Dies ist eine Arbeit, die sich mit dem "Worldbuilding" - der Konstruktion der fiktiven Welt - in den ersten sechs Star Wars Filmen und deren Ablegern in Büchern, Comics, Videospielen etc. auseinandersetzt. Neben den theoretischen Grundlagen zum Thema Worldbuilding und Transmedialität und deren Anwendung in der Star Wars-Reihe, wird auch die medienübergreifende Stringenz der konstruierten Welt betrachtet.
Bei der Arbeit wird so vorgegangen, dass im ersten Teil die wissenschaftlichen Grundlagen dargestellt und kritisch bewertet werden, während im zweiten Teil die STAR WARS-Franchise anhand des theoretischen Fundaments analysiert wird. Am Anfang steht eine theoretische Abhandlung zur Transmedialität. Dabei wird der Begriff erklärt und definiert sowie die unterschiedlichen Varianten, in denen Transmedia vorkommt, präsentiert. Danach werden einander unterschiedliche Theorien gegenübergestellt, die sich mit dem Thema World Building – den Konstruktionen fiktiver Welten – auseinandergesetzt haben. Diese Abschnitte stellen das theoretische Grundgerüst, anhand dessen in den Folgekapiteln zunächst die STAR WARS-Franchise (also die sechs Filme), transmediale Pre- und Sequels und zuletzt transmediale Spin-offs analysiert werden.
Diese Forschung soll zeigen, wie die Welt von STAR WARS transmedial verbunden ist und ob sie durch die zahlreichen Storylines, welche durch die Transmedialität entstehen, ihre Konsistenz bewahrt. Als Quellenmaterial dienen zunächst einmal die ursprünglichen sechs STAR WARS-Filme, transmediale Pre- und Sequels, welche zeitlich möglicht lange vor oder nach den ursprünglichen Filmen spielen, sowie transmediale Spin-offs wie die EWOKS-Reihe. Die Leitfrage, welche durch die Arbeit führen lautet: Wie wird die konstruierte Welt in der STAR WARS-Franchise durch die Transmedialität erweitert und gehen diese Ergänzungen unter Umständen so weit, dass ganz neue Welten entstehen? Wird durch die Transmedialität die Welt von STAR WARS vervollständigt, oder entstehen unter Umständen zusätzliche Lücken im Gebilde?
Inhaltsverzeichnis
1 EINLEITUNG
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN
2.1 TRANSMEDIALITÄT
2.2 TRANSMEDIALE WELT, MYTHOS, TOPOS UND ETHOS
2.3 FIKTIONALE UND NARRATIVE WELTEN
2.4 KLEINE WELTEN & WELTSTRUKTUREN
3 DAS WORLD BULDING IN DEN STAR WARS FILMEN
3.1 EPISODE IV – A NEW HOPE
3.2 EPISODE V – THE EMPIRE STRIKES BACK
3.3 EPISODE VI – RETURN OF THE JEDI
3.4 EPISODE I – THE PHANTOM MENACE
3.5 EPISODE II – ATTACK OF THE CLONES
3.6 EPISODE III – REVENGE OF THE SITH
4 DAS WORLD BUILDING IN DEN TRANSMEDIALEN PRE- UND SEQUELS VON STAR WARS
4.1 THE CLONE WARS
4.2 VIDEOSPIELE
4.3 COMIC: THE GOLDEN AGE OF THE SITH
4.4 ROMAN: BETRAYAL
5 DAS WORLD BUILDING IN DEN TRANSMEDIALEN SPIN-OFFS VON STAR WARS
5.1 EWOK ADVENTURES: CARAVAN OF COURAGE & THE BATTLE FOR ENDOR
5.2 EWOKS: CARTOON UND COMIC
6 VERGLEICHENDE ANALYSE
7 SCHLUSSWORT
Zielsetzung & Themen
Die Forschungsarbeit untersucht das World Building innerhalb der Star Wars-Franchise und deren transmedialen Ablegern mit der zentralen Fragestellung, wie die konstruierte Welt durch Transmedialität erweitert wird, ob die Konsistenz der Erzählung gewahrt bleibt und ob durch die Ergänzungen unter Umständen neue Welten oder Lücken im Gebilde entstehen.
- Grundlagen der Transmedialität und Theorie der fiktionalen Welten
- Analyse der Star Wars-Filme hinsichtlich Mythos, Topos und Ethos
- Untersuchung transmedialer Pre- und Sequels sowie Spin-offs
- Vergleich der Weltkonstruktion und Konsistenz über verschiedene Medien hinweg
Auszug aus dem Buch
2.2 Transmediale Welt, Mythos, Topos und Ethos
In ihrem Essay aus dem Jahre 2004 untersuchen Lisbeth Klastrup und Susan Tosca Elemente, welche erfolgreiche, transmediale Welten definieren, die durch verschiedene Medien transportiert werden können (vgl. Klastrup/Tosca 2004: 409). Die wichtigste Charakteristik eines solchen Universums, beziehungsweise einer solchen transmedialen Welt, ist dass die Designer und das Publikum das Bild einer fiktiven Welt teilen. Dieses Bild definiert sich durch Merkmale, die diese spezielle Welt von anderen abheben und welche primär in der ersten präsentierten Form des Universums festgelegt werden (vgl. Klastrup/Tosca 2004: 409). Bei Filmreihen wird beispielsweise der Grossteil der Merkmale einer solchen fiktiven Welt im ersten Teil definiert und in den Sequels ergänzt.
Die beiden Autorinnen haben drei Kernelemente herausgearbeitet, welche Teil jeder transmedialen Welt sind, ein solches Universum definieren und damit auch von anderen unterscheiden und abgrenzen. Mythos: the establishing conflicts and battles of the world, which also present the characters of the world. The mythos also includes stories of or rumours about certain lore items and creatures which are unique to the world. One could say that the mythos of the world is the backstory of all backstories – the central knowledge one needs to have in order to interact with or interpret events in the world successfully. (Klastrup/Tosca 2004: 412). Die drei Kernelemente sind Mythos, Topos und Ethos, wobei der Mythos die Hintergrundstory ist, mit den speziellen Charakteren, Kreaturen, Mythen und Konflikten der Welt.
Zusammenfassung der Kapitel
1 EINLEITUNG: Einleitung in die Thematik der Transmedialität und Zielsetzung der Untersuchung der Star Wars-Franchise.
2 THEORETISCHE GRUNDLAGEN: Darstellung der wissenschaftlichen Grundlagen zu Transmedialität und Konstruktion fiktiver Welten.
3 DAS WORLD BULDING IN DEN STAR WARS FILMEN: Analyse der sechs Hauptfilme hinsichtlich ihrer Weltenkonstruktion.
4 DAS WORLD BUILDING IN DEN TRANSMEDIALEN PRE- UND SEQUELS VON STAR WARS: Untersuchung der Erweiterung des Star Wars-Universums durch Serien, Spiele, Comics und Romane.
5 DAS WORLD BUILDING IN DEN TRANSMEDIALEN SPIN-OFFS VON STAR WARS: Analyse eigenständiger Auskopplungen und ihrer Integration in das Gesamtuniversum.
6 VERGLEICHENDE ANALYSE: Zusammenführender Vergleich der verschiedenen Aspekte der Weltkreation innerhalb des Star Wars-Universums.
7 SCHLUSSWORT: Fazit und Zusammenfassung der Ergebnisse bezüglich der Konsistenz und Lücken im Star Wars-World Building.
Schlüsselwörter
Transmedialität, World Building, Star Wars, Fiktionale Welten, Mythos, Topos, Ethos, Narratologie, Medienverbund, Transmedia Storytelling, Science-Fiction, Konsistenz, Erzählstrukturen, Fan-Fiction, Interaktivität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Untersuchung der Konstruktion fiktiver Welten (World Building) im Kontext der Star Wars-Franchise unter Anwendung transmedialer Theorien.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Themen sind Transmedialität, die Definition von fiktionalen Welten, die Analyse des Star Wars-Universums anhand von Mythos, Topos und Ethos sowie die Untersuchung von Ergänzungen durch Prequels, Sequels und Spin-offs.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Forschungsfrage lautet, wie die konstruierte Welt durch Transmedialität erweitert wird, ob die Ergänzungen die Konsistenz bewahren und ob durch diese Prozesse Lücken im Gesamtgefüge entstehen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es wird eine theoretische Fundierung anhand von Ansätzen wie denen von Klastrup und Tosca, Doleel und Eco geschaffen, auf deren Basis eine Analyse und ein Vergleich des Quellenmaterials durchgeführt werden.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert die sechs Star Wars-Filme, ergänzende transmediale Prequels und Sequels (wie Videospiele und Comics) sowie Spin-offs (wie die Ewoks-Reihe) hinsichtlich ihrer Weltkonstruktion.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Schlüsselwörtern gehören Transmedialität, World Building, Star Wars, Fiktionale Welten, Mythos, Topos, Ethos und Transmedia Storytelling.
Warum eignet sich Star Wars besonders für diese Untersuchung?
Star Wars ist ein Paradebeispiel für eine transmediale Welt, da es durch eine enorme Bandbreite an Filmen, Serien, Büchern und anderen Medien extrem stark vernetzt ist und ein sehr detailliertes Universum bietet.
Was ist das Ergebnis der Analyse der Ewoks-Spin-offs?
Die Analyse zeigt, dass die Ewoks-Produkte einen Mikrokosmos innerhalb des Star Wars-Universums bilden, der weitgehend autonom funktioniert und in einigen Kriterien von der Welt des Haupt-Franchise abweicht.
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- Josip Lasic (Author), 2013, Transmediales Worldbuilding im Star Wars-Franchise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313082