Die Heilungen und Wunder Jesu


Hausarbeit, 2003
13 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Zweifel an Jesu Wunder?

3. Wunder in den Evangelien

4. Verschiedene Heilungen im Einzelnen
4.1. Aussätzige
4.2. Blinder
4.3. Taubstummer
4.4. Gelähmter
4.5. Fieberkranke
4.6. Verkrümmung
4.7. Blutungen
4.8. Tote
4.9. Dämonenaustreibung

5. Genauere Betrachtung eines Wunders von Jesus

6. Wunderverweigerung

7. Zusammenfassung

8. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Ein Wunder ist ein auf übernatürliche Kräfte oder auf göttliche Einwirkung zurückzuführendes Phänomen, das den Gesetzen der Naturwissenschaften widerspricht und den Erkenntnis- und Erfahrungshorizont des Menschen übersteigt.

Geschichten von Wundern gibt es in fast allen Religionen. Eine größere Rolle spielen sie jedoch im Christentum. Dabei wird neben Jesus Christus auch mehreren seiner Jünger sowie den christlichen Heiligen bis in unsere Zeit das Wirken von Wundern zugeschrieben. Ein wesentlicher Bestandteil des Neuen Testaments sind die Berichte über die Wundertaten Christi in den Evangelien. Der Begriff selbst taucht dort jedoch nicht auf. Es wird von der „Macht“, der „Großtat“ und von „Zeichen“ Gottes gesprochen. Von Christus heißt es dort, er habe Tote wie den Lazarus auferweckt, bei der Hochzeit von Kanaan Wasser in Wein verwandelt, Tausende mit einer kleinen Menge an Fischen und Brot satt gemacht, Dämonen ausgetrieben sowie physisch und psychisch Kranke geheilt. Katholische Schriftsteller kamen zu der Überzeugung, dass „Wunder Beweiskraft besitzen, das heißt das Wirken Gottes in der Welt zu beweisen“ (Microsoft Encarta Enzyklopädie 2002).

Die geschilderten Wunder in den Evangelien sind weniger als Berichte über historische Ereignisse zu betrachten, sondern als fiktive Erzählungen religiöser Wahrheiten. Die Bedeutung eines Wunders liegt demzufolge eher „in seinem symbolischen Gehalt als in seiner geschichtlich verbürgten Authentizität selbst“ (Microsoft Encarta Enzyklopädie 2002). Das wichtigste Ziel der Erzählung von einem Wunder ist, zu zeigen, dass Gott in die menschliche Geschichte eingreift und der Einzelne somit der Allmacht des Schöpfers untersteht.

Es besteht eine enge Verbindung zwischen Glaube und Wunder, und das Wirken göttlicher Mächte soll den Glauben verstärken.

2. Zweifel an Jesu Wunder?

In der kritischen Forschung besteht kein Zweifel mehr an der Tatsache, dass Jesus Menschen heilte. Er muss paranormale Kräfte besessen haben.

Die Wundererzählungen bergen eine Reihe von Schwierigkeiten in sich, die durch die Weltvorstellung des antiken Menschen bedingt sind. Wunder gelten als geläufiger Bestandteil ihres Weltbildes. Wunder sind für sie prinzipiell nicht ausgeschlossen. Das heißt der „Einbruch von Machterweisungen einer übernatürlichen Welt der Götter in seine natürliche Welt ist durchaus möglich. Nach neueren Entwicklungen in der Naturwissenschaft erscheint es nicht unmöglich, dass das Kausalprinzip zwar für die meisten bisher beobachteten Naturgeschehnisse ein angemessenes Instrument des Beschreibens ist, jedoch nicht für alle“. (Heiligenthal 1994: 61)

Es spricht also aus heutiger Sicht kaum etwas dagegen, die grundsätzliche Möglichkeit von Wundern anzunehmen. Vier Dämonenaustreibungen, sechszehn Heilungen, sechs Naturwunder und drei Totenauferweckungen werden im neuen Testament geschildert. In allen Schichten der evangelischen Überlieferung finden sich Wundergeschichten. Für Jesus charakteristisch ist dabei das Ineinanderwirken von Wundertat und Glaubensangebot.

In welchem Sinne Jesus von seinen Fähigkeiten Gebrauch machte und zu welchen Zwecken er sie nicht einsetzte, ist entscheidend. Um sich selbst zu helfen, benutzt Jesus nie seine Fähigkeiten. Er verwandelte zum Beispiel nicht Steine in Brot, als er hungerte. Weiterhin verwendete er nie seine Kräfte gegen irgendwelche Menschen. Er machte auch keinen Beruf daraus im Gegensatz zu anderen Heilern. Sehr klein ist die Zahl der in den Evangelien berichteten Wunder Jesu. Bei all seinen Wundertaten wird jedoch deutlich, dass sie Menschen in Notlagen und Krankheit Hilfe bringen. Jesus folgte den bei Heilern üblichen Techniken. Manche von seinen geheilten Krankheiten würde man heute psychische Krankheiten nennen. Damals sprach man von Besessenheit durch Dämonen.

3. Wunder in den Evangelien

Im Markusevangelium (Mk) nehmen die Wunder einen verhältnismäßig breiten Raum ein. Die Wunder stehen im Zeichen eines Kampfes, den Jesus ausficht und eröffnet mit Satan und den Kräften des Bösen.

Für das Johannesevangelium (Joh) rechnet man vielfach damit, dass der Evangelist eine ihm vorgegebene Quellenschrift aufgegriffen habe. Es kommt darauf an, die „Wunder Jesu als Zeichen zu begreifen und im Glauben anzunehmen, als Wegschilder, die auf Christus als die Offenbarung Gottes weisen“ (Gnilka 1997: 119).

Im Matthäusevangelium (Mt) dominiert das Wort Jesu, dominieren die Redekompositionen, angefangen mit der Bergpredigt.

Im Lukasevangelium (Lk) gibt sich Jesus durch sein Helfen und Heilen als „der große Wohltäter und endzeitliche Prophet seines Volkes“ (Gnilka 1997: 119) zu erkennen.

Es gibt rund zwanzig Heilungs- und Exorzismusgeschichten in den Evangelien. Für die Blindenheilungen ist mit Verdoppelungen zu rechnen, aber auch sonst können weitergestaltete, variierende Wiederholungen vorgekommen sein. Die Wundergeschichten vermitteln mehr das allgemeine Wissen von Jesus dem Wundertäter und weniger einen Einblick in konkret beschriebene, individuelle Geschehnisse. Für moderne Vorstellungen sind die Angaben über die verschiedenen geheilten Krankheiten ungenau und vage.

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Die Heilungen und Wunder Jesu
Hochschule
Universität Erfurt
Note
1,3
Autor
Jahr
2003
Seiten
13
Katalognummer
V31257
ISBN (eBook)
9783638323178
Dateigröße
506 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Heilungen, Wunder, Jesu
Arbeit zitieren
Nicole Opetz (Autor), 2003, Die Heilungen und Wunder Jesu, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31257

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