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Gibt es den „polnischen Futurismus“ in Malerei und Dichtung? Zbigniew Pronaszko, Tytus Czyżewski, Leon Chwistek und der Formismus

Título: Gibt es den „polnischen Futurismus“ in Malerei und Dichtung? Zbigniew Pronaszko, Tytus Czyżewski, Leon Chwistek und der Formismus

Trabajo , 2013 , 27 Páginas , Calificación: 14,0

Autor:in: Magdalena Skorupinska (Autor)

Literatura - Países eslavos
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Futurismus in der polnischen Kunst. Im Zuge der fortschreitenden Industrialisierung veränderte sich auch in Polen das Kunstverständnis. Innerhalb der Kunst und der Literatur kam es zu verschiedenartigen Umwälzungen, die durch die rasche Entwicklung in Technik und Zivilisation hervorgerufen wurden.

Darüber hinaus sorgten der Erste Weltkrieg, Aufstände, Revolutionen und die Herausbildung neuer Staaten für die Forderung nach etwas Neuem. So entstand auch der Anspruch nach einer neuen Kunst. Diese neue Kunst implizierte nicht nur neue Techniken und Motive, sondern auch ein neues Verhältnis zum Menschen, der Gesellschaft und der umgebenden Welt.

Die avantgardistische Landschaft war durch eine Vielfalt von neuartigen Richtungen gekennzeichnet. Zu den Hauptrichtungen der europäischen Avantgarde zählen neben dem Futurismus der Expressionismus, der Dadaismus, der Surrealismus und der Konstruktivismus. Die Avantgardisten wollten die Kunst ins Leben tragen und eine Art der gesellschaftlichen Revolution über die Kunst herbeiführen. Die Künstler dieser Zeit arbeiteten mit Manifesten, wo sie ihre Ziele und Intentionen formulierten. Sie wollten Grenzen aufbrechen, sie aufheben und das Bewusstsein befreien.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Anfänge der polnischen Avantgarde und der Futurismus

2.1. Die futuristische Ästhetik

2.2. Der polnische Futurismus

3. Der „polnische Futurismus“ in Malerei und Dichtung

3.1. Künstlerische Verfahren in der „futuristischen“ Kunst - Formismus

3.2. Z. Pronaszko, T. Czyżewski und L. Chwistek - polnische Formisten

4. Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht den Futurismus in der polnischen Kunst, wobei insbesondere die Wechselwirkungen zwischen internationalen Einflüssen und nationalen Ausprägungen beleuchtet werden. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der engen Verflechtung des polnischen Futurismus mit dem Formismus in der Malerei und Dichtung, um zu klären, wie diese künstlerischen Bewegungen auf die gesellschaftlichen Umbrüche des frühen 20. Jahrhunderts reagierten.

  • Anfänge der polnischen Avantgarde und des Futurismus
  • Futuristische Ästhetik: Dynamik, Geschwindigkeit und Maschine
  • Der polnische Futurismus: Gruppen, Manifeste und Rezeption
  • Formismus als polnische Form des Futurismus
  • Künstlerische Verfahren und Theoretisierung durch Vertreter wie Chwistek

Auszug aus dem Buch

2.1. Die futuristische Ästhetik

Analog zu der Grundidee des Futurismus lehnten die Futuristen alte Schönheitsideale ab und suchten stets nach neuen Formen in der Geschwindigkeit und der Dynamik. Diese Bereiche reflektieren nämlich den technischen Fortschritt und spiegeln das neue technikverbundene gesellschaftliche Bewusstsein wieder. Zu den Merkmalen der Moderne zählten die Dynamik, maschinelle Produktion, Geschwindigkeit und Simultaneität. Das neue Bewusstsein wurde nun weitgehend von den modernen Nachrichten-, Kommunikations- und Transporttechnologien geprägt. Darüber hinaus war die „[…] Geschwindigkeit der neuen Maschinen […] mit veränderten psychischen Vorgängen verknüpft [und] subjektives Zeitempfinden wurde beschleunigt. Die klassischen Werke […] liefen diesem Prinzip der Modernisierung zuwider und forderten deshalb zur Anti-Kunst, zur Zerstörung und Negation auf.“

Die Futuristen forderten eine Revolution nicht nur innerhalb der Kunst sondern auch im Leben. Sie gingen dabei von dem Widerspruch aus, den sie zwischen der neuen technischen Umwelt und der Kunst sahen. Für sie hemme die Tradition den Fortschritt, weshalb sich auch die Kunst in einer Phase der Stagnation befinde: „Die ständige Erinnerung an die Tradition nahm für die Futuristen den Platz ein, der eigentlich der neuen Welt der Gegenwart, des Verkehrs, der Industrie, der Maschinen gehöre.“ Die ausgeprägte und traditionelle Bewunderung der Vergangenheit sah Marinetti als Vergeudung von Kräften an. Die Schlussfolgerung lautete nun: „[…] mit der Tradition, mit der Vergangenheit zu brechen, um einen Neuanfang möglich zu machen, ausgedrückt im Namen Futurismus. Die neue künstlerische Bewegung sollte […] eine Rebellion, eine Revolte gegen alles Bestehende sein.“ Die Zerstörung der Tradition stellte demnach ein wesentliches Merkmal des Futurismus dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung legt das Fundament der Untersuchung, indem sie den Futurismus in den Kontext der avantgardistischen Landschaft Polens und Europas stellt und zentrale Fragestellungen zur futuristischen Ästhetik sowie deren Beziehung zum Formismus definiert.

2. Die Anfänge der polnischen Avantgarde und der Futurismus: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen der Avantgarde sowie die spezifische Entwicklung des Futurismus in Polen, unter Berücksichtigung internationaler Einflüsse und der Entstehung lokaler futuristischer Gruppierungen.

3. Der „polnische Futurismus“ in Malerei und Dichtung: Hier wird die praktische Umsetzung und theoretische Untermauerung des Futurismus durch den Formismus analysiert, wobei die künstlerischen Verfahren und Ansätze prominenter Vertreter detailliert betrachtet werden.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die Besonderheiten des polnischen Futurismus und dessen Rolle als Wegbereiter für die weitere Entwicklung der Avantgarde in Polen.

Schlüsselwörter

Futurismus, Polnische Avantgarde, Formismus, Ästhetik, Dynamik, Moderne, Künstlerische Manifeste, Leon Chwistek, Tytus Czyżewski, Zbigniew Pronaszko, Malerei, Dichtung, Maschine, Simultaneität, Tradition

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Entwicklung und Ausprägung des Futurismus innerhalb der polnischen Kunstszene des frühen 20. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit fokussiert sich auf die futuristische Ästhetik, die Rolle der polnischen Avantgarde, das Verhältnis von Kunst und Technik sowie die Verbindung des polnischen Futurismus zum Formismus.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, die Eigenheiten des polnischen Futurismus aufzuzeigen, seine Verbindung zu internationalen Strömungen zu analysieren und zu klären, wie polnische Künstler das futuristische Programm interpretierten.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Untersuchung basiert auf einer literarisch-historischen Analyse, der Auswertung von Manifesten, Flugblättern und theoretischen Schriften sowie der Betrachtung spezifischer Kunstwerke.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden die theoretischen Grundlagen der futuristischen Ästhetik, die Genese der polnischen futuristischen Gruppen in Posen, Warschau und Krakau sowie die spezifische Ausformung durch den Formismus analysiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Futurismus, Polnische Avantgarde, Formismus, Dynamik und die Namen bedeutender Vertreter wie Chwistek oder Czyżewski charakterisiert.

Inwiefern unterscheidet sich der polnische Futurismus vom italienischen?

Während der italienische Futurismus als direkte Quelle für Manifeste diente, zeigt der polnische Futurismus eigene Züge, eine stärkere Anbindung an den Formismus und eine differenzierte Reaktion auf die sozioökonomische Situation in Polen.

Welche Rolle spielt der Formismus für das Verständnis des polnischen Futurismus?

Der Formismus wird als die spezifisch polnische Ausformung des Futurismus betrachtet, die durch Theoretiker wie Leon Chwistek die Abkehr von der bloßen Nachahmung des Natürlichen zugunsten der reinen Form vorantrieb.

Warum war die polnische Avantgarde regional so stark zentriert?

Die Zentrierung auf Krakau, Posen und Warschau spiegelte die historische, dreigeteilte Situation der polnischen Nation zu Beginn des 20. Jahrhunderts wider.

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Detalles

Título
Gibt es den „polnischen Futurismus“ in Malerei und Dichtung? Zbigniew Pronaszko, Tytus Czyżewski, Leon Chwistek und der Formismus
Universidad
Justus-Liebig-University Giessen
Curso
Hauptseminar: Die polnische Avantgarde: Entwicklung, Programmatik, Werke
Calificación
14,0
Autor
Magdalena Skorupinska (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
27
No. de catálogo
V317282
ISBN (Ebook)
9783668162921
ISBN (Libro)
9783668162938
Idioma
Alemán
Etiqueta
Polnische Kunst Avantgarde Futurismus Formismus Pronaszko Pryszczek Czyzewski
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Magdalena Skorupinska (Autor), 2013, Gibt es den „polnischen Futurismus“ in Malerei und Dichtung? Zbigniew Pronaszko, Tytus Czyżewski, Leon Chwistek und der Formismus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317282
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