In dieser Arbeit wird der Frage nachgegangen, wie die Arbeitsbedingungen in der Altenpflege analytisch erfasst und optimiert werden können, um die physischen und psychischen Belastungen der Mitarbeiter aufzudecken und diesen entgegen zu wirken.
Dazu soll die Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements näher beleuchtet werden. Die interaktive Arbeit ist unerlässlich für die Durchführung pflegerischer Tätigkeiten und wird im Weiteren erläutert. Als arbeitspsychologisches Verfahren wird die kontrastive Aufgabenanalyse vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
Teil A: Excerpt
Teil B: Textliche Darstellung
Einleitung
1 Ursachen für frühzeitiges Ausscheiden aus dem Altenpflegeberuf
2 Das betriebliche Gesundheitsmanagement
2.1 Verhaltens- und Verhältnisprävention
3 Interaktive Arbeit
3.1 Die empirischen Untersuchung in der interaktiven Arbeit
4 Die Kontrastive Aufgabenanalyse
4.1 Die Handlungsregulationstheorie nach Volper
5 Zusammenfassung
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Arbeitsbedingungen in der Altenpflege analytisch erfasst und optimiert werden können, um physische sowie psychische Belastungen des Pflegepersonals zu identifizieren und diesen gezielt entgegenzuwirken.
- Bedeutung des betrieblichen Gesundheitsmanagements zur Reduzierung von Fehlzeiten und Belastungen.
- Differenzierung zwischen Verhältnis- und Verhaltensprävention.
- Analyse der interaktiven Arbeit als Kernkomponente pflegerischer Tätigkeit.
- Einsatz der kontrastiven Aufgabenanalyse (KABA) zur systematischen Arbeitsplatzbewertung.
- Die Handlungsregulationstheorie nach Volpert als psychologisches Fundament.
Auszug aus dem Buch
Excerpt
Hausen, Rieder, Herms und Schröder kommen in Ihrer Untersuchung zur Arbeitsplatzanalyse zu dem Ergebnis, dass die Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements gesundheitserhaltende und gesundheitsfördernde Arbeitsbedingungen schaffen kann und somit physischen und psychischen Belastungen der Pflegekräfte in Altenpflegeheimen entgegen zu wirken. Die Analyse zur aktuellen Arbeitssituation liegt dem klassischen Regelkreis zugrunde, wodurch Maßnahmen zur Gestaltung von „gesunden“ Arbeitsbedingungen in der interaktiven Arbeit in Seniorenzentren erfolgen können. Diese setzen zunächst die Analyse der aktuellen Arbeitssituation voraus und zielen sowohl auf Verhältnis- als auch auf Verhaltensprävention ab. Nach Auffassung der Autoren sind arbeitspsychologische Verfahren, wie die „kontrastive Aufgabenanalyse“ (KABA) zur Arbeitsanalyse bestens geeignet. Grundlage dafür bietet die Handlungsregulationstheorie nach Volpert, welche die psychische Regulation von Arbeitstätigkeiten beschreibt. Instrument zur Analyse der Bedingungen interaktiver Arbeit in Seniorenzentren ist das modifizierte Verfahren KABAinterakt, welches in mehrere Module unterteilt ist. Laut der Autoren bietet es Vorteile dahingehend, dass Arbeitsbedingungen detailliert untersucht und beschrieben werden können und Altenpflegekräfte mit ihrem Erfahrungswissen als Experten im Rahmen von Beobachtungsinterviews in den Entwicklungsprozess mit einbezogen werden können. Zudem soll KABAinterakt die interaktive Arbeit professionalisieren. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass „gesündere“ Arbeitsplätze sich auf die Gesundheit der Mitarbeiter auswirkt und die Qualität der Versorgung beeinflusst wird, welche wiederum Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit des Unternehms hat. Somit empfehlen die Autoren die Einführung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements mit genauen analytischen Verfahren.
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den demografischen Wandel und die damit steigenden Anforderungen in der Altenpflege, welche physische und psychische Belastungen forcieren.
1 Ursachen für frühzeitiges Ausscheiden aus dem Altenpflegeberuf: Dieses Kapitel thematisiert die gesundheitlichen Folgen hoher Arbeitsanforderungen, die häufig zu einer vorzeitigen Erwerbsminderung des Personals führen.
2 Das betriebliche Gesundheitsmanagement: Das Kapitel beschreibt Strategien zur Schaffung gesunder Arbeitsbedingungen sowie die Relevanz der Fehlzeitenprävention.
2.1 Verhaltens- und Verhältnisprävention: Hier wird zwischen der gesundheitsorientierten Beeinflussung des Individuums und der Gestaltung der Arbeitsumgebung differenziert.
3 Interaktive Arbeit: Die interaktive Arbeit wird als zentraler, sozialer Abstimmungsprozess zwischen Pflegekräften und Bewohnern definiert.
3.1 Die empirischen Untersuchung in der interaktiven Arbeit: In diesem Abschnitt werden Ergebnisse zur Professionalisierung interaktiver Arbeitsprozesse diskutiert.
4 Die Kontrastive Aufgabenanalyse: Das Kapitel stellt die kontrastive Aufgabenanalyse (KABA) als arbeitspsychologisches Instrument zur Gestaltung humaner Arbeitsplätze vor.
4.1 Die Handlungsregulationstheorie nach Volper: Die Theorie dient als wissenschaftliche Basis für die psychische Regulation von Arbeitstätigkeiten.
5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung rekapituliert die Notwendigkeit analytischer Verfahren zur Erfassung von Belastungen in der Pflege.
Schlüsselwörter
Altenpflege, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Arbeitsplatzanalyse, Kontrastive Aufgabenanalyse, Interaktive Arbeit, Handlungsregulationstheorie, Prävention, psychische Belastung, physische Belastung, Arbeitsbedingungen, Gesundheitsförderung, Arbeitssicherheit, Pflegewissenschaft.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Optimierung der Arbeitsbedingungen in der Altenpflege, um die Gesundheit der Mitarbeiter zu erhalten und Belastungen entgegenzuwirken.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zu den zentralen Themen gehören das betriebliche Gesundheitsmanagement, die interaktive Arbeit zwischen Pflegekräften und Bewohnern sowie die kontrastive Aufgabenanalyse.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Hauptziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Arbeitsplätze so gestaltet werden können, dass berufliche Belastungen reduziert und die Versorgungsqualität nachhaltig gesteigert werden.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf die kontrastive Aufgabenanalyse (KABA) sowie die Handlungsregulationstheorie nach Volpert als theoretisches Fundament zur Arbeitsplatzbewertung.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden die Ursachen für das Ausscheiden aus dem Beruf, die verschiedenen Präventionsansätze und die psychologischen Grundlagen der Arbeitsregulation detailliert erläutert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Altenpflege, Gesundheitsmanagement, Prävention, interaktive Arbeit und Arbeitsplatzanalyse charakterisiert.
Wie unterscheidet sich die Verhaltens- von der Verhältnisprävention?
Während die Verhaltensprävention auf die individuelle Gesundheitseinstellung zielt, fokussiert die Verhältnisprävention die Gestaltung der äußeren Arbeitsumgebung und Lebensbedingungen.
Warum ist die interaktive Arbeit in der Altenpflege so entscheidend?
Sie bildet den Kern der pflegerischen Tätigkeit und bestimmt maßgeblich den Erfolg sowie die Qualität der Versorgung durch die Kooperation zwischen Pflegekraft und Bewohner.
Welche Rolle spielt die Handlungsregulationstheorie nach Volpert?
Sie dient dazu, die psychischen Abläufe bei der Ausführung von Arbeitstätigkeiten zu verstehen und bildet die theoretische Basis für die kontrastive Aufgabenanalyse.
Wie trägt die kontrastive Aufgabenanalyse zur Professionalisierung bei?
Durch strukturierte Beobachtungen und Interviews ermöglicht sie eine detaillierte Identifikation von Belastungsschwerpunkten, um gezielte Verbesserungsmaßnahmen einzuleiten.
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- Anonym (Author), 2015, Berufliche Belastung in der Altenpflege. Möglichkeiten der Aufdeckung und Prävention, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322334