"Les Raisins de la galère" von Tahar Ben Jelloun im Französischunterricht


Masterarbeit, 2015
71 Seiten, Note: 2,3
Anonym

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Autor: Tahar Ben Jelloun und der maghrebinische Roman
2.1 Die algerisch-französische Beziehung
2.2 Die literarische Umsetzung der Situation der maghrebinischen Einwanderer _
2.2.1 Die Erzählweise von Les Raisins de la galère
2.2.2 Immigration und Probleme der Integration
2.2.3 Die Konfrontation mit Rassismus
2.2.4 Das Leben in der banlieue
2.2.5 Die Frage nach der eigenen Identität

3. Das didaktische Potenzial von Les Raisins de la galère 42 3.1. Herausforderungen für den Unterricht
3.2 Kompetenzen und Chancen
3.3 Konkrete Unterrichtsmodelle
3.3.1 Unterrichtsmodell Izuracisme
3.3.2 Unterrichtsmodell II zu intégration
3.3.3 Unterrichtsmodell III zu la vie en banlieue
3.3.4 Unterrichtsmodell IV zu l’identité de la deuxième génération
3.3.5 Unterrichtsmodell V zur Landeskunde Frankreichs

4. Schlussteil

5. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Die vorliegende Masterarbeit mit dem Titel ,rLes Raisins de la galère von Tahar Ben Jelloun im Französischunterricht“ befasst sich mit der 1996 erschienenen Erzählung Les Raisins de la galère des französisch-marokkanischen Schriftstellers und Psychotherapeuten Tahar Ben Jelloun, der heute unumstritten und wohlverdient zu den bedeutendsten Vertretern der französischen Literatur aus dem Maghreb zählt. In der Erzählung schildert der Autor die Situation der génération beur aus der Perspektive der in Frankreich geborenen Algerierin Nadia. Ben Jelloun entführt den Leser hierbei in die Banlieue von Paris und thematisiert den Kampf derjungen Nadia um Ansehen innerhalb der rigiden französischen Gesellschaft.

Es handelt sich bei dem Werk um das Genre der französischsprachigen Jugendliteratur, das oftmals in den deutschen Klassen der gymnasialen Oberstufe zum Einsatz kommt. Die Erzählung sollte aber aufgrund dieser Tatsache nicht unterschätzt werden: Hinter der Fassade der Jugendliteratur verbergen sich hochinteressante und gesellschaftlich relevante Themen. Ben Jelloun literarisiert in seinem Werk die Problematik der Immigration, die Konfrontation mit Rassismus und Fremdenfeindlichkeit ebenso wie die Suche nach der eigenen Identität, die viele seiner Werke prägt.

Der Aufbau der vorliegenden Arbeit ist zum Aufzeigen des roten Fadens wie folgt gegliedert: Kapitel 2 befasst sich zunächst mit der Analyse von Les Raisins de la galère. Erst einmal wird dazu der marokkanische Autor Tahar Ben Jelloun vorgestellt und allgemein etwas zum maghrebinischen Roman in französischer Sprache angemerkt. Im Anschluss daran wird der historische Kontext aufgearbeitet, da sich die Erzählung in einem ganz spezifischen Rahmen abspielt.

Anschließend wird das Werk entlang der zentralen Fragestellung analysiert, wie der Autor die Situation der aus dem Maghreb stammenden Immigranten in Frankreich literarisch verarbeitet hat. Es gilt die Frage zu beantworten, wie sich Ben Jellouns mit der Migration verbundenen Erlebnisse und Sichtweisen in der Erzählung, sowohl als inhaltliches als auch ästhetisches Programm niederschlagen. Dabei wird insbesondere auf die Themen der Immigration und Integration in Frankreich, die Suche nach der eigenen Identität der génération beur, sowie die Konfrontation mit dem Rassismus eingegangen.

In einer Zeit, in der die Menschen augenscheinlich seltener lesen, ist es von großer Bedeutung, dass die Behandlung literarischer Texte im Unterricht nicht zu kurz kommt. In heutigen Klassen kann oftmals beobachtet werden, dass bei der Vorstellung neuer literarischer Werke durch die Lehrerin oder den Lehrer alleine dies schon für einen Großteil der Schülerinnen und Schüler eine Hemmschwelle darzustellen scheint. Hier wird von Seiten der Schülerinnen und Schüler oftmals das Argument vorgetragen, dass diese Werke zu lebensfremd, zu intellektuell, teilweise zu veraltet oder auch sprachlich sowie inhaltlich zu schwierig seien.

Vor diesem Hintergrund werden manche Werke von den Lehrerinnen und Lehrern gar nicht erst in den Unterricht eingeflochten, um die Schülerinnen und Schüler nicht zu demotivieren. Aber es sind nicht nur die Kinder, die sich über den Stellenwert der Literatur uneinig sind, sondern selbst die Didaktiker nehmen im Hinblick auf den Einsatz von Literatur im Unterricht verschiedene Positionen ein: Das Problem spitzt sich zusätzlich dann zu, wenn fremdsprachige Literatur behandelt werden soll. Es lässt sich schlussfolgern, dass Schülerinnen und Schüler, die bereits mit deutschen Klassikern Schwierigkeiten zu haben scheinen, nur sehr schwierig zu motivieren sind, literarische Texte in nicht-deutscher Sprache durchzunehmen.

Das Lesen von Büchern trägt bekanntermaßen zur Verbesserung des Allgemeinwissens bei und es wird in unserer heutigen Gesellschaft durchaus wertgeschätzt; jedoch reicht dieses Argument nicht aus, um die Behandlung von literarischen Texten im Fremdsprachenunterricht zu legitimieren. Folglich ist es entscheidend, dass nicht nur literarische Texte im Unterricht behandelt werden, sondern sich auch der Frage gewidmet wird, was die Beschäftigung mit literarischen Texten den Sprachlernern mit auf den Weg geben soll bzw. welche Kompetenzen hierdurch von ihnen erworben werden sollen.

Somit wird sich der dritte Teil damit auseinandersetzen, wie die Erzählung im Schulunterricht eingesetzt werden kann. Kapitel 3 wird somit zunächst das didaktische Potenzial von Les Raisins de la galère darlegen. Es wird diskutiert, inwiefern sich der ausgewählte Lerngegenstand für den Einsatz im Fremdsprachenunterricht eignet und welche Chancen und Kompetenzen durch die Lektüre der Erzählung gefördert werden. Es wird auch untersucht, welche Herausforderungen und Schwierigkeiten daraus für den Unterricht resultieren können.

Nachdem das didaktische Potenzial von Les Raisins de la galère analysiert wurde, werden anhand ausgesuchter Textausschnitte und der dazugehörigen Aufgaben erörtert, auf welche Weise die didaktischen Überlegungen im Unterricht realisiert werden können. Abgerundet wird diese Arbeit mit einem kurzen Fazit.

2. Der Autor: Tahar Ben Jelloun und der maghrebinische Roman

Der aus einfachen Verhältnissen stammende Tahar Ben Jelloun wurde am 1. Dezember 1944 in Fès geboren. Nach einiger Zeit in Fès zog seine Familie nach Tanger1. Ben Jelloun besuchte dort zunächst eine französisch-marokkanische Grundschule und anschließend ein französisches Lycée.

Im Jahr 1963 nahm er das Studium der Philosophie in Rabat auf. Noch im selben Jahr habe er sich auch an der Filmhochschule einschreiben wollen, doch Freunde hätten ihm von „seinem Jugendtraum, Regisseur zu werden“, abgeraten2. Spiller zufolge erklärt sein besonderes Interesse an Filmen die ausgeprägte visuelle Dimension seiner literarischen Texte.

Neben Autoren wie Mohammed Khaïr-Eddine, Abdelkébir Khatibi und Abdellatif Laäbi gehört Ben Jelloun zu den Schriftstellern, die zwischen 1966 und 1972 an der Redaktion der kulturpolitischen Zeitschrift Soufflés mitwirkten, die sowohl journalistische, essayistische als auch lyrische Texte enthielt. Sein erstes Gedicht mit dem Titel L’aube des dalles wurde in Soufflés veröffentlicht. Nach Angaben von Susanne Heiler sind die frühen Gedichte von Ben Jelloun stark „politisch engagiert“, denn gemäß der Programmatik von Soufflés sah er sich dazu berufen, „zur Entwicklung der neuen postkolonialen nationalen Identität beizutragen“3.

Das Hauptanliegen der Zeitschrift war somit nicht nur die Publikation von politischen Manifesten, in denen das bestehende System hinterfragt wurde, oder Gesellschaftsanalysen, sondern auch das Verfassen von Gedichten erhielt einen festen Platz4.

Während des Studiums gehörte Ben Jelloun einer linken oppositionellen Gruppierung an. Spiller zufolge war sein Engagement nun nicht mehr parteipolitischer Art, „sondern auf Wahrung der Rechte und Würde des Menschen bedacht“5, was wiederum in seinen Romanen nachvollzogen werden kann. Darin spielt die Politik - wenn überhaupt - nur eine Nebenrolle, denn viele seiner Texte handeln von Menschen, die auf der Suche nach ihrer Identität sind. Ben Jelloun würde das Schreiben, so Jamin-Mehl, zur Selbstanalyse dienen, denn er unternehme mit dem Schreiben den Versuch, „im Namen des Volkes Zeugnis abzulegen und den sonst Sprachlosen [...] als eine Art öffentlicher Schreiber eine Stimme zu verleihen“6.

Demnach würde er „den eigenen Hang, das wirkliche Leben in die Welt der Worte zu verlagern“, seine Romanfiguren nachempfinden lassen und in diesem Sinne nutze Ben Jelloun „das mehrfach verarbeitete Doppelgängermotiv“ dazu, um in seinen Romanen „die eigene sprachliche und kulturelle Bipolarität zu spiegeln“7.

Tatsächlich übernehmen seine Schriften eine bezeugende Funktion, denn zahlreiche seiner Werke lassen sich wie ein Zeugnis über die Situation der nordafrikanischen Einwanderer lesen, einschließlich detailgetreuer Abbildung der traditionell-islamisch maghrebinischen Gesellschaft. Als weitere Beispiele für diese Aussage dienen der 1985 erschienene RomanL’enfantsable, in dem die Eltern unter dem sozialen Druck ihre achte Tochter als einen Jungen ausgeben8, oder auch der 1991 veröffentlichte Roman Les yeux baissés, in dem Ben Jelloun aus der Ich-Perspektive erzählt: Es ist die Geschichte eines jungen Mädchens, das seine Kindheit in einem marokkanischen Dorf verbringt und später nach Frankreich emigriert, wo es zunächst einen Kulturkonflikt erleidet, aber dennoch zielstrebig am sozialen Aufstieg arbeitet. Auch in Les Raisins de la galère, dem zentralen Gegenstand dieser Arbeit, nimmt Ben Jelloun die Perspektive eines Mädchen ein, worauf aber noch in den nächsten Kapiteln im Detail eingegangen wird.

Nach seinem Abschluss unterrichtete er zwei Jahre lang Philosophie in Marokko. Auf seiner Homepage schreibt Ben Jelloun, dass 1971 der Philosophieunterricht arabisiert wurde, weshalb er damals beschlossen habe, nach Frankreich auszuwandem9. In Paris begann er zunächst an der Universität Nanterre das Studium der Soziologie (1971-1972). Anschließend studierte er bis zur Promotion (1972­1975) Sozialpsychiatrie10. 1975 thematisierte er in seiner Dissertation mit dem Titel Misère sexuelle d’émigrés nord-africains. Présentation de vingt-sept cas d’impuissance sexuelle die Potenzstörungen von nordafrikanischen Patienten, deren Ursache er insbesondere auf die Ausbeutung der Arbeitskräfte zurückführt11. Diese Dissertation erschien später in einer überarbeiteten Version unter dem Titel La plus haute des solitudes.

Im Jahre 1972 publizierte Ben Jelloun, der bereits in jungen Jahren als äußerst begabt galt und Gedichte verfasste, ferner seinen ersten Artikel für die französische Tageszeitung Le Monde. Ein Jahr später kommt sein erster Roman Harrouda auf den Markt. Es folgten zahlreiche andere Romane.

Ben Jelloun ist nicht, wie etwa die Protagonistin von Les Raisins de la galère, in Frankreich geboren, sondern kam erst mit Mitte 20 hierher. Dort angekommen, fing er an, sich mit dem Leben der maghrebinischen Arbeitsemigranten zu befassen, und zeigte eine große Anteilnahme an der Verbesserung ihrer Lebensumstände:

„Dem entsprechend vertritt er [Tahar Ben Jelloun] die konkreten Anliegen der Immigranten, er bekämpft die Folgeerscheinungen der modernen Migration: Armut, Rassismus, Entwurzelung, Diskriminierung und Marginalisierung in den Zentren der ehemaligen Kolonialmacht.“12

Im Jahr 1978 erhielt Ben Jelloun für seinen Roman La nuit sacrée den Preis Prix Goncourt, womit er sein schriftstellerisches Talent eindeutig unter Beweis stellte. Schließlich ist der Literaturpreis Prix Goncourt die „höchste und begehrteste, weil lukrativste Auszeichnung“, die erstmals im Jahre 1903 verliehen wurde13. Für Spiller ist diese literarische Auszeichnung eines marokkanischen Einwanderers „in einer Zeit heftiger Spannungen zwischen Franzosen und Einwanderern“ wie „ein Schlag gegen die rassistischen Hetzparolen der von Le Pen geführten Rechtsextremisten“14. Auch Ben Jellouns Veröffentlichung Le racisme expliquée à ma fille (1998) wurde mit dem Globe Tolerance Award der UNO und dem Preis der Künstler für den Frieden ausgezeichnet15.

In Bezug auf seinen Roman Les Raisins de la galère ist zu erwähnen, dass Ben Jelloun die „Diskrepanz von Gutwilligkeitsbekundungen und politische Realität, die sich beispielweise darin äußere, dass die Verfechter der Frankophonie aus Afrika oder Asien, die porteurs de la valise francophone, oft kein Einreisevisum für Frankreich bekommen“, kritisiert und er fordert, dass die Frankophonie-Politik sich sowohl mit den Problemen der Immigration als auch des Rassismus' befassen müsse16. Für ihn ist die Abschaffung der sozialen Ungleichheit unabdingbar. Insbesondere in Les Raisins de la galère greift er die Immigrationsproblematik, die Konfrontation mit rassistischen Akten wie auch soziale Ungleichheiten auf, worauf im Laufe der Arbeit näher eingegangen wird.

Ausgehend von seiner Biografie kann festgehalten werden, dass er durch den Besuch einer französisch-marokkanischen Grundschule und eines französischen Lycée die französische Sprache verinnerlicht hat und somit bereits in sehr jungen Jahren mit der französischen Kultur und Literatur in Kontakt gekommen ist. Dadurch hat er relativ früh das Schreiben für sich entdeckt.

Ebenfalls sind die Einflüsse seines Studiums der Philosophie und Sozialpsychiatrie deutlich in seinen Werken wiederzufinden. Die Tatsache, dass diese ausgezeichnet und in zahlreiche andere Sprachen übersetzt wurden, spricht für ihre literarische Qualität. Infolge der Emigration nach Paris begann Ben Jelloun damit, sich für das Leben der Arbeitermigranten zu interessieren und wurde in einer gewissen Art und Weise zu deren Sprachrohr.

Im Fall von Ben Jelloun lässt sich die Wahl des Französischen mit dem Besuch einer französisch-marokkanische Grundschule und anschließend eines französischen Lycée sowie der daraus hergeleiteten Vermutung begründen, dass er das Französische wohl besser beherrscht. So wird interessanterweise angemerkt, dass aus Ben Jellouns früheren literarischen Werken immer wieder „tiefe Schuldgefühle sowie das Bedürfnis, sich als französischsprachiger Schriftsteller zu rechtfertigen“, herausgelesen werden könne; dass er sogar „die Vergebung seines Volkes für diesen Verrat zu erbitten“ versuche17.

Aus diesem Grund lege der Autor einen enormen Wert darauf, „sich möglichst stark zu identifizieren mit all jenen, in deren Namen er das Wort ergreift“. So komponiere er auch mit den dreizehnhundert kleinen Schuhputzern aus dem Gedicht L’aube des dalles, jedoch wird in der Fachliteratur ebenso angemerkt, dass in seinen späteren Romanen die „Gesten der Legitimation“ ausblieben18. Dass sich Ben Jelloun in seinen späteren Romanen für seine literarischen Schriften in der französischen Sprache nicht mehr rechtfertigt, impliziert keineswegs, dass Ben Jelloun aufgehört habe, seinen Werken eine bezeugende Funktion zu verleihen, denn diese ist in vielen seiner Werke allgegenwärtig.

Nach Wolfgang Asholt herrscht neben der sprachlichen Vielfalt im Maghreb auch eine „maghrebinisch geprägte, zweisprachige Kultur“ - und auf eben diesen interkulturellen Charakter würden Autoren wie Ben Jelloun hinweisen, was im Weiteren ebenfalls am Beispiel von Les Raisins de la galère gezeigt wird19.

2.1 Die algerisch-französische Beziehung

Dieses Kapitel wird den Fokus auf die algerisch-französische Beziehung in Hinblick auf den historischen Kontext richten. Die Protagonistin der zu untersuchenden Erzählung ist die Tochter eines aus der Region Kabyle stammenden Algeriers, der 1961 nach Frankreich kam und die Stelle seines krank gewordenen Vaters bei dem Automobilhersteller Renault übernahm. Dies verdeutlicht, dass die Handlung Bezug nimmt zum real existierenden geschichtlichen Hintergrund, was weiter dadurch verstärkt wird, dass viele Bezüge zu Algerien verwendet werden. Von daher ist es essentiell für das Verständnis des Textes, die Geschichte der algerisch-französischen Beziehung einmal aufzuarbeiten. Somit wird sich dieses Kapitel insbesondere mit der kolonialen Besetzung Algeriens durch Frankreich und mit Frankreich als Einwanderungsland befassen. Diese Aufarbeitung ist wichtig, da das Werk in Hinblick auf die Landeskunde Frankreichs sehr wissenswerte Informationen vermittelt, worauf in Kapitel 3 eingegangen wird.

Die algerisch-französische Beziehung ist tief geprägt durch die 130 Jahre währende Kolonialherrschaft: Am 5. Juli 1830 besiegte die französische Armee die Streitkräfte des osmanischen Anführers Hussein Dey. Durch die Besatzung der Hauptstadt des nordafrikanischen Landes Algier, Oran und Bòne, die sich schnell ausdehnte, nahm die Geschichte ihren Lauf20: Aufgrund von Widerständen gegen die französische Herrschaft durch Einheimische unter der Führung des Freiheitskämpfers Abd el­Kader konnte die Eroberung erst Mitte des 19. Jahrhunderts abgeschlossen werden21.

Auf die Widerstände reagierte die Kolonialmacht Frankreich mit einer, wie es Fabian Klose formuliert, „immer grausameren Eroberungspolitik, die den Charakter eines Vernichtungsfeldzugs gegen die arabische Bevölkerung annahm“, die ihren Höhepunkt in dem „Erstickungstod von 500 Arabern 1845 in den Grotten von Dahra“ fand22.

Im Anschluss daran wurde ab 1846/47 mit der „Enteignung des Landbesitzes der altansässigen Bevölkerung“ begonnen, wobei die Algerier „in die Steppe, in die Wüste oder allgemein in die unfruchtbarsten Landstriche abgedrängt werden“ sollten23. Bernhard Schmid spricht in diesem Kontext davon, dass im Jahre 1848 ein „offizieller Verwendungszweck“ für Algerien gefunden wurde, denn das Land sollte als „Verbannungsort sowie als Siedlungsplatz für die in Frankreich überschüssige Bevölkerung“ fungieren. Infolgedessen wurden nach der „Schließung der [nationalen] Werkstätte“ - eine Maßnahme der Arbeitsbeschaffung für Arbeitslose - 20.000 Pariser nach Algerien geschickt24.

Im selben Zeitraum fandjedoch eine freiwillige Einwanderung statt: Algerien wurde, so Susanne Heiler in „Der maghrebinische Roman“, als „multikulturelle Siedlungskolonie für Immigranten aus unterschiedlichen Ländern geöffnet“, was mit dem Ziel geschah, „die einheimische Bevölkerung durch eine möglichst große Anzahl von Kolonisten“ unter Kontrolle zu halten25. Zum größten Teil handelte es sich bei den Immigranten um Spanier, Italiener und Malteser. 1848 wurde Algerien offiziell als französisches Territorium deklariert.

1870 trat das Gesetz Décret Crémieux ein, was darauf abzielte, den 37.000 in Algerien lebenden Juden die französische Staatsbürgerschaft zu verleihen. Hierbei sollte betont werden, dass es sich bei diesen Juden um Alteingesessene und nicht um Eingewanderte handelte. Aus diesem Prozess heraus wurde ferner allen europäischen Siedlern nicht-französischer Herkunft eine Annahme der französischen Staatsbürgerschaft garantiert26.

In der Konsequenz davon wurde die Einbürgerung ab 1889 automatisch vollzogen. Allein den arabischen und berberischen Bewohnern des Landes, die 90 % der Bevölkerung stellten, wurden sämtliche Rechten vorenthalten27 28. „Staatsbürgerliche Rechte“, so Schmid, besaßen nur die Christen, ab 1870 auch Juden und nur eine winzige Minderheit unter den Moslems. In dem Werk „Histoire de l’Algérie à la période coloniale (1830-1962)“ sprechen die Historiker davon, dass zwischen 1871 und 1881 Tausende von Aufständischen gegen die französische Kolonialmacht rebelliert haben und die Unterdrückungsmaßnahmen der Kolonialmacht sehr hart waren .

1881 wurde zusätzlich der Code de l’indigénat verabschiedet, womit Muslime zu Bürgern zweiter Klasse wurden. Fabian Klose schreibt in seinem Buch „Menschenrechte im Schatten kolonialer Gewalt“ zum Code de l’indigénat, dass es sich dabei um ein willkürliches „Eingeborenenstrafrecht“ handelte, „das unter anderem körperliche Züchtigung, Zwangsarbeit, Kollektivstrafe und Konfiszierung von Besitz vorsah“, „ein zentrales Instrument der kolonialen Kontrolle“ war und weiterhin für die „autochthone[...] Bevölkerung zum Symbol für die ungerechte Fremdherrschaft“ wurde29. Des Weiteren berichtet er, dass die Araber in „allen Gesellschaftsbereichen wie etwa dem Rechts- und Steuersystem, bei der Einkommensverteilung, der Berufsverteilung, der Bildung und der medizinischen Versorgung extrem benachteiligt wurden“.

Im Jahr 1908 wurde auch die Atlantikküste Marokkos durch Frankreich erobert. Noch im selben Jahr wurde „eine Form von Wehrpflicht“ „für die arabischen und berberischen Einwohner der Algérie Française“ eingeführt, was bedeutete, dass zwischen 5 und 10 % eines Jahrgangs durch Losziehung zum Dienst ausgewählt wurden30. Das Resultat davon sah so aus, dass mit dem Eintritt Frankreichs in den Ersten Weltkrieg 155.000 europäische und 173.000 arabische bzw. berberische Wehrpflichtige an die Front in Europa zogen.

Die Rassendiskriminierung beschränkte sich allerdings nicht ausschließlich auf Algerien: Algerier, die nach dem Ersten Weltkrieg in Frankreich blieben und Arbeitsplätze in der Industrie besetzten, so Schmied, wurden ebenfalls „mit massivem Rassismus“ konfrontiert31. Gemäß Klose äußerte sich der arabische Widerstand gegen die Diskriminierung „nicht nur in einer Reihe von Unruhen und Streiks“, sondern vor allem auch in der „Entstehung des algerischen Nationalismus“, der sich in verschiedenen Strömungen manifestierte, wie z. B. die aus den „Koranschulen hervorgegangene religiöse Vereinigung der Ulema d’Algérie“, die wiederum zu einer Restauration der islamischen Gesellschaft strebte und zum Gegner der Assimilation emporstieg32.

Demnach lehnte auch Ahmed Messali Hadj, seines Zeichens Mitbegründer der ersten algerischen Partei Etoile Nord-Africaine und radikaler Vertreter des Nationalismus', außerdem Vorsitzender der 1937 gegründeten Parti du Peuple Algérien (PPA), „eine Annäherung an Frankreich“ ab und forderte stattdessen die „sofortige Unabhängigkeit von der französischen Kolonialherrschaft“.

Mit Ausbruch des Zweiten Weltkrieges fand eine Verschlechterung der Situation der Araber statt, die sich, so Klose, auf „die Ernteausfälle zwischen 1940 und 1942, Einschränkungen in der gesamten Lebensmittelversorgung, den Ausbruch einer Typhusepidemie und die reaktionäre Haltung des Pétain-Regimes“33 zurückführen lässt.

Der algerische Politiker Ferhat Abbas, der lange Zeit als Vertreter der Assimilierungspolitik galt und die Zukunft Algeriens an Frankreichs Seite sah, änderte mit Ausbruch des Zweiten Weltkriegs seine Sichtweise: Der Politiker gelangte nunmehr zu der Einsicht, dass „Gleichberechtigung und Mitbestimmung nicht unter französischer Herrschaft zu erreichen waren“. Aufbauend auf dieser Einsicht verfasste er das Manifeste du Peuple Algérien, in dem er Reformen und die Unabhängigkeit Algeriens forderte sowie die Parti des amis du Manifeste et de la liberté gründete, die das Ziel der Bildung einer „Koalition aller algerischen Nationalisten für den gemeinsamen Kampf“ verfolgte34.

Klose vertritt die Auffassung, dass Frankreich sich zwar offiziell zu Reformen bereitwillig zeigte, in Wirklichkeit aber die „Bekämpfung der algerischen Nationalbewegung“ plante, um die französische Herrschaft in Nordafrika erneut zu festigen35. Die Folge der Aufstände und der vehementen Forderungen nach Unabhängigkeit war das Massaker von Sétif im Jahre 1945, bei dem die Unruhen brutal niedergeschlagen wurden und viele menschliche Verluste zu beklagen waren.

1947 wurde die Abgeordnetenversammlung eingeführt, die sich im Gegensatz zu früheren Zeiten zur Hälfte aus Franzosen und Algeriern zusammensetzte. Dieses Entgegenkommen konnte jedoch nicht den Ausbruch des Unabhängigkeitskriegs verhindern. Am 1. November 1954 brach der sogenannte Algerienkrieg unter der Führung der Partei Front de libération nationale (FLN) aus und war charakterisiert von zahlreichen Anschlägen36. Die französische Regierung steigerte daraufhin die Anzahl der französischen Wehrpflichtigen: „Da die Sicherheitslage in der Stadt immer stärker außer Kontrolle zu geraten drohte“, so Klose weiter, entschied Generalgouverneur Robert Lacoste, „die Armee zur Hilfe zu holen“. Damit übernahm General Jacques Massu das Kommando über Algier37.

Demnach wurde erstmals die französische Doktrin, eine Sammlung von Methoden, angewandt, um jegliche Widerstandsbewegungen niederzumetzeln. Die FLN wurde zwar vernichtet, doch es konnte nicht geheim gehalten werden, dass viele Menschen unter Folter starben. So bildete sich die öffentliche Meinung einer schmutzigen Kriegsführung: „sale guerre“38. Am 3. Juli 1962, nach ganzen 132 Jahren Kolonialherrschaft, wurde die Unabhängigkeit Algeriens deklariert.

Nachdem die französische Kolonialherrschaft in Algerien erläutert wurde, wird nun ein Blick in die Geschichte der Einwanderung in Frankreich geworfen: Frankreich weist seit dem frühen 19. Jahrhundert eine lange Zuwanderungsgeschichte auf. Im Laufe der Industrialisierungs- und später auch während der Modernisierungsprozesse nahm Frankreich mehrere Millionen Menschen auf, was dazu führte, dass heute viele Menschen mit ausländischer Abstammung in Frankreich leben.

Nach der Einschätzung von Roland Höhne könne die Einwanderung nach Frankreich in drei „große Wellen“ eingeteilt werden: „in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, in der Zwischenkriegszeit und nach dem zweiten Weltkrieg“39. Im Zuge des Industrialisierungsprozesses litt Frankreich aufgrund eines Bevölkerungsrückganges an einem Mangel an Arbeitskräften, was es unvermeidlich machte, dass Arbeitskräfte aus anderen Ländern angeworben werden mussten. Die ersten Immigranten kamen aus den Nachbarländern wie zum Beispiel der Schweiz, Italien, Belgien, Spanien und auch Deutschland40.

Höhne führt aus, dass während des Ersten Weltkrieges zum ersten Mal gezielt Arbeitskräfte in den französischen Kolonien angeworben wurden. Insgesamt kamen in dieser Periode ca. 220.000 Arbeitskräfte, insbesondere aus Nord- und Schwarzafrika, nach Frankreich41.

In den 1960er Jahren verstärkte sich gerade die Einwanderung aus dem frankophonen Nord- und Schwarzafrika“, „als der Arbeitskräftebedarf infolge der forcierten Industrialisierung und Modernisierung der französischen Wirtschaft rasch stieg“42. Unter den Immigranten befanden sich auch politische Flüchtlinge wie die sogenannten Harkis, die während des Algerienkriegs mit der französischen Armee kollaboriert hatten und nach der Unabhängigkeit Algeriens zur Emigration gezwungen waren. 1974 beschloss Frankreich zwar, seine Anwerbeprogramme für ausländische Arbeitskräfte einzustellen, jedoch traten an die Stelle der regulären

Arbeitsimmigration - so die Einschätzung von Höhne - lediglich andere Formen der Zuwanderung, wie z.B. die illegale Einwanderung43.

Viele der Immigranten veranlassten in der Folge die Einreise ihrer noch zurückgelassenen Familien und so konnte kein Rückgang des Immigrantenanteils verzeichnet werden. Die größte nicht-europäische Einwanderungsgruppe bilden die Immigranten nordafrikanischer Herkunft. Wolfgang Asholt spricht in seinem Beitrag „Nachbarn mit schwieriger Vergangenheit und ungewisser Zukunft“ davon, dass in Frankreich Millionen Menschen leben würden, deren Schicksal eng mit dem Maghreb verflochten sei, denn „nahezu 2,5 Millionen Franzosen“ seien maghrebinisch-islamischer Herkunft, ca. 300.000 aus dem Maghreb stammender Franzosen jüdischen Glaubens, „ca. 1,2 Millionen ursprünglich aus Frankreich stammende Franzosen, die sogenannten pieds noirs“, die am Ende des Algerienkrieg nach Frankreich zurückgewandert seien, und etwa 500.000 Harkis44.

Höhne erkennt in Bezug auf die Immigranten nordafrikanischer Herkunft völlig richtig an, dass die Einwanderung nach Frankreich den Einfluss der französischen Kultur verstärkt, gleichzeitig aber die Abwehrreaktion gegenüber der französischen Kultur hervorgerufen habe. Folglich haben Algerier eben aufgrund ihrer kolonialen Vergangenheit große soziale wie auch kulturelle Integrationsprobleme, die vor allem durch die „Ressentiments“ gegen sie „innerhalb der französischen Gesellschaft“ verstärkt werden, da sie „ein Erbe des Algerienkrieges“45 seien.

Tatsächlich stellt die ehemalige koloniale Besetzung eine große Belastung für die heutige Beziehung zwischen Algeriern und Franzosen dar, was unter anderem daran zu erkennen ist, dass „während die europäischen Einwanderer der 50er und 60er Jahre, insbesondere die Italiener und die Spanier“ [...] bereits weitgehend integriert“ und teilweise assimiliert sind, viele nichteuropäische Einwanderer „einschließlich ihrer Nachkommen der zweiten und dritten Generation noch weitgehend am Rande der Gesellschaft“ leben46. Infolgedessen betrachtet Höhne ihre „marginale Situation“ als eine Folge „ihrer räumlichen Konzentration, ihrer sozialen Probleme, ihrer kulturellen Identität sowie der traditionellen Integrationsinstanzen der französischen Gesellschaft“47.

Demnach habe seiner Meinung nach die räumliche Konzentration der nordafrikanischen Immigranten in bestimmten Wohnquartieren und Vororten von Großstädten wie Paris, Lyon oder Marseille zur Ghettoisierung beigetragen und somit die „Segregation von der französischen Bevölkerung“ begünstigt.

Diese Vororte von Großstädten sind in Frankreich unter der Bezeichnung Banlieue bekannt und lassen sich durch ihren hohen Ausländeranteil, Kriminalität und durch häufige Aufstände determinieren.

Ben Jellouns Les Raisins de la galère ist wie viele andere maghrebinischen Romane in der Sprache des Kolonisators, also auf Französisch, verfasst. Das Schreiben in der anderen Sprache ist eng verknüpft mit der Geschichte der maghrebinischen Länder und das Ergebnis der französischen Kolonialherrschaft. Während der Kolonialherrschaft fand schließlich eine sogenannte Französisierung des Schulsystems statt, wodurch algerische Schulen nach französischem Vorbild errichtet wurden.

Dies führte zu einer „massiven Verbreitung der französischen Sprache“ und aufgrund der Bildungspolitik wurde das Französische „zum magischen Tor, durch das der Zugang zu sozialem Aufstieg möglich wurde“. Französisch wurde als alleinige Amtssprache eingesetzt48.

Susanne Heiler behauptet diesbezüglich, dass im Maghreb auch heute noch das Französische als die Sprache der Modernität hochgeschätzt und als „die Prestigesprache der Eliten“ bezeichnet wird, jedoch ist seit Mitte der 1980er teilweise eine „Ablehnung des Französischen“ in Marokko und Algerien zu konstatieren49. Nichtsdestotrotz kann behauptet werden, dass die französische Sprache als «moyen d’expression»50 in den maghrebinischen Ländern fast überall präsent ist und auf diejeweiligen (kolonialen) Umstände zurückzuführen ist.

Es ist insbesondere auf die Schulpolitik zurückzuführen, dass sich viele Autoren aus dem Maghreb der französischen Sprache bedienen, um ihre Werke zu verfassen. Es darf dabei aber nicht außer Acht gelassen werden, dass das Schreiben in der Sprache des Kolonisators in einer gewissen Art und Weise „zur Entfremdung der eigenen Kultur“ führt, wie es Jamin-Mehl in „Zwischen oraler Erzähltradition und modernem Schreiben“ erläutert, denn dies bedeute „für die Mehrheit des Volkes trotz einiger arabischer Übersetzungen eine unüberwindbare Distanz“51.

2.2 Die literarische Umsetzung der Situation der maghrebinischen Einwanderer

Dieses Kapitel legt den Fokus auf die Analyse von Les Raisins de la galère. Nachdem im vorangehenden Unterkapitel der Autor vorgestellt und der historische Rahmen aufgebaut wurde, wird sich nun der Frage zugewandt, wie Tahar Ben Jelloun die Situation der maghrebinischen Immigranten literarisch umgesetzt hat.

Ben Jelloun selbst ist erst im Alter von 26 Jahren nach Frankreich gekommen. Hier hat er sich mit den Problemen der Arbeitermigranten beschäftigt, wodurch es ihm gelingt, die Perspektive der Migranten einzunehmen. Auch Roland Spiller berichtet in „Tahar Ben Jelloun“, dass den Autor insbesondere die Lebensumstände der maghrebinischen Arbeitermigranten beeinflusst haben, denn er würde die „konkreten Anliegen der Immigranten“ vertreten und „die Folgeerscheinungen der modernen Migration: Armut, Rassismus, Entwurzelung, Diskriminierung und Marginalisierung in den Zentren der ehemaligen Kolonialmacht“ bekämpfen52.

Röhrig formuliert dies so, dass Ben Jelloun heute als Intellektueller „freiwillig zwischen den Kulturen“ wandelt und die Hälfte des Jahres in Frankreich und die andere Hälfte in der Heimat verbringt, wodurch ihm auch der „distanzierte Blick des nicht betroffenen“ gelinge53. Es sollte auch angemerkt werden, dass die literarische Beschäftigung mit der Thematik der Immigration, wie es Benarab fasst, ein «thème tardif» ist, denn erst nach dem «choc pétrolier» und «l’arrêt officiel de l’immigration», wurde überhaupt damit angefangen, über die Situation der Arbeitermigranten zu reflektieren54.

[...]


1 Vgl. Roland Spiller (2000): Tahar Ben Jelloun. Schreiben zwischen den Kulturen. Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, S. 73.

2 Vgl. ebd. S. 89.

3 Vgl. Susanne Heiler (2005): Der maghrebinische Roman. Tübingen: Gunter Narr Verlag, S. 18.

4 Vgl. Ulrike Jamin-Mehl (2003): Zwischen oraler Erzähltradition und modernem Schreiben. Autoreflexive Elemente im marokkanischem Roman französischer Sprache. Frankfurt am Main: Verlag für Interkulturelle Kommunikation, S.88.

5 Vgl. Spiller (2000), S. 80.

6 Vgl. Jamin-Mehl, S.271.

7 Vgl. ebd., S.271.

8 Vgl. Anne Chevalier (1993): „Le voile des fables“ dans L’enfant de sable de Tahar Ben Jelloun. In: Eurpoas islamische Nachbarn. Studien zur Literatur und Geschichte des Maghreb (Hrsg. Ernstpeter Ruhe). Würzburg: Königshausen& Neumann Verlag, S. 63.

9 Vgl. Informationen aus der Homepage von Tahar Ben Jelloun unter dem Punkt Biographie. Siehe: http://www.taharbenjelloun.org/ (letzterZugriffam:10.06.2015).

10 Vgl. Spiller, S. 90.

11 Vgl. Tahar Ben Jelloun (1986): Die tiefste der Einsamkeiten. Basel/ Frankfurt am Main: Stroemfeld/ Roter Stern Verlag, S. 9.

12 Vgl. Spiller (2000), S. 93.

13 Vgl. Melsene Timsit (1989): Der Literaturbetrieb in Frankreich. Preise-Fernsehen-Kolloquien. In: Vive la littérature! Französische Literatur der Gegenwart (Hrsg. Verena von der Heyden-Rynsch). München: Carl HanserVerlag, S. 248.

14 Vgl. Spiller (2000), S. 94.

15 Vgl. Linda Mayer (2001): Positionen zur französischsprachigen Literatur des Maghreb: Untersuchungen zu den Texten L’enfant de sable (1985), La nuit sacrée (1987) und Les yeux baissés (1991) von Tahar Ben Jelloun. Berlin: disserttations.de Verlag, S. 12.

16 Vgl. Spiller (2000), S. 97.

17 Vgl. Jamin-Mehl, S. 306.

18 Vgl. ebd., S. 306.

19 Vgl. Wolfgang Asholt (1997): Nachbarn mit schwieriger Vergangenheit und ungewisser Zukunft. In: Frankreich Jahrbuch 1997 (Hrsg. Lothar Albertin/ Wolfgang Asholt/ Hans Manfred Bock/ Marieluise Christadler/ Adolf Kimmel/ Ingo Kolboom/ Robert Picht und Henrik Uterwedde). Opladen: Leske+ Budrich Verlag, S. 43-44.

20 Vgl. Pierre Vermeren: Algerien und Frankreich: Der lange Weg zur Normalität (Hrsg. Prof. Dr. Eberhard Sandschneider). Internetseite: http://www.zukunftsdialog.eu/fileadmin/user upload/pdfs/2014-01 dgapana vermeren f- algerien www-1.pdf (letzter Zugriff am: 10.06.2015).

21 Vgl. Heiler, S.13.

22 Vgl. Fabian Klose (2009): Menschenrechte im Schatten kolonialer Gewalt. Die

Dekolonisierungskrise in Kenia und Algerien 1945-1962. München: R. Oldenbourg Verlag, S. 98.

23 Vgl. Schmid, S. 18.

24 Vgl. ebd., S. 19.

25 Vgl. Heiler, S. 13.

26 Vgl. Schmid, S. 22.

27 Vgl. Schmid, S. 22.

28 Vgl. Abderrahmane Bouchène/ Jean-Pierre Peyroulou/ Ouanassa Siari Tengour et Sylvie Thénault (2012): Histoire de l’Algérie à la période coloniale (1830-1962). Paris et Alger: Editions La Découverte et Editions Barzakh, S. 41-42.

29 Vgl. Klose, S. 98.

30 Vgl. Schmid, S. 38.

31 Vgl. ebd., S. 39.

32 Vgl. Klose, S. 101.

33 Vgl. ebd., S. 102.

34 Vgl. Klose, S. 102.

35 Vgl. ebd., S. 102.

36 Vgl. Bouchène/ Peyroulou/ Tengour et Thénault, S. 479-480.

37 Vgl. Klose, S. 109.

38 Vgl. Klose, S. 109.

39 Vgl. Roland Höhne (1994): Die Krise des Integrationsprozesses in Frankreich. In: Zuwanderung: Bedrohung oder Bereicherung? Beiträge zur Immigration und Integration in ausgewählten Ländern Westeuropasund Nordamerikas (Hrsg. HorstDippel). Münster: LitVerlag, S. 123.

40 Vgl. Höhne, S. 124.

41 Vgl. ebd., S. 124.

42 Vgl. ebd., S. 125.

43 Vgl. Höhne, S. 125.

44 Vgl. Asholt, S. 41.

45 Vgl. Höhne, S. 128-129.

46 Vgl. ebd., S. 129.

47 Vgl. Höhne, S. 129.

48 Vgl. Heiler, S. 18.

49 Vgl. ebd., S. 21.

50 Vgl. Jacqueline Arnaud (1986): La littérature maghrébine de la langue française: Vol. 1: Origines et perspectives. Paris: Publisud, S. 119.

51 Vgl. Jamin-Mehl, S. 305.

52 Vgl. Spiller (2000), S. 93.

53 Vgl. Röhrig: Nachwort. In: Les Raisins de la galère, S. 163.

54 Vgl. Benarab, Abdelkader (1994): Les voix de l’exil. Paris: Éditions L’Harmattan, S. 17

Ende der Leseprobe aus 71 Seiten

Details

Titel
"Les Raisins de la galère" von Tahar Ben Jelloun im Französischunterricht
Hochschule
Ruhr-Universität Bochum
Veranstaltung
Französisch Literaturdidaktik
Note
2,3
Jahr
2015
Seiten
71
Katalognummer
V318619
ISBN (eBook)
9783668181885
ISBN (Buch)
9783668181892
Dateigröße
763 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
raisins, tahar, jelloun, französischunterricht
Arbeit zitieren
Anonym, 2015, "Les Raisins de la galère" von Tahar Ben Jelloun im Französischunterricht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/318619

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