Gott, lass sie dafür büßen; sie sollen fallen durch ihre eigenen Ränke. Verstoße sie wegen ihrer vielen Verbrechen; denn sie empören sich gegen dich.“ (Ps 5,11)

„In Schmach und Verstörung geraten all meine Feinde, sie müssen weichen und gehen plötzlich zugrunde.“ (Ps 6,11)

Von der Liebe zu den Nächsten, gar von einer Liebe zu den Feinden, ist hier natürlich nirgends mehr etwas zu lesen. Ein allgemeines Gebot die Feinde grundsätzlich zu hassen findet man aber nicht im Alten Testament, wie auch jüdischer Seite betont wird.[15]

3.4. Frage zurzeit Jesu

Lapide weist darauf hin, dass zurzeit Jesu eine Frage überall im Lande diskutiert wurde.

Einerseits steht nämlich geschrieben:

„Du sollst nicht untätig zusehen, wie ein Esel oder ein Ochse deines Bruders auf dem Weg zusammenbricht. Du sollst dann nicht so tun, als gingen sie dich nichts an, sondern ihm helfen, sie wieder aufzurichten.“ (Dtn 22,4).

Andererseits heißt es:

„Wenn du dem verirrten Rind oder dem Esel deines Feindes begegnest, sollst du ihm das Tier zurückbringen. Wenn du siehst, wie der Esel deines Gegners unter der Last zusammenbricht, dann lass ihn nicht im Stich, sondern leiste ihm Hilfe!“ (Ex 23,4f)

Was sollte man nun tun, falls der Bruder und der Feind gleichzeitig der Hilfe bedürfen? Soll man zuerst dem Bruder helfen, wie es ableitbar aus dem Gebot der Nächstenliebe war oder soll man sich zuerst dem Feind zuwenden und ihm behilflich sein?

4. Feindesliebe in der Lehre Jesu

Wenn man auf das Gebot der Feindesliebe Jesu blickt, kann man diese Frage schnell, klar und eindeutig beantworten. Nämlich, dass man natürlich zuerst dem Feind helfen soll und dann erst dem Bruder, denn dann kann man diesen für sich und seine Sache gewinnen.

4. 1. Gott macht keine Unterschiede

Jesus begründet das Gebot der Liebe zu allen Menschen, damit auch das Gebot der Feindesliebe, schöpfungstheologisch und weist darauf hin, dass man letztlich vollkommen werden soll wie Gott. Und natürlich auch mit dem Verweis, dass die Jünger, ja alle Menschen guten willens, sich am Maßstab Jesu, an dessen Liebe zu allen, zu orientieren haben, damit sie vollkommen wie Gott und so Söhne Gottes werden können.

„damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“ (Mt 5,45)

„Ihr werdet also vollkommen werden, wie es auch euer himmlischer Vater ist.“(Mt 5, 48)

4. 2. Goldene Regel

Wie man vollkommen werden kann wird anhand einiger Regeln und Beispiele ufgezeigt.

Eine Möglichkeit zur Vollkommenheit zu kommen wäre die goldenen Regel, die da bei Matthäus lautet:

„Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten.“ (Mt 7,12)

zu befolgen. Diese goldene Regel stellt eine Zusammenfassung aller Weisungen des Alten Testamentes zusammen, wie Jesus selbst betont. Man muss sich faktisch zuerst einmal überlegen, wie man den selbst von anderen behandelt werden möchte, was man von anderen erwartet und dann soll man demgemäß seine Mitmenschen behandeln.

Dieses Prinzip der Gegenseitigkeit ist sehr alt und findet sich auch in verschiedenen anderen Religionen wieder. Allerdings verlangt Jesus mehr, denn er verlangt letztlich sogar, dass man Böses mit Gutem vergelten soll.[16]

Wer denn jetzt dieser andere sein kann, wer dieser ist und wie man mit diesem umgehen soll, wird im Gebot der Nächstenliebe nochmals entfaltet.

4. 3. Nächstenliebe

Dieses Gebot aus dem Buch Levitikus findet sich in Mt 22,39; Mk 12,31; Lk 10,27:

„Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“

Für das Erfüllen des Gebotes der Nächstenliebe gilt auch hier, was bereits bei diesem Gebot im Alten Testament ausgeführt worden ist, dass vordergründig nicht Emotionalität gefordert ist und auch nicht gefordert werden kann. Jesus steht auch hier ganz in der Tradition des Alten Testamentes und versteht diese Worte auch so.

Es geht vordringlich darum, dass man dem Nächsten Liebestaten erweist, so dass dieser sein Menschsein voller entfalten kann. Die Universalität des Begriffes Nächster, wird im Gebot der Feindesliebe vollends sichtbar.

4. 4. Feindesliebe

Jesus macht hier besonders deutlich, dass es letztlich keinen Unterschied zwischen Volksgenossen, Fremden und Feinden gibt. Aus Sicht der Schöpfung darf es keinen Unterschied mehr geben, denn Gott ist ein Gott aller Menschen und er lässt es über allen regnen bzw. die Sonne scheinen. Und der Nächste ist der Nächste, egal ob Freund, Fremder oder Feind.

Das Gebot der Feindesliebe findet sich im Evangelium des Matthäus und des Lukas überliefert: „Liebt eure Feinde.“ (Mt 5,43; Lk 6, 27)

Lapide betont, dass Jesus mit diesem Gebot klar zum Ausdruck bringt, dass er nicht realitätsfern lebt. Es gibt Feindseligkeiten, Feindschaft in dieser Welt. Und das ist eine Herausforderung! Feindschaft muss es nicht geben und jeder kann sie, wenn er nur will aus der Welt schaffen.[17]

4.4.1. Feindesliebe im Lukasevangelium

Ganz kurz zum Gebot der Feindesliebe, wie es im Lukasevangelium überliefert ist. Hier wird das Feindesliebesgebot, die geforderte Tatenliebe besonders deutlich. Gleich im Anschluss an das Gebot wird näherhin ausgeführt, wie es die Zuhörerschaft verstehen möge, was man nun tun soll, wenn man mit diesem Gebot ernst machen und es in die Praxis umsetzen möchte. Es bedeutet letztlich, dass man denen Gutes tun soll, die einem hassen; die einen verfluchen, soll man segnen und für die, die einen misshandeln, soll man beten (vgl. Lk 6, 27f).

Das ist das radikal Neue an der Botschaft Jesu, das was seine Anhänger von den Mitmenschen unterscheiden soll. Nicht nur denen soll man Gutes tun, die einem selbst etwas Gutes tun, sondern wie schon in der Goldenen Regel ausgeführt, soll man vom andern her denken und auch leihen, wenn man es nicht mehr zurückbekommt. Wenn man nicht so handelt, so ist man praktisch wie ein Sünder, denn die sind auch nur gut zu denen, die ihnen Gleiches mit Gleichem vergelten und man orientiert sich nicht an Gott, der auch gütig gegenüber Sündern ist (vgl. Lk 6,32-35). Bei allem geht es darum: „Seid barmherzig, wie es auch euer Vater ist!“ (Lk 6,36).

Dies wird besonders augenscheinlich am Beispiel des Barmherzigen Samariters (Lk 10,30-35). Auf die Frage, wer denn der Nächste sei, den man lieben soll, erzählt Jesus diese Geschichte. Der, der eigentlich das Gesetz erfüllt, ist ein Samariter, der damals mehr oder weniger zu den Feinden der Juden gezählt wurde, da die Samariter nicht im Tempel von Jerusalem ihre Opfer darbrachten, sondern ihre eigene Kultstätte am Berg Garizim hatten. Somit eine Provokation für die Frommen zurzeit Jesu.

4.4.2. Feindesliebe im Matthäusevangelium

Im Matthäusevangelium wird nicht so genau präzisiert, was man genau unter dem Gebot der Feindesliebe verstehen soll. Einzig und allein wird darauf hingewiesen, dass man für seine Verfolger beten möge:

„Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. „Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde und betet für die, die euch verfolgen, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel werdet; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Bösen und Guten, und er lässt regnen über Gerechte und Ungerechte.“ (Mt 5, 43 - 45)

Dabei soll man sich an Gott ein Vorbild nehmen, denn dieser lässt über Guten und Bösen die Sonne scheinen und er lässt es regnen über Ungerechte und Gerechte. Durch das Gebet führt Falk aus, kann der Christ seine Nähe zum Feind bestimmen und bringt so in Gewalt und Krieg wieder die Würde des Menschen hinein.[18] Somit muss der Christ nicht wie Büchele ausführt, wie die sonstigen Gewaltopfer mit .Gegengewalt auf einen Täter reagieren. Und führt als Beispiel den Propheten Jeremia an, der sogar um die Bestrafung seiner Gegner Gott bittet[19]:

„Darum gib ihre Kinder dem Hunger preis / und liefere sie der Gewalt des Schwertes aus! Ihre Frauen sollen der Kinder beraubt / und zu Witwen werden, ihre Männer töte die Pest, / ihre jungen Männer erschlage das Schwert in der Schlacht. Geschrei soll man hören aus ihren Häusern, / wenn du plötzlich plündernde Horden über sie kommen lässt. Denn sie haben (mir) eine Grube gegraben, um mich zu fangen; / meinen Füßen haben sie Schlingen gelegt.“ (Jer 18,21f)

Natürlich steht nirgends in der Bibel, dass man seine Feinde hassen soll. Allerdings haben wir schon oben gesehen, dass das Verhältnis Israels zu den Feinden immer schon ambivalent war.

Schedl weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass seit der Makkabäer-Kriegen die Kluft zwischen Juden und Heiden immer größer geworden ist. Und somit ist es leicht möglich, dass das Liebesgebot auf das Volk Israel eingeschränkt worden ist und man davon ausgegangen ist, dass man die Feinde hassen soll. Jedenfalls findet man im späteren Talmud eine Ungleichbehandlung von Juden und Heiden. Und schränkt man nun Feinde auf Heiden ein, so wird der Spruch Jesu aus seiner Zeit heraus mehr als verständlich.[20]

Auch Schnackenburg verweist auf die rabbinischen Texten und betont, dass diese nur den Verweis, dass die Übeltäter zu hassen sind, beinhalten. In den Texten der Qumrangemeinde findet sich lediglich die Aufforderung die Söhne der Finsternis zu hassen. Prinzipiell steht allerdings nirgends, dass man die Feinde hassen soll. Trotzdem betont er, dass diese Weite des Gebotes der Nächstenliebe wie Jesus sie lehrt, bei den Juden niemals erreicht worden ist.[21]

Die Liebe zu denen, die einem auch lieben, betont Jesus, seien es nun Blutsverwandte oder Arbeitskollegen ist jedenfalls nichts besonderes, denn das tun auch die Heiden. Das Volk möge sich aber an Gott und seiner allumfassenden Liebe orientieren und so vollkommen werden.

„Wenn ihr nämlich nur die liebt, die euch lieben, welchen Lohn könnt ihr dafür erwarten? Tun das nicht auch die Zöllner? Und wenn ihr nur eure Brüder grüßt, was tut ihr damit Besonderes? Tun das nicht auch die Heiden? Ihr sollt also vollkommen sein, wie es auch euer himmlischer Vater ist.“ (Mt 5,46 – 48)

Vollkommenheit ergibt sich also aus der Nachfolge Jesu, der die Gebote Gottes wieder weitet und den ursprünglichen Sinn zum Vorschein bringt. Und die Erfüllung dieser Gebote ist durch die Barmherzigkeit Gottes und den Heiligen Geist, wie Schnackenburg aufzeigt, möglich.[22]

Durchaus kann man daher die vorangegangene Antithese als Präzisierung des Feindesliebesgebotes ansehen. Zumal Vögtle unter Verweis auf andere Autoren betont, dass wahrscheinlich Matthäus diese Antithese vor das Feindesliebesgebot gestellt hat.[23]

„Ihr habt gehört, dass gesagt worden ist: Auge für Auge und Zahn für Zahn. Ich aber sage euch: Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand.“ (Mt 5,38)

„Auge für Auge, Zahn für Zahn“ spielt dabei auf Weisungen im Alten Testament an. Dabei handelt es sich laut Schedl um die Strafe für Gewalttätige, nach dem Grundsatz: die Strafe soll gleich wie die Verletzung sein.[24] Hintergrund ist hier ein Raufhandel unter Männern, wobei eine Schwangere eine Fehlgeburt erleidet und es darum geht, die Buße für die Täter festzulegen (vgl. Ex 21,22):

„Ist weiterer Schaden entstanden, dann musst du geben: Leben für Leben, Auge für Auge, Zahn für Zahn, Hand für Hand, Fuß für Fuß, Brandmal für Brandmal, Wunde für Wunde, Strieme für Strieme.“ (Ex 21,23-25)

Aber auch im Buch Levitikus und im Buch Deuteronomium finden wir die gleiche Anweisung (Lev 24,19, Dtn 19,21), wobei für den Schuldigen gilt:

„Der Schaden, den er einem Menschen zugefügt hat, soll ihm zugefügt werden.“ (Lev 24,20b)

Dieses sogenannte ius talionis hat laut Schnackenburg auch eine Einschränkung des Rachenehmens mit sich gebracht.[25] Es geht dabei darum Gleiches mit Gleichem zu vergelten. Jesus fordert jedoch mehr. Er fordert statt dessen auf, dem Bösen keinen Widerstand zu leisten.

Schedl verweist in diesem Zusammenhang, dass das Verständnis von „Leistet dem, der euch etwas Böses antut, keinen Widerstand“ (Mt 5,39a) davon abhängt, wie man den Originaltext übersetzt. Im Griechischen steht „μη αντιστηναι τω πονηρω“. „πονηρω“ kann sowohl „die böse Tat“ wie auch „der Bösewicht“ bedeuten. Auch „αντιστηναι“ hat eine doppelte Bedeutung: einerseits „entgegenstellen“, andererseits „sich entgegenstellen, widerstehen“. Demgemäß bedeutet dieser obige Satz sich nicht dem Bösewicht entgegenstellen („Leistet keinen Widerstand“) oder Bösem nicht Bösem entgegenstellen („Vergeltet Böses nicht mit Bösem“).[26]

Das Neue an der Rede Jesu hier ist daher, dass die Logik Bösem mit Bösem zu begegnen (Auge um Auge) durchbrochen wird und Jesus auffordert dem Bösen keinen Widerstand zu leisten. Lapide fasst dieses Neue in drei Punkten zusammen: die Vorleistung muss dem Opfer wirklich Mühe kosten, sie muss dem Täter von der Liebe zu den Feinden überzeugen und das Opfer darf dadurch nicht wesentliche geschwächt werden.[27]

Wie dieses Neue nun konkret umgesetzt werden kann zeigt Jesus an Hand von drei Beispielen auf. Alle drei – Privatfall, Gerichtsfall, öffentlicher Fall – werden durch eine neue, aktive Form der Vergeltung gelöst[28]:

Interessant ist noch, dass bei diesen drei Beispielen, ebenso wie in Mt 5,23f und Mt 5, 25f, wie auch Schnackenburg aufzeigt, die Du-Form verwendet wird. Natürlich bedeutet dies aber nicht, dass diese nur für den zwischenmenschlichen Bereich Geltung haben.[29]

4.4.2.1. Privatfall

„sondern wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin.“ (Mt 5, 39)

Im Vergleich zu Lukas (vgl. Lk 6,29a) betont Matthäus hier, dass es ein Schlag auf die rechte Wange ist. „Das griechische Verb ραπιζω meint jemanden mit dem Handrücken ins Gesicht schlagen.“[30] Dies war also eine sehr beleidigende Tat, die die Rabbiner doppelt bestraften.[31]

Im Talmud lesen wir, dass bei einer Ohrfeige 200 Sus gezahlt werden mussten, bei einer Ohrfeige mit der verkehrten Hand 400.[32]

[...]


[1] Vgl. Schnackenburg, Rudolf: Mathäusevangelium 1,1-16,20, in: Gnilka, Joachim / Schnackenburg, Rudolf (Hg.): Die Neue Echter Bibel. Kommentar zum Neuen Testament mit der Einheitsübersetzung, Würzburg: Echter – Verlag 19912 (= Bd.1), 44f.

[2] Ebd., 40.

[3] Vgl. Schedl, Claus: Zur Christologie der Evangelien, Wien: Herder 1984, 133.

[4] Ebd., 133f.

[5] Ebd., 134.

[6] Schnackenburg, 60.

[7] Vgl. Bauer, Johannes B., (Hg.): Bibeltheologisches Wörterbuch, Graz: Styria 19673, 380f.

[8] Vgl. Rieder, Peter: Feinde/Feindsymbolik (privat), in: https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/feinde-feindsymbolik-private-3/ch/2fe2381d47b8d01bdb1800cb80e9998c/ [abgerufen am 5.10.2013]

[9] Vgl. Moenikes, Ansgar: Liebe/Liebesgebot (AT), in: https://www.bibelwissenschaft.de/wibilex/das-bibellexikon/lexikon/sachwort/anzeigen/details/liebe-liebesgebot-at/ch/32a9fabd6d354707513f9b5f51bd7724/ [abgerufen am 5.10.2013]

[10] Vgl. Gassmann, Lothar: Liebe, in: http://www.bible-only.org/german/handbuch/Liebe.html [abgerufen am 5.10.2013].

[11] Vgl. Serendipity Bibel. Lebendige Kleingruppen, Die Bergpredigt. Leben mit eigenem Stil, Gießen: Brunnen Verlag 201211, 40.

[12] Vgl. Lapide, Pinchas: Wie liebt man seine Feinde?, Mainz: Matthias-Grünewald-Verlag 1984, 21.

[13] Ebd. 21f.

[14] Vgl. ebd., 22.

[15] Vgl. Lapide, 17.

[16] Vgl. Robinson, D. / Garratt, C., Ethik. Ein Sachcomic, Überlingen: TibiaPress Verlag GmbH 20133, 9.

[17] Vgl. Lapide, 33f

[18] Vgl. Falk, Robert: Gewaltlosigkeit und Feindesliebe in der Bergpredigt, München: Grin Verlag 2009, 9.

[19] Vgl. Büchele, Herwig: Gewaltfrei leben. Die Herausforderung der Bergpredigt - Utopie oder Chance?, Regensburg: Verlag Friedrich Pustet 2010, 52.

[20] Vgl. Schedl, 129.

[21] Vgl. Schnackenburg, 60.

[22] Vgl. ebd., 61f.

[23] Vgl. Vögtle, Anton: Ein „unablässiger Stachel“ (Mt 5,3b-42 par Lk 6,29-30), in: Merklein, Helmut (Hg.): Neues Testament und Ethik: für Rudolf Schnackenburg, Freiburg in Breisgau, Basel, Wien: Herder 1989, 53.

[24] Vgl. Schedl, 127.

[25] Vgl. Schnackenburg, 59.

[26] Vgl. Schedl, 128.

[27] Vgl. Lapide, 28.

[28] Vgl. Serendipity Bibel. Lebendige Kleingruppen, Die Bergpredigt. Leben mit eigenem Stil, Gießen: Brunnen Verlag 201211, 39f, vgl. Schedl, 128

[29] Vgl. Schnackenburg, 59.

[30] Serendipity Bibel, 39f.

[31] Vgl. ebd., 40.

[32] Vgl. Lapide,40.

Ende der Leseprobe aus 23 Seiten

Details

Titel
Was ist Feindesliebe? Gelebte Feindesliebe bei Jesus, Martin Luther King, Wild Bild Cody und Johannes Paul II.
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz  (Institut für Neutestamentliche Wissenschaft)
Veranstaltung
Ethik und Ethos im Neuen Testament
Note
1
Autor
Jahr
2014
Seiten
23
Katalognummer
V310836
ISBN (eBook)
9783668095991
ISBN (Buch)
9783668096004
Dateigröße
518 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Feind, Liebe, Lehre Jesu, Goldene Regel, Nächstenliebe, Feindesliebe, Barmherziger Samariter, Martin Luther King, Mahatma Gandhi, Wild Bild Cody, Johannes Paul II, Bergpredigt, Feldrede, Verhalten gegenüber Fremden, Verhalten gegenüber dem Feind, Auge um Auge, Pinchas Lapide, Claus Schedl
Arbeit zitieren
Mag. theol. Ottilie Kumpitsch (Autor), 2014, Was ist Feindesliebe? Gelebte Feindesliebe bei Jesus, Martin Luther King, Wild Bild Cody und Johannes Paul II., München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310836

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