Analyse der GRI G4-Richtlinien. Grundlagen der Nachhaltigkeitsberichterstattung

Unter besonderer Berücksichtigung der Wesentlichkeitsanalyse


Masterarbeit, 2014

105 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

I Abbildungsverzeichnis

II Tabellenverzeichnis

III Abkürzungsverzeichnis

1 Einführung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit

2 Grundlagen der Nachhaltigkeitsberichterstattung
2.1 Definition und Entwicklung der Nachhaltigkeitsberichterstattung
2.2 Motive für die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichtes
2.3 Stakeholder und deren Informationsansprüche im Kontext der Nachhaltigkeitsberichterstattung

3 Die Global Reporting Initiative
3.1 Über die GRI
3.2 Von GRI G1 bis GRI G4
3.3 Die Prinzipien der Nachhaltigkeitsberichterstattung nach GRI
3.3.1 Grundsätze zur Bestimmung der Berichtsinhalte
3.3.2 Grundsätze zur Bestimmung der Berichtsqualität
3.4 Aufbau eines Nachhaltigkeitsberichtes nach GRI
3.4.1 Aufbau eines G3/3.1-Berichtes
3.4.2 Aufbau eines G4-Berichtes
3.4.2.1 Allgemeine Standardangaben
3.4.2.2 Spezifische Standardangaben
3.5 GRI G4 - Was ist neu?
3.5.1 Fokus aus das Prinzip der Wesentlichkeit
3.5.2 Abschaffung der Anwendungsebenen
3.5.3 Größere Bedeutung der Wertschöpfungskette
3.5.4 Erweiterte Offenlegung von Aspekten zur Unternehmensführung
3.5.5 Beschreibung des Managementansatzes / DMA
3.5.6 Änderung von Indikatoren
3.6 Kritische Betrachtung von G4

4 Die Wesentlichkeitsanalyse
4.1 Ziel der Wesentlichkeitsanalyse
4.2 Durchführung der Wesentlichkeitsanalyse
4.2.1 Ermittlung
4.2.2 Priorisierung
4.2.3 Validierung
4.2.4 Überprüfung
4.3 Welche Chancen bietet die Wesentlichkeitsanalyse?
4.4 Welche Probleme bringt die Wesentlichkeitsanalyse mit sich?

5 Fallstudie - Analyse von Nachhaltigkeitsberichten nach GRI G3/G3.1 und G4
5.1 Berichtsmodell „Core“
5.1.1 GRI
5.1.1.1 G3.1-Bericht
5.1.1.2 G4-Bericht
5.1.2 ASML
5.1.2.1 G3.1-Bericht
5.1.2.2 G4-Bericht
5.1.3 Ahlstrom Corporation
5.1.3.1 G3-Bericht
5.1.3.2 G4-Bericht
5.2 Berichtsmodell „Comprehensive“
5.2.1 Royal BAM Group
5.2.1.1 G3.1-Bericht
5.2.1.2 G4-Bericht
5.2.2 Daimler
5.2.2.1 G3.1-Bericht
5.2.2.2 G4-Bericht
5.2.3 Dialog Axiata
5.2.3.1 G3.1-Bericht
5.2.3.2 G4-Bericht
5.3 Darstellung und Beurteilung der Ergebnisse

6 Zusammenfassung und Ausblick

Literaturverzeichnis

I Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1 - Drei Dimensionen der Nachhaltigkeit

Abbildung 2 - Motive für die Nachhaltigkeitsberichterstattung

Abbildung 3 - Verwendete Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung im Vergleich

Abbildung 4 - Die Geschichte der GRI

Abbildung 5 - G3.1 Anwendungsebenen

Abbildung 6 - G4 Optionen „Core“ und „Comprehensive“

Abbildung 7 - Festlegung wesentlicher Aspekte und Grenzen - Übersicht über die Vorgehensweise

Abbildung 8 - Wesentlichkeitsmatrix im G3-Bericht von Ahlstrom

Abbildung 9 - Wesentlichkeitsmatrix im G4-Bericht von Ahlstrom

Abbildung 10 - Wesentlichkeitsmatrix im G3.1-Bericht der Royal BAM Group

Abbildung 11 - Wesentlichkeitsmatrix im G4-Bericht der Royal BAM Group

Abbildung 12 - Wesentlichkeitsmatrix im G3.1-Bericht von Daimler

Abbildung 13 - Wesentliche Aspekte im G4-Bericht von Daimler

Abbildung 14 - Wesentlichkeitsmatrix im G3.1-Bericht von Dialog Axiata

Abbildung 15 - In die Wesentlichkeitsanalyse einbezogene Faktoren

Abbildung 16 - Wesentlichkeitsmatrix im G4-Bericht von Dialog Axiata

II Tabellenverzeichnis

Tabelle 1 - Anzahl allgemeine Standardangaben nach Berichtsmodell

Tabelle 2 - Kategorien der spezifischen Standardangaben

Tabelle 3 - Die Änderungen bei G4 im Überblick

Tabelle 4 - Wesentliche Aspekte im G3.1-Bericht der GRI

Tabelle 5 - Wesentliche Aspekte im G4-Bericht der GRI

Tabelle 6 - Wesentlichen Themen im G3.1-Bericht der ASML

Tabelle 7 - Wesentliche Themen im G4-Bericht der ASML

Tabelle 8 - Ergebnisse der durchgeführten Fallstudie

Abkürzungsverzeichnis

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Einführung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

Hinter dem Begriff Nachhaltigkeit verbirgt sich die Idee, dass alle Menschen so leben können, dass „[...] die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt werden, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre Bedürfnisse nicht befriedigen können.“1 Ursprünglich stammt der Gedanke der Nachhaltigkeit aus der Forstwirtschaft und lässt sich bis ins 18. Jahrhundert zurückverfolgen.2 Seit der UNCED-Konferenz (United Na- tions Conference on Environment and Development) von 1992 in Rio de Janeiro hat das Thema Nachhaltigkeit einen stetig wachsenden Stellenwert in der Gesellschaft eingenom- men. Die Weltkonferenz, an der 172 Staaten teilnahmen, war ein großer Schritt in Rich- tung globaler Umwelt- und Entwicklungspolitik und stellte damals einen gesellschaftli- chen Wendepunkt dar. Durch die Vielzahl an Teilnehmern erlangte die Konferenz eine enorme Aufmerksamkeit der Weltöffentlichkeit.3 Seitdem ist das Thema Nachhaltigkeit weltweit zum Schlüsselbegriff zukunftsfähigen Handelns von Staaten, Unternehmen, In- stitutionen und Konsumenten geworden.4 Zu Beginn der Diskussion über das Thema stand vor allem der Umweltschutz im Vordergrund. Später wurde diese Perspektive um weitere relevante Lebensbereiche erweitert, sodass das heutige Begriffsverständnis im sogenannten Drei-Säulen-Modell neben der ökologischen auch eine wirtschaftliche und soziale Dimension der Nachhaltigkeit umfasst.5

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 1 - Drei Dimensionen der Nachhaltigkeit (Quelle: Eigene Darstellung).

Zwischen den drei Dimensionen besteht in dem Modell eine enge Interdependenz.6 Be- zogen auf ein Unternehmen bedeutet das, dass es dann nachhaltig handelt, wenn es sich neben den ökonomischen Zielen auch an sozialen und ökologischen Zielen orientiert. Ein nachhaltig handelndes Unternehmen baut seine wirtschaftlichen Erfolge zudem mehr an langfristigen als an kurzfristigen Zielen auf, um eine dauerhaft zukunftsfähige Entwick- lung zu ermöglichen.7

Durch die steigende Bedeutung und eine zunehmende Präsenz des Themas in den Medien ist die Nachhaltigkeitsberichterstattung in den vergangenen Jahren zu einem immer aktu- elleren und wichtigeren Instrument der Unternehmenskommunikation geworden. Die Be- richterstattung über ihren Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung spielt für Unterneh- men deshalb eine immer größere Rolle. Um diesem Prozess Rechnung zu tragen und die Weiterentwicklung der Nachhaltigkeitsberichterstattung voranzutreiben, wurde im Mai 2013 von der Global Reporting Initiative (GRI) ein neuer Leitfaden zur Nachhaltigkeits- berichterstattung veröffentlicht. In diesem G4-Leitfaden rückt das Prinzip der Wesent- lichkeit in den Fokus. Nachhaltigkeitsberichte, die nach den Vorgängerleitfäden G3 bzw. G3.1 erstellt wurden, waren häufig sehr ausführlich und enthielten viele Informationen, die nicht wesentlich waren. Infolgedessen waren die Nachhaltigkeitsberichte oft wenig aussagekräftig und es wurden unnötige Kosten verursacht, ohne dass die Zielgruppen der Nachhaltigkeitsberichte zufriedengestellt wurden.8 Durch den neuen G4-Leitfaden soll in Nachhaltigkeitsberichten künftig nur noch über Themen berichtet werden, die tatsächlich wesentlich im Sinne der Definition der GRI sind.

Die vorliegende Arbeit widmet sich dem G4-Leitfaden und dessen Auswirkungen auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung. Das Ziel dabei ist es, einen ersten Einblick in die praktische Umsetzung des G4-Leitfadens zu erhalten. Im Mittelpunkt stehen dabei das Prinzip der Wesentlichkeit und die damit einhergehenden Änderungen im Vergleich zu den Vorgängerleitfäden nach G3 bzw. G3.1.

1.2 Aufbau der Arbeit

Die vorliegende Arbeit ist in sechs Kapitel untergliedert. Im Anschluss an die einleiten- den Ausführungen folgt in Kapitel 2 eine Einführung in die Nachhaltigkeitsberichterstat- tung. Dabei wird zunächst der Begriff Nachhaltigkeitsbericht definiert und die Entwick- lung der Nachhaltigkeitsberichterstattung beschrieben. Anschließend werden die Motive, die Unternehmen zur Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichtes veranlassen, dargestellt und erläutert. Weiterhin werden in diesem Kapitel die Anspruchsgruppen, an die sich Nachhaltigkeitsberichte wenden, und deren Informationsansprüche näher beleuchtet.

Das dritte Kapitel befasst sich mit der GRI, dem Herausgeber der im Rahmen dieser Ar- beit untersuchten Leitfäden zur Nachhaltigkeitsberichterstattung. Zunächst erfolgen hier eine Darstellung der Organisation und ihrer Ziele sowie eine Beschreibung der Entwick- lung der GRI und der bisher erschienenen Leitfäden. Hierauf werden die Prinzipien der Nachhaltigkeitsberichterstattung nach GRI dargestellt, die in Grundsätze zur Bestim- mung der Berichtsinhalte und Grundsätze zur Bestimmung der Berichtsqualität aufgeteilt sind. Im vierten Unterkapitel wird der Aufbau eines Nachhaltigkeitsberichtes nach GRI G3 bzw. G3.1 und nach G4 dargestellt. Dabei wird insbesondere auf die allgemeinen Standardangaben und die spezifischen Standardangaben im G4-Leitfaden eingegangen Im Anschluss daran wird ausführlich aufgezeigt, welche Neuerungen der G4-Leitfaden mit sich bringt, bevor am Ende des Kapitels eine kritische Betrachtung des G4-Leitfadens folgt, in der sowohl die positiven als auch die negativen Aspekte des neuen Leitfadens hervorgehoben und diskutiert werden.

Kapitel 4 behandelt die Wesentlichkeitsanalyse, die im neuen G4-Leitfaden von großer Bedeutung ist und den Kern der vorliegenden Arbeit bildet. Zunächst werden der Hintergrund für die Einführung der Wesentlichkeitsanalyse und die Betonung des Wesentlichkeitsprinzips erläutert sowie das Ziel der Wesentlichkeitsanalyse beschrieben. Daraufhin wird die Durchführung der Wesentlichkeitsanalyse, wie sie im G4-Leitfaden empfohlen wird, erläutert. Sie teilt sich in einen vierstufigen Prozess, bestehend aus der Ermittlung, der Priorisierung, der Validierung und der Überprüfung der wesentlichen Aspekte, auf. In den beiden darauffolgenden Unterkapiteln werden anschließend die Chancen und die Probleme der Wesentlichkeitsanalyse dargestellt und erörtert.

Als Schwerpunkt dieser Arbeit wird in Kapitel 5 eine Fallstudie durchgeführt, in der die G3/G3.1- und G4-Nachhaltigkeitsberichte von sechs Unternehmen analysiert werden, um die Änderungen zwischen diesen herauszustellen. Dabei werden sowohl Unternehmen untersucht, die das Berichtsmodell „Core“ gewählt haben, als auch Unternehmen, die nach dem Berichtsmodell „Comprehensive“ berichten. Im Mittelpunkt der Fallstudie ste- hen die Durchführung der Wesentlichkeitsanalyse und die Umsetzung des Prinzips der Wesentlichkeit. Nach der Darstellung und Beurteilung der Ergebnisse der Fallstudie in Kapitel 5.3 werden diese in Kapitel 6 kritisch reflektiert und dabei in Kontext zu der restlichen Arbeit gesetzt. Abschließend wird die Arbeit mit einem Fazit und einem Aus- blick abgerundet.

In der vorliegenden Arbeit werden z. T. englische Begriffe benutzt, da diese auch in der deutschen Ausgabe der GRI-Leitfäden verwendet werden und eine eindeutige, abgrenzende Übersetzung nur schwer möglich ist.

2 Grundlagen der Nachhaltigkeitsberichterstattung

2.1 Definition und Entwicklung der Nachhaltigkeitsberichterstattung

Bevor eine tiefergehende Bearbeitung der Thematik erfolgt, sollen an dieser Stelle der Begriff Nachhaltigkeitsbericht definiert und kurz auf die Entwicklung der Nachhaltigkeitsberichterstattung eingegangen werden.

In der Literatur existiert für den Begriff Nachhaltigkeitsbericht eine Vielzahl an Definiti- onen. Eine geläufige Definition stammt von der GRI und lautet wie folgt: „A sustainability report is a report published by a company or organization about the economic, environmental and social impacts caused by its everyday activities. A sustain- ability report also presents the organization's values and governance model, and demon- strates the link between its strategy and its commitment to a sustainable global econ- omy.“9

Eine weitere, ähnliche Definition bietet das World Business Council for Sustainable De- velopment (WBCSD) an. Es definiert Nachhaltigkeitsberichte als „[…] public reports by companies to provide internal and external stakeholders with a picture of corporate posi- tion and activities on economic, environmental and social dimensions. In short, such re- ports attempt to describe the company’s contribution towards sustainable development.”10 Daneben finden sich noch viele weitere Definitionen, die hier jedoch nicht alle aufgeführt werden sollen. Für die nachfolgende Arbeit kann zusammenfassend festgehalten werden, dass ein Nachhaltigkeitsbericht die Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens regel- mäßig und umfassend analysieren, bewerten und veröffentlichen soll. Das veröffentli- chende Unternehmen soll dabei von den internen und externen Stakeholdern, an die der Bericht adressiert ist, hinsichtlich der Inhalte des Berichtes zur Verantwortung gezogen werden können.11

Derzeit existieren zahlreiche Bezeichnungen für Nachhaltigkeitsberichte, wobei es z. T. schwierig ist, die Berichte anhand ihres Titels als Nachhaltigkeitsberichte zu identifizieren.12 Geläufige Synonyme sind z. B. Sustainability Report, Corporate (Social) Responsibility Report, Environmental Report oder auch Sozialbericht.13

Im Vergleich zur Finanzberichterstattung hat die Nachhaltigkeitsberichterstattung eine junge Geschichte. Sie entwickelte sich hauptsächlich aus der Umweltberichterstattung.14 Durch Umweltkatastrophen wurden in den 1980er Jahren diverse Negativschlagzeilen verursacht. Dadurch wurden neue Vorschriften zum Schutz der Umwelt eingeführt. Als Reaktion darauf begannen Unternehmen damit, Umweltstrategien zu entwickeln. Ende der 1980er Jahre veröffentlichten erstmals mehrere multinationale Konzerne einen Um- weltbericht, um über ihre ökologischen Ziele und Fortschritte zu informieren. Wenig spä- ter zogen die ersten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) nach.15 Zu Beginn wurde die Berichterstattung über ökologische und soziale Aspekte als freiwillige Maßnahme zur positiven Außendarstellung genutzt. Damals war es für Unternehmen noch möglich, sich mit Umweltschutzengagement von Wettbewerbern abzuheben. Im Laufe der Zeit änderte sich das.16 Gegen Ende der 1990er Jahre führten immer mehr Unternehmen eine ganz- heitliche Nachhaltigkeitsberichterstattung ein, in der die ökologischen Informationen aus dem Umweltbericht und die ökonomischen Informationen aus dem Geschäftsbericht um soziale und gesellschaftliche Aspekte ergänzt wurden.17

Heutzutage wird die Berücksichtigung von Umweltschutzanforderungen bei Produkten, Dienstleistungen und in der Produktion als selbstverständlich angesehen. Im Zuge dieser Entwicklung wird von Unternehmen Transparenz über die von ihren Produkten ausge- henden Umweltbelastungen und die zu ihrer Vermeidung oder Verminderung ergriffenen Maßnahmen erwartet.18 Die meisten großen Unternehmen haben Nachhaltigkeit mittler- weile in ihrer Vision und ihrer Strategie verankert. Auch bei vielen deutschen Unterneh- men ist die Berichterstattung über Nachhaltigkeitsaktivitäten inzwischen etabliert.19 Bei den 100 umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland stieg der Anteil derjenigen Unter- nehmen, die Angaben über Nachhaltigkeitsaspekte machen, von 83 Prozent im Jahr 2008 auf fast 90 Prozent im Jahr 2011.20

2.2 Motive für die Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichtes

Die Veröffentlichung eines Nachhaltigkeitsberichtes erfolgt in den meisten Ländern der Welt bislang freiwillig. Die Anzahl der Unternehmen, die einen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen, steigt trotzdem ständig. Das nachfolgende Kapitel geht der Frage nach, welche Gründe aus Sicht der Unternehmen für die Veröffentlichung eines Nachhaltigkeitsberichtes trotz des damit verbundenen Mehraufwands sprechen.

Gesellschaftlich ist die steigende Anzahl von Unternehmen, die einen Nachhaltigkeitsbe- richt veröffentlichen, eine wünschenswerte Entwicklung. Zwar lassen sich allein mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung keine ökologischen oder sozialen Missstände beheben, jedoch kann damit das Bewusstsein für Probleme und neue Herausforderungen geschärft und die Unternehmensziele noch einmal geprüft und hinterfragt werden. Dadurch kann ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess vorangetrieben werden.21 Nachhaltigkeitsbe- richte fördern Lernprozesse im Unternehmen, zwischen Unternehmen und bei externen Stakeholdern. So ist beispielsweise bekannt, dass einige Unternehmen gute Lösungen zum Umweltschutz aus den veröffentlichten Nachhaltigkeitsinformationen anderer Un- ternehmen übernommen haben.22 Darüber hinaus können Nachhaltigkeitsberichte als In- strument zur Differenzierung von Wettbewerbern herangezogen werden. Eine gute und substanzielle Nachhaltigkeitsberichterstattung ermöglicht es den Unternehmen, Innova- tions- und Managementstärke zu zeigen und sich so vom Wettbewerb abzuheben.23

Doch das sind i. d. R. nicht die Hauptgründe für die Veröffentlichung von Nachhaltig- keitsinformationen. Die immer wieder in den Medien auftretende Umweltdebatte über die Klimaerwärmung führt dazu, dass ökologische Belange in der Gesellschaft immer mehr an Bedeutung gewinnen. Hinzu kommt, dass immer wieder über Umweltunfälle und soziale Verstöße bei Unternehmen oder ihren Zulieferern berichtet wird. In der Ver- gangenheit kam es mitunter vor, dass Unternehmen mit den sozialen und ökologischen Folgen ihres Handelns konfrontiert wurden und dadurch wirtschaftliche Einbußen erlit- ten.24 Unternehmen werden verstärkt für gesellschaftliche und ökologische Probleme mit- verantwortlich gemacht. Von ihnen wird zunehmend erwartet, dass sie mit ihrem Handeln ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrnehmen und einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung leisten.25 Darüber hinaus setzt sich am Kapitalmarkt immer stärker die Auf- fassung durch, dass eine gesellschaftlich verantwortungsvoll und nachhaltig handelnde Unternehmensführung in der Lage ist, die Zukunftsaussichten ganzheitlich zu bewerten und Marktchancen und -risiken früher zu erkennen.26 Der Klimawandel ist heutzutage auch für Unternehmen eines der wichtigsten Themen. Denjenigen, die frühzeitig auf die damit verbundenen Risiken reagieren, wird am Kapitalmarkt mehr Stabilität und Sicher- heit zugesprochen.27 Das wiederum führt zu steigenden Transparenzanforderungen und Erwartungshaltungen der Stakeholder hinsichtlich der Nachhaltigkeitsleistung eines Un- ternehmens. Eine nachhaltige Unternehmensführung kann erst dann erfolgreich sein, wenn die Stakeholder darüber informiert werden bzw. dazu befähigt werden, sich zu in- formieren, inwieweit das Unternehmen das Nachhaltigkeitsprinzip umsetzt. Immer mehr Unternehmen versuchen deshalb, auf diese Entwicklung zu reagieren, indem sie neben den traditionellen finanziellen Informationen sogenannte Nicht Finanziellen Informatio- nen oder Non Financial Information (NFI) im Rahmen des Geschäftsberichtes oder in einem separaten Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichen. Durch die Veröffentlichung sol- cher NFI können die Auswirkungen der unternehmerischen Tätigkeit auf eine nachhaltige Entwicklung explizit kommuniziert und der Öffentlichkeit dadurch signalisiert werden, dass das Unternehmen die natürlichen Ressourcen sinnvoll einsetzt und versucht, die ne- gativen Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Umwelt zu minimieren.28 Ein Nach- haltigkeitsbericht kann auf diese Weise dazu beitragen, dass Image eines Unternehmens und das Vertrauen der Kunden in das Unternehmen und in die Produkte zu stärken.

Auch als Analyseinstrument am Kapitalmarkt gewinnt die Nachhaltigkeitsberichterstat- tung immer mehr an Bedeutung.29 Die Anleger achten bei der Auswahl von Fonds und Aktien zunehmend auf Nachhaltigkeitsaspekte.30 Die Zahl der Unternehmen, die die No- tierung in nachhaltigkeitsorientierten Indizes als Motiv für die Berichterstattung nennen, ist zwischen 2008 und 2011 deutlich gestiegen. Ein Großteil der Unternehmen verbindet mit der Nachhaltigkeitsberichterstattung deshalb zunehmend wirtschaftliche Motive und erwartet aus dem aktiven Management von Nachhaltigkeitsthemen einen finanziellen Mehrwert, wie in Abbildung 2 gesehen werden kann.31 Die darin dargestellten Ergebnisse beziehen sich auf die 100 umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland (N 100 Deutsch- land) und die zum 30. Juni 2011 im DAX 30 notierten Unternehmen (DAX 30).32

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 2 - Motive für die Nachhaltigkeitsberichterstattung (Quelle: KPMG AG (2012), S. 12).

Empirische Untersuchungen der ökonomischen Wirkungen nachhaltiger Unternehmens- führung bestätigen diese Erwartung. Sie deuten auf einen positiven Zusammenhang zwi- schen der Nachhaltigkeitsleistung und dem ökonomischen Ergebnis von Unternehmen hin. Auch wenn die empirischen Untersuchungen gewisse Probleme, beispielsweise bei der Spezifikation der Modelle oder der Datenverfügbarkeit aufweisen, zeigen sich bei der Betrachtung der Studienergebnisse aus den vergangenen Jahren, die in qualitativ hoch- wertigen Fachzeitschriften publiziert wurden, überwiegend positive ökonomische Wir- kungen. Neutrale Wirkungen zeigen sich nur in einigen Fällen, negative Wirkungen wur- den nur sehr selten gemessen.33

Ein Nachhaltigkeitsbericht ist heutzutage also keine reine Datensammlung oder Pflichtübung mehr, sondern ein Instrument, das strategische Chancen am Markt eröffnet und die Möglichkeit bietet, den Unternehmenswert zu erhöhen und Innovationen und Verbesserungen voranzutreiben.34

2.3 Stakeholder und deren Informationsansprüche im Kontext der Nachhaltigkeitsberichterstattung

Die Ursprünge der Stakeholdertheorie gehen zurück auf R. Edward Freeman, der die Stakeholder eines Unternehmens definiert als “[…] any group or individual who can af- fect or is affected by the achievement of the organization’s objectives.”35 Als Stakeholder werden demnach jene Gruppen bezeichnet, die das Erreichen der Ziele des Unternehmens beeinflussen können und die entweder in der Lage sind, selbst oder durch Interessensvertreter maßgeblichen Einfluss auf die Entscheidungen bzw. Tätigkei- ten des Unternehmens auszuüben oder ihrerseits von den Entscheidungen und Tätigkeiten des Unternehmens beeinflusst werden.36 Stakeholder können dem Unternehmen gegen- über folglich Ansprüche formulieren, weshalb sie auch als Anspruchsgruppen bezeichnet werden.37

Die verstärkte Übernahme von ökologischer und gesellschaftlicher Verantwortung auf Seiten der Unternehmen kann primär als eine Reaktion auf die Erwartung der Stakeholder betrachtet werden.38 So setzen zahlreiche Stakeholder ihre Macht ein, um Unternehmen zu einer Reduzierung der negativen ökologischen oder sozialen Auswirkungen ihrer Handlungen zu bewegen. Die Bedeutung der Stakeholdertheorie in der Nachhaltigkeits- berichterstattung ist insbesondere in der Hinsicht bedeutend, dass durch die Betrachtung der verschiedenen Stakeholderinteressen ein Abbild der ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen des unternehmerischen Handelns entsteht.39

Unternehmen berühren durch die Ausübung ihrer Tätigkeiten und die Umsetzung ihrer Ziele die Interessen einer Vielzahl an verschiedenen Gruppen der Gesellschaft. Je nach Unternehmen können das u. a. Kunden, Lieferanten, Mitarbeiter, Kapitalgeber, Konkur- renten, Regierungen, Medien oder Gewerkschaften sein. Die Interessen der jeweiligen Gruppen können sich dabei stark unterscheiden. Während die Ansprüche der Kunden z. B. in Form von Qualitätsanforderungen an die Produkte und Dienstleistungen oder Lie- fersicherheit bestehen, haben die Lieferanten in erster Linie ein Interesse daran, dass eine Abnahmesicherheit gegenüber dem Unternehmen besteht. Den Mitarbeitern sind eine ge- rechte Entlohnung und eine ausreichende Arbeitsplatzsicherheit wichtig, die Regierung hingegen erhebt Ansprüche auf eine umweltschonende Produktionsweise, die Schaffung von Arbeitsplätzen sowie die Einnahme der Gewerbesteuer. Bei den Kapitalgebern wie- derum steht das finanzielle Interesse am Unternehmen im Vordergrund. Eine weitere Gruppe von Stakeholdern eines Unternehmens stellen sogenannte Nicht-Regierungs-Or- ganisationen oder Non-Governmental Organisations (NGOs) dar. Dabei handelt es sich um größtenteils gemeinnützig orientierte Akteure, die zwischen Staat und Markt agieren und deren Funktion u. a. darin liegt, Entscheidungen der Unternehmen, die die Bereiche Umwelt, Soziales oder Politik betreffen, zu beobachten.40 Den NGOs kommt in ihrer Rolle als Stakeholder eine besondere Bedeutung zu, da sie in der Lage sind, medienwirk- sam zu handeln und mit ihrem kritischen Blick das Image eines Unternehmens erheblich beeinflussen können.41

Einige Stakeholder sind neben den finanziellen Informationen aus dem Geschäftsbericht, der primär auf die Kapitalgeber ausgerichtet ist, auch an NFI interessiert, welche keinen direkten Bezug zur wirtschaftlichen Lage eines Unternehmens aufweisen. Möchte ein Unternehmen den Informationsbedürfnissen dieser Anspruchsgruppen nachkommen, kann es derartige Informationen in einem integrierten Geschäftsbericht, in dem neben den finanziellen Informationen auch NFI veröffentlicht werden, oder in einem separaten Bericht, wie z. B. einem Nachhaltigkeitsbericht, veröffentlichen.42 Dadurch können die traditionellen Berichtsinstrumente, in welchen finanzielle Informationen vermittelt werden, um weitere quantitative und um qualitative Informationen ergänzt und die Informationsbedürfnisse der Stakeholder besser befriedigt werden.43

Die Stakeholder stellen demzufolge die Zielgruppe eines Nachhaltigkeitsberichtes dar. Das Ziel der Nachhaltigkeitsberichterstattung ist die Information von und der Dialog mit den Stakeholdern.44 Im Idealfall ist der Nachhaltigkeitsbericht eines Unternehmens an die Gesamtheit der Stakeholder gleichsam adressiert. Bei der Erstellung eines Nachhaltig- keitsberichtes muss ein Unternehmen deshalb die Interessen seiner Stakeholder abwägen.

Die Überlebensfähigkeit und der langfristige Erfolg eines Unternehmens hängen oft da- von ab, wie gut es der Unternehmensführung gelingt, eine Balance zwischen den eigenen Interessen und denen der verschiedenen Stakeholder herzustellen.45 Allerdings ist es für Unternehmen nicht möglich, anhand ihrer Nachhaltigkeitsberichte die Informationsbe- dürfnisse aller Stakeholder zu befriedigen. Unternehmen befinden sich in einem Netz- werk aus einer Vielzahl unterschiedlicher Akteure, mit denen Austauschbeziehungen ver- schiedenster Art bestehen, sodass eine Auflistung aller potentiellen Stakeholder eines Un- ternehmens schnell unübersichtlich werden kann. Dazu kommt das Problem, dass die In- teressen zwischen den verschiedenen Stakeholdern i. d. R. konträr zueinander stehen. Eine Unternehmensstrategie, die ganzheitlich nach allen Stakeholdern ausgerichtet ist und die Interessen aller Stakeholder gleichermaßen befriedigt, ist deshalb in der Praxis nicht umsetzbar.46 Die Unternehmensführung muss darum versuchen, die divergierenden Ansprüche der relevanten Stakeholder so zu berücksichtigen, dass ein Mehrwert für alle Beteiligten geschaffen wird.47 Dafür muss der Kreis der Adressaten auf die wichtigsten Stakeholder reduziert werden, um sich auf deren Informationsbedürfnisse zu konzentrie- ren und deren Interessen bevorzugt in die Unternehmensziele zu integrieren. Ein geeig- netes Instrument dafür ist die sogenannte Stakeholderanalyse, anhand der die wichtigsten Stakeholder identifiziert und Informationen über diese bzw. von diesen erlangt werden können. Dafür ist eine Einbeziehung der Stakeholder notwendig, sodass ein systemati- scher Informationstransfer von und zu den Stakeholdern gewährleistet wird. Anhand der Analyse der Stakeholderinteressen können die ökologischen, ökonomischen und sozialen Nachhaltigkeitswirkungen eines Unternehmens systematisiert werden, sodass die Unter- nehmen diese strategisch managen können.48 Nähere Informationen zur Durchführung der Stakeholderanalyse finden sich in Kapitel 4.2.2.

3 Die Global Reporting Initiative

Nach dem ein grundlegendes Verständnis über den Begriff der Nachhaltigkeitsberichterstattung erarbeitet wurde, soll nun im folgenden Kapitel auf die GRI und die von ihr veröffentlichten Leitfäden zur Nachhaltigkeitsberichterstattung eingegangen werden. Der Fokus liegt dabei auf dem aktuellen G4-Leitfaden.

3.1 Über die GRI

Die GRI ist eine internationale Non-Profit-Organisation, die Richtlinien für die Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten entwickelt. Diese Richtlinien sollen Großunternehmen, KMU, Regierungen und NGOs bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten unter- stützen und dazu beitragen, die Nachhaltigkeitsberichterstattung zu einem Standard für alle Unternehmen und Organisationen zu machen. Bei dem Verfahren zur Erstellung der Richtlinien werden mehrere hundert Stakeholder aus verschiedenen Bereichen einbezo- gen, welche bei der Entwicklung der Richtlinien ihr Fachwissen mit einbringen. Darunter sind u. a. Unternehmen, Investoren, Ratingagenturen, Wirtschaftsprüfer, Verbände, Ge- werkschaften, NGOs und Wissenschaftler. Durch das partizipative Verfahren soll sicher- gestellt werden, dass die Richtlinien für alle Organisationen und Unternehmen geeignet und glaubwürdig sind.49

Das Ziel der GRI ist es, Berichterstattungsgrundsätze, Standardangaben und eine Umset- zungsanleitung zur Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten für alle Organisationen, un- abhängig von Größe, Branche oder Standort zu bieten und dadurch einen weltweit an- wendbaren und standardisierten Ansatz für die Nachhaltigkeitsberichterstattung zu etab- lieren. Durch die Richtlinien der GRI soll die Vergleichbarkeit von Nachhaltigkeitsbe- richten gewährleistet und das Bewusstsein der Unternehmen für ihre ökonomischen, öko- logischen und sozialen Auswirkungen gestärkt werden. Um das zu erreichen, werden in den Richtlinien Kennzahlen und Methoden bereitgestellt, mit denen nachhaltigkeitsbezo- gene Themen und Leistungen gemessen und berichtet werden können. Auf diese Weise werden den verschiedenen Interessengruppen vergleichbare Entscheidungsgrundlagen und Orientierungshilfen geboten. Darüber hinaus werden Nachhaltigkeitsberichte transparenter und gewinnen an Glaubwürdigkeit, was zu einem größeren Vertrauen der Stakeholder in die berichtenden Unternehmen führt.50

In der Praxis sind die GRI-Richtlinien bei der Erstellung von Nachhaltigkeitsberichten sehr weit verbreitet, wie in Abbildung 3 zu sehen ist. Die darin dargestellten Ergebnisse beziehen sich erneut auf die 100 umsatzstärksten Unternehmen in Deutschland und welt- weit (N 100 Deutschland und N 100 international), die zum 30. Juni 2011 im DAX 30 notierten Unternehmen (DAX 30) sowie die 250 weltweit größten Unternehmen (G 250). Die GRI-Leitlinien werden mittlerweile weltweit als Standard für die freiwillige Bericht- erstattung über ökologische, ökonomische und soziale Themen angesehen. Mehrere tau- send Unternehmen und Organisationen aus allen Bereichen und Größen benutzen die Richtlinien der GRI, um ihre Nachhaltigkeitsleistung zu kommunizieren.51

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 3 - Verwendete Standards zur Nachhaltigkeitsberichterstattung im Vergleich (Quelle: KPMG AG (2012), S. 11).

3.2 Von GRI G1 bis GRI G4

Die GRI wurde in einer Zusammenarbeit der amerikanischen Non-Profit-Organisation CERES (Coalition for Environmentally Responsible Economies) und dem Umweltpro- gramm der Vereinten Nationen, dem United Nations Environment Programme (UNEP) in Boston gegründet. In den frühen 1990er Jahren erarbeiteten der ehemalige Geschäfts- führer von CERES, Dr. Robert Massie und der Vorstandsvorsitzende von CERES, Dr. Allen White, Leitlinien für die Umweltberichterstattung. Zu diesem Zweck gründete CE- RES eine eigene Abteilung für das Projekt „Global Reporting Initiative“. Im Jahr 1998 wurde im Zuge dieses Projekts ein Ausschuss gegründet, um die Leitlinien für die Um- weltberichterstattung weiterzuentwickeln. Bereits damals galt das Konzept der Einbezie- hung möglichst vieler unterschiedlicher Interessengruppen. In dem Ausschuss waren des- halb verschiedene Stakeholder vertreten. Der Ausschuss ergänzte die Leitlinien um sozi- ale und ökonomische Themen, sodass aus den Leitlinien zur Umweltberichterstattung Leitlinien zur Nachhaltigkeitsberichterstattung wurden.52

Im Jahr 2000 wurde die erste Version des GRI-Leitfadens veröffentlicht.53 Sie wurde in den folgenden zwei Jahren in einem Multistakeholder-Dialog kontinuierlich weiterentwickelt und von zahlreichen Unternehmen und Experten aus weiteren Bereichen kommentiert und fortgeschrieben. Im Jahr 2002 wurde die zweite Generation des Leitfadens, bekannt als G2, auf dem Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg veröffentlicht. G2 repräsentierte den bis dahin umfassendsten Ansatz, einen allgemein akzeptierten und gültigen Leitfaden zur Nachhaltigkeitsberichterstattung festzulegen. Im selben Jahr wurde die GRI offiziell in das UNEP eingeführt und verlegte daraufhin ihren Sitz als eine unabhängige Non-Profit-Organisation nach Amsterdam.54

Im Jahr 2006 wurde dann die dritte Generation des Leitfadens veröffentlicht. Mit G3 wurde der Leitfaden zur Berichterstattung erweitert und ausgebaut. Insbesondere die For- derung zur Einbeziehung der Stakeholder wurde in G3 präzisiert. Während es zuvor noch ausreichte, generelle Aussagen über die Einbindung von Stakeholdern zu machen, muss- ten seit G3 die wesentlichen Nachhaltigkeitsthemen unter Einbindung externer Stakehol- der bestimmt werden.55 Mehr als 3000 Experten aus verschiedenen Bereichen waren an der Entwicklung von G3 beteiligt. Dabei schloss die GRI mehrere starke Bündnisse. So ging sie mit dem UN Global Compact, der Organization for Economic Co-operation and Development (OECD) und weiteren Organisationen offizielle Partnerschaften ein. Gleichzeitig wurden branchenspezifischen Ergänzungen zu den Leitlinien in Form von sogenannten „Sector Supplements“ oder „Sector Guidelines“ erstellt. Außerdem wurden Forschungsarbeiten und wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht, häufig in Zusammen- arbeit mit akademischen Einrichtungen, globalen Kompetenzzentren und anderen norm- gebenden Gremien. Das Service-Angebot der GRI wurde um Schulungen und Weiterbil- dungen, (Anfänger-)Anleitungen zur Berichterstattung für KMU, Zertifizierungen kom- pletter Nachhaltigkeitsberichte und Software-Zertifizierungen ausgeweitet.

Im März 2011 wurde die G3.1-Version des Leitfadens veröffentlicht, womit die G3-Leit- linien noch einmal aktualisiert und vervollständigt wurden.56 Die Grundsätze der Wesentlichkeit, der Einbeziehung von Stakeholdern und des Nachhaltigkeitskontextes wurden darin erweitert. Die erforderlichen Daten in den Kategorien wirtschaftlich, ökologisch und sozial sowie den dazugehörigen Unterkategorien wurden angepasst und die Angaben zur Berichterstattung über Gleichberechtigung von Männern und Frauen, lokale Gemeinschaften und Menschenrechte erweitert. Darüber hinaus wurden einige neue Definitionen eingeführt bzw. alte Definitionen angepasst.57

Die Ausbreitung der GRI wurde u. a. durch die halbjährlich in Amsterdam stattfindende Global Conference on Sustainability and Transparency vorangetrieben, die erstmals im Jahr 2006 veranstaltet wurde. Bei der Konferenz im Mai 2013, welche von mehr als 1.500 Teilnehmern aus 69 Ländern besucht wurde, veröffentlichte die GRI nach einem zwei Jahre andauernden Dialog und Entwicklungsprozess mit verschiedenen Stakeholdern die vierte und aktuellste Version ihres Leitfadens, G4.58

Die genauen Inhalte und Neuerungen in den G4-Leitlinien werden in den nachfolgenden Kapiteln erläutert und analysiert. Die nachfolgend dargestellte Abbildung 4 gibt noch einmal eine Übersicht über die zeitliche Entwicklung der GRI und der von ihr veröffent- lichten Leitfäden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung 4 - Die Geschichte der GRI (Quelle: Eigene Darstellung).

3.3 Die Prinzipien der Nachhaltigkeitsberichterstattung nach GRI

Nachhaltigkeitsberichte werden zurzeit noch freiwillig veröffentlicht und müssen keiner standardisierten Form entsprechen. In der Nachhaltigkeitsberichterstattung sind jedoch insbesondere ökologische und soziale Aspekte von Bedeutung, die aufgrund ihrer quali- tativen Natur nur sehr schwer in Zahlen auszudrücken sind. Dadurch ist es schwierig, die Sachlichkeit und Glaubwürdigkeit der Berichte sicherzustellen. Dies ist jedoch eine grundlegende Voraussetzung für eine erfolgreiche Nachhaltigkeitsberichterstattung. Des- halb sollen, wie bei der Finanzberichtserstattung, auch bei der Nachhaltigkeitsberichter- stattung bestimmte Grundsätze eingehalten werden, um die Sachlichkeit und Glaubwür- digkeit von Berichten sicherzustellen. Die Grundsätze sollen den berichtenden Unterneh- men bei der Bestimmung des Berichtsinhaltes helfen und Hinweise zur Datensammlung, -aufbereitung und -weitergabe sowie zur Gestaltung des Berichtes geben.59

Aus dem Bereich der Wirtschaftsprüfung stammen die Grundsätze ordnungsmäßiger Be- richterstellung gemäß IFRS, wozu u. a. die Grundsätze der Verständlichkeit, der Relevanz (Wesentlichkeit), der Zuverlässigkeit, der Vollständigkeit (subsumiert unter dem Grund- satz der Zuverlässigkeit) und der Vergleichbarkeit gehören.60 Diese Grundsätze wurden von der GRI, ergänzt um einige weitere Grundsätze, für die Nachhaltigkeitsberichterstat- tung übernommen und in Grundsätze zur Bestimmung des Berichtsinhaltes und Grundsätze zur Bestimmung der Berichtsqualität eingeteilt. Im Folgenden werden die genannten Prinzipien der Nachhaltigkeitsberichterstattung genauer erläutert Jeder dieser Grundsätze ist elementar zur Erreichung von Transparenz und Glaubwürdigkeit, was wiederum wichtig ist, um den Stakeholdern eine fundierte und angemessene Beurteilung der Nachhaltigkeitsleistung von Unternehmen zu ermöglichen.61

3.3.1 Grundsätze zur Bestimmung der Berichtsinhalte

Einbeziehung von Stakeholdern

Da das vorrangige Ziel eines Nachhaltigkeitsberichtes die Information von und der Dialog mit Stakeholdern ist, ist es wichtig, die Stakeholder in die Erstellung des Berichtes einzubeziehen und diesen Prozess auch im Bericht zu dokumentieren. Die Bemühungen um die Einbindung der Stakeholder sollen im Bericht erkennbar werden. Die Erwartungen und Interessen der Stakeholder sind bei der Erstellung eines Nachhaltigkeitsberichtes ein wichtiger Bezugspunkt für viele Entscheidungen. Das berichtende Unternehmen sollte deshalb seine Stakeholder angeben und erläutern, inwiefern es auf deren angemessene Erwartungen und Interessen eingegangen ist.62

In einem Nachhaltigkeitsbericht soll die Leistung des Unternehmens im größeren Zusam- menhang einer nachhaltigen Entwicklung dargestellt werden. Der Hintergrund für die Nachhaltigkeitsberichterstattung ist die Frage, wie ein Unternehmen auf lokaler, regiona- ler oder globaler Ebene zur Verbesserung oder Verschlechterung von ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Bedingungen und Entwicklungen beiträgt bzw. in Zukunft beitragen möchte. In diesem Zusammenhang muss verdeutlicht werden, in wel- chem Verhältnis die Nachhaltigkeitsstrategie zur Geschäftsstrategie steht. Hierbei kann insbesondere auf die Risikostrategie bzw. das Risikomanagement eines Unternehmens eingegangen werden sowie auf die bestehenden Möglichkeiten, die wirtschaftlichen und nachhaltigen Ziele in Einklang zu bringen. Eine eingeschränkte Berichterstattung über Entwicklungen bei einzelnen Leistungen ist hierbei nicht ausreichend.63

Ein Nachhaltigkeitsbericht soll alle Informationen über die wichtigen Nachhaltigkeitsas- pekte enthalten, die die wesentlichen ökonomischen, ökologischen und sozialen Auswir- kungen eines Unternehmens wiedergeben bzw. die Beurteilungen und Entscheidungen der Stakeholder maßgeblich beeinflussen.64 Die wirtschaftlichen Tätigkeiten, Produkte und Dienstleistungen und deren Auswirkungen sollen in den Mittelpunkt gestellt werden anstatt einzelne soziale oder ökologische Aktivitäten. Auf wesentliche Themen soll im Bericht stärker eingegangen und weniger relevante Themen in geringerem Umfang dar- gestellt werden. Das Ziel ist es, ein Gesamtbild des Unternehmens, dessen Zweck und Zielsetzung abzubilden.65

Vollständigkeit

Alle wesentlichen Themen und Indikatoren sowie die Berichtsgrenzen sollen in einem Nachhaltigkeitsbericht in dem Maße abgedeckt werden, dass die erheblichen ökonomi- schen, ökologischen und gesellschaftlichen bzw. sozialen Auswirkungen wiedergegeben werden und die Stakeholder die Leistung des Unternehmens im Berichtszeitraum ange- messen beurteilen können.66 Die Berichtsgrenzen werden durch die Organisationseinhei- ten definiert, deren Leistung im Bericht dargestellt wird. Zu berücksichtigen sind die Aus- wirkungen aller Unternehmen, über die das berichtende Unternehmen Kontrolle hat oder auf die es maßgeblichen Einfluss ausübt. Die Offenlegung von wesentlichen Informatio- nen darf nur dann unterlassen werden, wenn es sich um begründete Fälle handelt, bei- spielsweise zu hohe Kosten bei der Datenerfassung, rechtliche Bedenken oder der Schutz der Privatsphäre. Im Nachhaltigkeitsbericht ist jedoch auf solche Fälle hinzuweisen.67

3.3.2 Grundsätze zur Bestimmung der Berichtsqualität

Die Aussagen im Nachhaltigkeitsbericht sollen den wirklichen Tatsachen zum Berichts- zeitpunkt entsprechen und ein wertfreies Bild der Unternehmensleistung liefern. Die Un- ternehmenssituation soll angemessen dargestellt werden, d. h. es sollen in ausgewogenem Maße sowohl positive als auch negative Aspekte beschrieben werden, um eine fundierte Beurteilung der Gesamtleistung des Unternehmens zu gewährleisten. Auch Zielkonflikte, ungelöste Fragen sowie externe Kritik und Beschwerden sollen explizit angesprochen werden. Das Urteil der Leser darf nicht durch eine gezielte Themenauswahl oder durch ein methodisches Weglassen von Themen verfälscht werden. Nur so ist eine angemessene Einschätzung der Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens möglich.68

Berichtende Unternehmen sollen die Informationen konsistent auswählen, zusammentra- gen und in Berichtsform bringen. Stakeholder müssen die Möglichkeit haben, Verände- rungen der Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens im zeitlichen Verlauf zu erken- nen, zu analysieren und mit anderen Unternehmen zu vergleichen. Die inhaltliche Struk- tur eines Nachhaltigkeitsberichtes soll deshalb möglichst beibehalten werden, um die Vergleichbarkeit über mehrere Jahre hinweg und mit entsprechenden Daten anderer Un- ternehmen zu gewährleisten. Auch die Methoden zur Datenerfassung, -bewertung und - darstellung sollen dauerhaft angewendet werden. Falls sich Änderungen ergeben sollten, ist es erforderlich, diese anzugeben und darüber hinaus aktuelle und historische Daten gegenüberzustellen, damit auch weiterhin ein aussagekräftiger Vergleich möglich ist.69

Die Informationen eines Nachhaltigkeitsberichtes sollen so genau und detailliert sein, dass die Stakeholder in der Lage sind, die Nachhaltigkeitsleistung des Unternehmens an- hand dieser Informationen zu bewerten. Die Leistungsangaben zu ökonomischen, ökolo- gischen und gesellschaftlichen Themen und Indikatoren können dabei auf verschiedene Art und Weise formuliert werden. Sie können sowohl auf qualitativen Angaben als auch auf ausführlichen quantitativen Messungen basieren. Die Anforderungen an die Genauigkeit der Informationen sind abhängig von der Art und der Verwendung der Informationen sowie dem jeweiligen Nutzer.70

Aktualität

Damit die in einem Nachhaltigkeitsbericht veröffentlichten Informationen entscheidungs- nützlich sind und die Stakeholder diese Informationen in ihren Entscheidungsfindungs- prozess einfließen lassen können, müssen sie rechtzeitig und zeitnah veröffentlicht wer- den. Die Nachhaltigkeitsberichterstattung soll deshalb regelmäßig und zu einem festen Zeitpunkt stattfinden. Die Häufigkeit der Berichterstattung und die Berichtsperiode sollen beibehalten werden. Zudem soll ein Nachhaltigkeitsbericht so veröffentlicht werden, dass die darin beschriebenen Informationen in einem engen zeitlichen Zusammenhang zu den aktuellen Ereignissen stehen.71

Dieses Prinzip bezieht sich auf eine übersichtliche und nachvollziehbare Darstellung und Formulierung der Themen im Nachhaltigkeitsbericht. Die einzelnen Aspekte sollen ein- deutig und allgemein verständlich dargestellt, gegliedert und bezeichnet werden. Dabei ist auf die richtige Balance zwischen ausreichender Komplexität und notwendiger Ver- einfachung zu achten. Der Inhalt des Berichtes soll für alle Stakeholder verständlich sein, die mit den Unternehmensaktivitäten hinreichend vertraut sind. Technische und wissen- schaftliche Fachbegriffe sowie Fremdwörter sollen soweit wie möglich vermieden und, wo unvermeidlich, erklärt werden. Darüber hinaus muss klar erkennbar sein, auf welchen Zeitraum und auf welche Betriebseinheiten sich die Angaben im Bericht beziehen. Ebenso muss ein barrierefreies Auffinden des Nachhaltigkeitsberichtes möglich sein. Je- dem, der sich für die Nachhaltigkeitsleistung eines Unternehmens interessiert, soll der Zugang zu den Informationen problemlos und frei ermöglicht werden.72

Verlässlichkeit

Alle im Nachhaltigkeitsbericht dargestellten Informationen sollen sowohl überprüfbar als auch belegbar sein. Die Informationen und Verfahren, die zur Erstellung eines Nachhal- tigkeitsberichtes verwendet werden, sollen deshalb so gesammelt, aufgezeichnet, analy- siert und weitergegeben werden, dass sie einer Überprüfung unterzogen werden können, bei der die Korrektheit, die Qualität und die Wesentlichkeit der Informationen festgestellt wird. Nicht belegbare Angaben zur Nachhaltigkeitsleistung dürfen nicht in den Bericht aufgenommen werden, es sei denn, die bestehende Unsicherheit wird explizit erwähnt. Die Stakeholder sollen darauf vertrauen können, dass eine Prüfung des Berichtes die an- gemessene Anwendung der Berichterstattungsgrundsätze und die Richtigkeit seines In- haltes bestätigen würde.73

3.4 Aufbau eines Nachhaltigkeitsberichtes nach GRI

3.4.1 Aufbau eines G3/3.1-Berichtes

Im G3/3.1-Leitfaden wird eine Reihe von Standardangaben genannt, die ein Nachhaltigkeitsbericht beinhalten soll. Sie sollen die Leistung eines Unternehmens in einem größeren Zusammenhang darstellen, die Herangehensweise des Unternehmens an bestimmte Themen beschreiben und Indikatoren über die ökonomische, ökologische und gesellschaftliche Leistung des Unternehmens wiedergeben. Die Standardangaben sind in die folgenden Punkte untergliedert:74

- Strategie und Analyse
- Organisationsprofil
- Berichtsparameter (Angaben zum Berichtsprofil, zu Berichtsumfang und -gren- zen, GRI Content Index und Bestätigung)
- Unternehmensführung, Verpflichtungen und Engagement (Angaben zur Unter- nehmensführung, zu Verpflichtungen gegenüber externen Initiativen und zur Einbeziehung von Stakeholdern)
- Managementansatz und Indikatoren (Ökonomische, ökologische und gesell- schaftliche Leitungsindikatoren)

[...]


1 World Commission on Environment and Development (1987), S. 37.

2 Vgl. Lackmann (2010), S. 6.

3 Vgl. de Pasqualin (2010), S. 24 f.

4 Vgl. Clausen et al. (2002), S. 13.

5 Vgl. Kubach (2013), S. 19, Lackmann (2010), S. 7 f.

6 Vgl. Lackmann (2010), S. 8, Schaltegger / Figge (1999), S. 4.

7 Vgl. Kanatschnig et al. (2003), S. 6, Lackmann, (2010), S. 1.

8 Vgl. Zadek / Merme (2003), S. 3.

9 Global Reporting Initiative (2014a).

10 WBCSD (2002), S. 7.

11 Vgl. Lackmann (2010), S. 44, Bauerfeind (2007), S. 21 f., de Pasqualin (2010), S. 44.

12 Vgl. de Pasqualin (2010), S. 44.

13 Vgl. Lackmann (2010), S. 8 f.

14 Vgl. Bauerfeind (2007), S. 18.

15 Vgl. de Pasqualin (2010), S. 41 ff.

16 Vgl. Clausen et al. (2002), S. 52.

17 Vgl. de Pasqualin (2010), S. 43.

18 Vgl. Clausen et al. (2002), S. 52.

19 Vgl. KPMG AG (2012), S. 4 ff.

20 Vgl. KPMG AG (2012), S. 8.

21 Vgl. BMU (2009), S. 14.

22 Vgl. Loew (2007), S. 5.

23 Vgl. Clausen et al. (2002), S. 53 ff.

24 Vgl. Frings (2003), S. 17.

25 Vgl. Kubach (2013), S. 21, Lackmann (2010), S. 1.

26 Vgl. Schiereck / Königs (2008), S. 194, Zadek / Merme (2003), S. 9.

27 Vgl. Bassen / Kovács (2008), S. 184 f.

28 Vgl. Lackmann (2010), S. 11 f.

29 Vgl. Frings (2003), S. 4, KPMG AG (2012), S. 12.

30 Vgl. KPMG AG (2012), S. 6.

31 Vgl. KPMG AG (2012), S. 12.

32 Vgl. KPMG AG (2012), S. 7

33 Vgl. Kubach (2013), S. 25 f.

34 Vgl. Global Reporting Initiative (2013a).

35 Freeman (1984), S. 46.

36 Vgl. Lackmann (2010), S. 12 f.

37 Vgl. Kubach (2013), S. 11 f.

38 Vgl. Lackmann (2010), S. 10.

39 Vgl. Kubach (2013), S. 13 f.

40 Vgl. Lackmann (2010), S. 14.

41 Vgl. Frings (2003), S. 17.

42 Vgl. Lackmann (2010), S. 33.

43 Vgl. Lackmann (2010), S. 118.

44 Vgl. Clausen et al. (2002), S. 36.

45 Vgl. de Pasqualin (2010), S. 46.

46 Vgl. Lackman, (2010), S. 12 ff.

47 Vgl. Clifton / Amran (2011), S. 125.

48 Vgl. Kubach (2013), S. 13 f., de Pasqualin (2010), S. 46.

49 Vgl. Global Reporting Initiative (2014a), KPMG AG (2012), S. 29.

50 Vgl. GRI G4 I (2013), S. 3 ff., Lackmann (2010), S. 40.

51 Vgl. Global Reporting Initiative (2014a).

52 Vgl. Global Reporting Initiative (2014a).

53 Vgl. Global Reporting Initiative (2014a).

54 Vgl. Global Reporting Initiative (2014a).

55 Vgl. Friedrich (2013), S. 40.

56 Vgl. Global Reporting Initiative (2014a).

57 Vgl. Global Reporting Initiative (2011).

58 Vgl. Global Reporting Initiative (2014a).

59 Vgl. Bassen / Kovács (2008), S. 182.

60 Vgl. de Pasqualin (2010), S. 64, Lackmann (2010), S. 48, Frings (2003), S. 26.

61 Vgl. GRI G4 I (2013), S. 17.

62 Vgl. GRI G4 I (2013), S. 16.

63 Vgl. GRI G4 I (2013), S. 17, de Pasqualin (2010), S. 84, Lackmann (2010), S. 50 f.

64 Vgl. GRI G4 I (2013), S. 17.

65 Vgl. Clausen et al. (2002), S. 82, de Pasqualin (2010), S. 65, S. 83.

66 Vgl. GRI G4 I (2013), S. 17.

67 Vgl. de Pasqualin (2010), S. 84 f., Lackmann (2010), S. 51 f.

68 Vgl. GRI G4 I (2013), S. 17.

69 Vgl. GRI G4 I (2013), S. 18, Lackmann (2010), S. 53 f.

70 Vgl. GRI G4 I (2013), S. 18.

71 Vgl. GRI G4 I (2013), S. 18, Lackmann (2010), S. 55.

72 Vgl. GRI G4 I (2013), S. 18, Clausen et al. (2002), S. 83, Kahlenborn et al. (2007), S. 13.

73 Vgl. GRI G4 I (2013), S. 18, Lackmann (2010), S. 55 f.

74 Vgl. GRI G3 (2006), S. 19 ff.

Ende der Leseprobe aus 105 Seiten

Details

Titel
Analyse der GRI G4-Richtlinien. Grundlagen der Nachhaltigkeitsberichterstattung
Untertitel
Unter besonderer Berücksichtigung der Wesentlichkeitsanalyse
Hochschule
Universität Ulm  (Institut für Wirtschaftswissenschaften)
Note
1,3
Autor
Jahr
2014
Seiten
105
Katalognummer
V314245
ISBN (eBook)
9783668134737
ISBN (Buch)
9783668134744
Dateigröße
5177 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
analyse, g4-richtlinien, grundlagen, nachhaltigkeitsberichterstattung, unter, berücksichtigung, wesentlichkeitsanalyse
Arbeit zitieren
Stefanie Schmidt (Autor), 2014, Analyse der GRI G4-Richtlinien. Grundlagen der Nachhaltigkeitsberichterstattung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/314245

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