Die Mathematikaufgabe, die in unserem Unterrichtsentwurf behandelt wird, ist eine Flächenaufgabe des Trapezes. Bei gegebenen Größen soll der Flächeninhalt dieser Figur berechnet werden. Die konkrete Aufgabenstellung lautet:
Ein Viereck, bei dem zwei Gegenseiten parallel sind, heißt Trapez. Die beiden parallelen Seiten heißen Grundlinien, ihr Abstand heißt Höhe. Von einem Trapez sind die Längen der parallelen Seiten und die Höhe gegeben.
Wie groß ist sein Flächeninhalt?
Inhaltsverzeichnis
1. Aufgabenstellung
2. Mathematik als sprachförderndes Fach
3. Der Unterrichtsplan
3.1 Hinführung
3.2 Erste Arbeitsphase – Ausdenken eines Planes
3.3 Zweite Arbeitsphase – Ausführen des Planes
3.4 Reflexion und Ergebnissicherung
4. Ziel des fachorientierten und sprachfördernden Mathematikunterrichts
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit zielt darauf ab, die Bedeutung der Sprache im Mathematikunterricht als notwendige Lernvoraussetzung aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, wie durch sprachsensible Methoden und Scaffolding fachliche Kompetenzen bei Schülern einer 6. Klasse Realschule gefördert werden können.
- Die Rolle der Sprache im mathematischen Lernprozess
- Einsatz des Scaffolding-Konzepts im Unterricht
- Methoden zur Berechnung des Flächeninhalts von Trapezen
- Förderung divergenten und individuellen Denkens durch Zerlegungsstrategien
- Verwendung von Formulierungshilfen und Anschauungsmaterialien
Auszug aus dem Buch
3.1 Hinführung
Um eine Aufgabe beginnen zu können, muss man sie zunächst verstehen bzw. mit dieser Aufgabe vertraut werden. Dadurch kann man sich ein besseres Verständnis erarbeiten. Die Schüler, die die Formel für die Berechnung des Flächeninhalts eines Trapezes nicht wissen, werden nun mit dieser Aufgabe konfrontiert. Als Einstieg in die Aufgabe könnte der Lehrer mit der Frage Was ist unbekannt? beginnen. An der Aufgabenstellung erkennt man sofort, dass der Flächeninhalt des Trapezes unbekannt ist. Im nächsten Schritt kann man sich die Frage stellen, was gegeben sei. Auch diese Information kann man der Aufgabenstellung entnehmen, gegeben sind nämlich die Längen der parallelen Seiten und die Höhe des Trapezes. Nun überlegt man sich, wie die Bedingung der Aufgabe lautet und ob man diese befriedigen kann. Die Bedingung lautet, dass zwei Gegenseiten parallel sind und der Abstand der beiden parallelen Seiten die Höhe darstellt. Ist die Bedingung ausreichend, um die Unbekannte zu bestimmen? Die Frage ist wichtig, um kleinschrittig an die Aufgabe heranzugehen. Um mit der Bedingung etwas anfangen zu können, würden wir die Schüler zunächst bitten, die zwei parallelen Seiten und die Höhe farbig in das Trapez einzuzeichnen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Aufgabenstellung: Definition der mathematischen Problemstellung zur Berechnung des Flächeninhalts eines Trapezes anhand gegebener Längen und der Höhe.
2. Mathematik als sprachförderndes Fach: Darstellung der Relevanz sprachlicher Fähigkeiten im Mathematikunterricht und Vorstellung des Konzepts für eine 6. Klasse.
3. Der Unterrichtsplan: Detaillierte Unterteilung der Unterrichtseinheit in Phasen sowie Erläuterung der methodischen Vorgehensweise.
3.1 Hinführung: Anleitung zum Verständnis der Aufgabenstellung durch gezielte Fragestellungen und visuelle Hilfsmittel.
3.2 Erste Arbeitsphase – Ausdenken eines Planes: Entwicklung von Lösungsstrategien durch Rückgriff auf Vorwissen und Zerlegung der Figur in bekannte Teilflächen.
3.3 Zweite Arbeitsphase – Ausführen des Planes: Überprüfung und Durchführung der erarbeiteten Schritte zur Flächenberechnung.
3.4 Reflexion und Ergebnissicherung: Kontrolle der gefundenen Lösungen und Vergleich verschiedener Zerlegungsmöglichkeiten.
4. Ziel des fachorientierten und sprachfördernden Mathematikunterrichts: Reflexion über den Lernzuwachs durch sprachsensible Unterstützung und das schrittweise Zurückziehen der Hilfestellungen.
Schlüsselwörter
Mathematikunterricht, Sprachförderung, Scaffolding, Trapez, Flächeninhalt, Geometrie, Unterrichtsentwurf, Zerlegungsstrategie, Fachtermini, Formulierungshilfen, Lernvoraussetzung, Didaktik, Kompetenzaufbau, Problemlösung, Mathematische Kommunikation
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Entwicklung eines fachorientierten Unterrichtsentwurfs für den Mathematikunterricht, der Sprache als zentralen Bestandteil des Lernprozesses integriert.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die Themenfelder umfassen die geometrische Flächenberechnung, die Anwendung von Scaffolding-Methoden und die Förderung der sprachlichen Ausdrucksfähigkeit im Fach Mathematik.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, Schülern durch sprachsensibles Arbeiten und individuelle Erkundung einen Zugang zu komplexen mathematischen Problemen zu ermöglichen.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Die Arbeit basiert auf der Entwicklung und methodischen Strukturierung einer Unterrichtseinheit, die auf das Konzept des Scaffoldings und die Aktivierung von Vorwissen setzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine strukturierte Unterrichtsplanung, die von der Hinführung über die Lösungsplanung bis zur Reflexion und Ergebnissicherung reicht.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Scaffolding, Sprachförderung, Trapezberechnung und fachorientierten Unterricht charakterisiert.
Warum ist das Einzeichnen von Hilfslinien für den Lernprozess wichtig?
Das Einzeichnen hilft Schülern, komplexe Figuren wie ein Trapez in bekannte Formen wie Rechtecke oder Parallelogramme zu zerlegen und somit die Berechnung des Flächeninhalts herzuleiten.
Wie unterstützt das Konzept des Scaffoldings die Schüler?
Durch die Bereitstellung eines sprachlichen „Gerüsts“ (Formulierungshilfen) werden Schüler unterstützt, Aufgaben zu lösen, die ihre derzeitigen Fähigkeiten herausfordern, bis sie diese eigenständig bewältigen können.
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- Hülya Atasoyi (Author), 2013, Die Wichtigkeit der Sprache im Mathematikunterricht (6. Klasse, Realschule), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313283