Im Mittelpunkt der Arbeit steht die Suche nach Antworten auf die
Frage, warum Menschen auf die Annehmlichkeiten der Spielrezeption vor dem Fernseher zu Hause verzichteten, um mit einer Gruppe Menschen zusammen zu schauen. Handelt es sich bei all diesen Zuschauern um Fußballfans, oder welche alternative Motivation gibt es? Inwieweit ist ein Ereignis wie die Fußball WM als „kollektives Erlebnis“ zu sehen, als Gelegenheit, in Deutschland oft verpönten Nationalstolz zu zeigen? Wieso schien es im Rahmen der WM plötzlich fast normal alles in „schwarz-rot-gold“ zu tauchen (Fahnen, Kleidung, Schminke etc.) und die Nationalhymne mitzusingen, während dieses Verhalten sonst oft negativ konnotiert
ist?
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung
- Public Viewing - Trend oder einmaliges Phänomen?
- Struktur der Arbeit
- Begriffsdefinition „Public Viewing“
- Theoretische Einordnung
- Forschungsstand zu Nutzungs- und Rezeptionsmotiven auf dem Gebiet des Public Viewing
- Theoretischer Hintergrund der vorliegenden Untersuchung: Motivations- und Publikumsforschungen
- Die Bedürfnispyramide nach Maslow: Grundlage der Medienrezeptionsforschung
- Der Uses-and-Gratifications-Ansatz
- Ergebnisse weiterer Gratifikationsforschung
- Erhebung von Persönlichkeitskonstrukten: Die Self-Construal-Scale nach Singelis (1994)
- Forschungshypothesen der Untersuchung
- Methodenteil
- Wahl der Methode: Der Online Fragebogen als Messinstrument
- Vorbefragung
- Operationalisierung und Zusammenstellung der Items für den Fragebogen
- Aufbau des Fragebogens
- Durchführung der Befragung
- Ergebnisse
- Beschreibung der Stichprobe
- Beschreibung des Medienrezeptionsverhaltens der Probanden
- Beschreibung des Antwortverhaltens hinsichtlich der Nutzungsmotivation
- Ergebnisse der Faktorenanalyse
- Ergebnisse der Self-Construal-Scale
- Signifikante Ergebnisse der Korrelationsanalyse
- Hypothesenprüfung und Interpretation der Ergebnisse
- Fazit
- Schlussbetrachtungen
- Kritische Reflexion
- Ausblick
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Nutzungsmotivation von Zuschauern bei medialen Großereignissen am Beispiel des Public Viewings im Rahmen der Fußball WM 2010. Ziel ist es, die Gründe für die Teilnahme an Public Viewing Veranstaltungen zu erforschen und ein tieferes Verständnis für die Motive der Zuschauer zu entwickeln.
- Analyse der Nutzungsmotive von Public Viewing Besuchern
- Untersuchung des Einflusses von Persönlichkeitsmerkmalen auf die Nutzungsmotivation
- Bedeutung von sozialen Aspekten und Gemeinschaftsgefühl im Kontext des Public Viewings
- Rezeption des Fußball-Events als „kollektives Erlebnis“
- Der Einfluss von Medien und Technik auf die Erlebnisqualität von Public Viewing Veranstaltungen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung stellt das Thema „Public Viewing“ im Kontext der Fußball WM 2010 vor und erläutert die Relevanz der Forschungsfrage. Kapitel 2 beleuchtet den theoretischen Hintergrund der Untersuchung und präsentiert relevante Forschungsarbeiten zu Nutzungs- und Rezeptionsmotiven im Bereich des Public Viewings. Kapitel 3 beschreibt die gewählte Methode, den Online-Fragebogen, und erläutert den Aufbau und die Durchführung der Befragung. Kapitel 4 präsentiert die Ergebnisse der Untersuchung, einschließlich der Beschreibung der Stichprobe, des Medienrezeptionsverhaltens der Probanden und der Analyse der Nutzungsmotivation. Das Fazit fasst die wichtigsten Ergebnisse zusammen, bietet eine kritische Reflexion der Arbeit und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsfelder.
Schlüsselwörter
Public Viewing, Nutzungsmotivation, Fußball WM, Medienrezeption, Gemeinschaftsgefühl, Soziale Aspekte, Persönlichkeitsmerkmale, Self-Construal-Scale, Online-Fragebogen, Faktorenanalyse, Korrelationsanalyse,
Häufig gestellte Fragen
Warum gehen Menschen zum Public Viewing statt zu Hause zu schauen?
Die Studie untersucht Motive wie das Bedürfnis nach Gemeinschaft, das kollektive Erlebnis und die besondere Atmosphäre bei Großereignissen.
Was ist der Uses-and-Gratifications-Ansatz?
Es ist ein medienpsychologischer Ansatz, der fragt, welche Bedürfnisse Nutzer durch den Konsum bestimmter Medieninhalte oder Eventformate befriedigen wollen.
Welche Rolle spielte der Nationalstolz bei der WM 2010?
Die Arbeit analysiert, warum es beim Public Viewing plötzlich akzeptiert war, Nationalfarben zu zeigen und die Hymne mitzusingen, was sonst oft negativ konnotiert ist.
Was misst die Self-Construal-Scale nach Singelis?
Dieses Instrument erfasst Persönlichkeitsmerkmale hinsichtlich der Verbundenheit mit anderen im Vergleich zur individuellen Unabhängigkeit.
Wie wurde die Untersuchung durchgeführt?
Die Daten wurden mittels eines Online-Fragebogens erhoben und anschließend durch Faktoren- und Korrelationsanalysen ausgewertet.
- Arbeit zitieren
- Kerstin Gessat (Autor:in), 2010, Dabei sein ist alles?! Studie zur Nutzungsmotivation von Zuschauern bei medialen Großereignissen. Public Viewing der Fußball WM 2010, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/321919