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Autorität und Gehorsamsbereitschaft von Individuen und der Masse im Nationalsozialismus

Eine Gegenüberstellung von Milgram und Freud

Title: Autorität und Gehorsamsbereitschaft von Individuen und der Masse im Nationalsozialismus

Term Paper , 2015 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Summary Excerpt Details

1 Einleitung
2 Kurzer Überblick über den Nationalsozialismus unter Adolf Hitler
3 Elementare Termini
3.1 Autorität – Der Führer
3.2 Gehorsam – Die Gesellschaft
3.3 Das Individuum
3.4 Die Masse
4 Gehorsamsbereitschaft des Individuums unter eine Autorität
4.1 Stanley Milgram – das Milgram-Experiment
4.2 Bezug zum Nationalsozialismus
5 Gehorsamsbereitschaft der Masse unter eine Autorität
5.1 Sigmund Freud
5.2 Freud „Massenpsychologie und Ich-Analyse“ (1921)
5.3 Bezug zum Nationalsozialismus
6 Fazit

Im Folgenden soll den soziologischen und psychologischen Ursachen für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs Beachtung geschenkt werden. Hierzu werden die Gehorsamsbereitschaft des Einzelnen und der Masse näher unter die Lupe genommen.

Die Schrecken des Zweiten Weltkrieges dürfen nicht in Vergessenheit geraten, denn Tod und Verderben, die zu dieser Zeit über ganze Nationen hereinbrachen, sollen sich nicht noch einmal wiederholen. Um ebendieses Thema insbesondere in Deutschland präventiv zu behandeln, sind Nationalsozialismus und Krieg noch heute zentrale Themen des deutschen Lehrplans. Bereits in der Schule thematisieren Lehrer und Schüler im Rahmen des Geschichtsunterrichts Adolf Hitler und das NS-Regime. Doch die soziologischen bzw. psychologischen Gründe, die für den Ausbruch des Zweiten Weltkriegs befördert haben, werden oftmals außer Acht gelassen. Vor diesem Hintergrund soll sich die wissenschaftliche Arbeit ebenjenem soziologischen Geflecht widmen, durch dessen Teilhabe die nazistischen Vernichtungsaktionen des Nationalsozialismus überhaupt erst möglich waren.

Um den Geschehnissen sowie deren soziologischen und psychologischen Ursachen zu jener Zeit auf den Grund zu gehen soll dem Leser dieser Arbeit ein erster Einblick in den Verlauf des Nationalsozialismus unter Hitler gewährt werden. Daraufhin müssen elementare Termini geklärt werden. Was ist eine Autorität? Wie drückt sich Gehorsam innerhalb der Gesellschaft aus? Was macht den Einzelnen zum Individuum und was passiert wenn sich mehrere Individuen zu einer Masse zusammenschließen? Sind jene Begriffe ausreichend definiert, wird die Gehorsamsbereitschaft des Individuums unter eine Autorität anhand des Milgram-Experiments untersucht und ein Bezug zum Nationalsozialismus dargestellt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Kurzer Überblick über den Nationalsozialismus unter Adolf Hitler

3 Elementare Termini

3.1 Autorität – Der Führer

3.2 Gehorsam – Die Gesellschaft

3.3 Das Individuum

3.4 Die Masse

4 Gehorsamsbereitschaft des Individuums unter eine Autorität

4.1 Stanley Milgram – Das Milgram-Experiment

4.2 Bezug zum Nationalsozialismus

5 Gehorsamsbereitschaft der Masse unter eine Autorität

5.1 Sigmund Freud

5.2 Freud „Massenpsychologie und Ich-Analyse“ (1921)

5.3 Bezug zum Nationalsozialismus

6 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die soziologischen und psychologischen Ursachen für die Gehorsamsbereitschaft gegenüber autoritären Systemen am Beispiel des Nationalsozialismus, wobei die Forschungsfrage darauf abzielt, wie sowohl das Individuum als auch die Masse durch psychologische Mechanismen zur Unterordnung unter einen Führer bewegt wurden.

  • Analyse des autoritären Regimes unter Adolf Hitler
  • Definition zentraler Begriffe wie Autorität, Gehorsam, Individuum und Masse
  • Untersuchung der Gehorsamsbereitschaft des Individuums anhand des Milgram-Experiments
  • Erforschung der Massenpsychologie nach Sigmund Freud
  • Vergleichende Gegenüberstellung beider Ansätze im historischen Kontext des NS-Regimes

Auszug aus dem Buch

4.1 Stanley Milgram – Das Milgram-Experiment

Einer der wohl bekanntesten Psychologen die sich mit der Thematik bezüglich Gehorsamsbereitschaft gegenüber einer Autorität beschäftigt haben, war Stanley Milgram. Speziell der Gehorsam einzelner Personen wurde in seinem, nach ihm benannten Experiment untersucht. Doch bevor weiter auf das Milgram-Experiment und seine Ergebnisse eingegangen wird, soll der Leser einen groben Blick auf die Person hinter dem Experiment erlangen.

In seinem Werk „Das Milgram-Experiment“ schreibt der amerikanische Psychologe, noch bevor er auf seine Forschung an sich eingeht, über die Problematik des Gehorsams. Insbesondere die Gehorsamsbereitschaft des Individuums spezialisiert er weiterhin, indem er im Voraus beschreibt, wie „die Aufteilung der Gesellschaft in Individuen, die engbegrenzte und sehr spezialisierte Aufgaben erfüllen, die Humanqualität in Arbeit und Leben [vermindert]. Der Einzelne überblickt nicht mehr die Gesamtsituation, sondern nur einen kleinen Bereich von ihr und ist deshalb ohne eine Art übergeordneter Lenkung handlungsfähig. [Das Individuum] beugt sich der Autorität, doch wird [es] eben dadurch von seinen eigenen Handlungen entfremdet.“ (Milgram 1974, S.28) (vgl. Milgram 1974, S.28)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung verdeutlicht die Notwendigkeit der Auseinandersetzung mit den psychologischen Ursachen des Nationalsozialismus und stellt die methodische Vorgehensweise sowie das Ziel der Arbeit vor.

2 Kurzer Überblick über den Nationalsozialismus unter Adolf Hitler: Dieses Kapitel skizziert den Aufstieg des NS-Regimes ab 1933 und beleuchtet die gesellschaftliche Ausgangslage sowie die Rolle Hitlers als Führungsperson.

3 Elementare Termini: Hier werden die theoretischen Grundlagen gelegt, indem zentrale Begriffe wie Autorität, Gehorsam, Individuum und Masse soziologisch und psychologisch definiert werden.

4 Gehorsamsbereitschaft des Individuums unter eine Autorität: Dieses Kapitel befasst sich mit der individuellen Unterordnung durch die Analyse des Milgram-Experiments und dessen Übertragung auf den Kontext des Nationalsozialismus.

5 Gehorsamsbereitschaft der Masse unter eine Autorität: Dieser Abschnitt analysiert die Freudsche Massenpsychologie und erläutert, wie durch Identifizierungsprozesse innerhalb einer Masse die Bereitschaft zum Gehorsam gegenüber einem Führer entsteht.

6 Fazit: Das Fazit führt die Ergebnisse zusammen und schließt mit dem Vergleich der beiden psychologischen Ansätze hinsichtlich ihrer Erklärungskraft für das Verhalten im Nationalsozialismus.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Gehorsamsbereitschaft, Autorität, Stanley Milgram, Sigmund Freud, Massenpsychologie, Individuum, Masse, Identifizierung, Libido, NS-Regime, Sozialpsychologie, Konformität, Totalitarismus, Herrschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Menschen dazu gebracht wurden, autoritären Befehlen im Nationalsozialismus Folge zu leisten, wobei psychologische und soziologische Theorien zur Gehorsamsbereitschaft von Individuen und Massen herangezogen werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Autoritätspsychologie, der Wirkung von Massenphänomenen, dem Milgram-Experiment und der psychoanalytischen Betrachtung durch Sigmund Freud im Kontext des NS-Regimes.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, das Ausmaß der Folgsamkeit gegenüber einer totalitären Autorität zu verstehen und zu erklären, warum Individuen und Massen ihre eigene moralische Urteilsfähigkeit zugunsten eines Führers aufgaben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse psychologischer Fachliteratur sowie eine vergleichende Gegenüberstellung von Milgrams verhaltenstheoretischen und Freuds psychoanalytischen Modellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Begriffsklärung, die Untersuchung individueller Gehorsamsbereitschaft mittels des Milgram-Experiments und die Analyse massenpsychologischer Prozesse basierend auf Freuds „Massenpsychologie und Ich-Analyse“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Autoritätsgehorsam, Massenidentifikation, Nationalsozialismus, psychologische Mechanismen und die Rolle des Führers.

Inwiefern unterscheidet sich die Situation im Milgram-Experiment von der Realität im Nationalsozialismus?

Milgram untersuchte isolierte Gehorsamssituationen im Labor, während die reale NS-Herrschaft die Menschen über Jahrzehnte in eine umfassende, sanktionierte Struktur einband, die kaum Handlungsspielräume zuließ.

Was versteht Freud unter der „Identifizierung“ in einer Masse?

Freud beschreibt Identifizierung als den Prozess, bei dem Individuen ihr eigenes Ichideal durch ein idealisiertes Objekt (den Führer) ersetzen, was dazu führt, dass sie ihre Persönlichkeit in der Masse aufgeben und sich unkritisch dem Willen des Führers unterordnen.

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Details

Title
Autorität und Gehorsamsbereitschaft von Individuen und der Masse im Nationalsozialismus
Subtitle
Eine Gegenüberstellung von Milgram und Freud
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2015
Pages
18
Catalog Number
V317493
ISBN (eBook)
9783668166479
ISBN (Book)
9783668166486
Language
German
Tags
Psychoanalyse Freud Milgram Gesellschaft Individuum Massenpsychologie Masse Zweiter Weltkrieg Nationalsozialismus Autorität Gehorsam Milgram-Experiment
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2015, Autorität und Gehorsamsbereitschaft von Individuen und der Masse im Nationalsozialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317493
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