Glokalisierung. Die Bedeutung des Begriffes und die Auswirkung auf Kultur und Kulturwandel


Seminararbeit, 2013

10 Seiten, Note: 1,7


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:
1. Einleitung
1
2. Definition Glokalisierung
2
2.1 Grundlegende Definition
2
2.2 Glokalisierung in der Ethnologie
2-3
3. Prägung des Begriffes Glokalisierung
3
3.1 Roland Robertson
3-4
4. Reaktion des Konzeptes Glokalisierung auf Kultur
und Kulturwandel
5-6
5. Schlussbetrachtung
6
5.1 ,,Glokalisierung" -ein Zukunftsmodell ?
6-7
6.
8
Verwendete Literatur

1.Einleitung
Geprägt wurde der Begriff Glokalisierung von Roland Robertson mit seinem
Werk ,,
Glocalization: Time-Space and Homogeneity-Heterogeneity"
auf welches
im zweiten Kapitel eingegangen wird. Wie auf den ersten Blick sichtbar ist, be-
steht der Begriff Glokalisierung aus der Verknüpfung von Global und Lokal.
Die Globalisierung ist heutzutage in aller Munde, es scheint als ob jeder Mensch
und jedes Unternehmen anstrebt immer globaler zu werden. Man strebt die Ent-
grenzung an und spricht von Global Player, Global Sourcing, Global Marketing
und vielem mehr. Doch je umfassender und dynamischer die Globalisierung vor-
ankommt, desto spürbarer werden die lokalen Probleme ( Böhret 2012:3). Die Lo-
kalität weicht also nicht einer Globalität, sondern geht einher damit. Aus Ethnolo-
gischer Sicht wird daher von einer Glokalisierung gesprochen und damit der Ho-
mogenisierung der Welt widersprochen (Heidemann 2011:178 ff).
Das Ziel dieser Arbeit ist den Begriff Glokalisierung genau zu definieren und die
Thesen von Roland Robertson zu erläutern. Weiter wird sich der Frage zugewen-
det auf welche Idee von Kultur und Kulturwandel das Konzept der Glokalisierung
reagiert und spezifisch auch auf die Identitätsbildung durch die Globalisierung.
Am Schluss möchte ich noch aufzeigen wie wichtig das Zusammenspiel von Lo-
kalem und Globalen ist und den Begriff Glokalisierung damit etablieren.
1

2. Definition des Begriffes Glokalisierung
2.1 Grundlegende Definition
Der Begriff Glokalisierung ist die Verbindung aus Globalisierung und Lokalisie-
rung. Globalisierung bedeutet ,,die weltweite Verflechtung in den Bereichen Wirt-
schaft, Politik, Kultur u.a." (Duden Feb. 2013) und wird meist verbunden mit
wirtschaftlich, fortschreitend, neoliberal, kapitalistisch, ökonomisch usw.. Lokali-
sierung bedeutet ,, Ortsbestimmung, Eingrenzung" (Duden Feb. 2013).
Der Begriff wurde durch eine japanische Wortschöpfung (dochakuka) inspiriert
und dort für Geschäftsformen verwendet ( Volkmann 2009:130)
Heute bezeichnet Glokalisierung die Verbindung und das gemeinsame Wirken der
Globalisierung und deren lokalen oder regionalen Auswirkungen und Verbindun-
gen. Alle Prozesse der Welt müssen somit Regional/Lokal und gleichzeitig Glo-
bal/Überregional gedeutet werden, denn der Prozess der Globalisierung spielt sich
im eigenen Leben und im Alltag jedes einzelnen ab (Volkmann 2009:127 ff.).
Folglich ist die Glokalisierung das lokale Resultat der multinationalen Globalisie-
rung.
2.2 Glokalisierung in der Ethnologie
In den letzten Jahrzehnten hat sich der Gegenstand der Ethnologie stark verändert.
Durch die Globalisierung sind transnationale soziale Räume entstanden mit der
Folge, dass EntnologInnen es nicht mehr mit vermeintlich abgrenzbaren kleinen
Einheiten zu tun haben. Im Gegenteil müssen sie sich nun mit den weltweiten Ver -
knüpfung und der Einbindung ihrer Untersuchungsgruppen in die Prozesse der
Globalisierung beschäftigen. Somit untersuchen EthnologInnen Ethnien auch im
Rahmen eines kapitalistischen Weltsystems.
In den letzten zehn Jahren bildete die Globalisierung einen neuen Rahmen,
2

die Forschungen setzen sich vermehrt mit den Prozessen des Differenzierens,
aber auch des Sich-Vereinigens von globalen und lokalen Elementen auseinander.
Dabei verschwindet das durchaus Lokale nicht, sondern tritt in eine neue Bezie-
hung zum Globalen (www.journal-ethnologie.de Feb. 2013). In diesem Zusam-
menhang wurden die Begriffe Uniformisierung, Lokalisierung und als Verbin-
dungsglied zwischen den Richtungen der Globalisierung und Lokalisierung die
»Glokalisierung diskutiert (www.unibas-ethno.ch).
3. Prägung des Begriffes Glokalisierung
3.2 Roland Roberdson
Mein emphatischer Gebrauch des Begriffs der Glokalisierung hat sich zunächst
aus der Wahrnehmung entwickelt, daß es in der Diskussion um Globalisierung
wesentliche Schwachpunkte gibt. Ich wollte die alte Gewohnheit vermeiden,von
einer notwendigen Spannung zwischen den Begriffen der Globalisierung und der
Lokalisierung auszugehen. Statt dessen habe ich die Ansicht vertreten, daß das
Schaffen und Einbeziehen von Lokalität mit Globalisierung ­ in ihrer allgemeinsten
Bedeutung der Verdichtung der Welt ­ immer gemeint war und zunehmend gemeint
ist. (Volkmann 2009:130,zitiert nach Robertson 1989:215)
Prof. Dr. Roland Robertson (geboren 1938) ist Distinguished Service Professor
Emeritus der Soziologie an der University of Pittsburgh, Professor Emeritus der
Soziologie und Weltgesellschaft an der University of Aberdeen und Distinguished
Guest Professor der Kulturwissenschaft an der Tsinghua-Universität in Beijing,
China. Zuvor war er an den Universitäten Leeds, Essex und York tätig
Robertson veröffentlichte Artikel zu Themen wie Religion, soziale und kulturelle
Theorie, Globalisierung und internationale Beziehungen, Sport sowie soziale Stra-
tifikation. Seine Publikationen wurden in mehr als zwanzig Sprachen
3
Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Glokalisierung. Die Bedeutung des Begriffes und die Auswirkung auf Kultur und Kulturwandel
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Kulturwissenschaften)
Veranstaltung
Grundfragen und Geschichte der Ethnologie
Note
1,7
Autor
Jahr
2013
Seiten
10
Katalognummer
V319284
ISBN (eBook)
9783668185487
ISBN (Buch)
9783668185494
Dateigröße
497 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
glokalisierung, bedeutung, begriffes, auswirkung, kultur, kulturwandel
Arbeit zitieren
Victoria Weßel (Autor), 2013, Glokalisierung. Die Bedeutung des Begriffes und die Auswirkung auf Kultur und Kulturwandel, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319284

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