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Montagne Sainte-Victoire. Ein Paradigma für die Kunst Paul Cézannes

Titel: Montagne Sainte-Victoire. Ein Paradigma für die Kunst Paul Cézannes

Ausarbeitung , 2012 , 5 Seiten

Autor:in: Christina Hirschochs (Autor:in)

Kunst - Übergreifende Betrachtungen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Cézanne gilt als Neuerer im Sinne einer veränderten Form der künstlerischen Existenz. Die Montagne wird zum Beispiel für Cézannes Suche nach der Natur vor der Natur, der Erkenntnis- und Sinnsuche. Die historische Stellung Cézannes ist die einer Epochenfigur, weil er eine Wendung vollzogen hat, die seitdem alle betrifft, alle Maler, alle Künstler, alle Betrachter, die sich sehend mit der Wirklichkeit auseinandersetzen. Diese Wendung bestimmt das Verhältnis von Auge, Bild und Realität neu. Was sich wandelt, ist die Rolle des Sehens. Wesentliche Komponenten, die Cézanne zur Wende in der Malerei führten waren: Das Zeitliche, das Sehen der Natur, die Farbe und die Taches. Die Wende, der Wandel, an dem Cézannes Malerei Anteil hat und die sie veranschaulicht, lässt sich konkretisieren im Thema der Montagne Sainte-Victoire, das das Realisieren von Landschaft innehat.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Montagne Sainte-Victoire – Paradigma für die Kunst Paul Cézannes

1.1 Die Taches

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die künstlerische Auseinandersetzung Paul Cézannes mit der Montagne Sainte-Victoire und analysiert, wie er durch die Kultivierung des Sehens und die spezifische Verwendung von Farbe und Farbflecken (Taches) die Wirklichkeit neu begreift und Theorie und Praxis in der Malerei vereint.

  • Die historische Bedeutung und die künstlerische Wendung im Werk Cézannes
  • Die Rolle der Wahrnehmung und der „Sehdaten“ als Grundlage der Bildgestaltung
  • Die Funktion der „Taches“ (Farbflecken) als Matrix der Bildentstehung
  • Die philosophische Dimension und der Einfluss auf die moderne Kunsttheorie
  • Die Metaphorik des Berges im Kontext der künstlerischen Existenz Cézannes

Auszug aus dem Buch

Die Taches

Alle Fassungen der Montagne bestehen aus einem Teppich von Farbflecken, deren Größe bereits eine folgenreiche Entscheidung darstellen. In einem Bildfeld von etwa 60 auf 72 cm sind sie vom Betrachter einzeln zu erfassen. Der Blick kann den tache als Ort der Ruhe anvisieren oder auch als Ausgangspunkt einer optischen Sequenz jederzeit aufsuchen. Cézanne arbeitete nicht mit Farbe und Form, er begreift die Farbe als Form. Er begreift die tache als die Setzung von Farbe und Form; er deutete die Wirklichkeit als Inbegriff von Dauer und Wandel.

(Flecken) repräsentieren die Matrix aus der sich das Bild aus seiner Naturdeutung ausdifferenziert. Erst die Abfolge der Flecken erzeugt „so etwas wie“ Berg, Himmel, Ebene.

Zusammenfassung der Kapitel

Montagne Sainte-Victoire – Paradigma für die Kunst Paul Cézannes: Dieses Kapitel erörtert die historische Rolle Cézannes als Epochenfigur, die das Verhältnis zwischen Auge, Bild und Wirklichkeit durch die Kultivierung des Sehens grundlegend neu bestimmt hat.

Die Taches: Der Abschnitt erläutert die zentrale Funktion der Farbflecken in Cézannes Malweise, die als strukturgebende Matrix fungieren und die Wirklichkeit als ein Wechselspiel von Dauer und Wandel erfahrbar machen.

Schlüsselwörter

Paul Cézanne, Montagne Sainte-Victoire, Malerei, Sehdaten, Taches, Modulation, Realisieren, Naturdeutung, Phänomenologie, Wahrnehmung, Kunsttheorie, Farbe, Bildorganisation, Moderne, Wirklichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die künstlerische und philosophische Bedeutung der Montagne Sainte-Victoire im Schaffen von Paul Cézanne und zeigt auf, wie er die Malerei als Erkenntnisprozess verstand.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen die Theorie der Wahrnehmung, die formale Bildgestaltung durch Farbflecken (Taches), die psychologische Disposition des Künstlers und die Metaphorik des Berges.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die künstlerische Wendung zu beleuchten, die Cézanne vollzog, um die Wirklichkeit als „Ereignis des Auges“ darzustellen und dabei vermeintliches Vorwissen auszuschalten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kunsthistorische Analyse, die phänomenologische Ansätze (u.a. Merleau-Ponty) und biografische sowie bildtheoretische Betrachtungen integriert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Analyse der „Sehdaten“, der Definition spezifischer Begriffe wie „Modulation“ und „Realisieren“ sowie der Einordnung Cézannes in den historischen und philosophischen Kontext.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Cézanne, Montagne Sainte-Victoire, Taches, Wahrnehmung, Erkenntnis, Farbe, Wirklichkeit und Bildorganisation.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen „Außen“ und „Innen“ bei der Montagne Sainte-Victoire keine Rolle?

Da Cézanne die Wirklichkeit neu erzeugte und die traditionellen Eigenschaften einer Außenansicht (stabiler Raum, Lichtführung) zugunsten seiner eigenen bildnerischen Logik auflöste, greift diese dichotome Unterscheidung nicht mehr.

Inwiefern beeinflusste die Philosophie das Werk Cézannes?

Philosophen wie Merleau-Ponty sahen in Cézannes Malerei eine Bestätigung der phänomenologischen Hypothese, dass die Anschauung der grundlegende Akt des Denkens und der Weltverknüpfung ist.

Ende der Leseprobe aus 5 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Montagne Sainte-Victoire. Ein Paradigma für die Kunst Paul Cézannes
Autor
Christina Hirschochs (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2012
Seiten
5
Katalognummer
V322644
ISBN (eBook)
9783668219328
ISBN (Buch)
9783668219335
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Montagne Sainte-Victoire Paul Cezannes kunstphilosophische Betrachtung
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Christina Hirschochs (Autor:in), 2012, Montagne Sainte-Victoire. Ein Paradigma für die Kunst Paul Cézannes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322644
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Leseprobe aus  5  Seiten
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