Die Kunstepoche des Barock. Bildende Kunst im Schulunterricht

Zusammenfassung in Stichpunkten


Prüfungsvorbereitung, 2015

10 Seiten

Mike G. (Autor)


Leseprobe

Inhaltsangabe / Überblick

1. Allgemeine Informationen zum Barock

2. Allgemeine Tendenzen der Zeit:

3. Allgemeine Merkmale der Barockmalerei

4. Die religiöse Barockkunst
4.1 Motive der religiösen Barockkunst:
4.1.1 Deckenfresko von Pietro da Cortona

5. Die profane Barockkunst
5.1 Motive der profanen Barockkunst
5.1.1 „Blumenstillleben“ von Bosschaert

6. Bildgattungen des Barock:

7. Bedeutung des Lichtes in Werken des Barocks

8. Nationalstile des Barock
8.1 Frankreich
8.2 Spanien
8.3 Deutschland
8.4 Holland
8.4.1 Caravaggio „Die Berufung des Matthäus“ 1599/1600
8.4.2 Rembrandt
8.5 England

9. Vanitas
9.1 Drei Gegenstandsgruppen der Vanitas Symbole
9.2 Symbolik der Vanitas-Stillleben
9.3 „Vanitas – Stillleben“ von Claesz

10. Sonstige bedeutende Gemälde, Plastiken o.ä
10.1 „Verzückung der Heiligen Theresa von Avila“ von Bernini
10.2 „Martyrium Petri“ von Caravaggio
10.3 Velazquez: „Der Herzog von Olivares zu Pferde“
10.4 „Geburt Christi“ von Geertgen tot Sint Jans
10.5 „Soldat und das Mädchen“ von Gerrit van Honthorst

Die Kunstepoche des Barocks

Vorwort

Die Epoche des Barocks im 17. Jahrhundert erschuf zahlreiche Meisterwerke, nicht nur in den Niederlanden. Diese Kunstepoche lässt sich in die kirchlich / religiöse und die profane Komponente aufteilen, welche in dieser Arbeit ausführlich behandelt werden. Zur Unterstreichung der Theorie wurden auch viele interessante Kunstwerke miteinbezogen und (mal kürzer, mal ausführlicher) analysiert und interpretiert. Ein besonderer Schwerpunkt bildet bei dieser Arbeit die Gattung der Vanitas-Stillleben, deren Symbolik mehr als nur ausführlich aufgeschrieben, gesammelt und erläutert wird. Diese Arbeit kann entweder als Prüfungsvorbereitung für die Oberstufe eines Gymnasiums in einem Leistungsfach Bildende Kunst verwendet werden oder aus privatem Interesse gelesen werden

1. Allgemeine Informationen zum Barock.

- Barock (portug. Schief, unregelmäßig) 1600 – 1730/50 löst Manierismus ab.
- Ende des Hochbarocks durch Tod Berninis 1680, durch Rokoko ersetzt.
- Harmonisch-ausgewogene Renaissance von leidenschaftlichem Pathos der großen Form und kraftvollen Bewegung im Barock abgelöst.

2. Allgemeine Tendenzen der Zeit:

- 1. Detailrealismus wegen intensivierter Forschung.

- Für Forschungszwecke mussten Künstler Blumen oder Tiere genau dokumentieren, sehr naturalistische Kunst, weltliche Themen gewinnen an Bedeutung, Versuch die Natur zu klassifizieren, Künstler erhält Dokumentationsfuktion.

- 2. Probleme und Spannungen gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und politischer Art.

- Konflikt Bürger ↔ Adel, Konflikt Protestanten ↔ Katholiken, Papsttum angegriffen, Menschenleben stark von Unsicherheit, Krankheit, Krieg, Elend geprägt, Zeit und Errungenschaften führen (bei wohlhabenden Bürgern) zu Genuss und Lebensfreude, Spannung zwischen Hedonismus und Zweifel an Beständigkeit des Lebens.

=> Grund für die Dramatisierung (hell-dunkel – Kontraste).

3. Allgemeine Merkmale der Barockmalerei.

- Kraftvoll, dynamisch, bewegt, dramatisch, Licht und Schatten, hell-dunkel Kontraste, Farbigkeits- / Qualitäts- / Quantitätskontrast, dramaturgisch; spannungsvoll, rhythmisierte dynamische Bildkomposition (Diagonalen, Elipsen, Schnittpunkte = Kernaspekte des Inhalts, Ovale, schwungvolle Rundungen).
- Trompe-l'oeil – Malerei: Augentäuschung, Greifbarkeit; Verschwimmen der Linien, plastische Modellierung durch Licht und Schatten, illusionistische Tendendenzen.
- Valeurmalerei: Ein Tonwert, welcher in verschiedenen Abstufungen benutzt wird, wodurch Plastizität erzeugt wird (Häufig Brauntöne).
- Malerischer Stil angewendet (Vermischungen der Übergänge, fleckhaft, offen).
- Lokalfarben (Reale Farbigkeit des Gegenstandes ohne Schatten o.ä.) wandelt sich je nach Beleuchtungssituation zur Erscheinungsfarbe (Schattierungen verändern Farbigkeit des Objekts).
- Häufig mythologische Themen aus Renaissance weitergeführt und mit christlicher Symbolik vereint.

4. Die religiöse Barockkunst.

- Katholische Kirche nutzt Stil für Gegenreformation, da er Menschen berührte.
- Durch sinnliche Anschaulichkeit und himmlische Visionen.
- Illusionismus entwickelt, Wände und Raum optisch erweitert, Holz und Gips durch Bemalung wie Gold und Elfenbein aussehen gelassen.
- Barock will alle Stile miteinander verbinden, darum Ornamentik aufgegriffen.

4.1 Motive der religiösen Barockkunst: Visionen der Heiligen, Leid und Apotheose der Heiligen, Himmelfahrt Marias.

- Gattungen: Fresko (Kirchen) und Wandmalerei (absolutistische Fürstenhäuser), thematisch an Renaissance angelehnt.
→ Repräsentationsfunktion, Machtdemonstration, Selbstverherrlichung.
→ Für Machtdemonstration der katholischen Kirche und Gegenreformation eingesetzt.

5. Die profane Barockkunst.

- Besonders im wirtschaftlich erstarkenden Holland, welches sich von der spanisches Fremdherrschaft befreit hatte, strebten die Menschen nach zuvor vorenthaltenen Freiheiten.
- Viele Künstler können ihre eigenen Themen in den Gemälden darstellen, ohne auf Beschränkungen seitens des Auftraggebers achten zu müssen.
→ Kunst wurde nicht länger in Auftrag gegeben, es wurde nach der Fertigstellung ein Interessent / Abnehmer gesucht.
- Viele reiche Bürger strebten nach Besitz von Kunst, um ihren Wohlstand auszudrücken und sich dem Adel annähern zu können.

5.1 Motive der profanen Barockkunst: Verherrlichung, Allegorie, Stillleben, Landschaft.

- Transportable Tafelmalerei an Wandelaltar angelehnt; wird bedeutender, da Mobilität zunimmt.
- Kunst der wohlhabenden Bürger und holländischen Calvinisten.

- 6. Bildgattungen des Barock:

- Historie: geschichtliche, mythologische oder biblische Themen; soll moralisches Exempel vermitteln.
- Porträts: Individualität und besondere Eigenschaften eines Menschen oder einer Personengruppe darstellen.
- Genre: Alltägliche Situationen dargestellt, teilweise belehrender Unterton.
- Mindere Gattungen:
- Landschaft: Aufwertung als Trägerin von Stimmungen. (Immer mindestens ein Mensch abgebildet).
- Stillleben: Darstellung unbewegter, toter Gegenstände. (Zur Aufwertung mit Porträts versehen).

- Untergattungen: Blumen-, Frühstücks-, Bücher-, Markt- und Musikalienstillleben.

=> Naturgetreue Kunstgattungen erhalten oft moralisch-belehrende Bedeutung (Vanitas – Gedanke oder Ermahnungen sollen an christliche Werte erinnern).

- 7. Bedeutung des Lichtes in Werken des Barocks.

- Licht als Gegenstand: Kerzenflamme, Laterne.
- Licht als Reflex: verschiedene Schattentypen.
=> Unterschied zwischen natürlicher Erscheinungsform und symbolischer.

- Caravaggio ist „Meister der Verführung durch Licht“, verlagert dafür viele Ereignisse nach draußen.

- Verwendet Licht nicht nur für Beleuchtung, sondern baut es aktiv in Handlung mit ein.

→ Licht spotartig eingebaut; wie modernes Scheinwerferlicht, welches Handlung hervorhebt.

- Reiz der Nachtmalerei schon 1490 von Geertgen tot Sint Jans entdeckt worden.

8. Nationalstile des Barock

wegen den Nationalstaatsgründungen.

=> Hochbarock in einzelnen Ländern unterschiedlich ausgeprägt.

8.1 Französische Kunst

orientiert sich an Akademie in Paris (1648).

- Residenz in Versaille unterstreicht ordnenden Willen des Sonnenkönigs mittels den prachtvollen Gartenanlagen.

- Absolutistische Fürsten und katholische Kirche als Hauptauftraggeber.

8.2 Spanische Kunst

stark von katholischer Kirche geprägt.

- Unbefleckte Empfängnis Marias ist beliebtes Thema der Gegenreformation.
- Berühmte Künstler sind Murillo und Velazquez.
=> Barock auch in spanischen Kolonien verbreitet.
- Antwerpen ist großes Kunstzentrum Spaniens in den (damaligen) Niederlanden.
- Kirchenarchitektur des Barocks am Bsp. „San Carlo alle Quattro Fontane“ von Boromini.
- Wände aufgegliedert, plastisch geschmückt und in bewegte Form gesetzt.
- Dreifach-gekurvte Fassade, Wandteil zu Gunsten der Skulpturen etc. reduziert.
- Kuppel ist Ziel der Bewegung, Himmelssymbolik.
- Boromini versieht Kuppel mit sich verkleinernden Kassetten, damit Höhe optisch erweitert wird.

8.3 Barock erst nach 30-jährigem Krieg in ,,

Deutschland“ angekommen, darum Spätbarock genannt.

- „Bibliothek des Benediktinerklosters Wiblingen“ in Ulm.
- Innenraum durch mitreißende Bewegtheit und leuchtende Farbkraft gekennzeichnet.
- Stuck an der Decke, Rankenornament bis dorthin.
- Holzfiguren personifizieren Tugend und Wissenschaft.
- Deckenmalerei verherrlicht antikes und christliches Wesen.

[...]

Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Die Kunstepoche des Barock. Bildende Kunst im Schulunterricht
Untertitel
Zusammenfassung in Stichpunkten
Autor
Jahr
2015
Seiten
10
Katalognummer
V317819
ISBN (eBook)
9783668173842
Dateigröße
492 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kunst, Barock, Rembrandt, Caravaggio, Bosschaert, Vanitas, Gymnasium, Oberstufe, Claesz, Bernini.Geertgen tot Sint Jans, Gerrit van Honthorst, Velazquez
Arbeit zitieren
Mike G. (Autor), 2015, Die Kunstepoche des Barock. Bildende Kunst im Schulunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/317819

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Die Kunstepoche des Barock. Bildende Kunst im Schulunterricht



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden