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Die Mesoteslehre des Aristoteles in der Nikomachischen Ethik

Title: Die Mesoteslehre des Aristoteles in der Nikomachischen Ethik

Seminar Paper , 2003 , 25 Pages , Grade: 1.0

Autor:in: B.A. Guido Üffing (Author)

Philosophy - Practical (Ethics, Aesthetics, Culture, Nature, Right, ...)
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Summary Excerpt Details

In dieser Arbeit wird die Mesoteslehre in der Nikomachischen Ethik - als die älteste überlieferte Ethik der Philosophiegeschichte, in der ein Grundlagenmodell für die Theorie moralischer Praxis entworfen wird - des Griechen Aristoteles dargestellt. Dazu wird zunächst zum besseren Verständnis ein kurzer Lebenslauf des Aristoteles geschildert und auf seine erhaltenen Werke verwiesen. Im Fokus wird die konzeptionelle Verfassung der Lehre stehen, weshalb zunächst die ethische arete – die ethische Tugend - per Definition vorgestellt wird, die einen wichtigen Aspekt im Verstehenskontext zum Werk des Aristoteles darstellt. Im weiteren Verlauf soll dann erörtert werden, was die ethische arete der Gattung als auch der Art nach darstellt, um in der Folge auf das artbildende Merkmal der ethischen arete einzugehen.

Dabei werden konsekutiv auch Fragestellungen und Hindernisse aufgezeigt und problematisiert und wo möglich, wie zum Beispiel die scheinbare zirkuläre Argumentation im Kapitel 6 dieser Arbeit, auch aufgelöst. An Beispielen und zum Teil auch durch Aristoteles-Zitate soll der Sinnzusammenhang transparent gemacht, durch einige wenige unterstützende Grafiken visuell näher gebracht werden. Dem schließt sich die Bestimmung und Konkretisierung der Mesoteslehre an, wobei auch die Einschränkungen diesbezüglich nicht außen vor gelassen werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2 Einleitung

3 Aristoteles

4 Definition der ethischen arete

4.1 Abgrenzung der ethischen arete zur dianoethischen arete

4.2 Unterschied zu den natürlichen Anlagen

4.3 Entstehung der ethischen arete durch Gewohnheit

4.4 Der Praxisbezug

5 Definition der arete der Spezies nach

5.1 Lust und Unlust als Indikator der hexis

6 Eine zirkuläre Argumentation?

7 Definition der ethischen arete der Gattung nach

7.1 Die drei Seelenzustände

7.2 Die ethische arete als eine hexis:

8 Das artbildende Merkmal der ethischen arete – Mesoteslehre

8.1 Die Bestimmung der richtigen Mitte

8.2 Einschränkungen bezüglich der „richtigen Mitte“

8.3 Anwendung der allgemeinen Feststellungen auf Einzelfälle

9 Die Dreiheit „Mangel – Mitte – Übermaß“

10 Die Bedeutung der Mesoteslehre für den Menschen

11 Schluss

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, die Mesoteslehre in Aristoteles' "Nikomachischer Ethik" systematisch darzustellen, ihr konzeptionelles Fundament zu erörtern und dabei auftretende Hindernisse sowie Fragen der praktischen Anwendbarkeit zu problematisieren.

  • Grundlagen und Konzeption der ethischen Tugend (arete)
  • Die Rolle der Gewohnheit bei der Charakterbildung
  • Strukturelle Analyse der Mesotes als "richtige Mitte"
  • Diskussion von Lust und Unlust als Indikatoren für die feste Grundhaltung (hexis)
  • Praktische Anweisungen und ethische Relevanz der Mesoteslehre

Auszug aus dem Buch

Die Bestimmung der richtigen Mitte

Aristoteles überträgt nun diese Überlegungen auf die ethische arete. Wie er feststellt, entfaltet sie sich im Bereich der irrationalen Regungen und im Handeln selbst. Nun gibt es auch hier ein Zuviel, ein Zuwenig und ein Mittleres. Ihrem Wesen nach zielt sie auf das Mittlere ab, nämlich auf das Richtige in bezug auf das Subjekt – auf uns, weshalb die ethische arete selbst eine Art von Mitte ist. Das ergon der ethischen arete ist, die irrationalen Regungen und Affekte jeweils der Situation angemessen und zur rechten Zeit zu empfinden. Dabei bedarf es einer Angemessenheit an die Situation, an den Menschen, an den Beweggrund sowie an die Art und Weise der Äußerung. Das stellt zweifelsfrei eine Herausforderung an den Menschen und es scheint fraglich, ob eine so definierte Mesotes dauerhaft und jederzeit umgesetzt werden kann. Aristoteles verweist hier auf die Bedeutung des orthos logos [den richtigen Plan] für die Findung oder Bestimmung der richtigen Mitte. „Nun ist der Satz: ‚nach der richtigen Planung’ allgemein anerkannt und sei (somit vorläufig) vorausgesetzt. Später soll dann darüber gesprochen werden, was das ist: ‚richtige Planung’ und in welcher Beziehung sie zu den ethischen Wesensvorzügen steht“.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Vorstellung des Themas und der methodischen Vorgehensweise innerhalb der Hausarbeit.

Aristoteles: Biografische Skizze des griechischen Philosophen und Einordnung seiner Schriften.

Definition der ethischen arete: Einführung und begriffliche Abgrenzung der ethischen Tugend.

Definition der arete der Spezies nach: Erläuterung des Mesotes-Begriffs und seiner Bedeutung als relative Mitte.

Eine zirkuläre Argumentation?: Analyse und Auflösung des scheinbaren Paradoxons hinsichtlich des Erwerbs von Tugend durch Handeln.

Definition der ethischen arete der Gattung nach: Spezifizierung der Gattung durch ein systematisches Ausschlussverfahren.

Das artbildende Merkmal der ethischen arete – Mesoteslehre: Vertiefung der Mesotes-Theorie und ihrer Anwendung.

Die Dreiheit „Mangel – Mitte – Übermaß“: Untersuchung der strukturellen Gegensätze und Ähnlichkeiten innerhalb der Mesoteslehre.

Die Bedeutung der Mesoteslehre für den Menschen: Zusammenfassung der praktischen Implikationen für die Lebensführung.

Schluss: Zusammenfassende Betrachtung der gewonnenen Erkenntnisse und Wertung der Relevanz der Nikomachischen Ethik.

Schlüsselwörter

Aristoteles, Nikomachische Ethik, Mesoteslehre, ethische Tugend, arete, hexis, Mitte, Gewohnheit, Charakterbildung, irrationale Regungen, orthos logos, praktische Philosophie, Moral, Tugendethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Mesoteslehre des Aristoteles in der Nikomachischen Ethik und untersucht, wie der Mensch durch diese Lehre zu einem wertvollen Charakter gelangen kann.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Zentrale Aspekte sind die Definition der ethischen Tugend (arete), die Rolle der Gewohnheit (hexis) sowie die mathematisch-proportionale Bestimmung der "rechten Mitte" zwischen Mangel und Übermaß.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die aristotelische Mesoteslehre als nachvollziehbares Modell moralischer Praxis darzustellen und ihre Anwendbarkeit auf die menschliche Lebensführung aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse der Originaltexte, ergänzt durch Fachliteratur und ein systematisches Ausschlussverfahren zur Gattungsbestimmung der ethischen Tugend.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil behandelt die Entstehung der Tugend durch Gewöhnung, die Auflösung der zirkulären Argumentation, die Bestimmung der Mitte im Kontext subjektiver Gegebenheiten und die Dreiheit von Mangel, Mitte und Übermaß.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Arete, Mesotes, Hexis, Ergon, Orthos Logos und Phronesis, die in einem begrifflichen Glossar am Anfang der Arbeit näher definiert werden.

Welche Rolle spielt die "richtige Planung" (orthos logos) bei Aristoteles?

Der orthos logos fungiert als wache Geistestätigkeit, die in Verbindung mit der Phronesis (praktische Klugheit) hilft, die Mitte zwischen den Extremen in konkreten Einzelfällen zu bestimmen.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "Mangel", "Mitte" und "Übermaß" dynamisch?

Aristoteles betont, dass die Mitte relativ zum Subjekt und zur jeweiligen Situation zu bestimmen ist, was die Anwendung des Modells zu einer dynamischen und lebenslangen Aufgabe macht.

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Details

Title
Die Mesoteslehre des Aristoteles in der Nikomachischen Ethik
College
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Philosophische Fakultät)
Course
Aristoteles - Nikomachische Ethik
Grade
1.0
Author
B.A. Guido Üffing (Author)
Publication Year
2003
Pages
25
Catalog Number
V31215
ISBN (eBook)
9783638322850
ISBN (Book)
9783638651189
Language
German
Tags
Mesoteslehre Aristoteles Nikomachischen Ethik Aristoteles Nikomachische Ethik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
B.A. Guido Üffing (Author), 2003, Die Mesoteslehre des Aristoteles in der Nikomachischen Ethik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31215
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