Maslows Bedürfnispyramide. Analyse, Resonanz und Kritik


Hausarbeit, 2015
15 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Biografie

3. Die Bedürfnispyramide
3.1 Die fünf Stufen der Bedürfnispyramide
3.2 Der Zusammenhang zwischen den fünf Stufen
3.3 Die Defizitbedürfnisse und die Wachstumsbedürfnisse
3.4 Die Weiterentwicklung der Selbstverwirklichung

4. Resonanz
4.1 Kritik an der Bedürfnispyramide
4.2 Kritik an den empirischen Grundlagen

5. Praxistransfer

6. Fazit

Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Abraham Maslow war der Mitbegründer der Humanistischen Psychologie und ein bedeutender Psychologe des 20. Jahrhunderts. Seine bekannteste Leistung ist die Bedürfnispyramide, als Grundlage der menschlichen Motivation.1

Bis heute wird diese angewandt, wie ein aktueller Artikel vom 13. Januar 2015 verdeutlicht: „Enviroment designing considering the needs of youth according to Abraham Maslow´s needs case study: District 9 of Isfahan City“. In diesem Artikel werden in Isfahan City 380 junge Leute zwischen 18 und 25 mit Hilfe einer Umfrage nach ihren bevorzugten Bedürfnissen und Interessen befragt. Das Ziel ist es, durch diese Erkenntnisse eine angemessene Umwelt zu schaffen, in der die Jugend ihre Persönlichkeit entfalten kann. Als das Wichtigste wurde von den Jugendlichen die Grund- und Existenzbedürfnisse angegeben. Darauf folgend Sicherheit, Sozialbedürfnisse, Anerkennung sowie Wertschätzung und als letztes die Selbstverwirklichung. Diese Ergebnisse stimmen mit der Hierarchie, die Maslow entwickelt hat, komplett überein. Dieses Ergebnis zeigt, dass seine Arbeit von großer Bedeutung und bis heute anwendbar ist.2

Auch seine 18.893 Fans auf Facebook sprechen für seine Geltung bis heute.3

Im Folgenden soll nun die Person Abraham Maslow vorgestellt werden, da sein Lebenslauf und seine familiären Umstände beeindruckend sind. Daraufhin wird seine Bedürfnispyramide genauer erläutert und diese dann im Praxisbezug mit einem Beispiel der Arbeitswelt verknüpft. Auch auf die Resonanz seiner Ergebnisse wird von der Autorin eingegangen. Abschließend folgt das Fazit.

2. Biografie

Abraham Harold Maslow wurde am 1.04.1908 in Brooklyn, New York City geboren und wuchs als Ältester von sieben Kindern auf. Er war der Sohn jüdisch- ukraini scher Immigranten, Samuel und Rose Maslow.

In seiner Kindheit hatte er, als einziger jüdischer Junge in der Nachbarschaft, wenig Freunde. Maslow war eher ein Einsiedler und beschäftigte sich hauptsächlich mit Büchern.

Auch die Beziehung zu seinen Eltern war problematisch, da der Vater viel trank, seinen Sohn als Nichtsnutz bezeichnete und ihn regelrecht unterdrückte. Seine Mutter gab ihm ebenfalls keine Liebe und Zuneigung, was wiederum zu einem geringen Selbstwertgefühl bei Maslow führte.

Bevor Maslow sein Psychologie-Studium an der University of Wisconsin-Madison begann, studierte er mehrere Semester Jura am City College of New York seiner Eltern wegen.

1930 bekam er den Grad des B.A., 1931 den des M.A. Und 1934 machte er seine Promotion in Psychologie.

Daraufhin kam es 1935, an der Columbia University, zur Zusammenarbeit mit E. L. Thorndike. Sie beschäftigten sich mit der Forschung des menschlichen Sexualverhaltens.4

Seine Abhandlung „Dominance-drive as a Determiner of Social Behaviour in Infrahuman Primates“ war bis zu dieser Zeit seine anspruchvollste und wichtigste Arbeit, in der er Dominanz als Schlüssel des sozialen Verhaltens und Organisation beschrieb.5

1937 lernte er den bekannten Psychologen Alfred Adler am Brooklyn College der City University of New York kennen, an der er nun als Professor tätig war.6 Ab 1946 fühlte sich Maslow nicht mehr genug in der Lage seine Experimente weiter zu verfolgen, da sich seine Gesundheit zu verschlechtern begann. Er war nie ein wirklich dynamischer Mensch, außer einem Softballspiel im College hatte er an kei- ner weiteren sportlichen Betätigung teilgenommen. Er spürte wie seine Energie schwand. Nachdem seine Frau Bertha ihm ins Gewissen redete suchte er verschiedenste Krankenhäuser und Ärzte auf. Diese teilten ihm mit, dass er an einer hor monellen Störung litt, welche einen Tumor mit sich brachte. Trotz seiner Krankheit versuchte er weiter zu arbeiten.7

Maslow arbeitete dann 1951 an der Brandeis University in Boston und es kam zur Zusammenarbeit u.a. mit Kurt Goldstein.

Jetzt gab er sich seinen eigenen theoretischen Arbeiten hin. Seine bis heute angewandte und bekannteste Arbeit ist die Bedürfnispyramide, auf die die Autorin später noch genau eingehen wird.

Im Jahr 1967 wurde er als Humanist des Jahres geehrt.

In der Ehe mit seiner Cousine Bertha Goodman, welche seine Eltern nicht bewilligten, hatte er einen neuen Lebensabschnitt begonnen. Mit ihr bekam er zwei Töchter, Anna und Ellen und war bis zu seinem Tod glücklich verheiratet. Er starb am 08.06.1970 an einem Herzinfarkt beim Joggen.

Seine Beziehung zu seinen Eltern ist im Laufe seines Lebens, nach seiner prägenden Kindheit, nie auf eine gesunde Ebene gekommen. Maslow konnte ihnen nie verzeihen und erschien nicht einmal zu deren Beerdigung.8

3. Die Bedürfnispyramide

3.1 Die fünf Stufen der Bedürfnispyramide

Die Bedürfnispyramide ist ein Stufenmodell der menschlichen Motivation. Sie besteht aus fünf Stufen.

Die unterste und erste Stufe sind die physiologischen Grund- und Existenzbedürfnisse, welche die einflussreichsten und wichtigsten Bedürfnisse darstellen.9 Hierzu gehören beispielsweise Essen, Trinken, Wärme und Sexualität. Aber es ist nahezu unmöglich eine Liste aller physiologischen Bedürfnisse anzulegen, da sie so lang sein wird, wie man es selber möchte, da man über den Vereinzelungsgrad der Einteilung selbst bestimmen kann.10

Der Körper steuert die Zufuhr von bestimmten Stoffen, durch Appetit oder Heißhunger auf ein Nahrungsmittel, welches möglichst viel des fehlenden Stoffes enthält.11 Es können nicht alle physiologischen Bedürfnisse als homöostatisch festgelegt werden, da beispielsweise Sexualverhalten, Schläfrigkeit oder mütterliches Verhalten noch nicht als homöostatisch bewiesen wurden. Solch ein Katalog würde außerdem Dinge wie Geschmack, Geruch oder Kitzeln nicht beinhalten. Diese gehören aber wahrscheinlich zu den physiologischen Bedürfnissen und würden somit eine große Rolle spielen für die Motivation und die dazugehörige Motivationstheorie.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass alle Bedürfnisse dieser ersten Ebene und ihr damit verbundenes Konsumverhalten auch als Kanal für Bedürfnisse jeder anderen Art darstellen können.

Die physiologischen Bedürfnisse besitzen die größte Macht. Wenn diese nicht be- friedigt werden, verdrängen sie alle anderen Bedürfnisse.12

Die zweite Ebene beinhaltet die Sicherheitsbedürfnisse.

Diese unterteilen sich in Sicherheit, Schutz, Stabilität, Geborgenheit, Freiheit von Angst, Verlangen nach Strukturen, Ordnung, Grenzen, Regeln und Gesetzen.13 Bestätigung findet dieser Ansatz in der Präferenz zu ähnlichen Dingen, als zu unähnlichen oder dem bereits Vertrauten, als zu etwas Neuem. Doch vor allem die Tendenz dazu, einer Religion anzugehören zeigt das Sicherheitsbedürfnis der Menschen, da eine Religion Erklärungen an Stellen liefert, an denen die Wissenschaft versagt. Erklärungen bringen immer Gewissheit und Sicherheit mit sich.14

Nun folgen die sozialen Bedürfnisse, wie Zuneigung, Liebe, soziale Anerkennung und Zugehörigkeit.15 Hierbei darf man Liebe nicht gleichsetzen mit Sex, welcher rein physiologisch untersucht werden kann. Sexualverhalten hingegen ist nicht nur das Bedürfnis nach Sex, sondern auch das Liebes- und Zuneigungsbedürfnis.

[...]


1 Vgl. Gawlick, R. (2013), www.abraham-maslow.de

2 Vgl. Latifiyan, M., Salavati, M. (2015), www.academicjournals.com

3 Vgl. o.V. (o.J.), www.facebook.de

4 Vgl. Gawlick, R. (2013), www.abraham-maslow.de

5 Vgl. Hoffman, E. (1988), S. 69-70

6 Vgl. Gawlick, R. (2013), www.abraham-maslow.de

7 Vgl. Hoffman, E. (1988), S. 176-177

8 Vgl. Gawlick, R. (2013), www.abraham-maslow.de

9 Vgl. Gawlick, R. (2013), www.abraham-maslow.de

10 Vgl. Maslow, A. (1954), S. 63

11 Vgl. Maslow, A. (1943), Pos. 992

12 Vgl. Maslow, A. (1954), S. 63

13 Vgl. Gawlick, R. (2013), www.abraham-maslow.de

14 Vgl. Maslow, A. (1943), Pos. 1135

15 Vgl. Gawlick, R. (2013), www.abraham-maslow.de

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Details

Titel
Maslows Bedürfnispyramide. Analyse, Resonanz und Kritik
Hochschule
FOM Essen, Hochschule für Oekonomie & Management gemeinnützige GmbH, Hochschulleitung Essen früher Fachhochschule
Veranstaltung
Sozialpsychologie
Note
1,3
Autor
Jahr
2015
Seiten
15
Katalognummer
V313176
ISBN (eBook)
9783668119291
ISBN (Buch)
9783668119307
Dateigröße
604 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Bedürnispyramide, Maslow, Bedürfnis, Selbstverwirklichung
Arbeit zitieren
Tiffany Licker (Autor), 2015, Maslows Bedürfnispyramide. Analyse, Resonanz und Kritik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313176

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