Die Lernenden erweitern ihre personale Kompetenz, indem sie mithilfe einer Selbstdiagnose das eigene Können zur Prozentrechnung einschätzen, auswerten und entsprechend ihrer Stärken und Schwächen Übungsmaterial nutzen.
Inhaltsverzeichnis
1. Stellung der Stunde in der Unterrichtseinheit
2. Lernvoraussetzungen
2.1 Allgemeine Lernvoraussetzungen
2.2 Institutionelle Lernvoraussetzungen
2.3 Spezielle Lernvoraussetzungen
3. Angestrebter Kompetenzzuwachs
4. Verlaufsplan
Zielsetzung & Themen der Unterrichtsvorbereitung
Das Hauptziel der Unterrichtsstunde besteht darin, den Lernenden mithilfe einer Selbstdiagnose eine Orientierung über ihr aktuelles Können im Bereich der Prozentrechnung zu geben. Auf Basis dieser Selbsteinschätzung sollen die Schülerinnen und Schüler in der Lage sein, ihren individuellen Übungsprozess eigenverantwortlich zu planen und gezielt an ihren Stärken und Schwächen zu arbeiten.
- Selbsteinschätzung mathematischer Kompetenzen zur Prozentrechnung
- Individualisierung des Übungsprozesses durch Diagnoseinstrumente
- Festigung grundlegender Begriffe (Grundwert, Prozentwert, Prozentsatz)
- Anwendung des Dreisatzverfahrens in verschiedenen Kontexten
Auszug aus der Unterrichtsvorbereitung
2.1 Allgemeine Lernvoraussetzungen
Die heutige Stunde findet in einem Mathematik-7-B-Kurs statt. Diese Lerngruppe setzt sich aus fünfzehn Schülerinnen und dreizehn Schülern zusammen. Diese stammen aus drei Klassen, siebzehn aus der Klasse 7c, sieben aus der Klasse 7f und vier aus der Klasse 7e. Ich unterrichte die Lerngruppe eigenverantwortlich seit Beginn des neuen Schuljahres in vier Stunden Mathematik pro Woche. Im vorherigen sechsten Schuljahr wurde Mathematik im Klassenverband unterrichtet, sodass nun erstmalig Kurse zusammengesetzt wurden. Die Lerngruppe befindet sich somit in einer Phase des Kennenlernens und ist sehr heterogen. Zu beachten ist außerdem, dass vier Lernende auf Einspruch der Eltern diesem B-Kurs, anstatt einem C-Kurs, zugeteilt wurden.
Das Verhältnis zwischen der Lerngruppe und mir schätze ich bisher positiv ein. Die Lernenden sind mir gegenüber freundlich und aufgeschlossen. Ich fühle mich als Lehrperson akzeptiert und angenommen.
Als leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler zeigen sich bisher (…). Sie beteiligen sich häufig am Unterricht und sind am Fach Mathematik sehr interessiert. Allgemein ist die Lerngruppe in ihrer mündlichen Beteiligung jedoch häufig noch etwas zurückhaltend. Sehr ruhig sind unter anderem (…). Als leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler schätze ich bisher (…) ein. Sie benötigen häufiger Hilfestellungen beim Bearbeiten von Aufgaben und weisen oft Schwächen bei grundlegenden mathematischen Berechnungen auf.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Stellung der Stunde in der Unterrichtseinheit: Dieses Kapitel ordnet die Stunde in den zeitlichen Ablauf der Unterrichtseinheit ein und definiert die prozessualen Schwerpunkte sowie den Kompetenzzuwachs.
2. Lernvoraussetzungen: Hier werden die allgemeinen, institutionellen und speziellen Bedingungen analysiert, die den Hintergrund für die Planung der Unterrichtsstunde bilden.
3. Angestrebter Kompetenzzuwachs: Dieses Kapitel präzisiert das zentrale Lernziel, welches die Förderung der personalen Kompetenz der Lernenden durch selbstständige Diagnose und Übungsplanung fokussiert.
4. Verlaufsplan: Der Abschnitt gliedert die Unterrichtsstunde detailliert in Phasen, Inhalte, Methoden und benötigte Medien.
Schlüsselwörter
Prozentrechnung, Mathematikunterricht, Selbstdiagnose, Diagnosebogen, Differenzierung, Kompetenzzuwachs, Grundwert, Prozentwert, Prozentsatz, Dreisatz, Übungsprozess, Lernvoraussetzungen, B-Kurs, Unterrichtsvorbereitung, Fachdidaktik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Unterrichtsvorbereitung grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Planung einer Mathematikstunde zum Thema Prozentrechnung, in der die Schülerinnen und Schüler ihr eigenes Vorwissen mittels eines Diagnosebogens bewerten.
Was sind die zentralen Themenfelder der Unterrichtseinheit?
Die Themen umfassen den Prozentbegriff, die Berechnung von Prozentanteilen, das Vergleichen von Angeboten sowie das Bestimmen von Grundwert, Prozentwert und Prozentsatz.
Was ist das primäre Ziel der beschriebenen Unterrichtsstunde?
Das Ziel ist die Förderung der personalen Kompetenz der Lernenden, damit diese ihr Können realistisch einschätzen und basierend darauf ihre Übungsphasen selbstständig strukturieren können.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Kompetenzfeststellung verwendet?
Es kommt ein Diagnosebogen zum Einsatz, der es den Schülerinnen und Schülern ermöglicht, eine Selbsteinschätzung vorzunehmen und diese im Anschluss mit bereitgestellten Lösungen abzugleichen.
Was wird im Hauptteil der Stunde behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine Problemstellungsphase zur Einführung der Selbsteinschätzung und eine anschließende Übungsphase, in der die Schülerinnen und Schüler individuell oder in Partnerarbeit ihre Wissenslücken schließen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Dokument?
Wichtige Begriffe sind Prozentrechnung, Selbstdiagnose, Differenzierung, Kompetenzzuwachs und der Einsatz des Dreisatzverfahrens.
Warum wird in dieser Stunde auf den Taschenrechner verzichtet?
Der Taschenrechner wird erst im darauf folgenden Schulhalbjahr eingeführt; daher müssen alle Berechnungen im Kopf oder schriftlich durchgeführt werden, um das Verständnis der Rechenwege zu sichern.
Warum gibt es zwei verschiedene Versionen des Diagnosebogens?
Die Farben Blau und Orange wurden gewählt, um in der ersten Phase der Selbsteinschätzung eine eigenständige Arbeit zu gewährleisten und ein gegenseitiges Abschreiben zu verhindern.
- Arbeit zitieren
- Jennifer Raab (Autor:in), 2013, "Was kann ich schon?" Selbstdiagnose des Könnens in Prozentrechnung und Planung des Übungsprozesses (Mathematik, Klasse 7), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/319621