Heutzutage kommt es bei den meisten Menschen nicht mehr nur auf den reinen Versorgungseinkauf an, wie Lebensmittel, Getränke oder Haushaltsartikel, sondern viel mehr um das Drumherum. Denn dieser Einkauf wird meist als lästige und notwendige Arbeit empfunden. Viel mehr rückt der Erlebniseinkauf in den Vordergrund. Neben den alltäglichen Dingen möchte man auch besondere Dinge kaufen können, wie Parfüm, Kleidung, Geschenke oder auch Delikatessen und nebenbei die Möglichkeit haben beispielsweise ins Kino zu gehen. Um das Nützliche mit dem Spaßfaktor zu kombinieren, werden immer mehr Einkaufszentren und Shopping Malls in Deutschland erbaut. „Kaum ein Monat vergeht, in dem nicht irgendwo die Eröffnung einer neuen Mall gefeiert wird.“ Zunächst waren es zwar mehr die Großstädte wie Köln oder Leipzig, aber zunehmend wurden auch Mittelstädte oder kleinere Regionen mit Einkaufszentren angesiedelt. Auch die verstärkte Entwicklung der Einkaufscenter in die Innenstadtlage ist deutlich in der Vergangenheit zu verzeichnen. Shopping-Center verändern also bestehende Handelsstrukturen und bieten eine ganz neue Plattform für neue Konzepte und Einzelhandelstrends. „Die Verbraucher schätzen die angenehme Einkaufsatmosphäre und die Mieter finden in den Centern ein professionelles Umfeld.“
Begleitend mit einigen Beispielen wird in der folgenden Arbeit zunächst näher auf die Entwicklung der Einkaufscenter und Shopping Malls speziell in Deutschland eingegangen, nachdem die Begrifflichkeiten definiert und erläutert wurden. Weiterhin wird auch darauf eingegangen, wie solche Center aufgebaut sein können und damit in Verbindung der Standort wie auch die Erreichbarkeit der Zielgruppen. Abschließend wird an einigen speziellen Beispielen sowohl in Deutschland als auch International der neue Typ der Shopping Malls erklärt. Mit einem Fazit und Hinblick auf die Zukunft schließt diese Arbeit ab.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsklärung
2.1 Einkaufszentren und Shopping Malls
2.2 Betriebsform
3. Historische Entwicklung
4. Typologien der Einkaufscenter
4.1 Merkmale von Centern
4.2 Basistypen von Einkaufscentren
4.3 Standort und Erreichbarkeit
4.4 Das Center-Management
5. Vorteile und Nachteile
6. Nationale und internationale Einkaufscenter
6.1 CentrO Oberhausen
6.2 Mall of America
6.3 Golden Resources Mall
7. Fazit und Trends
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Einkaufszentren und Shopping Malls als moderne Großbetriebsform des Handels. Dabei steht die Analyse der historischen Entwicklung, der baulichen Typologien sowie der Standortfaktoren im Vordergrund, um aufzuzeigen, wie diese Komplexe das Konsumverhalten und die Handelslandschaft nachhaltig verändern.
- Historische Herleitung der Shopping-Center und deren Entwicklung in Deutschland.
- Klassifizierung der verschiedenen Bautypen von Einkaufszentren (z.B. Mall-Center, Cluster-Center).
- Bedeutung von Standortwahl, Center-Management und der Erlebniskomponente.
- Gegenüberstellung von nationalen und internationalen Praxisbeispielen wie dem CentrO oder der Mall of America.
- Diskussion der Vor- und Nachteile dieser Betriebsform auf Konsumenten und Innenstädte.
Auszug aus dem Buch
4.2 Basistypen von Einkaufscentren
Eine wichtige Thematik ist die bauliche Gestaltung von Shopping Centern. Die Erscheinungsform hängt wesentlich von der Form, Lage und Größe des zur Verfügung stehenden Grundstücks ab. Allgemein gibt es 4 Basistypen. Diese sind auf der folgenden Abbildung dargestellt. Das Stripe- oder Streifen-Center ist die einfachste aller Bauformen. „Es besteht aus mehreren nebeneinanderliegenden Anbietern, die von der Straße durch Parkplätze getrennt sind.“ Diese Bauweise erscheint jedoch nur für kleinere Center sinnvoll, da sonst der Vorteil der Angebotsagglomeration durch die langgezogenen Geschäftsfronten verloren geht. Länger als 100 Meter sind diese Center in der Regel nicht, sodass der Kunde das Einkaufen als bequem und räumlich rationell empfindet.
Das Mall-Center ( Mall= schattiger Weg, Promenade) besteht, wie auf der Abbildung ersichtlich, aus 2 Ladenzeilen die sich gegenüber liegen. Der dazwischen liegende Gang wird als Fußgängerzone gestaltet und ist meistens überdacht. Ein Vorteil ist die kurze Distanz zwischen den einzelnen Geschäften. Oft wird der Gang auch für Veranstaltungen, Grünanlagen oder Spielanlagen genutzt. Bei diesem Center-Typ ist charakteristisch, dass häufig ein oder sogar mehrere Magnetbetriebe und kleinflächige Einzelhandelsbetriebe eingesetzt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel vom reinen Versorgungseinkauf hin zum Erlebniseinkauf und stellt die zunehmende Relevanz von Shopping Malls in Deutschland dar.
2. Begriffsklärung: Hier werden die Fachbegriffe Einkaufscenter, Shopping Mall und Großbetriebsform definiert sowie voneinander abgegrenzt.
3. Historische Entwicklung: Dieses Kapitel zeichnet den Weg der Shopping-Center von ihren US-amerikanischen Ursprüngen bis hin zur Etablierung in Deutschland nach.
4. Typologien der Einkaufscenter: Es erfolgt eine detaillierte Untersuchung der verschiedenen Center-Typen, Standortanforderungen sowie der Rolle des Center-Managements.
5. Vorteile und Nachteile: Das Kapitel abwägt die betriebswirtschaftlichen und konsumentenorientierten Vorzüge gegen die negativen Auswirkungen auf innerstädtische Handelslagen.
6. Nationale und internationale Einkaufscenter: Anhand konkreter Fallbeispiele wie CentrO Oberhausen, Mall of America und Golden Resources Mall werden Trends und Dimensionen aufgezeigt.
7. Fazit und Trends: Die Arbeit schließt mit einer Prognose zur weiteren Entwicklung und Zunahme von Einkaufszentren ab.
Schlüsselwörter
Einkaufszentrum, Shopping Mall, Großbetriebsform, Erlebniseinkauf, Handelsmarketing, Center-Management, Einzelhandel, Standortplanung, Konsumentenverhalten, Betriebsform, Innovationszentren, Immobilienwirtschaft, Konsum, Kundenmagnet, Urbanisierung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung und den Strukturmerkmalen von Einkaufszentren und Shopping Malls als moderne Betriebsform im Einzelhandel.
Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?
Zu den zentralen Themen gehören die historischen Ursprünge, die baulichen Typologien, die Standortwahl, das Center-Management sowie die Vor- und Nachteile für Kunden und bestehende Handelsstrukturen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Shopping-Center den Erlebniseinkauf fördern und welche Faktoren für deren wirtschaftlichen Erfolg und ihre städtebauliche Integration maßgeblich sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?
Die Autorin nutzt eine Literaturanalyse, um den theoretischen Rahmen zu spannen, und ergänzt diesen durch eine deskriptive Fallstudienanalyse nationaler und internationaler Beispiele.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die historische Einordnung, die detaillierte Darstellung von Center-Typen, die Analyse der Standortfaktoren und die Bewertung durch Vor- und Nachteile.
Durch welche Schlüsselwörter lässt sich diese Arbeit charakterisieren?
Die Arbeit wird primär durch Begriffe wie Erlebniseinkauf, Center-Management, Großbetriebsform und Handelsstrukturen definiert.
Wie unterscheidet sich laut der Arbeit ein „Stripe-Center“ von einem „Mall-Center“?
Ein Stripe-Center ist eine einfache Bauform mit nebeneinanderliegenden Anbietern, während ein Mall-Center aus zwei sich gegenüberliegenden Ladenzeilen mit einem überdachten Gang besteht, der als Fußgängerzone dient.
Warum wird das Center-Management als ein kritisches Erfolgskriterium genannt?
Das Center-Management ist essenziell, da es die Auswahl der Mieter koordiniert, für Marketingmaßnahmen verantwortlich ist und die interne Standortzuordnung innerhalb des Komplexes steuert.
Welche Auswirkung haben Mega-Malls in Asien laut der Autorin auf das lokale Umfeld?
Die Autorin stellt fest, dass diese riesigen Projekte zwar das Wirtschaftswachstum symbolisieren, aber oft mit enormen Leerstandsraten zu kämpfen haben, wenn die Preise für die lokale Bevölkerung zu hoch angesetzt sind.
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- Lara Kube (Author), 2014, Einkaufszentren und Shoppingmalls als Großbetriebsform, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311477