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Das Vertragskonzept der Transaktionsanalyse. Ein Modell zur Zielvereinbarung in der logopädischen Stimmtherapie

Title: Das Vertragskonzept der Transaktionsanalyse. Ein Modell zur Zielvereinbarung in der logopädischen Stimmtherapie

Term Paper , 2015 , 36 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Susanne Janknecht (Author)

Health - Miscellaneous
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Ziel der Arbeit ist es, mittels systematischer Literaturanalyse nachzuweisen, dass sich das partizipative Modell des SDM und die Forderung nach operationalisierbaren Therapiezielen in Zielvereinbarungsprozessen im Rahmen logopädischer Stimmtherapie auf Grundlage des Vertragskonzept der Transaktionsanalyse abbilden und realisieren lassen.

Es wird die folgende Forschungsfrage verfolgt:

Stellt das Vertragskonzept der Transaktionsanalyse ein Modell dar, mit dem sich Zielvereinbarungsprozesse im Rahmen logopädischer Stimmtherapie realisieren lassen, die sowohl das Konzept zur Zielvereinbarung des Shared Decision Making abbilden als auch die Vereinbarung operationalisierbarer Therapieziele ermöglichen?

Nach Einleitung und Darstellung der Ausgangslage wird im ersten Teil der Arbeit zunächst die forschungsleitende Fragestellung entwickelt und im Anschluss das Ziel der Arbeit dargestellt. Einem knappen Abriss des methodischen Vorgehens folgen Definitionen der zugrunde liegenden Begriffe.

Der zweite Teil befasst sich mit den theoretischen Grundlagen des Vertragskonzeptes der Transaktionsanalyse, des Shared Decision Making Konzepts (SDM) und den Möglichkeiten der Operationalisierung von Therapiezielen am Beispiel logopädischer Stimmtherapie.

Im dritten Teil wird analysiert, ob sich die dargestellten grundlegenden Elemente patientenorientierter, evaluierbarer Zielfindungsprozesse im Vertragskonzept der Transaktionsanalyse abbilden lassen, bevor nach einer Diskussion der Ergebnisse Fazit und Ausblick die Arbeit abrunden.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Ausgangslage: Nutzung des Vertragskonzeptes der Transaktionsanalyse in Therapie, Lehre und Ausbildungssupervision

1.2 Aufbau der Arbeit

1.3 Forschungsleitende Fragestellung

1.4 Ziel der Arbeit

1.5 Methodisches Vorgehen

1.6 Begriffsdefinitionen

1.6.1 Transaktionsanalyse

1.6.2 Shared Decision Making

1.6.3 Logopädische Stimmtherapie

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Das Vertragskonzept der Transaktionsanalyse

2.2 Shared Decision Making

2.3 Operationalisierbare Therapieziele in der logopädischen Stimmtherapie

2.3.1 Die SMART-Regel

2.3.2 … und das Goal Attainmenment Scaling (GAS)

2.3.3 … am Beispiel von drei Therapiezielen in der logopädischen Stimmtherapie.

3. Analyse eines logopädischen Zielvereinbarungsprozesses auf Grundlage des Vertragskonzeptes der TA unter den Aspekten SDM und operationalisierbare Therapieziele

4. Fazit

5. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, auf Basis einer systematischen Literaturanalyse zu belegen, dass das Vertragskonzept der Transaktionsanalyse ein geeignetes Modell darstellt, um partizipative Entscheidungsfindungen (Shared Decision Making) und die Vereinbarung operationalisierbarer Therapieziele in der logopädischen Stimmtherapie erfolgreich zu vereinen.

  • Grundlagen und Prinzipien der Transaktionsanalyse (TA)
  • Konzept des Shared Decision Making (SDM) in medizinischen Kontexten
  • Operationalisierung von Therapiezielen mittels SMART-Regel und Goal Attainment Scaling (GAS)
  • Analyse eines beispielhaften logopädischen Behandlungsvertrags
  • Diskussion über Anforderungen an Therapeuten und Patienten bei diesem Vorgehen

Auszug aus dem Buch

2.1 Das Vertragskonzept der Transaktionsanalyse

Eric Berne (1910 – 1970), in Montreal (Kanada) geborener amerikanischer Psychiater und Begründer der TA, hat das Denkmodel, dass sich Arzt und Patient über das Vorgehen in der Behandlung gemeinsam einigen, schon in den 1940er Jahren, damals absolut revolutionär, auf ärztliche Behandlung angewendet (vgl. Hagedorn 2014: 105).

Die Vertragsarbeit ist ein wesentliches Charakteristikum der auf der humanistischen Psychologie basierenden angewandten TA und gründet auf den Grundüberzeugungen der Transaktionsanalyse:

1. Die Menschen sind in Ordnung. (People are okay.)

2. Jeder Mensch kann denken, ist lernfähig und veränderungsfähig.

3. Menschen können Entscheidungen treffen, diese aber auch ändern.

4. Jeder trägt prinzipiell Verantwortung für sein eigenes Leben, für sich selbst.

(vgl. Hennig, Pelz 2007: 14 und Stewart, Joines 2010: 28).

Unmittelbar daraus folgen die Prinzipien der TA, nämlich

• „Die Grundlage für jede Arbeit ist ein Vertrag.

• Die Kommunikation ist frei und offen.“ (Stewart, Joines 2010: 28)

Die Grundüberzeugung, ‚People are okay‘, impliziert Gleichberechtigung. Wenn für mein Gegenüber die Grundannahme gilt, er sei ‚in Ordnung‘, so gilt diese Grundannahme genauso für mich. Begegnen sich Patient und Therapeut in der Behandlung, so sind auch sie beide ‚in Ordnung‘, und gehen gleichberechtigt miteinander um, tragen gleichberechtigt Verantwortung für das, was im folgenden Behandlungsprozess in Bezug auf die Zielerreichung geschehen wird. Beide Seiten übernehmen Verantwortung dafür, gemeinsam zu klären, wie zum einen das Behandlungsziel aussehen soll und zum anderen, wer hierzu welchen Beitrag zu leisten hat. Um diese Vereinbarungen für beide Beteiligten verbindlich festzuhalten ist ein Vertrag sinnvoll.

„Berne definierte einen Vertrag als eine explizite beiderseitige Verpflichtung, sich an ein klar definiertes Vorgehen zu halten.“ (Stewart, Joines 2010: 371) Hat Berne auch seit den 1940er Jahren mit Verträgen gearbeitet, so veröffentlichte er dieses Konzept erst in den 1960er Jahren (vgl. Hagedorn 2014: 106).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz von Zielfindungsprozessen in der Therapie ein und stellt die forschungsleitende Frage nach der Eignung des TA-Vertragskonzeptes.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert das Vertragskonzept der TA, das Modell des Shared Decision Making sowie die Operationalisierung von Zielen durch SMART und GAS.

3. Analyse eines logopädischen Zielvereinbarungsprozesses auf Grundlage des Vertragskonzeptes der TA unter den Aspekten SDM und operationalisierbare Therapieziele: Der Autor führt eine praktische Analyse anhand eines entworfenen Behandlungsvertrages durch, um die Anwendung der theoretischen Konzepte zu verifizieren.

4. Fazit: Die Analyse bestätigt, dass das Vertragskonzept der TA ein valides Modell bietet, um die Forderungen nach Partizipation und Zieloperationalisierung in der Logopädie zu erfüllen.

5. Ausblick: Der Autor schlägt vor, die Erkenntnisse didaktisch für die Ausbildung aufzubereiten und regt historische Forschungen zu den Parallelen zwischen Berne und dem modernen SDM-Ansatz an.

Schlüsselwörter

Transaktionsanalyse, Vertragskonzept, Shared Decision Making, Logopädie, Stimmtherapie, Zielvereinbarung, Operationalisierung, SMART-Regel, Goal Attainment Scaling, Patientenzentrierung, Behandlungsvertrag, Kommunikation, Therapieevaluation, Partizipation, Professionalität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie das Vertragskonzept aus der Transaktionsanalyse als methodischer Rahmen genutzt werden kann, um therapeutische Ziele in der logopädischen Stimmtherapie gemeinsam mit Patienten präzise und partizipativ zu vereinbaren.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Themen sind das Vertragskonzept der Transaktionsanalyse, das partizipative Entscheidungsfindungsmodell Shared Decision Making (SDM) und Methoden zur Operationalisierung von Therapiezielen wie die SMART-Regel sowie das Goal Attainment Scaling (GAS).

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, durch eine systematische Literaturanalyse und die praktische Anwendung an einem Beispielvertrag nachzuweisen, dass sich die Forderungen nach SDM und operationalisierbaren Zielen effektiv in das Vertragskonzept der TA integrieren lassen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer systematischen Literaturrecherche in Fachdatenbanken basiert und deren Ergebnisse durch eine deduktive Analyse eines erstellten hypothetischen Behandlungsvertrages validiert werden.

Was wird schwerpunktmäßig im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die drei theoretischen Säulen (TA-Vertrag, SDM, operationalisierbare Ziele) definiert und anschließend anhand eines konkreten Fallbeispiels eines Stimmtherapie-Patienten analysiert und in einem formalen Vertrag dokumentiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Schlüsselbegriffe sind Transaktionsanalyse, Shared Decision Making, Logopädie, Stimmtherapie, Zielvereinbarungsprozess und Operationalisierung mittels SMART/GAS.

Warum ist die Unterscheidung zwischen dem ‚Wie‘ und dem ‚Was‘ in der Therapie so wichtig?

Das ‚Wie‘ beschreibt den Beziehungs- und Interaktionsprozess (partizipativ vs. paternalistisch), während das ‚Was‘ die inhaltliche Qualität und Messbarkeit der Therapieziele betrifft; beides ist für eine erfolgreiche, transparente Therapie essenziell.

Ist das vorgeschlagene Verfahren für alle Patienten geeignet?

Nein, die Autorin betont, dass das Verfahren zeitaufwendig ist und hohe Anforderungen an die kognitive Reflexionsfähigkeit des Patienten stellt, weshalb Therapeuten im Einzelfall prüfen müssen, ob dieses Vorgehen dem Patientenwunsch und der Situation angemessen ist.

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Details

Title
Das Vertragskonzept der Transaktionsanalyse. Ein Modell zur Zielvereinbarung in der logopädischen Stimmtherapie
College
University of Applied Sciences Hamburg
Grade
1,0
Author
Susanne Janknecht (Author)
Publication Year
2015
Pages
36
Catalog Number
V315888
ISBN (eBook)
9783668157552
ISBN (Book)
9783668157569
Language
German
Tags
vertragskonzept transaktionsanalyse modell zielvereinbarung stimmtherapie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Susanne Janknecht (Author), 2015, Das Vertragskonzept der Transaktionsanalyse. Ein Modell zur Zielvereinbarung in der logopädischen Stimmtherapie, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/315888
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