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Hedging von Aktienkursrisiken durch Optionen

Titel: Hedging von Aktienkursrisiken durch Optionen

Bachelorarbeit , 2015 , 90 Seiten , Note: 1,70

Autor:in: Oliver Meyer (Autor:in)

BWL - Bank, Börse, Versicherung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, einen Überblick über die Funktionsweise von Optionen zu geben und die bestehende Komplexität im Zusammenhang mit Hedging zu verringern. Dabei werden verschiedene Strategien beschrieben, analysiert und anhand praktischer Beispiele mit historischen Aktienkursen erläutert. Zudem wird der gezielte Einsatz von Optionen zur Absicherung von Aktienkursrisiken in Abhängigkeit von der prognostizierten Marktentwicklung dargestellt.

Außerdem: Auf institutionelle Anleger kommen beim Einsatz derivativer Finanzinstrumente wie Optionen oftmals regulatorische Besonderheiten zu. Diese sollen in Kapitel 3.2 anhand spezieller aufsichtsrechtlicher Bestimmungen für Versicherungsunternehmen exemplarisch dargestellt werden.

Obwohl Investitionen an Finanzmärkten seit jeher mit großen Unsicherheiten verbunden sind, hat sich der Effekt im Zuge der Globalisierung und Internationalisierung der Finanzmärkte deutlich verstärkt. Die Entwicklung nationaler Börsen ist längst nicht mehr nur an das Geschehen im eigenen Land gebunden, sondern richtet sich nach Neuigkeiten und Ereignissen der ganzen Welt. Meldungen über Staatspleiten, Anleihenkäufe der Europäischen Zentralbank (EZB) oder Zinsentscheide der US-Notenbank FED bewegen die Märkte und führen, insbesondere an Aktienmärkten, zu erhöhten Schwankungen.

Die Vergangenheit hat gezeigt, dass Überbewertungen von Aktien zu Spekulationsblasen, wie der im März 2000 geplatzten Dotcom-Blase, führen und innerhalb kurzer Zeit das Vermögen vieler privater und institutioneller Anleger vernichten können. Das mangelnde Vertrauen in die Aktienmärkte und die Risikoaversion vieler Anleger führen regelmäßig zu übereilten und unbedachten Kapitalentnahmen in Form von Aktienverkäufen.

Vor allem Privatanleger neigen dazu, ausschließlich in renditeärmere Anlagen wie Sparbücher, Anleihen oder Tagesgeldkonten zu investieren und somit auf die Möglichkeit höherer Renditen durch Anlagen in Aktien- oder Aktienfonds zu verzichten. Ein geeignetes Instrument zur Absicherung gegen Verluste aus Aktien (Hedging) ist der Einsatz derivativer Finanzinstrumente, wie z.B. Optionen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Problemstellung und Ziel der Arbeit

1.2 Vorgehensweise

2 Konzeptionelle Grundlagen

2.1 Aktienkursrisiko

2.1.1 Begriffsbestimmung

2.1.2 Die Volatilität als Risikomaß

2.2 Optionen

2.2.1 Definition, Arten und Elemente von Optionen

2.2.2 Optionspreisbewertung

2.2.2.1 Grundlagen der Optionspreisbewertung

2.2.2.2 Optionspreisbewertung nach dem Black-Scholes-Modell

2.2.2.3 Die Sensitivitätskennzahlen nach Black-Scholes

2.3 Hedging

2.3.1 Begriffsbestimmung

2.3.2 Motive für Hedging

2.3.3 Optionsselektion – Die Wahl des Hedge-Kontrakts

3 Hedging von Aktienkursrisiken durch Optionen

3.1 Hedging-Strategien

3.1.1 Protective Put

3.1.2 Reverse Hedge

3.1.3 Collar

3.1.4 Put Price Spread

3.1.5 Delta-Hedging

3.1.6 Zwischenfazit

3.2 Hedging institutioneller Anleger am Beispiel von Versicherungsunternehmen

4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, einen fundierten Überblick über die Funktionsweise von Optionen zu geben und Strategien zur Risikominimierung (Hedging) bei Aktieninvestitionen zu analysieren und anhand historischer Praxisbeispiele zu veranschaulichen.

  • Grundlagen des Aktienkursrisikos und deren Messung durch Volatilität.
  • Struktur, Definition und theoretische Bewertung von europäischen Optionen.
  • Analyse verschiedener Hedging-Strategien wie Protective Put, Collar und Delta-Hedging.
  • Einfluss der Optionswahl auf das Risikoprofil von Aktieninvestitionen.
  • Regulatorische Aspekte und Herausforderungen für institutionelle Anleger.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Protective Put

Eine häufig verwendete und transparente Möglichkeit sein Portfolio gegen einen Kursrückgang abzusichern, ist der Kauf von Put-Optionen. Die als Protective Put bezeichnete Strategie gilt als die klassischste Art der Absicherung und ist vergleichbar mit einer „Versicherung gegen fallende Kurse“. Beim Protective Put sichert man einen Basiswert durch den Kauf einer entsprechenden Anzahl an Verkaufsoptionen (Long Put) gegen das Risiko sinkender Kurse ab. Ziel dieser Strategie ist es, einen potentiellen Verlust aufgrund negativer Kursentwicklungen der Aktienposition durch einen entsprechenden Gewinn der Verkaufsoption zu kompensieren, ohne dabei gänzlich auf mögliche Kursgewinne zu verzichten.

Liegt der Aktienkurs zum Fälligkeitstermin T über den Basispreis K, übt der Anleger das erworbene Optionsrechts des Puts nicht aus, da er seine Aktie am Kassamarkt teurer verkaufen kann. In diesem Fall profitiert das abgesicherte Portfolio aus Long-Aktie und Verkaufsoption in Höhe des Kursgewinns des Underlyings abzüglich der gezahlten Optionsprämie Pp. Sinkt der Kurs der Aktie dagegen unter den Basispreis, nutzt er sein Optionsrecht und verkauft seine Aktie zum vereinbarten Preis. Sein möglicher Verlust durch die Protective Put-Strategie ist somit auf den Floor begrenzt. Die aufzuwendende Optionsprämie für diese Strategie ist mit einer Versicherungsprämie vergleichbar.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einleitung erläutert die zunehmende Volatilität an den globalen Finanzmärkten und begründet die Notwendigkeit von Hedging-Strategien mittels derivativer Instrumente wie Optionen.

2 Konzeptionelle Grundlagen: In diesem Kapitel werden die theoretischen Fundamente des Aktienkursrisikos, die Funktionsweise von Optionen sowie die Bewertungsmethoden wie das Black-Scholes-Modell detailliert dargelegt.

3 Hedging von Aktienkursrisiken durch Optionen: Dieses Kernkapitel analysiert diverse statische und dynamische Strategien zur Absicherung von Aktienkursrisiken und beleuchtet zudem regulatorische Besonderheiten für institutionelle Anleger.

4 Fazit: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse über die Wirksamkeit von Hedging-Strategien zusammen und betont die Bedeutung individueller Marktprognosen für den Erfolg der Absicherung.

Schlüsselwörter

Aktienkursrisiko, Hedging, Optionen, Protective Put, Black-Scholes-Modell, Volatilität, Delta-Hedging, Collar, Put Price Spread, Risikomanagement, Long-Position, Short-Position, institutionelle Anleger, Aktienoptionen, Termingeschäfte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Absicherung von Aktienkursrisiken durch den gezielten Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten, insbesondere europäischen Optionen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung des Aktienkursrisikos, die Funktionsweise und Bewertung von Optionen sowie die praktische Anwendung verschiedener Hedging-Strategien unter Einbeziehung realer Marktdaten.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, die Komplexität des Hedgings zu verringern und einen Überblick darüber zu geben, wie Anleger durch Optionen in volatilen Marktumfeldern ihr Risiko verringern oder eliminieren können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf theoretische finanzmathematische Modelle (wie das Black-Scholes-Modell) und validiert diese durch die Analyse historischer Aktienkurse und realer Optionspreise.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung (Grundlagen der Volatilität, Optionsbewertung, Hedging-Definitionen) und einen anwendungsorientierten Teil, der Strategien wie Protective Put, Reverse Hedge, Collar, Put Price Spread und Delta-Hedging analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Aktienkursrisiko, Volatilität, Black-Scholes-Modell, Delta-Hedging und Protective Put.

Welchen Einfluss haben Dividenden auf die Absicherung mittels Optionen?

Dividendenzahlungen senken den Aktienkurs am Tag der Ausschüttung, was bei Calls den Wert mindern kann, während Puts bei fallenden Kursen an Wert gewinnen.

Warum ist das Delta-Hedging als „dynamisch“ zu bezeichnen?

Es ist dynamisch, da die Anzahl der benötigten Optionen aufgrund der sich stetig ändernden Marktpreise des Basiswerts regelmäßig (Rebalancing) angepasst werden muss, um das Portfolio deltaneutral zu halten.

Welche regulatorische Hürde besteht für Versicherungsunternehmen beim Hedging?

Versicherungsunternehmen dürfen Optionen nur zu Absicherungszwecken einsetzen, wobei das Volumen der Optionen den Buchwert des Kapitalanlagebestands nicht überschreiten darf, was ein vollständiges Hedging erschwert.

Ende der Leseprobe aus 90 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Hedging von Aktienkursrisiken durch Optionen
Hochschule
Technische Hochschule Köln, ehem. Fachhochschule Köln  (Versicherungswesen)
Note
1,70
Autor
Oliver Meyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
90
Katalognummer
V312129
ISBN (eBook)
9783668109568
ISBN (Buch)
9783668109575
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hedging Aktienkursrisiken Versicherungsunternehmen Optionen Volatilität Optionspreisbewertung Black-Scholes Hedging-Stratgien Protective Put Collar Reverse Hedge Put Price Spread Hedging bei Versicherungsunternehmen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Oliver Meyer (Autor:in), 2015, Hedging von Aktienkursrisiken durch Optionen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312129
Blick ins Buch
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