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Memoria als Herrschaftsfunktion. Das Handlungspotential und die Eigenmächtigkeit der Markgräfin Hedwig von Meißen aus dem Adelsgeschlecht der Wettiner

Title: Memoria als Herrschaftsfunktion. Das Handlungspotential und die Eigenmächtigkeit der Markgräfin Hedwig von Meißen aus dem Adelsgeschlecht der Wettiner

Term Paper , 2012 , 27 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Claudia Christine Stosik (Author)

History of Europe - Middle Ages, Early Modern Age
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In dieser Hausarbeit wird der Frage nachgegangen, welche Gründe Markgräfin Hedwig veranlassten, mit der traditionellen Grablege im Kloster Lauterberg zu brechen.

Eine ihrer Initiativen war die Gründung eines neuen Zisterzienserklosters in Altzelle im Jahr 1162, welches weitreichende Bedeutung für die Herrschaft der künftigen Generationen des Adelsgeschlechtes aus dem Hause Wettin hatte. Hedwigs Ehemann, Markgraf Otto, später "der Reiche" genannt, nahm wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung der Region. Ihm gelang es, den Silberbergbau zu einer hohen Blüte zu führen.

Das Hauptaugenmerk in dieser Hausarbeit liegt aber auf Hedwigs Engagement im Rahmen ihrer Möglichkeiten, um den Einfluss der Wettiner zu festigen. Memoria war im 12. Jahrhundert im kirchlichen Kontext charakteristisch und stellte eine wichtige Komponente für die Herrschaftslegitimation dar.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Memoria als Herrschaftsfunktion

2.1 Was heißt Memoria im 12. Jahrhunderte

2.2 Sinn und Tradition von Memoria für die frühen Wettinern

3. Hedwig – Markgräfin von Meißen leget eine neue Tradition festgehalten

3.1 Persönlichkeit der Gemahlin Otto des Reichen

3.2 Hedwigs Handeln im Kontext der Zeitabstand

3.3 Gründungsmotive für Kloster Altzelle

4. Gründung des Hausklosters Altzelle – laut Urkunde 1162

4.1 Eigenmächtigkeit im Handeln Hedwigs

4.2 Vogteirechte immer wieder neu geregelt

5. Bedeutung der Entscheidung von Hedwig

5.1 Herrschaftslegitimation durch die Nachkommen – Pflege von Memorialkonzeption

5.2 Verhältnis Stifterfamilie und Kloster Altzelle

5.3 Entdeckung des Silbererzvorkommens auf dem Gebiet des Klosters

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Markgräfin Hedwig von Meißen durch ihre eigenmächtigen Entscheidungen und die Stiftung des Zisterzienserklosters Altzelle die dynastische Kontinuität und Herrschaftslegitimation des Hauses Wettin in einer politisch umbruchreichen Zeit nachhaltig sicherte.

  • Die Rolle der Memoria als zentrales Herrschaftsinstrument im 12. Jahrhundert.
  • Die strategische Bedeutung von Hausklöstern für die Festigung adliger Machtansprüche.
  • Das Wirken von Markgräfin Hedwig als politische Akteurin zwischen Tradition und Innovation.
  • Die Auswirkungen der Gründung von Altzelle auf die territoriale und ökonomische Entwicklung der Markgrafschaft Meißen.

Auszug aus dem Buch

3.2 Hedwigs Handeln im Kontext der Zeit

Bestimmte Verhaltensweisen waren erforderlich, um im Familienverband teilzunehmen beziehungsweise integriert zu sein. Einem gewissen Zwang zur Einordnung und Konformität des Verhaltenscodex als Spiegelbild dessen, was in der mittelalterlichen Herrschaftsordnung Brauch war, musste sich gefügt werden. Nicht konformes Verhalten konnte gravierende Folgen nach sich ziehen, was nicht unbekannt war und dessen sich jeder bewusst war. Nicht desto trotz war Hedwigs Handlungsspielraum ziemlich ausgedehnt, denn sie bewirkte mit ihren Entscheidungen wichtige Veränderungen für das Fortbestehen der Dynastie. Zum Zeitpunkt der Eheschließung war nicht absehbar, welche Linie der Wettiner sich behaupten würde. Das heiratspolitische Einvernehmen im Hochadel des 12. Jahrhunderts zwischen zwei Adelsgeschlechtern hatte immer den dynastischen Nutzen im Visier. Wie schon im vorigen Kapitel dargelegt, sollte das Bündnis die Markgrafschaft Meißen im Konflikt mit Heinrich des Löwen stärken.

Um Markgräfin Hedwig aktives Handeln zu verstehen, ist man in der Mittelalterforschung inzwischen zu dem Resultat gelangt, dass Frauen genauso wie Männer zur Befähigung der Ausübung von Herrschaft erzogen wurden. Durch Erfahrungen und Präsent sein bei Entscheidungen hinsichtlich juristischer Angelegenheiten oder anderen Konfliktsituationen waren aus dem adligen Personenkreis auch die weiblichen Mitglieder im damaligen gesellschaftspolitischen Feld mit einbezogen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung der Wettiner dar und leitet zur zentralen Fragestellung nach der Rolle von Markgräfin Hedwig bei der Gründung des Klosters Altzelle über.

2. Memoria als Herrschaftsfunktion: Das Kapitel erläutert den Begriff der Memoria als soziales und politisches Instrument zur Legitimation adliger Herrschaft und dynastischer Kontinuität.

3. Hedwig – Markgräfin von Meißen leget eine neue Tradition festgehalten: Hier werden die Biografie Hedwigs, ihr politischer Handlungsspielraum sowie die Motive für die Abkehr vom bisherigen Hauskloster Lauterberg beleuchtet.

4. Gründung des Hausklosters Altzelle – laut Urkunde 1162: Dieses Kapitel analysiert den Gründungsvorgang des Klosters Altzelle unter kaiserlicher Zustimmung sowie Hedwigs eigenmächtiges Wirken in diesem Prozess.

5. Bedeutung der Entscheidung von Hedwig: Es wird die weitreichende Bedeutung des Klosters Altzelle für das Seelenheil der Familie, die wirtschaftliche Stabilität durch den Silberbergbau und die dynastische Legitimierung diskutiert.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Hedwig durch ihre zielstrebige Politik und die Gründung des Klosters maßgeblich zur Etablierung und Sicherung der wettinischen Dynastie beitrug.

Schlüsselwörter

Wettiner, Memoria, Markgräfin Hedwig, Kloster Altzelle, Herrschaftslegitimation, Hauskloster, Markgrafschaft Meißen, Silberbergbau, Vogteirechte, Dynastie, Adelsgeschlecht, Mittelalter, Stifterfamilie, Politik, Erbfolge

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Rolle der Markgräfin Hedwig von Meißen und ihre Bedeutung für die Festigung der wettinischen Herrschaft durch die Gründung des Hausklosters Altzelle.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Verknüpfung von Memorialkultur, adliger Heiratspolitik, dynastischer Erbfolge und der wirtschaftlichen Erschließung durch den Silberbergbau.

Welches primäre Ziel verfolgt die Autorin?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Markgräfin Hedwig durch ihr eigenmächtiges Handeln die Dynastie stärkte und die Grablege der Wettiner strategisch neu orientierte.

Welche wissenschaftliche Methodik wird angewandt?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf der Auswertung zeitgenössischer Chroniken (wie der Lauterberger Chronik) und relevanter Urkunden sowie aktueller Forschungsliteratur basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Rahmenbedingungen der Gründung von Altzelle, die rechtlichen Aspekte der Vogteien und das komplizierte Beziehungsgeflecht zwischen der Stifterfamilie und dem Kloster.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Wichtige Begriffe sind Memoria, Hauskloster, Wettiner, Herrschaftslegitimation und Silberbergbau.

Warum war der Wechsel vom Kloster Lauterberg nach Altzelle für Hedwig so wichtig?

Hedwig empfand die Regelungen der Vogteirechte im Kloster Lauterberg als nachteilig für ihre eigenen Söhne und suchte durch die Neugründung eine sicherere Basis für die Rechte und den Einfluss ihrer Linie.

Welchen Einfluss hatte der Silberbergbau auf die Entscheidung für Altzelle?

Die Entdeckung von Silbervorkommen auf dem Klostergebiet steigerte die wirtschaftliche Bedeutung Altzelles enorm und trug wesentlich zur erfolgreichen Etablierung der Herrschaft unter Markgraf Otto bei.

Wie bewertet die Autorin die Rolle von Markgräfin Hedwig?

Hedwig wird als starke, vorausschauende und durchsetzungsfähige Persönlichkeit dargestellt, deren Einfluss auf die Dynastie entgegen der oft marginalen Erwähnung in Quellen nicht unterschätzt werden darf.

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Details

Title
Memoria als Herrschaftsfunktion. Das Handlungspotential und die Eigenmächtigkeit der Markgräfin Hedwig von Meißen aus dem Adelsgeschlecht der Wettiner
College
University of Hagen  (Lehrgebiet Geschichte und Gegenwart Alteuropas)
Course
Hausarbeit im Rahmen einer Modulprüfung
Grade
2,0
Author
Claudia Christine Stosik (Author)
Publication Year
2012
Pages
27
Catalog Number
V321180
ISBN (eBook)
9783668203648
ISBN (Book)
9783668203655
Language
German
Tags
Memoria Wettiner Frauen im Mittelalter Altzelle
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Christine Stosik (Author), 2012, Memoria als Herrschaftsfunktion. Das Handlungspotential und die Eigenmächtigkeit der Markgräfin Hedwig von Meißen aus dem Adelsgeschlecht der Wettiner, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321180
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