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Evaluation in der Entwicklungszusammenarbeit. Nutzen, Notwendigkeit und Hindernisse

Title: Evaluation in der Entwicklungszusammenarbeit. Nutzen, Notwendigkeit und Hindernisse

Elaboration , 2016 , 17 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Michael Meister (Author)

Politics - Other International Politics Topics
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In der hier vorliegenden Arbeit definiert der Verfasser zu Beginn den Begriff der Evaluation. Diese Arbeit wurde mittels Literaturrecherche erstellt. Als wichtige Quelle stellte sich der Internetauftritt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung heraus. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass diese Internetpräsenz der Öffentlichkeitsarbeit des Ministeriums dient. Im Weiteren erfolgt eine gekürzte historische Betrachtung der Evaluationsbemühungen der OECD-Staaten mit dem Hauptaugenmerk auf die Jahre nach 2000.

Ein weiterer Fokus der vorliegenden Arbeit liegt auf der Evaluationsarbeit des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Weiterhin wird überprüft welche Evaluationsstandards anerkannt sind beziehungsweise (bzw.) genutzt werden. Im abschließenden Teil wird die Evaluation in der deutschen EZ beleuchtet und der Nutzen, aber auch die Hurden und mögliche Gegenargumente von Evaluation in der Entwicklungszusammenarbeit aufgezeigt.

Im Januar 2016 erreichte eine vom Spiegel veröffentlichte Meldung die Öffentlichkeit, die einige Probleme der Entwicklungszusammenarbeit (EZ) aufzeigte. Von 30 Milliar-den Euro, die durch die EU für Projekte ausgeben wurden, konnte nur die Hälfte der Summe ziel- und zweckgerichtet ausgeben werden. Die andere Hälfte der Hilfsgelder trägt demzufolge nicht dazu bei, den geplanten Projekterfolg zu realisieren.

Um die Gelder der EZ zielgerichteter einzusetzen und auch die Wirkung und die Nachhaltigkeit zu messen, kann es sinnvoll sein, Projekte und Maßnahmen zu evaluieren, um somit bei Bedarf nach- oder gegenzusteuern. Dadurch können die gewonnen Erfahrungen in zukünftige Projekte und Maßnahmen einfließen und Gelder streichen zielgerichteter eingesetzt werden.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Vorgehensweise

3 Definition Evaluation

4 Evaluationsbemühungen in der Entwicklungszusammenarbeit

4.1 Der Monterrey-Konsensus

4.2 Erklärung von Paris über die Wirksamkeit der Entwicklungszusammenarbeit

4.3 Aktionsplan von Accra (2008)

5 Evaluation im BMZ

5.1 Aufgaben der Evaluation im BMZ

5.2 Das Deutsche Evaluierungsinstitut der Entwicklungszusammenarbeit

5.3 Methoden und Standards

6 Evaluationsstandards

6.1 DAC-Kriterien

6.2 DeGEval-Standards

6.3 Zusammenfassung

7 Evaluation in der deutschen EZ

8 Nutzen, Notwendigkeit und Hindernisse von Evaluationen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung von Evaluationen innerhalb der Entwicklungszusammenarbeit (EZ), um deren Notwendigkeit zur Sicherung der Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Projekten zu verdeutlichen, und analysiert dabei kritisch die bestehenden Standards, institutionellen Strukturen und praktischen Hindernisse.

  • Historische Entwicklung und Kontext von Evaluationsbemühungen der OECD.
  • Rolle und Aufgaben des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ).
  • Analyse anerkannter Evaluationsstandards (DAC-Kriterien und DeGEval).
  • Überprüfung der Evaluationspraxis in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.
  • Nutzen und Hürden bei der Implementierung von Evaluationssystemen.

Auszug aus dem Buch

4 Evaluationsbemühungen in der Entwicklungszusammenarbeit

Das Messen von Auswirkungen von Bemühungen in der Entwicklungszusammenarbeit hat eine lange Tradition (vgl. Borrmann & Stockmann 2009, S.6-7). Mit der Verabschiedung der Millennium Development Goals im Jahr 2000 durch die Vereinten Nationen und den daraus resultierenden Foren und Agenden wuchs der Druck, die Erfolge in der Armutsbekämpfung mess- und darstellbar zu gestalten (vgl. ebd., S.17-18). Bis zur Jahrtausendwende lag der Schwerpunkt der vorhandenen Evaluationsbemühungen meist in den Durchführungsmodalitäten der Projekte. Hierbei lag der Fokus vor allem auf einer technischen „Soll-Ist“-Analyse der geförderten EZ Programme. Kurz vor dem Jahr 2000 fand ein Umdenken in den Geberländern statt, da festgestellt wurde, dass die globale Armutsbekämpfung kaum Erfolge erzielte. Durch die internationale Staatengemeinschaft wurden hierfür folgende Ursachen identifiziert.

• „Bilateralismus: fehlende Koordination der Geberprogramme sowie mangelnde individuelle Absprachen mit Partnerregierungen führen zu massiven EZ-internen Kohärenzproblemen.

• Defizite im Politikdialog: die Prioritäten werden den Partnerregierungen aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen zu stark diktiert, der Politikdialog ist asymmetrisch.

• Kohärenzmanagement: dem sinnvollen Verbund von humanitären Aktionen, EZ Programmen, Wirtschaftshilfen und Möglichkeiten zur Teilhabe am globalen Markt wurde zu wenig Beachtung geschenkt.

• Fehlende Entwicklungsfinanzierung: nachhaltige, globale Verbesserungen und der Abbau des Nord-Süd Gefälles können mit bestehenden Mitteln nicht erreicht werden; signifikant mehr Mittel müssen zur Verfügung stehen.

• Fehlende globale Initiativen: um die dringendsten Probleme – im Sinne der schnellen Beseitigung der wichtigsten entwicklungshemmenden Faktoren – anzugehen, braucht es ‚fast track‘ Prozesse mit genügend hohen Budgets.“ (Borrmann & Stockmann 2009, S.34-35)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Diese Einführung thematisiert die Notwendigkeit von Evaluationen in der Entwicklungszusammenarbeit, um Gelder zielgerichteter einzusetzen und die Wirkung von Maßnahmen besser messen zu können.

2 Vorgehensweise: Das Kapitel erläutert die methodische Herangehensweise der Arbeit durch Literaturrecherche und beschreibt den Aufbau von der Definition bis hin zur Analyse der Evaluationspraxis.

3 Definition Evaluation: Hier wird der Evaluationsbegriff basierend auf der Definition der DeGEval als systematische Untersuchung des Nutzens oder Wertes eines Gegenstandes dargelegt.

4 Evaluationsbemühungen in der Entwicklungszusammenarbeit: Es wird die historische Entwicklung seit dem Jahr 2000 betrachtet, wobei wegweisende Konferenzen und Initiativen wie der Monterrey-Konsensus und die Erklärung von Paris analysiert werden.

5 Evaluation im BMZ: Dieses Kapitel beschreibt die Aufgaben des Bundesministeriums, die Rolle des Deutschen Evaluierungsinstituts (DEval) sowie die methodischen Grundlagen der Evaluationsarbeit.

6 Evaluationsstandards: Der Fokus liegt auf der Analyse und dem Vergleich anerkannter Standards, insbesondere der DAC-Kriterien der OECD und der Standards der DeGEval.

7 Evaluation in der deutschen EZ: Hier wird die praktische Umsetzung von Evaluationen in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit sowie die Rolle der Metaevaluation bei der Optimierung von Strukturen untersucht.

8 Nutzen, Notwendigkeit und Hindernisse von Evaluationen: Den Abschluss bildet eine Reflexion über die positiven Effekte von Evaluationen sowie die Herausforderungen, insbesondere für kleinere Organisationen.

Schlüsselwörter

Entwicklungszusammenarbeit, Evaluation, Wirksamkeit, Nachhaltigkeit, BMZ, DAC-Kriterien, DeGEval, Wirkungsanalyse, Armutsbekämpfung, Transparenz, Entwicklungspolitik, Metaevaluation, Qualitätssicherung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung, der Notwendigkeit und den Herausforderungen von Evaluationen in der Entwicklungszusammenarbeit (EZ), um deren Effektivität zu steigern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die historische Entwicklung der internationalen Evaluationsbemühungen, die Standards für Evaluationen sowie deren praktische Anwendung durch deutsche Akteure wie das BMZ und das DEval.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Evaluationen als Instrument zur Qualitätssicherung und Prozessoptimierung genutzt werden können, um eine zielgerichtete Verwendung von Hilfsgeldern zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche, die Informationen aus Ministeriumsunterlagen, internationalen Abkommen und Fachliteratur auswertet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Analyse der internationalen Standards, eine detaillierte Betrachtung der Strukturen und Methoden des BMZ und eine Evaluierung der aktuellen Praxis in der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Wirkungsanalyse, DAC-Kriterien, Good Governance, Transparenz und Nachhaltigkeit im Kontext der EZ-Projektarbeit.

Wie unterscheidet sich die Rolle von BMZ und DEval bei Evaluationen?

Das BMZ übernimmt die Koordination, Steuerung und das Erstellen von Leitlinien, während das DEval als unabhängiges Institut für Erfolgsbeurteilungen sowie die methodische Weiterentwicklung zuständig ist.

Welche Herausforderungen ergeben sich für kleine Organisationen bei der Evaluation?

Kleinere Organisationen könnten aufgrund begrenzter finanzieller Ressourcen und fehlender technischer Ausstattung Schwierigkeiten haben, verpflichtende und qualitativ hochwertige Evaluationen eigenständig durchzuführen.

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Details

Title
Evaluation in der Entwicklungszusammenarbeit. Nutzen, Notwendigkeit und Hindernisse
College
Akkon-Hochschule für Humanwissenschaften  (Internationale Not- und Katastrophenhilfe)
Course
Entwicklungspolitik und Entwicklungszusammenarbeit
Grade
1,7
Author
Michael Meister (Author)
Publication Year
2016
Pages
17
Catalog Number
V318270
ISBN (eBook)
9783668220423
ISBN (Book)
9783668220430
Language
German
Tags
EZ Entwicklungszusammenarbeit BMZ Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Evaluation Evaluierung Wirksamkeit Wirksamkeit von Hilfsmaßnahmen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Michael Meister (Author), 2016, Evaluation in der Entwicklungszusammenarbeit. Nutzen, Notwendigkeit und Hindernisse, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318270
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