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Präpositionen bei Substantiven. Gebrauchsweisen und Dudenvorgaben

Title: Präpositionen bei Substantiven. Gebrauchsweisen und Dudenvorgaben

Term Paper , 2014 , 11 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Constanze Böck (Author)

German Studies - Linguistics
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit behandelt die Frage, welche Präpositionen man im welchen Zusammenhang benutzt in Abhängigkeit von der ursprünglichen, dialektalen Herkunft.

Der Ausdruck „Präposition“ bedeutet, gemäß seines lateinischen Ursprungs, das „Vorangestellte“ und steht im Zusammenhang mit der Wortstellung. In den meisten Fällen stehen Präpositionen vor ihrem Bezugswort, jedoch gibt es einige Ausnahmen in Form von Postpositionen (nachgestellt) und Zirkumpositionen (rahmen das Wort ein). Die deutsche Bezeichnung der Präposition ist Verhältniswort, da mithilfe dieser das Verhältnis zwischen zwei Größen aufgezeigt werden kann.

Da Präpositionen in fast jedem Satz vorkommen, kann man sie in vier große semantische Gruppen einteilen, sodass das Verhältnis temporal, kausal, modal oder neutral sein kann. Präpositionen können als unflektierbare Ausdrücke bezeichnet werden, die Gegenstände in eine spezifische inhaltliche Beziehung zueinander setzen. Beispielsweise in lokaler (die Katze ist „auf“ dem heißen Blechdach), kausaler (zitternd „vor“ Angst) oder temporaler (Tod „um“ Mitternacht) Weise. Dennoch hat deren Bedeutung einen starken Kontextbezug. Nach Engel sind „Präpositionen Partikel, die jederzeit eine Nominalphrase in spezifischem Kasus regieren können.“

Anhand ihrer unterschiedlichen Komplexität lassen sich Präposition in einfache (primäre), komplexe (sekundäre) Präpositionen sowie präpositionsartige Wortverbindungen (tertiäre Präpositionen) unterscheiden. Einfache Präpositionen sind beispielsweise: in, auf, mit, nach, um, vor, hinter, statt. Komplexe Präpositionen sind: mithilfe, zufolge, anhand, anstelle, anstatt, aufgrund. Präpositionsartige Wortverbindungen wie im Verlauf(e) (von), in Bezug auf, in Anbetracht, im Gefolge oder an Stelle, beinhalten bereits eine Präposition.

Präpositionen zeigen zudem unterschiedliche Verhältnisse auf, sodass man je nach Verhältnis verschiedene Präpositionen auch mehrfach gebrauchen kann. Hier sind besonders die lokalen Präpositionen von Bedeutung, da sie genaue räumliche Dimensionen wie Lage, Richtung, Nähe, Parallelität, Gegenseite oder den Bezug auf einen Punkt aufzeigen. Ihre Benutzung kann Antworten auf die Fragen Wo, Wohin und Woher geben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Theoretische Heranführung an das Thema

2. Methode

3. Ergebnisanalyse

3.1 Institutionen

3.2 Supermärkte

3.3 Ausgewählte Bezugsworte

4. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die intuitive Verwendung von Präpositionen bei Substantiven in der deutschen Sprache. Das primäre Ziel ist es, regionale und individuelle Unterschiede im Sprachgebrauch bei Institutionen, Supermärkten und ausgewählten Bezugsworten zu identifizieren und diese mit grammatikalischen Vorgaben sowie existierenden Sprachvarietäten abzugleichen.

  • Analyse der Verwendung von Lokalpräpositionen vor Institutionen (z.B. Amt, Rathaus).
  • Untersuchung von Präpositionswahl bei Markennamen (Supermärkten) und dem Einfluss von Artikelgebrauch.
  • Betrachtung von regionalen Sprachunterschieden zwischen Nord- und Süddeutschland.
  • Vergleich der Umfrageergebnisse mit normativen Grammatikvorgaben wie denen des Dudens.
  • Ermittlung von Tendenzen bei der Verwendung von Präpositionen vor abstrakten Begriffen wie Arbeit oder Training.

Auszug aus dem Buch

1. Theoretische Heranführung

Der Ausdruck „Präposition“ bedeutet, gemäß seines lateinischen Ursprungs, das „Vorangestellte“ und steht im Zusammenhang mit der Wortstellung. In den meisten Fällen stehen Präpositionen vor ihrem Bezugswort, jedoch gibt es einige Ausnahmen in Form von Postpositionen (nachgestellt) und Zirkumpositionen (rahmen das Wort ein). Die deutsche Bezeichnung der Präposition ist Verhältniswort, da mithilfe dieser das Verhältnis zwischen zwei Größen aufgezeigt werden kann. Da Präpositionen in fast jedem Satz vorkommen, kann man sie in vier große semantische Gruppen einteilen, sodass das Verhältnis temporal, kausal, modal oder neutral sein kann. Präpositionen können als unflektierbare Ausdrücke bezeichnet werden, die Gegenstände in eine spezifische inhaltliche Beziehung zueinander setzen. Beispielsweise in lokaler (die Katze ist „auf“ dem heißen Blechdach), kausaler (zitternd „vor“ Angst) oder temporaler (Tod „um“ Mitternacht) Weise. Dennoch hat deren Bedeutung einen starken Kontextbezug. Nach Engel sind „Präpositionen Partikel, die jederzeit eine Nominalphrase in spezifischem Kasus regieren können.“

Anhand ihrer unterschiedlichen Komplexität lassen sich Präposition in einfache (primäre), komplexe (sekundäre) Präpositionen sowie präpositionsartige Wortverbindungen (tertiäre Präpositionen) unterscheiden. Einfache Präpositionen sind beispielsweise: in, auf, mit, nach, um, vor, hinter, statt. Komplexe Präpositionen sind: mithilfe, zufolge, anhand, anstelle, anstatt, aufgrund. Präpositionsartige Wortverbindungen wie im Verlauf(e) (von), in Bezug auf, in Anbetracht, im Gefolge oder an Stelle, beinhalten bereits eine Präposition.

Präpositionen zeigen zudem unterschiedliche Verhältnisse auf, sodass man je nach Verhältnis verschiedene Präpositionen auch mehrfach gebrauchen kann. Hier sind besonders die lokalen Präpositionen von Bedeutung, da sie genaue räumliche Dimensionen wie Lage, Richtung, Nähe, Parallelität, Gegenseite oder den Bezug auf einen Punkt aufzeigen. Ihre Benutzung kann Antworten auf die Fragen Wo, Wohin und Woher geben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Theoretische Heranführung an das Thema: Erläutert die etymologische Herkunft, die grammatikalische Definition und die semantische Klassifizierung von Präpositionen in der deutschen Sprache.

2. Methode: Beschreibt das methodische Vorgehen der durchgeführten Befragung von 136 Personen zur Erforschung von Präpositionstendenzen.

3. Ergebnisanalyse: Präsentiert die empirischen Daten zu Institutionen, Supermärkten und ausgewählten Bezugsworten im Kontext regionaler Varietäten.

3.1 Institutionen: Vergleicht die in der Befragung ermittelte Präpositionswahl bei öffentlichen Einrichtungen mit den normativen Empfehlungen der Duden-Grammatik.

3.2 Supermärkte: Analysiert, wie Markennamen wie Rewe oder Norma die Wahl der Präposition beeinflussen und ob regionale Unterschiede in der Artikelverwendung bestehen.

3.3 Ausgewählte Bezugsworte: Untersucht die Präpositionen vor den Begriffen Arbeit, Konzert und Training und arbeitet regionale Nutzungspräferenzen heraus.

4. Fazit: Fasst zusammen, dass die Präpositionswahl stark vom Sprecher und der Region abhängt und eine allgemeingültige Standardisierung im Sprachalltag schwierig ist.

Schlüsselwörter

Präpositionen, Verhältniswörter, Lokalpräpositionen, Sprachraum, Dialekt, Duden, Institutionen, Supermärkte, Sprachgebrauch, Grammatik, Regionale Varietäten, Umfrage, Sprachwissenschaft, Nominalphrase, Richtungspräpositionen

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der variablen Verwendung von Präpositionen bei Substantiven in der deutschen Sprache und untersucht, wie Sprecher intuitiv zwischen verschiedenen Präpositionen wählen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Untersuchung deckt die Verwendung von Präpositionen vor Institutionen, spezifischen Supermarktnamen sowie abstrakten Bezugsworten wie Arbeit oder Training ab.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, durch eine Befragung von 136 Personen herauszufinden, ob und wie Sprachraum und individuelle Prägung die Wahl der Präposition beeinflussen und wo diese vom Duden abweichen.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es wurde eine quantitative Befragung mittels Fragebogen durchgeführt, bei der die Probanden Präpositionen in vorgegebenen Kontexten selbstständig einsetzen konnten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in drei Analysekapitel, die detailliert die Ergebnisse zu den gewählten Substantivgruppen (Institutionen, Supermärkte, Bezugsworte) sowie deren regionale Unterschiede darstellen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Präpositionen, regionale Varietäten, Sprachgebrauch, Institutionen, Grammatik und der Einfluss des Sprachraums.

Welches Phänomen wurde bei der Institution „Post“ beobachtet?

Es zeigte sich eine überraschende Tendenz, bei der die Mehrheit der Befragten „auf die Post“ statt „in die Post“ geht, was darauf hindeutet, dass das Gebäude als Institution im Vordergrund steht.

Was ist das „Norma-Phänomen“ in dieser Arbeit?

Die Analyse zeigt, dass der feminine Name „Norma“ häufig zur Verwendung femininer Artikel und der dazugehörigen Präpositionen führt, auch wenn das Wort „Supermarkt“ eigentlich maskulin ist.

Wie unterscheiden sich nord- und süddeutsche Sprecher laut der Untersuchung?

Die Studie deutet an, dass Sprecher aus dem Norden tendenziell neutralere Präpositionen wählen, während im Süden häufiger spezifische oder regional geprägte Präpositionen auftreten.

Warum ist das Fazit der Arbeit eher vorsichtig formuliert?

Der Autor stellt fest, dass der Sprachgebrauch sehr individuell und regional stark schwankend ist, was eine allgemeingültige Verallgemeinerung über die Verwendung von Präpositionen schwierig macht.

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Details

Title
Präpositionen bei Substantiven. Gebrauchsweisen und Dudenvorgaben
College
University of Würzburg  (Philosophisches Institut)
Course
Vertiefungsmodell Analysepraxis
Grade
1,3
Author
Constanze Böck (Author)
Publication Year
2014
Pages
11
Catalog Number
V313467
ISBN (eBook)
9783668129665
ISBN (Book)
9783668129672
Language
German
Tags
Präpositionen Substantive
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Constanze Böck (Author), 2014, Präpositionen bei Substantiven. Gebrauchsweisen und Dudenvorgaben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313467
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