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Andy Warhol, ein Selbstdarsteller? Der Künstler als Star und seine Selbstinszenierung

Titel: Andy Warhol, ein Selbstdarsteller? Der Künstler als Star und seine Selbstinszenierung

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2016 , 22 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Luisa Dietsch (Autor:in)

Kunst - Grafik, Druck
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Anhand des Beispiels von Andy Warhol möchte ich in der vorliegenden Hausarbeit darstellen, wie ein Künstler sich selber inszenieren kann, um Ruhm zu erlangen und damit den Marktwert seiner Produkte zu steigern. Zunächst werde ich Strategien vorstellen, die sich die Künstler in der Gegenwartskunst zu Nutze machen, um erfolgreich zu sein.

Im Anschluss beschäftige ich mich dann mit dem Begriff des Stars und speziell mit dem Künstler als Star und werde einige Beispiele vorstellen. In der alltäglichen Praxis verwenden wir den Begriff „Star“ oft ohne darüber nachzudenken. Doch in der folgenden Arbeit möchte ich mich damit beschäftigen, was einen Star eigentlich definiert und wie ein Künstler zum Star werden kann.

Der wohl bedeutendste Künstlerstar des 20. Jahrhunderts - Andy Warhol - zieht sich dabei als roter Faden durch die gesamte Hausarbeit, ich werde alle Erkenntnisse und Aspekte auf ihn beziehen, Schritt für Schritt entsteht ein umfassendes Bild des Künstlers und alle seine Seiten werden beleuchtet.
Nach diesem Blick auf die Strategien und das Phänomen Star werde ich mich anschließend ausführlich mit Andy Warhols Person beschäftigen.

Nach einer kurzen Vorstellung seiner Biografie zeige ich auf, wie sich Warhol selbst inszeniert hat und welche Strategien er sich zu Eigen gemacht hat, um sein Ziel, ein Star zu werden, zu erreichen. Dabei möchte ich der Frage nachgehen, was Andy Warhol als „Star“ ausmacht. Die Bildanalyse zweier Darstellungen Warhols aus den 1980er Jahren sollen seine Selbstinszenierung bestätigen oder widerlegen. Dabei handelt es sich um eine Fotografie und eine Selbstdarstellung, bei denen ich den Versuch unternehmen werde, sie zu interpretieren und auf die zuvor gesammelten Erkenntnisse zu beziehen. Zu guter Letzt werde ich ein Fazit ziehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Strategien

3. Der Künstler als Star

3a. Das Phänomen Star

3a.1 Wer gilt als Star?

3a.2 Was macht einen Star aus?

3b. Der Künstler als Star

4. Biografie Warhol

5. Selbstinszenierung Warhol

6. Bildanalyse

6a. Fotoportrait

6b. Selbstportrait

7. Schluss

8. Quellen

8a. Literatur

8b. Internetquellen

8c. Bildquellen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Selbstinszenierungsstrategien von Künstlern am Beispiel von Andy Warhol, um zu analysieren, wie durch gezielte öffentliche Präsenz und die Konstruktion eines Star-Images der Ruhm sowie der Marktwert der eigenen Werke gesteigert werden können. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei darauf, welche spezifischen Merkmale Warhol zum „Künstlerstar“ machten und inwiefern sich diese in seinem persönlichen Auftreten sowie in ausgewählten Werken widerspiegeln.

  • Performative Strategien in der Gegenwartskunst
  • Wissenschaftliche Definitionen des Phänomens „Star“
  • Biografische Einflüsse auf die Selbstinszenierung Andy Warhols
  • Analyse des Spannungsfeldes zwischen Distanz und Nähe
  • Bildanalytische Untersuchung von Warhols Selbstdarstellungen

Auszug aus dem Buch

3a.2 Was macht einen Star aus?

Auch der Autor Jens Thiele hat den Versuch unternommen, Aspekte herauszustellen, die einen Star beschreiben. Diese sechs Punkte möchte ich im Folgenden vorstellen, um aufzuzeigen, wie eine Person sich als Star inszenieren kann. Der erste Punkt ist dabei der Ort des Stars – der Star muss besonders sichtbar werden, sich herausheben und abgrenzen. Dies entsteht durch das Umfeld, das ihn akzentuieren soll. Im Falle von Andy Warhol geschieht dies durch sein Atelier und seine Fotografien. Das Verhältnis zum Publikum sollte ein Wechselspiel zwischen Distanz und Nähe sein. Zwar macht einen Künstler seine Unnahbarkeit aus, wie auch Klaus Theweleit betont, und doch braucht der Künstler ein Publikum und dieses wünscht sich eine „scheinbare“ Nähe. Eine Möglichkeit, diese „unerreichbare Nähe“ herzustellen, ist das Filmmedium. Zuschauer können ihren Stars so bei intimen Momenten betrachten, fühlen sich ihm durch Nahaufnahmen und intensive, lange Aufnahmen näher - können ihn dennoch niemals erreichen.

Auch Warhol machte sich das Filmmedium zu Nutze und erhob das Verhältnis von Distanz und Nähe zu einer Kunst. Zwar war er überall präsent, und doch ließ er niemanden näher an sich ran – darauf werde ich an späterer Stelle noch genauer eingehen. Durch den Film kann zusätzlich jede Person idealisiert dargestellt werden und die richtigen Qualitäten hervorheben, dabei helfen Schnitt und Licht. So besteht die Gefahr, dass der Star künstliche Qualitäten annimmt, die die Person, die hinter dem Starbild steht, jedoch nicht besitzt. Wir neigen dazu, Stars auf ein Podest zu stellen, und uns vorzustellen, dass sie „perfekt“ sind, weil sie uns auf diese Art dargestellt werden. Besonders das Frauenbild ist davon betroffen. Models werden durch Bildbearbeitung so dargestellt, dass sich jedes Mädchen wünscht, sie würde genauso aussehen, obwohl dieses Frauenbild unrealistisch ist. Das hat zur Folge, dass sich junge Frauen unter Druck setzen und einem Bild nacheifern, das sie niemals erreichen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert den Kontext der Arbeit im Rahmen des Seminars an der Universität Paderborn und führt in die Thematik der Inszenierungsstrategien von Andy Warhol ein.

2. Strategien: Dieses Kapitel stellt verschiedene performative Strategien vor, die Künstler in der Gegenwartskunst nutzen, wie etwa Tabuverletzung oder den Rückzug aus der Öffentlichkeit, um Aufmerksamkeit zu generieren.

3. Der Künstler als Star: Hier wird das Phänomen „Star“ theoretisch definiert und anhand von Ansätzen verschiedener Wissenschaftler untersucht, was die Bedingungen für eine solche öffentliche Wahrnehmung sind.

4. Biografie Warhol: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über den Lebensweg von Andy Warhol und beleuchtet die Entwicklung seines künstlerischen Stils sowie die Etablierung seiner „Factory“.

5. Selbstinszenierung Warhol: Es wird analysiert, wie Warhol sein Image als Künstlerstar aktiv gestaltete, wobei insbesondere sein Wiedererkennungswert und seine bewusste Distanz zum Publikum im Fokus stehen.

6. Bildanalyse: Anhand einer Fotografie und eines Selbstporträts wird untersucht, wie Warhol seine Person in bildnerischen Medien inszenierte und ob diese Werke die zuvor identifizierten Strategien bestätigen.

7. Schluss: Der Schlussteil fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und beantwortet die Forschungsfrage hinsichtlich der strategischen Inszenierung Warhols als einflussreicher Künstlerstar.

8. Quellen: Auflistung der verwendeten Fachliteratur, Internetquellen und Bildnachweise zur belegten Dokumentation.

Schlüsselwörter

Andy Warhol, Künstlerstar, Selbstinszenierung, Pop-Art, Bildanalyse, Phänomen Star, Medienpräsenz, Unnahbarkeit, Identität, Werbekampagne, Factory, Performance, Ruhm, Marktwert, zeitgenössische Kunst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Mechanismen und Strategien, mit denen sich Künstler – allen voran Andy Warhol – erfolgreich als „Stars“ inszenieren, um ihre Popularität und den Marktwert ihrer Kunstwerke gezielt zu steigern.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die theoretische Definition des Star-Phänomens, die Analyse von Inszenierungsstrategien in der Gegenwartskunst, die Biografie Andy Warhols sowie die Interpretation seiner bildnerischen Selbstdarstellung.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, nachzuweisen, wie Andy Warhol durch die bewusste Gestaltung eines öffentlichen Images und die Anwendung spezifischer Strategien zum bedeutenden Künstlerstar des 20. Jahrhunderts avancierte.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie auf einer bildanalytischen Untersuchung zweier Werke unter Anwendung des 3-Stufen-Modells von Erwin Panofsky.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst Strategien zeitgenössischer Künstler vorgestellt, die Theorie des Star-Begriffs erörtert, Warhols Lebensweg dargelegt und schließlich seine Methoden der Selbstinszenierung durch eine detaillierte Bildanalyse überprüft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Andy Warhol, Künstlerstar, Selbstinszenierung, Medienpräsenz, Marktwertsteigerung und Bildanalyse zusammenfassen.

Wie unterscheidet sich Warhols Strategie von der anderer zeitgenössischer Künstler wie Gerhard Richter?

Während Warhol die ständige öffentliche Präsenz und ein künstliches Image aktiv suchte, verfolgte Gerhard Richter die Strategie des Rückzugs und der Anonymität, um Aufmerksamkeit zu erregen.

Welche Rolle spielte die „Factory“ in der Inszenierung von Andy Warhol?

Die „Factory“ diente Warhol nicht nur als Atelier, sondern auch als Dreh- und Angelpunkt für sein soziales Netzwerk und seine mediale Präsenz, wobei er seine Kontakte zu anderen Stars gezielt in seine Kunst integrierte.

Was zeigt die Bildanalyse von Warhols „Self-Portrait“ aus dem Jahr 1986?

Die Analyse verdeutlicht, dass Warhol sich auch kurz vor seinem Tod bewusst durch eine „Maske“ – in diesem Fall ein Camouflage-Muster – inszenierte, um sein wahres Ich hinter der Fassade des Künstlers verborgen zu halten.

Ende der Leseprobe aus 22 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Andy Warhol, ein Selbstdarsteller? Der Künstler als Star und seine Selbstinszenierung
Hochschule
Universität Paderborn  (Kunst / Textil)
Veranstaltung
Die vestimentäre Inszenierung von Ikonen
Note
2,0
Autor
Luisa Dietsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2016
Seiten
22
Katalognummer
V322741
ISBN (eBook)
9783668228115
ISBN (Buch)
9783668228122
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Andy Warhol Andy Warhol Pop-Art 20. Jahrhundert Kunst Textil Ikone Inszenierung Star Berühmtheit Selbstdarstellung auftreten Künstler Persönlichkeit
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Luisa Dietsch (Autor:in), 2016, Andy Warhol, ein Selbstdarsteller? Der Künstler als Star und seine Selbstinszenierung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/322741
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Leseprobe aus  22  Seiten
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