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Der Ostfries des Parthenon. Versteckte Hoheit einer Götterversammlung

Welche Gottheiten sind vertreten, wie sind sie angeordnet und dargestellt?

Titel: Der Ostfries des Parthenon. Versteckte Hoheit einer Götterversammlung

Seminararbeit , 2008 , 26 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: B.A. / M.A. Katrin Skibbe (Autor:in)

Archäologie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Der Fries des Parthenon auf der Akropolis in Athen gilt als eines der bedeutendsten Zeugnisse klassisch-griechischer Kunst. Dennoch ist er in der uns erhaltenen antiken Literatur nirgends erwähnt. Doch die Betrachtung und Auseinandersetzung mit den gut 300 ganz oder teilweise erhaltenen Gestalten des Frieses ließen in der vergangenen Forschung kaum Zweifel über die Darstellung entstehen.

Zunächst werde ich kurz auf die ungewöhnliche Anbringung des ganzen Frieses am Tempel eingehen und dadurch aber auch erreichen, seine Besonderheit herauszustellen. Seine Hoheit versuche ich dann im Folgenden zu verdeutlichen, denn ich werde hier auf den Bereich des Friesbandes eingehen, über den die Meinungen der Forscher, vor allem die von Adam Flasch, jedoch noch bis heute auseinander gehen: Der Ostfries und die Mittelgruppe. Fragen, die ich mir hier stelle, sind: Welche Gottheiten sind vertreten? Wie sind die Götter untereinander angeordnet und wie sind sie dargestellt? Wie ist die Mittelgruppe zu deuten? Nach einer Beschreibung des Frieses werde ich zu diesen Problemen insbesondere die Meinung von Adam Flasch mit der sich in der Forschung durchgesetzten Ansicht vergleichen und am Ende zu einer eigenen Stellungnahme gelangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Der Tempel und die Anbringung des Frieses

3. Der Ostfries (Tafel 2-8, Abb. 4-15)

3.1 Beschreibung des Frieses

3.2 Diskussion über die Anordnung der Götterbilder und die Deutung der Mittelgruppe in der Forschung

3.3 Eigene Stellungnahme

4. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Ostfries des Parthenon auf der Athener Akropolis mit einem besonderen Fokus auf der Deutung der dort dargestellten Götterversammlung und der zentralen Mittelgruppe. Ziel ist es, die in der Forschung kontrovers diskutierte Bedeutung dieser Szenen zu analysieren, verschiedene wissenschaftliche Interpretationsansätze – insbesondere die Thesen von Adam Flasch – kritisch gegenüberzustellen und eine fundierte eigene Stellungnahme zur inhaltlichen Identität der dargestellten Akte, wie etwa der Peplosübergabe, zu formulieren.

  • Analyse der architektonischen Besonderheiten und der Anbringung des Parthenonfrieses.
  • Detaillierte ikonographische Beschreibung und Bestimmung der Gottheiten im Ostfries.
  • Wissenschaftliche Debatte zur Deutung der Mittelgruppe und der Götteranordnung.
  • Kritische Auseinandersetzung mit der These der "Großen Panathenäen" versus eines "allgemeinen Opferfestes".
  • Diskussion der Forschungsmeinung von Adam Flasch im Kontext aktueller Erkenntnisse.

Auszug aus dem Buch

3.1 Beschreibung des Frieses

Zur Abbildung 4 (Tafel 2), die den ganzen Ostfries zeigt, habe ich eine Zeichnung von Teilen des Frieses von Carrey aus dem Jahre 1674 (Tafel 3, Abb. 5) hinzugefügt. Seine Zeichnungen des Parthenonfrieses sind die frühesten und geben auch noch Details wieder, die heute ebenfalls bereits verloren sind. Ich lege meinen Schwerpunkt hier, wie schon in der Einleitung angedeutet, auf die Beschreibung der Götter und der Mittelgruppe.

Zuerst sieht man eine männliche Gestalt frontal gestellt. Der Kopf ist unbärtig und vom Betrachter aus nach links gewandt, womit sich der Blick also auf den Südfries bezieht und die Verbindung zu ihm herstellt. Es folgen fünf nach rechts gehende Frauen, die alle in ihrer rechten Hand eine Phiale halten. Im Anschluss sehen wir eine Gruppe von elf Gestalten, die wieder nach rechts schreitende Frauen sind. Die ersten fünf von ihnen tragen in ihrer Rechten eine Kanne, ob die übrigen etwas in den Händen hielten, ist nicht mehr zu erkennen. Nun folgt eine Gruppe von sechs männlichen Figuren, die alle etwas größer als die Menschen im restlichen Fries dargestellt sind. Sie sind alle einzeln auf einen Stab gestützt, sich in drei Paaren untereinander zugewandt und der letzte von ihnen wendet den Folgenden den Rücken zu.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung des Parthenonfrieses als Meisterwerk klassisch-griechischer Kunst ein und benennt die Forschungsfrage bezüglich der Götterdarstellung und der rätselhaften Mittelgruppe.

2. Der Tempel und die Anbringung des Frieses: Dieses Kapitel erörtert die architektonischen Bedingungen des Parthenon und die seltene, hochgelegene Anbringung des Frieses, die dessen Bedeutung als besonderes Weihgeschenk unterstreicht.

3. Der Ostfries (Tafel 2-8, Abb. 4-15): Hier erfolgt eine detaillierte ikonographische Bestandsaufnahme, eine kritische Diskussion der Forschungsmeinungen zur Götteranordnung sowie eine eigene Stellungnahme zur Deutung der Mittelgruppe.

3.1 Beschreibung des Frieses: Dieses Kapitel liefert eine präzise, fortlaufende Beschreibung der Figurenfolgen und Göttergruppen des Ostfrieses basierend auf historischem Bildmaterial.

3.2 Diskussion über die Anordnung der Götterbilder und die Deutung der Mittelgruppe in der Forschung: Hier werden zentrale Interpretationsmodelle der Götterversammlung vorgestellt und insbesondere die gegensätzlichen Ansätze zur Deutung der zentralen Kultszene diskutiert.

3.3 Eigene Stellungnahme: In diesem Kapitel bewertet der Autor die vorgestellten Forschungsmeinungen kritisch und bezieht eine eigene Position zur Deutung des Frieses als Darstellung der Großen Panathenäen.

4. Schlussbetrachtung: Dieses Fazit reflektiert die zeitgenössische sowie moderne Rezeption des Frieses und unterstreicht die religiöse und repräsentative Bedeutung des Ostfrieses für die antiken Athener.

Schlüsselwörter

Parthenon, Parthenonfries, Akropolis, Athen, Phidias, Götterversammlung, Ostfries, Panathenäen, Peplos, Mittelgruppe, Ikonographie, Adam Flasch, Klassische griechische Kunst, Kultbild, Relief.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der inhaltlichen Deutung des Ostfrieses am Parthenon, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Identifizierung der dargestellten Götter und der Funktion der zentralen Mittelgruppe liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Themenfelder umfassen die architektonische Einbettung des Frieses, die ikonographische Beschreibung, die kritische Diskussion wissenschaftlicher Forschungsmeinungen sowie die religiöse Bedeutung des Panathenäenfestes.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die zentrale Frage ist, welche Gottheiten auf dem Ostfries dargestellt sind, wie sie angeordnet wurden und ob die Mittelgruppe tatsächlich die Übergabe des Peplos im Rahmen der Großen Panathenäen zeigt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine kunsthistorische und archäologische Analysemethode angewandt, die auf der Sichtung historischer Zeichnungen (Carrey) und dem Vergleich etablierter Forschungsmeinungen (u.a. Brommer, Flasch) basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die architektonische Einordnung, eine detaillierte Beschreibung der Figuren, die Diskussion der Göttergruppen und eine abschließende kritische Stellungnahme zur Gesamtdeutung.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Parthenonfries, Götterversammlung, Mittelgruppe, Peplosübergabe und klassische Kunst geprägt.

Welche Rolle spielt Adam Flasch in dieser Untersuchung?

Adam Flasch dient als prominentes Beispiel für eine kritische Forschungsmeinung, die frühe Versuche unternahm, die Standardinterpretationen der Götteranordnung und der Peplosübergabe infrage zu stellen.

Warum ist die Deutung der Mittelgruppe so umstritten?

Die Deutung ist umstritten, weil die archäologischen Hinweise, etwa zum vermeintlichen Peplos oder zu den Stühlen, Spielraum für unterschiedliche Interpretationen lassen – vom Ritus der Panathenäen bis hin zu einem allgemeinen Opferfest.

Wie bewertet der Autor die Forschungsergebnisse?

Der Autor schließt sich weitgehend der Mehrheitsmeinung an, dass die Peplosübergabe dargestellt ist, da diese Interpretation die erzählerische Logik des Frieses innerhalb des Tempelkontextes am besten begründet.

Warum wird die Anbringung des Frieses als ungewöhnlich bezeichnet?

Die Anbringung ist selten, da der Fries an der Außenseite der Cella innerhalb der äußeren Säulenhalle liegt, was ihn aufgrund der Lichtverhältnisse schwer einsehbar macht und auf eine religiöse Intention "für die Augen der Götter" hindeutet.

Ende der Leseprobe aus 26 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der Ostfries des Parthenon. Versteckte Hoheit einer Götterversammlung
Untertitel
Welche Gottheiten sind vertreten, wie sind sie angeordnet und dargestellt?
Hochschule
Universität Rostock  (Heinrich Schliemann-Institut für Altertumswissenschaften)
Veranstaltung
Proseminar Die Monumentalisierung der attischen Demokratie
Note
1,7
Autor
B.A. / M.A. Katrin Skibbe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2008
Seiten
26
Katalognummer
V321228
ISBN (eBook)
9783668205710
ISBN (Buch)
9783668205727
Sprache
Deutsch
Schlagworte
ostfries parthenon versteckte hoheit götterversammlung welche gottheiten
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
B.A. / M.A. Katrin Skibbe (Autor:in), 2008, Der Ostfries des Parthenon. Versteckte Hoheit einer Götterversammlung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321228
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Leseprobe aus  26  Seiten
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