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Die Studie "Doing Gender im heutigen Schulalltag" von Faulstich-Wieland, Weber und Willems. Vorstellung und kritische Diskussion

Title: Die Studie "Doing Gender im heutigen Schulalltag" von Faulstich-Wieland, Weber und Willems. Vorstellung und kritische Diskussion

Seminar Paper , 2014 , 14 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Julia Wagner (Author)

Pedagogy - School Pedagogics
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Summary Excerpt Details

Die empirische Studie „Doing Gender im heutigen Schulalltag“ untersucht die soziale Konstruktion von Geschlecht in schulischen Interaktionen und wurde 2004 veröffentlicht. Durchgeführt wurde sie von Hannelore Faulstich-Wieland, Martina Weber und Katharina Willems. Über einem Zeitraum von drei Jahren wurden 3 Schulklassen eines Gymnasiums beobachtet, die sich durch eine zahlenmäßig variierende Zusammensetzung von Jungen und Mädchen auszeichnen.

In der vorliegenden Seminararbeit werden Methodik und Ergebnisse dieser Studie vorgestellt und diskutiert. Im Kern der Arbeit wird ein Hauptpfeiler der Studie, der Fragebogen, näher analysiert. Dazu wurde eine eigene Erhebung durchgeführt, um anhand der Ergebnisse Rückschlüsse auf das Vorgehen der ersten Studie ziehen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorstellung der Studie

2. Fragebogen

3. Gruppenarbeit Teil I

4. Gruppenarbeit Teil II

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit der empirischen Studie „Doing Gender im heutigen Schulalltag“ auseinander, um die soziale Konstruktion von Geschlecht in schulischen Interaktionsprozessen zu beleuchten und deren Bedeutung für das pädagogische Handeln zu analysieren.

  • Empirische Untersuchung der sozialen Geschlechterkonstruktion im Unterricht.
  • Analyse des Einflusses von Geschlechterrollen auf Klassenklima und Schülerverhalten.
  • Untersuchung der Praktiken „Doing Gender“ und „Doing Student“ im Schulalltag.
  • Reflektion über die Rolle der Lehrkraft im Umgang mit geschlechtsspezifischen Differenzen.
  • Methodische Hinterfragung von Fragebogenerhebungen im schulischen Kontext.

Auszug aus dem Buch

1. Vorstellung der Studie

Die Studie, die den Titel „Doing Gender im heutigen Schulalltag“ trägt, ist eine empirische Studie, die die soziale Konstruktion von Geschlecht in schulischen Interaktionen untersucht und 2004 ihre Ergebnisse veröffentlichte. Durchgeführt wurde sie von Hannelore Faulstich-Wieland, Martina Weber und Katharina Willems und erfuhr eine Unterstützung durch die Max-Träger Stiftung. In einem Zeitraum von drei Jahren wurden 3 Schulklassen des Edith-Benderoth Gymnasiums beobachtet, die sich durch eine zahlenmäßig variierende Zusammensetzung von Jungen und Mädchen kennzeichnen. Das Vorgehen ist als ethnographisch zu klassifizieren. Die Leiter der Studien wohnten dem Unterricht bei, fertigten Protokolle an, die das Verhalten der Schülerinnen und Schüler sowohl im Unterricht als auch in den Pausen dokumentierte. Ebenso wurden Videoaufzeichnungen von Unterrichtssequenzen durchgeführt, um die Protokolle mit Bildmaterial zu vervollständigen. Die Lehrpersonen wurden regelmäßig interviewt. In diesen Interviews konnten die Lehrerinnen und Lehrer ihre Diagnosen bezüglich des Leistungstandes und des Klassenklimas artikulieren. Diese Interviews stehen komplementär zu den Antworten des standardisierten Fragebogens, den die Lernenden zu jedem Halbjahreswechsel beantworten mussten.

Im Folgenden werde ich auf die Zusammensetzung der beobachtenden Klassen genauer eingehen.

Klasse A befand sich zu Beginn der Beobachtung in der 8. Klasse des Schuljahres 1998/99. Hier herrschte ein dominanter Jungenanteil von 16 Junge zu 5 Mädchen. Als besonderes Merkmal muss hier folgender Punkt erwähnt werden. Das Edith-Benderoth Gymnasium zeichnet sich durch eine bilinguale Klassenführung aus. Die Schülerinnen und Schüler, die das erforderliche Sprachniveau nicht vorweisen können, werden in Klasse A unterrichtet, da diese Klasse monolingual unterrichtet wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorstellung der Studie: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die Hintergründe, die methodische Vorgehensweise und die Zusammensetzung der beobachteten Klassen der zugrunde liegenden Forschungsarbeit.

2. Fragebogen: Es wird die Rolle der standardisierten Befragung als zentrales Erhebungsinstrument erläutert und kritisch hinsichtlich der Fragestellungen und der Validität reflektiert.

3. Gruppenarbeit Teil I: Hier wird der Ablauf der studentischen Projektarbeit beschrieben, bei der verschiedene Schwerpunkte wie „Doing adult“ und „Doing student“ anhand von Beispieltexten analysiert wurden.

4. Gruppenarbeit Teil II: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der studentischen Gruppenarbeit, insbesondere zu Konkurrenz- und Solidaritätsverhalten sowie geschlechtstypischen Haarpraktiken im Schulalltag.

Schlüsselwörter

Doing Gender, Doing Student, Doing Adult, soziale Konstruktion, Geschlechterrollen, Schulalltag, Klassenklima, ethnographische Forschung, Lehrerprofessionalität, geschlechtsspezifische Unterschiede, Schülerverhalten, Identitätsbildung, Cliquenbildung, Solidarität, Konkurrenzverhalten.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer kritischen Auseinandersetzung der Studie „Doing Gender im heutigen Schulalltag“, welche die sozialen Prozesse der Geschlechterkonstruktion in Schulen untersucht.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Inszenierung von Männlichkeit und Weiblichkeit, das Verhalten von Schülern in Abhängigkeit von Geschlechterrollen sowie die Dynamiken innerhalb von Schulklassen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die in der Studie gewonnenen Erkenntnisse über geschlechtsspezifische Interaktionen im Unterricht aufzuarbeiten und die Bedeutung für die Lehrerprofessionalität herauszuarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde in der Originalstudie verwendet?

Die Originalstudie ist ethnographisch angelegt und nutzt Unterrichtsbeobachtungen, Protokolle, Videoaufzeichnungen sowie leitfadengestützte Interviews und standardisierte Fragebögen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der Studie, die Analyse der verwendeten Fragebogenmethodik sowie die Ergebnisse der studentischen Gruppenarbeiten zu spezifischen sozialen Praktiken wie „Doing student“ und „Doing adult“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Doing Gender, Geschlechterrollen, soziales Verhalten in der Schule, Klassengemeinschaft und Lehrerreflexion.

Warum spielt das Konzept „Doing adult“ eine wichtige Rolle in der Arbeit?

Es fungiert als Inklusions- und Exklusionsmechanismus, durch den sich Schülerinnen und Schüler durch Reife, Kleidung oder Verhalten von als „kindlich“ wahrgenommenen Gruppen abgrenzen.

Wie gehen Jungen und Mädchen in der Studie mit Konkurrenzsituationen um?

Jungen konkurrieren häufig direkt und offensiv durch Abwertung anderer, während Mädchen Konflikte eher indirekt oder durch diplomatische Strategien wie Ignorieren entschärfen.

Was bedeutet die „ruhende Ressource“ im Kontext der Geschlechterrollen?

Geschlechtsidentität wird nicht in jeder Interaktion zwangsläufig abgerufen, sondern steht als Ressource zur Verfügung, die dann eingesetzt wird, wenn der Akteur sich daraus einen sozialen Vorteil verspricht.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin für Lehrkräfte?

Lehrkräfte sollten ihr Bewusstsein für eigene Geschlechterbilder schärfen, den Blick für nicht geschlechtsdefinierte Verhaltensweisen öffnen und eine Balance zwischen der Dramatisierung und Entdramatisierung von Geschlecht finden.

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Details

Title
Die Studie "Doing Gender im heutigen Schulalltag" von Faulstich-Wieland, Weber und Willems. Vorstellung und kritische Diskussion
Grade
2,0
Author
Julia Wagner (Author)
Publication Year
2014
Pages
14
Catalog Number
V317210
ISBN (eBook)
9783668168831
ISBN (Book)
9783668168848
Language
German
Tags
studie doing gender schulalltag faulstich-wieland vorstellung diskussion
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Julia Wagner (Author), 2014, Die Studie "Doing Gender im heutigen Schulalltag" von Faulstich-Wieland, Weber und Willems. Vorstellung und kritische Diskussion, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317210
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