Mit welchen Mitteln kann die Arbeitslosigkeit verringert werden?


Hausarbeit, 2015

16 Seiten, Note: 2,9


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Zielsetzung

2 Definition, Zahlen und Auswirkungen der Arbeitslosigkeit
2.1 Definition
2.2 Arbeitslosengeld I und seine Bezugsdauer
2.3 Aktuelle Zahlen/ IstZustand der Arbeitslosenquoten
2.4 Welche Probleme gibt es?
2.5 Auswirkungen der Arbeitslosigkeit
2.6 Auswirkungen der Arbeitslosigkeit auf Einzelpersonen
2.7 Auswirkungen der Arbeitslosigkeit auf den Staat

3 Arten und Gegenmaßnahmen der Erwerbslosigkeit
3.1 Kurzfristige Arbeitslosigkeit
3.2 Mittelfristige / konjunkturelle Arbeitslosigkeit
3.3 Langfristige / strukturelle Arbeitslosigkeit
3.4 Mittel zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit

4 Schlussbetrachtung

5 Literaturverzeichnis

1 Einleitung und Zielsetzung

Mit der Einführung der Arbeitslosenversicherung war Deutschland neben England eines der ersten Länder, die ein nationales Gesetz erließen. Das Gesetz trat am 16. Juli 1927 in Kraft und wird seit dem 1. Januar 1998 im SGB III geregelt.

Der Begriff Arbeitslosigkeit tauchte bis zum Ende des 19. Jahrhunderts gar nicht auf. Erst durch die wirtschaftlichen Probleme trat dieser Begriff in Erscheinung. Damals galt die Arbeitslosigkeit unter der arbeitswilligen Bevölkerungsgruppe als eine unverschuldete Beschäftigungslosigkeit.1

Die Beschäftigungslosigkeit stellt den deutschen Staat vor ein großes Problem. Allerdings ist Deutschland mit dem Problem der hohen Arbeitslosigkeit in Europa nicht alleine. Im direkten Vergleich zu anderen europäischen Mitgliedsstaaten mit beispielsweise Spanien (Arbeitslosenquote 26,7 %), Frankreich (Arbeitslosenquote 10,8 %) oder den Niederlanden (Arbeitslosenquote 6,9 %) sieht es auf dem deutschen Arbeitsmarkt mit einer Arbeitslosenquote von 5,2 % noch am Besten aus.

Abbildung 1: Arbeitslosenquote in Europa. entnommen aus:2

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Obwohl Deutschland im europäischen Vergleich noch gut abschneidet, ist der Kostenfaktor immer noch sehr groß. Durch den hohen Kostenfaktor müssen einige staatliche Maßnahmen gekürzt oder verschoben werden, wie etwa die Förderung von Bildung und Erziehung oder der infrastrukturelle Ausbau.

Zielsetzung ist somit, alle Möglichkeiten und Mittel auszuschöpfen, die zu einer Verbesserung der Beschäftigungslosigkeit führen werden.

2 Definition, Zahlen und Auswirkungen der Arbeitslosigkeit

In diesem Kapitel geht es um die Klarstellung und Zuordnung der Begriffe Arbeitslosigkeit beziehungsweise Erwerbslosigkeit. Außerdem werden die aktuellen Zahlen der Arbeitslosigkeit genannt und teilweise aufgeschlüsselt. Diese Kennzahlen beschreiben den tatsächlichen Ist-Zustand an Arbeitslosen in Deutschland.

Darüber hinaus werden in diesem Kapitel die Personengruppen genannt, die mehr als andere gefährdet sind, arbeitslos zu werden. Abschließend werden in diesem Kapitel die Auswirkungen der Arbeitslosigkeit in Bezug auf den Einzelnen sowie den Staat näher erläutert.

2.1 Definition

Arbeitslose sind laut dem dritten Teil des Sozialgesetzbuches in § 16 Absatz 1 Perso- nen:

- die wie beim Anspruch auf Arbeitslosengeld, vorübergehend nicht in einem Be- schäftigungsverhältnis stehen.
- die eine Beschäftigung suchen, die auch versicherungspflichtig ist und dabei der Agentur für Arbeit und deren Vermittlungsbemühungen zur Verfügung stehen sowie Personen die sich bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet haben.
- die Teilnehmer an Maßnahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik laut § 16 Absatz 2 SGB III sind.

Sind alle oben genannten Voraussetzungen erfüllt, dann werden diese Betroffenen als Arbeitslose eingestuft und erhalten ihr entsprechendes Arbeitslosengeld.

Unter den Begriff Arbeitslose fallen ebenfalls nicht die Personengruppen wie etwa:

- Schüler, Schulabgänger, Rentenempfänger, sowie Frauen und Männer, die sich um die Erziehung ihrer Kinder kümmern und Personen, die eine Ausbildungs- stelle suchen und sich für eine Arbeitsaufnahme sofort zu Verfügung stellen.3

Arbeitslose die ein Jahr oder länger arbeitslos sind werden laut § 18 Absatz 1 SGB III als Langzeitarbeitslose bezeichnet.4

Die Arbeitslosigkeit beziehungsweise der Anspruch auf Arbeitslosengeld endet mit Eintritt in das Rentenalter im Sinne des § 117 Absatz 2 SGB III oder mit der Wiederaufnahme einer sozialversicherungspflichten Beschäftigungsarbeit.5

2.2 Arbeitslosengeld I und seine Bezugsdauer

Im Falle der Arbeitslosigkeit hat der Betroffene einen Anspruch auf Arbeitslosengeld. Dies ist jedoch an Bedingungen beziehungsweise an Voraussetzungen gekoppelt. Der Arbeitslose muss mindestens zwölf Monate einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nachgegangen sein. Diese Beschäftigung muss innerhalb der letzten zwei Jahre stattgefunden haben. Zusätzlich muss sich der Arbeitslose bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet haben.

Sofern die oben genannten Voraussetzungen erfüllt sind, erhält der Arbeitslose sein ent- sprechendes Arbeitslosengeld. Die Dauer über die Zahlung des Arbeitslosengeldes ist sehr verschieden und hängt von mehreren Faktoren ab. Die Anzahl an Monaten richtet sich in erster Linie nach dessen Beschäftigungsdauer und dann erst nach seinem Le- bensalter.6

In der nachgenannten Tabelle sind die Dauer und der Anspruch auf Arbeitslosengeld aufgeführt:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Die Dauer der Arbeitslosenbezüge. In Anlehnung an:7

2.3 Aktuelle Zahlen/ Ist-Zustand der Arbeitslosenquoten

Der Bestand der Arbeitslosen in der Bundesrepublik Deutschlang lag insgesamt in der Zeit von November 2014 bis Januar 2015 bei einer monatlichen Arbeitslosenquote von 6,3 % über 6,4 % bis 7,0 % im Januar 2015. Dies entspricht einer Zahl von 3.031.604 Menschen, die im Januar ohne Beschäftigung waren. Diese Zahl zeigt den derzeitigen Ist-Zustand an Arbeitslosen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Betrachtungsweise der einzelnen Bundesländer in Bezug auf Ihre Arbeitslosenquote. In Westdeutschland liegt die Quote der Arbeitslosen im Januar 2015 bei 6,2 % und in Ostdeutschland bei 10,3 %. Die niedrigste Arbeitslo- senquote hat das Bundesland Baden-Württemberg mit 4,2 % gefolgt von Bayern mit 4,3 %. Die höchste Arbeitslosenquote hat das Bundesland Mecklenburg-Vorpommern mit 12,3 %. Es zeigt sich, dass der Abstand zwischen Ost- und Westdeutschland noch relativ hoch ist.

Die nachfolgende Tabelle zeigt nochmal vereinzelt die derzeitigen Arbeitslosenquoten verteilt auf die 16 Bundesländer in Deutschland vom Januar 2015. Die letzten drei Punkte in der Tabelle zeigen den oben genannten Abstand zwischen Ost- und Westdeutschland sowie die Quote für die Bundesrepublik Deutschland.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 2: Die Arbeitslosenquoten in Deutschland. Eigene Darstellung:8

[...]


1 Vgl. Zimmermann, B. (2006) S. 27

2 http://img.welt.de/img/wirtschaft/crop123658541/4738727761-ci3x2l-w620/DWO-EUArbeitslos-js.jpg

3 Vgl. https://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Grundlagen/Arbeitslosigkeit- Unterbeschaeftigung/Arbeitslosigkeit-Nav.html

4 Vgl. http://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbiii/1.html

5 Vgl. Bubeck, T. (2009), S. 1

6 Vgl. Bubeck, T. (2009): Guter Rat bei Arbeitslosigkeit, 11. Auflage, München

7 Vgl. Guter Rat bei Arbeitslosigkeit Seite 48

8 Vgl. http://de.statista.com/statistik/daten/studie/36651/umfrage/arbeitslosenquote-in-deutschland-nach- bundeslaendern/

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten

Details

Titel
Mit welchen Mitteln kann die Arbeitslosigkeit verringert werden?
Hochschule
Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie Essen
Note
2,9
Autor
Jahr
2015
Seiten
16
Katalognummer
V315232
ISBN (eBook)
9783668151918
ISBN (Buch)
9783668151925
Dateigröße
1043 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Arbeitslosigkeit, Hausarbeit, Wirtschaftspolitik, Arbeit, Mittel zur Verringerung von Arbeitslosigkeit
Arbeit zitieren
Niklas Elser (Autor:in), 2015, Mit welchen Mitteln kann die Arbeitslosigkeit verringert werden?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315232

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