Unumstritten ist der positive Effekt von Sport und die Menschen sind sich dieser Wirkung durchaus bewusst. Faktoren wie z.B. eine mögliche Leistungssteigerung, bessere Fitness, Gesundheit, soziale Kontakte, Entspannung sowie ein Ausgleich zum Beruf bewegen Menschen dazu, sportlich aktiv zu sein. Dabei bedeutet jedoch jede sportliche Belastung ein Risiko für Sportverletzungen oder -schäden, welche unangenehme Begleiterscheinungen sind. In der Weiterbildung Fachtrainer für Sportrehabilitation steht die Behandlung nach verschiedenen Verletzungen im Vordergrund.
In der vorliegenden Arbeit werde ich mich mit der Erstellung eines Trainingsplanes für den Zeitraum von 3 Monaten beschäftigen. Dafür habe ich als Probanden einen fiktiven Kunden mit vorderer Kreuzbandruptur (rechts) gewählt, den ich im nächsten Kapitel näher beschreiben und vorstellen werde.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Diagnose
2.1. Eingangsgespräch
2.2. Biometrische Tests
2.3. Motorische Tests
2.4. Anamnesebogen
3. Vorderer Kreuzbandriss
3.1. vorderer Kreuzbandriss
3.2. Behandlung
4. Zielsetzung
4.1. Hauptziele
4.2. Teilziele
4.3. Feinstziele
5. Trainingsplanung
5.1. Makrozyklus
5.2. Mesozyklus
5.3. Mikrozyklus
6. Trainingsdurchführung
6.1. Hinweise
6.2. Aufbau des Trainings
6.3. Durchführung der Übungen
7. Analyse / Re - Test
7.1. Re - Test
7.2. Auswertung
7.3. Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel der Arbeit ist die Erstellung eines dreimonatigen, strukturierten Trainingsplans zur funktionalen Wiederherstellung nach einer vorderen Kreuzbandruptur. Die Forschungsfrage fokussiert sich darauf, wie durch gezielte Trainingssteuerung und sportrehabilitative Maßnahmen eine nebenwirkungsfreie Belastbarkeit im Alltag, Beruf und Sport erreicht werden kann.
- Anwendung des 5-Stufen-Modells der Trainingssteuerung
- Diagnostik und Anamneseerhebung bei Kreuzbandverletzungen
- Strukturierung der Trainingsphasen in Makro-, Meso- und Mikrozyklen
- Methodik der Kraft- und Koordinationsschulung in der Rehabilitation
- Dokumentation der Trainingsdurchführung und Erfolgskontrolle durch Re-Tests
Auszug aus dem Buch
3. Vorderer Kreuzbandriss
Das Kreuzband ist für die Stabilisation und Propriozeption im Kniegelenk zuständig und hilft bei der Streckung im Knie.
Kreuzbandrisse zählen zu den Sportverletzungen und entstehen durch eine einmalige, plötzliche und unerwartete äußere Gewalteinwirkung. Es handelt sich um eine akute Verletzung, die durch den Einsatz therapeutischer Maßnahmen behandelt werden muss. Schäden an den Kreuzbändern zählen zu den häufigsten Verletzungen beim Sport.
Das vordere Kreuzband ist in mehr als 90 % der Fälle betroffen, beide Bänder sind nur sehr selten betroffen.
Je nachdem, welches Band betroffen ist und welche Belastungen (sportliche und beruflich) angestrebt werden, unterscheidet sich die Behandlung. In der Regel ist ein Kreuzbandriss mit starken Schmerzen und einer Schwellung des Kniegelenks verbunden. Da es bei einer unzureichenden Behandlung zu Folgeschäden kommen kann, ist die Rehabilitation bei dieser Verletzung sehr wichtig.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Vorstellung des Themas Sportrehabilitation und Einführung des 5-Stufen-Modells als Grundlage für die Planung des individuellen Trainingsprozesses.
2. Diagnose: Beschreibung der Einstiegsphase bestehend aus Eingangsgespräch, biometrischen sowie motorischen Tests zur Erhebung des Ist-Zustandes.
3. Vorderer Kreuzbandriss: Erläuterung der Anatomie, Symptomatik und der notwendigen therapeutischen Maßnahmen bei dieser spezifischen Knieverletzung.
4. Zielsetzung: Festlegung der Haupt-, Teil- und Feinstziele zur Wiederherstellung der vollen Belastbarkeit des Patienten innerhalb von drei Monaten.
5. Trainingsplanung: Detaillierte Ausarbeitung der Trainingszyklen basierend auf den Prinzipien der Trainingslehre und der sportwissenschaftlichen Periodisierung.
6. Trainingsdurchführung: Praktische Hinweise zur Umsetzung des Trainings, dem strukturellen Aufbau der Einheiten und der Anleitung der Übungen.
7. Analyse / Re - Test: Bewertung des Trainingserfolgs durch Vergleich der Eingangswerte mit den Ergebnissen nach den definierten Zyklen sowie ein abschließender Ausblick.
Schlüsselwörter
Sportrehabilitation, Kreuzbandruptur, Trainingssteuerung, 5-Stufen-Modell, Kraftaufbau, Koordinationsschulung, Muskelquerschnittsvergrößerung, Propriozeption, Re-Test, Diagnose, Trainingsplanung, Heilungsverlauf, Belastbarkeit, Physiotherapie, Bewegungsschulung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Erstellung eines dreimonatigen sportrehabilitativen Trainingsplans für einen fiktiven Kunden nach einer vorderen Kreuzbandruptur.
Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?
Die Schwerpunkte liegen auf der sportwissenschaftlichen Trainingssteuerung, der Rehabilitationsdiagnostik und dem systematischen Aufbau von Trainingsphasen zur Wiedererlangung der sportlichen Belastbarkeit.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die nebenwirkungsfreie Funktionsverbesserung des verletzten Knies, um eine vollständige Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit im Alltag und Sport zu erreichen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Planung basiert auf dem 5-Stufen-Modell (Diagnose, Zielsetzung, Trainingsplanung, Durchführung, Analyse) unter Berücksichtigung allgemeiner trainingswissenschaftlicher Grundsätze.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Diagnose, die zielgerichtete Trainingsplanung durch Periodisierung (Makro-, Meso-, Mikrozyklen) und die konkrete praktische Durchführung inklusive Übungsbeschreibungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Sportrehabilitation, Kreuzbandruptur, Trainingssteuerung, Propriozeption und Kraftaufbautraining.
Warum ist das 5-Stufen-Modell für diese Arbeit entscheidend?
Es dient als strukturierter Leitfaden, um eine transparente und nachvollziehbare Trainingssteuerung zu gewährleisten, die den individuellen Heilungsprozess des Patienten berücksichtigt.
Wie werden die Übungen im Trainingsplan gewählt?
Die Auswahl erfolgt basierend auf den Zielen der jeweiligen Phase (z.B. Hypertrophie oder Maximalkraft) und dem Prinzip vom Einfachen zum Schweren, unter strenger Beobachtung zur Vermeidung von Fehlbelastungen.
Was zeigt der Re-Test in der Arbeit auf?
Der Re-Test dient als Erfolgskontrolle, um die Fortschritte in Bezug auf Kraftdefizite und Stabilitätsgefühl zu objektivieren und den Trainingserfolg zu validieren.
Welche Bedeutung haben die biometrischen Tests für den Probanden?
Sie ermöglichen eine fundierte Basis für die Trainingsplanung, indem Faktoren wie Körperzusammensetzung und allgemeine Belastbarkeit erfasst und für das Monitoring genutzt werden.
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- Claudia Steger (Author), 2015, Rehabilitation nach einer vorderen Kreuzbandruptur. Planung und Durchführung eines Trainings, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312011